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Mobiles Traversensystem für DJ

  • Andi22
  • 11. September 2006 um 13:44
  • Andi22
    Beiträge
    70
    • 11. September 2006 um 13:44
    • #1

    Hallo Rigging-Experten,

    ich wollte mal fragen, welches Traversensystem ihr für einen mobilen DJ mit folgenden Rahmenbedingungen empfehlen würdet:

    - Aufgehängt werden sollen 5 Scanner (à 10 kg), Strobe und derweil 8 PAR 56 (soll demnächst mal auf 16 und etwas später evtl. auf 24 PARs ausgebaut werden, also bitte berücksichtigen)
    - Das System soll indoor verwendet werden und die Höhe muss in einem gewissen Bereich variabel sein, da nicht bei jeder Veranstaltung die Deckenhöhe gleich ist (ich sag mal: min 1,50m Höhe, max: 3,50m Höhe)
    - Möglichst einfache, günstige Lösung, Traversenlifte kommen eher nicht in Frage, da zu teuer

    Ich dachte an eine Vier-Punkt-Gerade (3m) die Quer über dem DJ Tisch hängt und links und rechts an zwei Stativen befestigt ist. Ich weiß aber nicht ob 3m Truss für mein Zeug reicht. Evtl. kann man einige PARs auch an den Stativen befestigen (also vertikal).

    Was ist der Unterschied von 3-Punkt und 4-Punkt Traversen - welche Traverse nimmt man für welchen Zweck?

    Danke schonmal für eure Antworten.

    Einmal editiert, zuletzt von Andi22 (12. September 2006 um 12:22)

  • mringhoff
    Profi
    Reaktionen
    6
    Beiträge
    5.262
    • 11. September 2006 um 15:48
    • #2
    Zitat von "Andi22"


    Was ist der Unterschied von 3-Punkt und 4-Punkt Traversen - welche Traverse nimmt man für welchen Zweck?

    Na, die 3-punkt-Traverse besteht aus 3 Gurtrohren, die andere eben aus vier. Von der Seite sieht das eine aus wie ein Dreieck, das andere wie ein Quadrat. 3-Punkt-Traversen können nicht so stark belastet werden, wie die 4-Punkt, sind dafür aber erstens leichter, billiger und verbrauchen weniger Platz im Laster.
    Wenns gewichtmässig also ausreicht, dann würde ich eher die 3-Punkt-Variante empfehlen.

    Die maximale Belastung hängt u.a. von der Länge der Traversenstrecke ab. Deine 3m fände ich etwas knapp bemessen, 4-6m wären da besser. Kaufe die Dinger in 2m-Stücken, dann bist Du je nach Veranstaltung in der Größe variabel.
    Je nach Hersteller und Produkt kannst Du bei einer Dreipunkttraverse 6m
    Länge ca. 500 - 600 kg (Gleichlast) dranhängen, das sollte doch fürs erste reichen. :)
    Ausschlaggebend sind aber immer die herstellerabhängigen Belastungstabellen!

    Wichtig ist da eher, daß Du vernünftige Stative verwendest (die übrigens auch "Traversenlifte" genannt werden), einfache Kurbelstative kommen da schneller an ihre Grenzen, als einem lieb ist.

    Aktuelle Gebrauchtgeräte: hier klicken

  • Andi22
    Beiträge
    70
    • 12. September 2006 um 11:05
    • #3

    Ich hab schon öfter gesehen, dass auch vertikal Traversen eingesetzt werden. Wenn man statt den Kurbelstativen auf beiden Seiten Traversen nimmt, dann hat man mehr Platz was hinzuhängen und braucht keine Stative oder Lifte - allerdings ist halt dann die Höhenvariablilität weg.

    Ich habe jetzt mal beim großen T die Teile rausgesucht und wollte mal fragen, ob das alles ist, oder ob ich noch was vergessen habe - das ganze ergibt dann ein Fußballtor aus Traversen (wie ist das eigentlich mit der Stabilität - kann das Ding nach vorne oder hinten umkippen, oder muss man sich da keine Sorgen machen?).

    - 2mal Global Truss 2 Meter, 3-Punkt, Rohrabstand 29cm - 242 EUR (horizontale Truss).
    - 2mal Global Truss 2,5 Meter, 3-Punkt, Rohrabstand 29cm - 290 EUR (vertikale Truss).
    - 2mal Global Truss Ecke 90°, 3-Punkt, Rohrabstand 29cm - 218 EUR (Ecken für vertikale und horizontale Truss).
    - 2mal Global Truss Bodenplatte, 3-Punkt, Rohrabstand 29cm - 74 EUR (Bodenplatten für vertikale Truss).

    Gesamtkosten wären dann: 824,00 EUR.

    Ist das so zu empfehlen oder eher nicht. Die Trussteile bekommt man gebraucht wahrscheinlich billiger - ich hoffe, dass ich das System für 500-600 EUR ergattern kann.

    2 Mal editiert, zuletzt von Andi22 (12. September 2006 um 13:13)

  • lichtfürlau
    Beiträge
    1.151
    • 12. September 2006 um 12:55
    • #4

    Bei einem Budget von 800,00€ empfehle ich das folgende System:

    http://www.envirel.de/shop/main.php4?action=details&id=2147484412&tid=10&tsid=0

    ina

    ============================================

    ***LICHTfürLAU***LICHTfürLAU***LICHTfürLAU***
    ****Lichttechnik für alle guten Parties in Berlin****
    ============================================

  • Andi22
    Beiträge
    70
    • 12. September 2006 um 13:07
    • #5

    Nutzlast des Gesamtsystems ist aber nur 65kg - meine Scanner und das Strobe wiegen zusammen ca. 45 kg. Mit 16 PARs wirds da ganz schön eng. Wieviel kg hält meine Konstruktion?

    Budget ist natürlich wie immer gering, aber das Zeug soll halt dann auch seinen Zweck erfüllen. Nur wenn ein Traversenlift schon mindestens 500 EUR kostet, wird es ziemlich teuer - deswegen meine Variante, was den Vorteil hat, noch mehr aufhängen zu können, gepaart mit dem Nachteil in der Höhe nicht variabel zu sein und das Zeug in der Luft anbringen zu müssen - aber 2,50 Meter ist noch OK.

  • funzelpit
    Beiträge
    360
    • 12. September 2006 um 14:59
    • #6

    Mir scheint das alle Diskussionen in diesem Forum bisher nichts gebracht haben:
    1. Vorschlag von Lichtfürlau:
    Das sind Windups ohne BGV C1 und somit nicht für Traversensysteme zugelassen also lass die Finger davon

    2. Dein Traversentor wird dir wenn es so geplant ist umkippen. Man könnte jetzt darüber diskutieren ob man unten einfach ein T-Stück ansetzen darf , dann müßte das aber durch einen Statiker gegen umkippen gerechnet werden.

    Einfachste Lösung:
    2Stck Traversenlift :z.B. VMB TE03 oder auch Fantek T-100(gibts es als Paar bei Ebay für 600€)
    2 Stck Trussaufnahme ( zusammen 80€)
    entsprechende Traverse (3m für 180€)

    sind gesamt 860€ -Billiger geht nicht
    Einzuplanen ist weiterhin je 1 Haken und 1 Safety pro Gerät

  • Andi22
    Beiträge
    70
    • 12. September 2006 um 16:22
    • #7

    Ich schicke vorweg, dass ich vom Rigging keine Ahnung habe, aber für was gibt es denn dann solche Bodenplatten für Traversen? Dass ein Traversenlift stabiler ist, das ist mir auch klar, aber wie gesagt - diese Bodenplatten sind ja TÜV geprüft und für was sind die dann zu gebrauchen, wenn man keine Traversen draufbauen darf?

  • deep-house
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    • 12. September 2006 um 17:28
    • #8

    Die Bodenplatten sind eher für eine anderweitige Befestigung gedacht, z.B. aufschrauben an eine Holzplatte die wiederum auch ausreichend groß sein muß um bei der Höhe die geforderte Kippsicherheit zu bieten.
    Oder Auch für Wand / Deckenverschraubung...aber das geht eigentlich nicht ohne fachmännische Beratung.

    Prinzipiell ist eine Bodenplatte auf einer Multiplexplatte verschraubt die die größe der Aufstandsfläche des wind-up entspricht sicher gleichwertig, nur ist sie unhandlich, schwer, steht schlecht (wie 4 Füße) und je nachdem wo sie gestellt wird kommen noch schwingungen des Bodens dazu. Das gilt auch für Stative usw. D.h. auch der Unterbau ist wichtig, da nützt auch Tüv geprüftes Mat. nichts. Das muß man dann selbst verantworten.

    Im übrigen gibt es auch Windkräfte und Anprallasten (hier Besucher, Akteure)

    Gruß UweS.

    Gruß UweS.

  • Andi22
    Beiträge
    70
    • 12. September 2006 um 17:41
    • #9

    Welche Möglichkeiten gibt es so ein Fußballtor aus Traversen vernünftig gegen Kippen vernünftig abzusichern. Prinzipiell würde ich schon gern so ein System haben, da es
    1.) gut aussieht und
    2.) auch auf der vertikalen (zumindest in einer Höhe ab 2m, wo die Gäste nicht hinkommen) Geräte angebracht werden können.

    Oder geht so ein System einfach nicht?

  • deep-house
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    • 12. September 2006 um 18:08
    • #10

    nun es geht schon, wie gesagt, aber leider weiß ich nicht welche Anforderungen eingehalten werden müssen.

    Die Größe der Bodenplatte ist abhängig:
    1. von der Gesamthöhe des Truss - je höher desto größer
    2. vom Gesamtgewicht - wobei hier schwerer besser steht
    3. vom Untergrund - wippender Boden, kann man gar nicht einbeziehen
    ....allenfalls als Sicherheitsfaktor
    4. von allen angreifenden Hebelkräften - befestigte moltons, Kabel die
    .... nach hinten ziehen usw.
    5. von evtl. einwirkenden windkräften, die wiederum von der
    .... Windangriffsfläche abhängen. Wieder Molton Gaze, Planen, in-outdoor

    Die Verschraubung mit der Platte:
    muß dafür nachgewiesen werden, d.h. keine Spax ;) sondern eine Maschinenschraube mit geeigneter U-Scheibe auf der Holzseite.

    Die Platte sollte einen verstellbaren Fuß haben, der entsprechend belastbar ist, also zumindest kein plaste..wie unterm Schreibtisch.

    ich rechne zwar Statiken aber hier sind mir zu viele unbekannte.
    evtl. steht da in den einschlägigen Regeln mehr dazu.

    Ums mal auf den Punkt zu bringen, ich habe bei einer VA indoor den Ton gemacht, und die lichtler haben so ein Fußballtor gebaut, ca. 6m breit 3,5 hoch, Fußplatte 80x80 2x18mm Multiplex mit 45° Fase. Fußplatte mit bestimmt M12 verschraubt. Belastung 2 MH und 2x6er PAR 64
    Ich habe mir (als Statiker) nie Gedanken gemacht das das nicht hält.

    Multiplex 80x80 36mm könnte so 20 kg wiegen, ist also Gewichtsmäßig ok

    Gruß UweS.

    Gruß UweS.

  • KPC
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    222
    • 13. September 2006 um 01:11
    • #11

    Sorry, aber ich würde in jedem Falle in vernünftige Lifte investieren!
    Hast Du schon mal überlegt, wie Du dein "Truss Tor" aufbauen, bzw. aufrichten willst. Nimmst Du z.B. 2 Meter Stücke für die vertikalen Stützen, kann ich es mir vielleicht noch vorstellen das Konstrukt am Boden liegend aufzubauen und dann zu zweit aufzustellen. Wobei die somit erreichten ca. 2 Mtr. oder etwas mehr Höhe der unteren Gurtrohre der horizontalen Truss schon fast zu niedrig sein werden um da PAR's (mit Bar, Schelle, oder Hacken) oder gar Scanner dranzuhängen. Diese befinden sich dann höchstens in Augenhöhe des Publikums. Ein DJ passt da auch nicht mehr drunter. Aber bei größerer Höhe (mindestens 3 Meter) und mehr Spannweite (als 3 Meter reichen niemals für 8 Kannen und fünf Scanner) finde ich das schon sehr mühselig. Ich kenn es eigendlich nur so, dass derartige Konstrukte, die auf vertikalen Trussen und Bodenplatten ruhen, am Boden zusammengebaut, dann erst mit Liften (die quasi als Stativ- Ersatz fungieren) auf Höhe gebracht werden und dann erst die vertikalen Trussen angefügt werden. Die Bestückung der Truss mit Lampen kann so auch in Arbeitshöhe (1,8- 2 Mtr.je nach Lifttyp) erfolgen, bevor hochgekurbelt wird. Die Lifte kommen dann nach dem Aufbau weg und dienen somit nur als Aufbauhilfen. Das ganze kann dann mit Pippes noch gegen Scherkräfte versteift werden (und sollte meiner Meinung nach min. drei Standbeine haben, oder an einer festen Mauer amtlich gegen umkippen z.B. festgedübelt sein.)
    Ein wie von Dir geplantes Tor würde ich so nie bauen. Ich würde wenigstens eine T Konstrution (von oben betrachet)mit einer Dritten horizontalen Truss bauen, die somit auf drei Punkten steht und nicht mehr so leicht kippt. (Z.b. T- Stück und drei 2 Meter Stücke davon abgehend.)
    Meiner Meinung nach kommt es immer noch am güstigsten zwei BGV C1 Lifte ( ich weis, auch die haben wieder ihre Nachteile!)mit passender Trussaufnahme und entsprechender Truss z.B. 6 oder 8 Meter anzuschaffen.
    Alle anderen Möglichkeiten wären mir entweder zu umständlich in der Anwendung oder nicht sicher genug. Ausserdem kannst Du so die Höhe immer entsprechend der Lokation (fast) frei wählen.
    Das ist meine bescheidene Meinung zu deinem Vorhaben!
    Gruß Peter

  • mringhoff
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    6
    Beiträge
    5.262
    • 13. September 2006 um 10:46
    • #12

    Die von Andi22 erwähnten Bodenplatten sind lediglich als Trussabschluss auf dem Boden vorgesehen (damit die Auflagefläche größer als die drei Gurtrohre ist). Siehe Link!

    Die hier weiter erwähnten Bodenplatten sind von einem ganz anderen Kaliber (schwere Stahlplatte, viel größer), quasi als Gegengewicht und Ballastierung.
    Ohne zu rechnen, aber die mir bekannten Bodenplatten würden für so ein vorgeschlagenes Tor sicher nicht ausreichen.

    Eine sichere Konstruktion ohne Bodenplatten, Pipes und Ausleger wäre z.B. ein U, deren Schenkel nach hinten gehen und entsprechend belastet sind. So steht die Konstruktion auf 4 Füssen. Hat aber sicher einen Nachteil: viel teurer und aufwendiger als eine einfache Traverse und zwei ordentliche Stative.

    Wie bereits ja von KPC erwähnt, braucht Du ja in jedem Fall Stative, da Du sonst die Traversensystem nicht hochbekommst. Oder willst Du mit vielen Mannen aufrücken, Traversen wuchten und heben und dann mit der Leiter das Equipment aufhängen?

    Mein Vorschlag weiterhin - wie ja schon ein paar mal hier erwähnt:
    zwei gute Stative (100kg mind.), ca. 4-6m Truss in 2m Stücken, zwei Trussaufnehmer fertig.

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  • Andi22
    Beiträge
    70
    • 13. September 2006 um 10:57
    • #13

    Alles klar, da wird mir dann nichts anderes übrig bleiben, als mir bei eBay so Traversenlifte zu kaufen - da gibt's 2xFantekt Traversenlift T-101, 3,8m, 100kg, TÜV, BGV C1 für 650 EUR - taugt das was oder soll man vielleicht sogar auf gebrauchte warten?

    Dann noch zwei Traversenaufnehmer und zwei Traversen à 2 Meter dazu dann bin ich bei knapp 1000 EUR - billiger geht's anscheinend nicht.

  • mringhoff
    Profi
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    5.262
    • 13. September 2006 um 15:11
    • #14

    Mit dem Betrag würde ich auf alle Fälle mal kalkulieren, vielleicht findet sich ja von VMB noch etwas günstigeres, aber 50,- EUR hin oder her spielt ja nicht so die große Rolle.
    Ich würde grundsätzlich mal nicht an der Qualität sparen, schliesslich soll das Zeug ja etwas länger halten und auch ein paar ruppige Veranstaltungsaufbauten überleben. Auf Dauer zahlt sich das aus.
    Und schon gleich gar nicht würde ich an der Sicherheit sparen. Aus diesem Grund ist es für einen Nicht-Rigging-Profi eher besser, Neuware zu kaufen, als etwas gebrauchtes. Gebrauchte Stative können von aussen nicht sichtbaren Schaden genommen haben, auch wird die Beschreibung "gut erhalten" von vielen Leuten sehr unterschiedlich genutzt...

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  • evoice
    Beiträge
    107
    • 10. Oktober 2006 um 11:02
    • #15

    Ähm, wart mal kurz 4m Traverse sind ein bisschen wenig.

    1 x z.B. T4 Bar ist ja schon 1,5m lang

    sprich 3m sind schon durch die Par 56 weg. Dann kommen noch die Scanner dazu ca. 50 cm pro Scanner gerechnet sind 2,5m

    Summasumarum sind das 5,5m zuzüglich die Traversenliftbefestigungen. Also 6m wird schon eng ...

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