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  5. IN EAR Monitoring

in ear problem mit click (dbtech iem2200)

  • floxe
  • 23. August 2006 um 09:57
  • floxe
    Beiträge
    5
    • 23. August 2006 um 09:57
    • #1

    hallo,

    bin eigentlich bei homerecording.de unterwegs, dort wurde mir jedoch für diese frage euer forum empfohlen.

    ich hab leider ein sehr nerviges problem mit unserem in-ear. wir spielen mit einem db-tech iem2200, einer sendestation (quasi ein mix) und vier receiver. hätten noch eine weitere sendestation, kommen aber mit einem mix aus.

    das problem: wir schicken dual-mono, also einmal playbackmix und einen clicktrack, sodass man sich bequem den anteil zwischen den beiden regeln kann. allerdings entsteht ein störendes knacksen, sobald playback und click zugleich ertönen - sieht man auch nach der aufnahme schön in der wellenform. je lauter man den anteil des playbacks dreht, desto schlimmer ist das knacksen zu hören und tritt zeitweise auch zwischen den clicks auf.

    hier noch ein soundbeispiel:

    http://floxbox.yourtenmofo.com/dbtech.mp3

    spielt hier irgendwer mit einem ähnlichen setup (also dual-mono und click)? bin mit meinem latein am ende und nicht sicher, ob das ein allgemeines funkproblem ist (kanaltrennung) oder am dbtech liegt (beide sender und alle receiver dasselbe problem). weder der da-wandler des zuspielers noch der sender sind übersteuert, der limiter am empfänger hat keinen einfluss darauf.

    lg
    flox

  • tufkaklto
    Profi
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    1
    Beiträge
    7.116
    • 23. August 2006 um 10:11
    • #2

    Ich kenn das ähnlich.

    Bin mit einer Band unterwegs, wo 5 Musiker 4 Stereo inEars haben.

    Wir konnten uns nur helfen, in dem wir 2 Musiker mit einem Stereo Sender versorgten. und jedem ein Mono signal schickten.
    Man konnte ein deutliches übersprechen bemerken.
    Wir haben uns halt beholfen, dem Drummer und dem Bassman den Stereo Sender zu geben, da störts nicht.
    Und es ist kein db billig In Ear.

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • Ton_Opa
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    490
    • 23. August 2006 um 14:26
    • #3

    Offenbar habt Ihr die Sender deutlich übersteuert.

    Es ist deutlich zu hören, dass der Klick überhaupt kein Attack mehr hat und nur mühsam von einem trantütigen Limiter wieder auf den Sender gelassen wird.

    In der Annahme, dass euer Klick von einer quarzgenauen Quelle kommt,
    habe ich ich diesen einmal interpoliert und mit der Summe des Hörbeispiels
    verglichen. Heraus kommt das:

    Hier bestätigt sich meine Vermutung. Der Knack fällt mit dem Attack, der aber am Ende der InEarstrecke gar nicht hörbar ist, zusammen.
    Der Limiter kann die Übesteuerung nicht verhindern - es knackt.
    Trotzdem kneift er natürlich den Arsch so weit zu, wie es nur geht: Die Folge: Es gibt keinen deutlichen Anschlag-Zeitpunkt mehr (ich frage mich, wie man dazu überhaupt spielen soll).

    Ich würde mal versuchen, den Pegel des Klicks am Sender deutlich abzusenken! Dann hört das Knacken wahrscheinlich auf. Ebenso wahrscheinlich ist, dass er dann nicht mehr laut genug beim Künstler einstellbar ist. In diesem Fall würde ich mal andere Sounds für den Klick ausprobieren, die überhaupt keine Transienten haben. Meinetwegen Sinustöne: Piep pap pap pap macht dann der Klick.

    Alternativ dazu könnte man den klick vor dem Sender durch einen schnellen Limiter jagen, der die Spitzen abschneidet - das tut sogar ne alte Verzerrer-Tretmine vom Gitarristen.

    Grüße
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • floxe
    Beiträge
    5
    • 23. August 2006 um 17:34
    • #4

    hey opi,

    danke für die hilfe.

    der click kommt aus dem sequenzer (cubase sx3) aus dem auch das playback kommt.

    Zitat

    Es ist deutlich zu hören, dass der Klick überhaupt kein Attack mehr hat und nur mühsam von einem trantütigen Limiter wieder auf den Sender gelassen wird.

    der click hat egal ob mit limiter davor oder dahinter keinen attack, weil anscheinend die auto-squelch funktion den attack klaut.

    dieses soundbeispiel ist mit vorgeschaltenem limiter im sequenzer und der sender ist mit -6db sicher nicht übersteuert - ich kann den click genauso auf -20db auf der sendestation einstellen und das problem besteht weiterhin leider.

    Zitat

    (ich frage mich, wie man dazu überhaupt spielen soll).


    genau das ist zur zeit unser problem.

    zu deinen ratschlägen:

    Zitat

    Ich würde mal versuchen, den Pegel des Klicks am Sender deutlich abzusenken!


    schon probiert, keine änderung - ausser das metering an der sendestation ist sooo lahm.

    Zitat

    In diesem Fall würde ich mal andere Sounds für den Klick ausprobieren, die überhaupt keine Transienten haben.


    ich hab das ganze schon mal so limitiert, dass im endeffekt der attack leiser als der sustainteil des signals war - selbes ergebnis.

    Zitat

    Alternativ dazu könnte man den klick vor dem Sender durch einen schnellen Limiter jagen, der die Spitzen abschneidet


    wie gesagt auch schon probiert - ich versuchs nochmal mit sinussen, befürcht jedoch, dass der drummer damit nicht spielen kann.

    lg
    flox

  • tufkaklto
    Profi
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    1
    Beiträge
    7.116
    • 23. August 2006 um 21:16
    • #5

    Hallo Tonopi

    In meinem Fall definitiv keine Übersteuerung, sonder wie ich schrieb ein deutliches übersprechen bei einem Stereo In Ear Sender, der 2 x Mono Empfänger versorgt.
    Gänzlich Unterschiedliche Signale verrträgt er mit dem Übersprechen nicht, ähnliche Mixes aber in unterschiedlichen Lautstärken funktionieren.
    Deswegen werden auch der Drummer und der Bassist versorgt.
    Das einfachste wäre in meinem Fall, die Band würde sich einen zusätzlichen Sender kaufen, aber solange sie das nicht tun, müßen sie auch damit leben

    greez

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • Ton_Opa
    Profi
    Beiträge
    490
    • 24. August 2006 um 02:49
    • #6

    okay, okay... kann auch was anderes sein.

    Aaaber: Die Betonung liegt auf schnellem Limiter.
    Leider sind Software-Limiter (zum Beispiel in den alten Yamaha Digipulten) oft unbrauchbar langsam!

    Zitat

    attack leiser als der sustainteil


    also, die Kuhglocken, die ich kenne, haben überhaupt keine Sustain-Phase


    Wenn dein mp3 dem Höreindruck entspricht, kann ich nur sagen, schlimmer kann es nicht mehr werden, auch mit Sinustönen nicht.

    "Autosquelch"--- was soll das denn sein?
    Soll das etwa bedeuten, dass das ding grundsätzlich gatet, wenn zwischen den Klicks kein Audio kommt? Himmel hilf!
    Auch hier könnte ein Trick helfen:
    einfach etwas vom Monitorsignal auch ständig auf den Klick-Kanal geben, so dass "Autosquelch" ständig offenbleibt. Vielleicht bekommt ihr so wieder Attacks zu hören.

    Zitat

    ausser das metering an der sendestation ist sooo lahm


    Bestimmt! wenn die schon solche langsamen "autosquelches" da reinbauen, wird der Rest auch nicht schneller sein. Vielleicht ist das Meter auch hinter dem Gate (ogottogott).

    Tatsache bleibt: es knackt, wenn nirgendwo eine Audiosignalspitze zu sein scheint. Das kann nicht sein. oder doch?

    Zitat

    und tritt zeitweise auch zwischen den clicks auf.


    hat also gar nichts mit den Klicks zu tun?
    Dann musst du wohl woanders suchen - oder es kracht, wenn auch das Monitorsignal übersteuert :D

    Ich habe mir das file noch einmal angegukt. Wirklich jeder Knack fällt exakt mit dem Anschlag des Klicks zusammen. Ich bleibe dabei: der Sender wird überfahren (bzw seine Ansteuerung versagt) und die Meter zeigen das nicht an. Vielleicht ist auch die ansteigende Flanke zu steil und interferiert mit dem Pilotton? Dreh mal Höhen aus dem Klick raus (aber nach dem limiter!).


    vergiss software-limiter, wenn es schnell sein soll (nimm lieber distortion oder crusher-Plugins oder etwas mit look ahead)
    vergiss Meter an Billig-Geräten
    und vor allem, vergiss Autosquelch

    und vergiss die Website von DB-Tech, die funktioniert heute nacht auch nicht...
    ohmannohmann wo soll das alles enden.... brabbel.. brabbel

    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • soundworx
    Profi
    Beiträge
    748
    • 24. August 2006 um 10:35
    • #7

    Grundsätzlich, fürchte ich, ist ein günstiges In-Ear mit dieser anspruchsvollen Aufgabe wohl überfordert. Das ist wahrscheilich die Kanaltrennung nicht hoch genug.
    Es gibt dabei aber noch ein grundsätzliches Problem: Clicktracks sind wahre HF-Streckenmörder!
    Das Problem: schnelles Attack im zeitlichen Signalverlauf (eigentlich die Definition eines Clicktracks) bedeuten im Frequenzbereich irrsinnige hochfrequente Anteile (wer sich schon mal mit Fouriertransformation beschäftigt hat kennt die Zusammenhänge).
    Und genau diese hohen Frequenzanteile sind das Problem. Stereo In-Ears arbeiten meistens nach dem MPX Verfahren und dieses verträgt nix über 15 kHz. Was Du mal versuchen solltest ist ein brachialer Tiefpass um die 13 kHz. Dann sollte sich eigentlich Besserung einstellen.

    Ein Comp/Limiter nützt also relativ wenig, da er zwar den Pegel im Griff hat, die hohen Frequenzanteile im Klick aber trotzdem noch da sind.

    Ich erinnere mich an einen Bericht im PP über eine Musikproduktion bei der über 40 (?) verschiedene Clicktracks per In-Ear an die Musiker übertragen wurden. Es ist also grundsätzlich möglich, allerdings wurden dort PSM700 von Shure benutzt, also preismässig etwas über dem db System.

    Gruß
    Marcus

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • floxe
    Beiträge
    5
    • 24. August 2006 um 17:01
    • #8

    danke, dass ihr eisern weiter versucht mir zu helfen :)

    hab jetzt zumindest mal einen sinus-click gebastelt - sinus mit 1320 bzw 660hz und einer länge von ca. 80ms. hat trotzdem geknackst (ich tippe echt auf eine lahme und fehlerhafte autosquelchfunktion) - daraufhin ein 10ms fade in und fade-out gemacht und siehe da, zumindest das funktioniert mal und kann fürs samstägige open-air als notlösung herhalten.

    Zitat

    Was Du mal versuchen solltest ist ein brachialer Tiefpass um die 13 kHz. Dann sollte sich eigentlich Besserung einstellen.

    danke für den tipp soundworx, werd ich gleich nochmal mit dem originalclicksignal ausprobieren.

    Zitat

    Leider sind Software-Limiter (zum Beispiel in den alten Yamaha Digipulten) oft unbrauchbar langsam!


    der UAD-precision limiter sollte an und für sich schnell genug sein.

    Zitat

    Soll das etwa bedeuten, dass das ding grundsätzlich gatet, wenn zwischen den Klicks kein Audio kommt? Himmel hilf!


    jup - keine ahnung wieso die das im iem2200 verbauen - ist aber leider fakt.

    Zitat

    einfach etwas vom Monitorsignal auch ständig auf den Klick-Kanal geben, so dass "Autosquelch" ständig offenbleibt. Vielleicht bekommt ihr so wieder Attacks zu hören.


    danke auch für diesen tipp, hätt ich eigentlich selber draufkommen können. werd mir eventuell einfach sonst ein nicht störendes dauersignal basteln, dass das gate offenhält, bleibt nur zu hoffen, dass das gate thresholdmäßig moderat weit unten angesetzt ist.

    Zitat


    hat also gar nichts mit den Klicks zu tun?


    hab auch rausgefunden, dass die zwischenknackser beim schließen des autosquelchs entstanden sind - wenns dem wohl zu schnell von 100 auf 0 geht bekommt das ding probleme.

    Zitat

    Ich bleibe dabei: der Sender wird überfahren (bzw seine Ansteuerung versagt) und die Meter zeigen das nicht an.


    schließ ich mittlerweile definitiv aus, da das problem auch auftritt, wenn das clicksignal so leise ausgesteuert ist, dass der sender nicht mal -40db anzeigt.

    vielen dank jedenfalls nochmal - ich denk die autosquelch-funktion ist letztenendes schuld an dem debakel. versuch jetzt noch einen lowpass bzw. das gate auszutricksen und ansonsten werd ich die mitmusikanten mal mit dem sinus bekannt machen.

    lg
    flox

  • Ton_Opa
    Profi
    Beiträge
    490
    • 24. August 2006 um 20:27
    • #9

    schön, das wir das rausgefunden haben, dass es an den steilen Flanken, also Höhen-Impulsen liegt.
    Da alle Drahtlosstrecken (mit Ausnahme von digitalen) mit Kompandersystemen arbeiten, sind schnelle Signale für alle diese Strecken schwierig originalgetreu zu übertragen. Aber Knacken darf es eigentlich in keinem Fall. :?

    Zitat

    up - keine ahnung wieso die das im iem2200 verbauen - ist aber leider fakt.

    ist wahrscheinlich notwendig, um auf den den

    Zitat von "Produktbroschüre"

    fabelhaften Dynamikumfang von 105 dBm

    zu kommen.
    Dazu muss man eben Audio zwischendurch ganz abschalten. Schade nur, wenn mans dann nicht rechtzeitig und knackfrei wieder an bekommt.

    Grüße
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • guma 13. Februar 2021 um 19:43

    Hat das Thema aus dem Forum Sonstiges nach IN EAR Monitoring verschoben.

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