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drei adern und kompletten drehstrom?

  • kuddel68
  • 27. Juli 2006 um 22:36
  • kuddel68
    Beiträge
    63
    • 27. Juli 2006 um 22:36
    • #1

    Hallo zusammen!

    schmeißt mich nicht raus, wenn ich folgende Frage stelle:
    Drehstrom wird zum Teil auch via Überland-Leitungen geliefert. Da reichen aber nur 3 Kabel. Wie ist das mit dem Null-Leiter? Ist der gleich der Erdung und geht durch das Erdreich? :idea:

    Entschuldigt, wenn ich als Strom-Laie so eine Frage hier poste.

    Gruß

    Wolfgang

    Theorie und Praxis sind häufig weit auseinander.

  • alexn
    Beiträge
    12
    • 27. Juli 2006 um 22:45
    • #2

    http://de.wikipedia.org/wiki/Nullung

    ora pro labore

  • kuddel68
    Beiträge
    63
    • 27. Juli 2006 um 22:54
    • #3

    Danke für den Wikipedia-Tipp.
    Daraus geht aber auch hervor, dass wir 4 Leiter brauchen, oder? Wo ist der vierte Leiter (0) bei der Überlandleitung?

    Theorie und Praxis sind häufig weit auseinander.

  • audienceblinder
    Beiträge
    420
    • 27. Juli 2006 um 23:26
    • #4

    Stichwort Sternschaltung und Dreieckschaltung

  • kuddel68
    Beiträge
    63
    • 27. Juli 2006 um 23:41
    • #5

    Mein Sternzeichen ist Löwe und nu bin ich schlau.
    Das ist ja super-genial, was aus 3 Phasen für Ideen hervorgehen.
    Und Wikipedia ist fast so gut wie dieses Forum :wink:

    Theorie und Praxis sind häufig weit auseinander.

  • korschi
    Beiträge
    229
    • 27. Juli 2006 um 23:41
    • #6

    Hoppla! Nullung?

    Es werden nur die drei Phasen übertragen daher 3 Leitungen. Im Umspannwerk bildet der Sternpunkt der 3 sekundärseitig erzeugten Phasen den Null-Leiter.

    Je nach Netz kann eine solche Überlandleitung auch Gleichspannung führen, diese wird dann im Umspannwerk wieder in Drehstrom umgewandelt.

    Über dieses Thema kann man seitenweise schreiben, vielleicht hat jemand ne Zeichnung, ist damit einfacher zu erklären.

  • alexn
    Beiträge
    12
    • 28. Juli 2006 um 00:13
    • #7

    naja, zweck erfüllt :D

    Beim Zusammenschluß der 3 Aussenleiter (L1, L2, L3; in der nächstgelegenen Trafostation) entsteht der Sternpunkt an dem der Neutralleiter ( Null/ PEN ) abgegriffen wird. Von dort an geht´s zum Hausanschluss. Hier kommt dann die klassische oder moderne Nullung ins Spiel.

    ora pro labore

  • SVT
    Beiträge
    43
    • 28. Juli 2006 um 10:21
    • #8

    Hallo zusammen,

    Zitat von "Kuddel68"


    Wie ist das mit dem Null-Leiter? Ist der gleich der Erdung und geht durch das Erdreich?

    So stimmt es. Der Sternpunkt ist beim Erzeuger geerdet, und auch bei den Umspanntrafo's. Wäre dies nicht der Fall, würde zwar durch die Sternschaltung ein N entstehen, bei unsymetrischer Last allerdings wäre die richtige Spannung nicht mehr sichergestellt.

    @ korschi: Überlandleitungen führen keine Gleichspannung

    Gruß

    svt

  • markus83
    Beiträge
    36
    • 28. Juli 2006 um 10:49
    • #9
    Zitat von "SVT"

    @ korschi: Überlandleitungen führen keine Gleichspannung


    Es gibt auch Überlandleitungen die Gleichspannung führen, nennt sich dann Hochspannungs-Gleichtrom Übertragung, kurz HGÜ.
    In Deutschland allerdings sehr selten, einziger mit bekannter Anwendungsfall von HGÜ in Deutschland sind Seekabel (z.B. Richtung Norwegen), wo dann auch schonmal einige km (zwischen Küste und Umrichterwerk) als Freileitung ausgeführt sind.

    mfg. Markus

  • korschi
    Beiträge
    229
    • 28. Juli 2006 um 12:39
    • #10
    Zitat von "SVT"

    @ korschi: Überlandleitungen führen keine Gleichspannung

    Ach so. :roll:

  • lambda-halbe
    Profi
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    365
    • 28. Juli 2006 um 13:14
    • #11

    Hallo,

    diese Gleichspannungsverbindungen werden auch besonders gerne länderübergreifend richtung Osten gebaut. So gibt es z.B. eine ziemlich fette von Österreich nach Ungarn. Der Grund liegt darin, dass es bei den östlichen Energieversorgern gerne mal zu Frequenzungenauigkeiten kommt. Das führt natürlich zu erheblichen Ausgleichsströmen, die keiner will. Also Hier gleichrichten, dann "übertragen" und Drüben wechselrichten. Problem gelöst.

    Stephan

  • DJheini
    Moderator
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    4
    • 28. Juli 2006 um 13:26
    • #12
    Zitat von "Lambda-halbe"

    und Drüben wechselrichten. Problem gelöst.

    Stephan

    Diese Wechselrichter und Gleichrichter würde ich gerne mal sehen. :shock:

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • thomas.b
    Beiträge
    460
    • 28. Juli 2006 um 16:33
    • #13

    bilder

    da sind einige gleichrichter zu sehen aber fast alles ziemlich alt :)

    mfg Thomas
    ------------------------------------------:)
    >>>> http://www.kst-lan.de <<<<
    >>>> http://www.200g.de <<<<

  • korschi
    Beiträge
    229
    • 28. Juli 2006 um 16:53
    • #14

    3000MW - nix für Schwachmaten :D

    Quelle: Siemens

  • DJheini
    Moderator
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    Marktplatz Einträge
    4
    • 28. Juli 2006 um 17:08
    • #15

    Wahnsinn!

    Danke.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • korschi
    Beiträge
    229
    • 28. Juli 2006 um 18:06
    • #16

    Sind auch "nur" Thyristoren. :D

  • Michael D
    Beiträge
    721
    • 28. Juli 2006 um 19:20
    • #17

    Einfach soviele Scheibchen in Reihe und Parallel schalten bisses passt ;)
    Gezündet werden die glaub ich optisch.

    http://www.digital-enlightenment.de/
    USB DMX Interface, Mediensteuerung, Demultiplexer, Multiplexer, Dimmer, Relaisboard, Art-Net

  • korschi
    Beiträge
    229
    • 28. Juli 2006 um 19:30
    • #18

    Mir hat das mal einer in Erlangen genauer erklärt, desshalb schreib ich auch zu diesem Thema, frei nach Dieter Nuhr :D

    Bei 400kV aufwärts ist das optische Schalten das einzig sichere. Ein 400kV Optokoppler, sozusagen.

    Diese HGÜ-Prinzip ist überwiegend in größeren Ländern zu finden, dort wo es nicht viele poplige Atomkraftwerke gibt, sondern wo ein großer Staudamm einige tausend Megawatt erzeugt und die Abnehmer hunderte Kilometer entfernt sind.

    Gleichstromanlagen haben den Vorteil der fehlenden Blindleistung, denn Blindleistung bedeutet kurz und knapp: Unwirtschaftlichkeit.

  • databass.ch
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.197
    • 28. Juli 2006 um 21:53
    • #19

    :shock: aber wie erzeugt man damit einen Sinus?

  • Michael D
    Beiträge
    721
    • 30. Juli 2006 um 04:46
    • #20

    Wenn du in ein vorhandenes Netz einspeisen willst werden die Thyristoren so gezündet, dass die Gleichspannung jeweils so mit den drei Phasen verbunden wird, dass Leistung vom Gleichstrom zum Drehstromnetz fliesst. Weiss nicht wie man das erklären soll. Das Schalten läuft im Prinzip genauso wie bei einem 3 phasen Gleichrichter nur dass statt den Dioden Thyristoren drin sind und diese entsprechend dem Zustand der Netzfrequenz durchgeschaltet sind. Die übertragene Leistung kann dabei mit den Zündwinkeln der Thyristorsteuerung geregelt werden. Durch das harte umschalten entstehen viele Oberwellen die mit sog. Kommutierungsdrosseln gefiltert werden (ähnlich wie bei nem Dimmer).

    http://www.digital-enlightenment.de/
    USB DMX Interface, Mediensteuerung, Demultiplexer, Multiplexer, Dimmer, Relaisboard, Art-Net

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