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Speakermembran feat. Schwerkraft

  • NoWay
  • 23. Januar 2003 um 15:45
  • NoWay
    Beiträge
    776
    • 23. Januar 2003 um 15:45
    • #1

    Hallo,

    mich würde mal interessieren in wie weit es sich auf die Membranauslenkung auswirken kann wenn der Speaker entweder nach unten oder nach oben wies bei Bandpass oder Kurzhorn der fall sein kann, eingebaut ist, schliesslich hat ja die Membran auch eine gewisse Masse die Beschleunigt oder aubgebremst werden muss.

    Gruss Stefan

    SaDis - Veranstaltungsservice

  • TheRogue
    Verifiziert
    Beiträge
    3.681
    • 23. Januar 2003 um 17:29
    • #2

    Hi,
    die Membran wird durch ihre Gewichtskraft ein wenig "durchhängen". Ich nehme mal den 15pl40

    Mms : 79 g
    Fg = 9,81 * 0.079 = 0,775 N

    Dann können wir mit Cms ausrechnen, wie weit er durchhängt.
    Cms = 0.0002 m/N

    s = 0.0002 m/N * 0.775 N = 0.00015m = 0.15 mm

    Bei einem x-max von 4mm sind das 3,75 %, die dir dann "fehlen".

    Weichhängen sollte sich das Chassis dank der harten Aufhängung eigentlich nicht.

    Nehmen wir eine Vollauslenkung bei 50 Hz an:
    Zeit für einmal Hin und Zurück 0,02 Sekunden.
    Zeit für eine Bewegung: 0,01 Sek

    In der Zeit wird das Chassis in der ersten Hälfte der Bewegung brschleunigt und in der zweiten wieder abgebremst.

    Für 4 mm hat die Membran 0,005 Sekunden Zeit.

    s=a/2 * t²
    a = 2s/t² = 320 m/s² (hui!!) sowohl bei Beschleunigung als auch Abbremsung

    Nebenbei v=a*t = 1,6 m/s maximale Geschwindigkeit.

    F = m * a
    F = 25 N ,die benötigt werden, um die Membran (und Luft) zu beschleunigen, nicht die Gewichtskraft, sondern die Trägheit ist hier gemeint. Dann kommen noch die Kräfte hinzu, um gegen die Aufhängung anzukommen. F = 25 N + 0,004 m / 0,0002 m/N = 45 N. Die 0,775 N Gewichtskraft von oben wirken je nach Bewegung mit oder gegen diese Kraft.

    Der Anteil ist dann schon wieder verschwindent gering, so dass man sich da eigentlich keine Sorgen zu machen braucht.

    PS: wenn ich es mir so überlege, wird durch den horizontalen Einbau die Membranbewegung nur um die 0,15mm nach unten verschoben, der Rest, also Beschleunigungen nach oben und unten, die Geschwindigkeiten und co. bleiben gleich wie beim vertikalen Einbau.

    CU Stefan

    PPS: Alles ohne Gewähr

  • NoWay
    Beiträge
    776
    • 23. Januar 2003 um 18:27
    • #3

    Sauber, jetzt weiss ichs. Ich hoff das hat dir keine zu grossen Mühen gemacht. War auch nur so ne Frage die mir eingefallen is, jetzt nicht wegen der Hörner und dem PL40, nur allgemein. Wird wohl bei Weichen Speakern eher zum Problem, aber die haben wir ja nicht. Danke dir schön TheRouge.

    SaDis - Veranstaltungsservice

  • TheRogue
    Verifiziert
    Beiträge
    3.681
    • 23. Januar 2003 um 18:30
    • #4
    Zitat von "NoWay"

    Sauber, jetzt weiss ichs. Ich hoff das hat dir keine zu grossen Mühen gemacht. War auch nur so ne Frage die mir eingefallen is, jetzt nicht wegen der Hörner und dem PL40, nur allgemein. Wird wohl bei Weichen Speakern eher zum Problem, aber die haben wir ja nicht. Danke dir schön TheRouge.

    :D
    Für dich tu ich doch alles :wink:

  • NoWay
    Beiträge
    776
    • 24. Januar 2003 um 12:35
    • #5

    Langsam glaub ichs auch, aber nix für ungut, evtl komm ich auch noch irgentwann mal zum Zuge um dir zu helfen.

    SaDis - Veranstaltungsservice

  • TheRogue
    Verifiziert
    Beiträge
    3.681
    • 24. Januar 2003 um 18:21
    • #6

    Hast du doch schon einmal :wink:
    Aber wenn's soweit ist, melde ich mich dann bei dir :D

  • Brain
    Beiträge
    1.144
    • 25. Januar 2003 um 13:18
    • #7

    Abgesehen davon würde ich nie mehr den Tieftöner liegend oder schräg einbauen, wegen der Gefahr des Durchhängens. Ich habe 8 Omega Pro 18 schräg im Horn. Sind alle ein wenig durchgehängt. drei davon extrem. Die wurden aber kostenlos ersetzt.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 28. Januar 2003 um 10:19
    • #8

    In der Praxis spielt die Lage des Chassis (wie ja rechnerisch schon "bewiesen" wurde - ich hatte aber keine Lust, alles nachzurechnen ...) keine Rolle. Die Federkraft ist - gemessen an der Gewichtskraft der Membran - so viel größer, daß sich der Lautsprecher auch meßtechnisch (und damit akustisch) nicht verändert.

    Verwerfungen am Chassis oder der Membran kommen eigentlich nur dadurch zustande, daß in der Konstruktin / Fertigung geschlampt wurde (eher selten), die Box (von besoffenen Rowdies ... - häufig !) gewürfelt wurde oder aber Feuchtigkeit seine Auswirkungen zeigt (häufig).

    Leider lassen viele Tanzmucker (und Djs ? ...) ihr Zeug im Anhänger liegen (auch die Elektronik ....) und wundern sich dann irgendwann.

    Ich habe in Boxen schon weisse Pilzkulturen auf Membranen gesehen, von Schimmel zerfressene Zentriersicken uvm.

    Also: Wer lieb mit seinen Lautsprechern (und der Elektronik !) umgeht, braucht sich über die Chassisposition keine Gedanken machen.

    Viele Grüsse sendet

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 28. Januar 2003 um 10:26
    • #9
    Zitat von "Brain"

    Abgesehen davon würde ich nie mehr den Tieftöner liegend oder schräg einbauen, wegen der Gefahr des Durchhängens. Ich habe 8 Omega Pro 18 schräg im Horn. Sind alle ein wenig durchgehängt. drei davon extrem. Die wurden aber kostenlos ersetzt.

    Dann müßte es ja verboten werden, ein Chassis aufrecht (wie in praktisch allen Fullrange und Tops) einzubauen - denn: die Zentrierung würde sich verändern (ist dann nicht mehr "mittig") und die Schwingspule würde irgendwann "schrappen" (was wohl eher selten passiert ...).

    Ich denke, Du kannst Deine Tieftöner ruhig wieder schräg "einhängen".

    Viele Grüsse

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