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Hilfe bei ner Raumakustikauswertung (ACHTUNG 300kb Grafik)

  • moes
  • 14. September 2006 um 13:24
  • moes
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    • 14. September 2006 um 13:24
    • #1

    Ola zusammen,

    man verzeihe mir, wenn das das falsche Board ist. Dann bitte einfach verschieben. Danke :)

    Ich hab an der Uni ein Projekt bei welchem wir eine Kugelarray-Messung im Audimax gemacht haben, also Raumimpulsantworten aufgenommen haben. Momentan häng ich an der Auswertung und hab so meine Interpretationsschwierigkeiten.
    Die Frage lautet: "Bei welcher Frequenz beginnt das Schallfeld im Audimax diffus zu werden? Begründe die
    Entscheidung mit Hilfe aussagekräftiger Graphiken aus der MATLAB-Auswertung." Schön und gut. Und hier mal die Grafiken dazu.


    Mein Problem ist eigentlich ganz simpel. Es scheitert eigentlich nur daran, dass ich sowas noch nie gesehen hab und einfach nicht so wirklich was mit den Grafiken anfangen kann.
    Also, woran erkenn ich denn das ein Schallfeld diffus wird? Wie ist denn die Druckverteilung, das man von Diffusität sprechen kann?

    Ich dank euch schonmal für die Hilfe.
    Gruß
    Moes

    Besoffener:"Sch hab scho in schlimmere Abschdeige n schlechtere Sound g'macht!" *bg*

  • TomyN
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    • 14. September 2006 um 15:01
    • #2

    Hi,

    also die Fragestellung ist ansich schon recht zweifelhaft. Die mir bekannte Bedinigung ist

    Direktschall < Reflektierter Schall

    Wobei da der Standort (Entfernung Quelle -> Hörer) auch einen wesentlichen Beitrag leistet.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • moes
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    • 14. September 2006 um 16:24
    • #3

    Hi Tomy,

    joa, das Problem hab ich auch. Das was du meinst ist der Hallradius, aber da kenne ich nur Formeln bei denen die Frequenz irrelevant ist. Ansonsten, sämtliche Daten bzgl. Messposition, Raummaße ect. hab ich.
    Aber irgendwie sagt mir mein kleine Grieche im Nacken, dass das so kompliziert nicht ist.

    Besoffener:"Sch hab scho in schlimmere Abschdeige n schlechtere Sound g'macht!" *bg*

  • TomyN
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    • 14. September 2006 um 16:27
    • #4

    Hi,

    ja der Hallradius wäre die Grenze, aber die kann durchaus frequenzabhängig sein, da sich ja die Absorption der Begrenzungsflächen und der Bündelungsgrad mit der Frequenz ändern kann.

    Was zeigen eigentlich die schönen Bildchen genau?

    Tomy

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  • TomyN
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    • 14. September 2006 um 16:28
    • #5

    Hi,

    ja der Hallradius wäre die Grenze, aber die kann durchaus frequenzabhängig sein, da sich ja die Absorption der Begrenzungsflächen und der Bündelungsgrad mit der Frequenz ändern kann.

    Was zeigen eigentlich die schönen Bildchen genau?

    Tomy

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  • MarkusZ
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    • 14. September 2006 um 16:33
    • #6
    Zitat von &quot;Moes&quot;

    Also, woran erkenn ich denn das ein Schallfeld diffus wird?


    An der der isotropen Ausbreitung und der homogenen Verteilung der Schallenergiedichte.

    Bei den Grafiken erschliesst sich mir nicht so ganz, wie die zustande gekommen sind. Wie und an welchen Stellen wurden den die RIR gewonnen? Und wie werden daraus diese lustigen Abbildungen? Wo befand sich die Schallquelle? Wie gross ist die Pegelspanne zwischen blau und rot?

    Wie auch immer die Grafiken zu interpretieren sind. Mithilfe der Schröderfrequenz kannst du vermutlich grob abschätzen, wie plausibel die gewonnen Erkenntnisse sind. Formel bekannt?

    Kannst du die Bilder bitte etwas verkleinern, damit man nicht horizontal scrollen muss.

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

  • moes
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    • 14. September 2006 um 17:32
    • #7

    MarkusZ:

    Der Kugellautsprecher stand im Audimax vorne auf der Bühne in der Mitte 1,8m über dem Boden. Das Mikro-Kugelarray stand 5,75m von der Mitte aus, und 12,33m vom hinteren Bühnenrand weg auf der Treppen zu den Rängen.

    Wie groß die Pegelspanne ist kann ich dir nicht sagen. Das ist ein Matlab-Skript, das ich nicht durchgehen kann, weil das eine gekapselte ToolBox ist, wo ich nicht an die Programmierung ran komme.

    Von wegen Schröderfrequenz. Formel weiß ich, aber das Volumen kann ich ganz schlecht ausrechnen. Weil das alles andere als ein viereckiger Raum ist. Und ich auch nur ne Bauzeichnung hab, wo ich eigentlich auch nur ungern die Maße addieren will. Und ich bin mir sicher, dass wir das auch nicht machen müssen.

    Besoffener:"Sch hab scho in schlimmere Abschdeige n schlechtere Sound g'macht!" *bg*

  • MarkusZ
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    • 15. September 2006 um 09:30
    • #8

    Meine Fantasie und mein Wissenshorizont sind leider zu klein, um mir vorstellen zu können, was die Grafiken genau aussagen. Ich habe zunächst vermutet, es handle sich um eine 2D-Darstellung der Schalldruckverteilung in einem 2x2 Meterbereich des Auditoriums und die roten Markierungen seien die Messpositionen. Dann wäre aber immer noch nicht klar, wie die Linien zwischen den Messpositionen berechnet wurden.

    Ich meine, wenn du die Aufgabe anhand dieser Grafiken lösen sollst, müsste dir der Prof ja wenigstens gesagt haben, welcher Art die Daten sind, die dargestellt werden. Oder aber: wir sind hier auf der völlig falschen Fährte und er möchte auf was ganz anderes hinaus...

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

  • moes
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    • 16. September 2006 um 09:39
    • #9

    Moin,

    jap Markus, das ist auch so wie du dir das gedacht hast. Der Kreis sind Messpositionen, ABER auf 2D projeziert. Insgesamt sind das 974 Messpunkte auf einer Kugeloberfläche. Man muss sich das so vorstellen, dass man ein Messmikro an einem Roboterarm hat, das dann eben 974 Messpunkte auf einer Kugeloberfläche (mit r=1m) anfährt und dort die RIR aufnimmt. Ich hoff man kann sich das einigermaßen vorstellen.

    Es wird einfach nur die Druckverteilung in diesem Bereich je Frequenz angezeigt. Also in 1,2m Höhe über Boden das p(f).
    Der hat in der Vorlesung auch erklärt wie das verrechnet wird, aber da kam Mathe zur Anwendung die mein Horizont bei weitem übersteigt.

    Tja, ihr dürft mich jetzt schlagen oder mit Stecker bewerfen, wenn ich euch sage, dass die Hausarbeit am Montag fertig sein muss. Und ich jetzt auch keine Möglichkeit mehr habe den Prof was zu fragen. :lol:

    Aber wir möchten hier jetzt bitte nicht darüber diskutieren, warum ich erst jetzt damit komme, wo ich doch 6Wochen Zeit dafür hatte. *husthust* :)

    Also, wenn man jetzt annähme, die Grafiken zeigen die Druckverteilung in einem 2x2m Bereich, könnte man dann irgendwas in Bezug auf meine Frage sagen???

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  • MarkusZ
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    • 16. September 2006 um 10:55
    • #10

    Spannende Projekte, die ihr da macht! Technische Physik an der TU?

    Also ich habe nicht wirklich einen Plan, aber um mal ins Blaue rauszuschiessen. Nehmen wir mal die 201 Hz: Wenn ich das richtig interpretiere, dann liegt hier kein diffuses Schallfeld vor, weil es weder die Anforderungen an gleichmässige Energieverteilung noch an die Isotropie erfüllt (die Linien kreuzen sich praktisch nirgends > meine Interpretation: geringe Diffusität).

    Bei 300 Hz sieht das schon ganz anders aus. Hier wird das Bild chaotischer oder eben diffuser. 250 Hz stellen dann so ein Mittelding dar.

    Bei 200 Hz weist die Druckverteilung zudem auf eine stehende Welle hin, was ja dann ein deutlicher Hinweis wäre, dass die Kriterien eines Diffusfeldes nicht erfüllt sind. Auch bei 300 Hz (und bei noch höheren f) sind die Auswirkungen der Eigenfrequenz noch sichtbar; nur eben nicht mehr ganz so schön wie bei 200. Da man die stehende Welle auch bei 150 Hz sieht, liegt die Grundfrequenz folglich bei 50 Hz bzw. einem ungradzahligen Teiler von 50.

    Wenn man jetzt doch nochmal überschlagmässig Schröder zwecks Kontrolle beiziehen würde, müsste man schlussfolgern, dass euer Auditorium sehr klein und/oder sehr hallig ist.

    Vielleicht helfen dir meine Überlegung im Sinne eines Gedankenanstosses etwas weiter. Es wäre auf jden Fall interessant, wenn du die richtige Lösung und die Begründung dazu nachreichen würdest.

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

  • moes
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    • 16. September 2006 um 11:27
    • #11

    Hey Markus, das ging aber schnell.

    Ne, das der Studiengang Medientechnologie.

    Das hilft mir schon weiter. Aber, hehe, ich hab mal so gaaaanz grob aus der Bauzeichnung die Maße fürs Audimax zusammenaddiert und mal die Schröderfrequenz ausgerechnet.

    Also wir ham auch ne RT60 Messung gemacht. Und die ergibt für unser Audimax 0,75s. Das is auch richtig, weil wir uns bei der Messung schon drüber unterhalten haben.

    Unser Audimax ist:
    vorne an der Bühne 19,9m breit
    in der Mitte 27,74m lang und die Rückwand ist halbkreisförmig
    die Höhe über der Bühne beträgt 8,28m.

    Nach hinten hin laufen natürlich die Ränge nach oben, und die Decke verläuft auch leicht nach oben. Aber nicht parallel zu den Rängen.

    So, wenn man das ganze dann mal in die Schroeder'sche Formel f = 2000*sqrt(Tn/V) bekomm ich einen Wert von.....aufgepasst!!!...25Hz.

    Wobei der Wert wahrscheins nur annähernd stimmt, weil ich ja das Volumen im hinteren Teil nur ganz grob berechnen kann (Halbkreis, keine parallelen Wände ect.).

    Wie kommts du jetzt drauf, dass unser Audimax sehr klein oder hallig ist? Nicht falsch verstehen! Das würd mich nur mal interessieren, wie man das aus den p(f) Bildchen erkennen kann.

    Ah noch was. Der Druckunterschied zwischen blau und rot sind 20dB blau 45dB, rot 65dB. Hab ich grad in einem Matlab-Help gefunden.

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  • moes
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    • 16. September 2006 um 11:53
    • #12

    Nochmal kurz zum Verständnis. Die gestrichelte Linie nach rechts zeigt die Richtung zur Bühne an. Also Bühnenrückwand und die geschtrichelte Linie in Verlängerung ergeben nen rechten Winkel. Aber da die Messposition nicht mittig im Raum war, fallen auch die Schallwellen nicht senkrecht ein. Das sieht man sehr schön an den Bildchen für 150Hz und 200Hz. Da "kommen" die Wellen ja eher aus der rechten oberen Ecke. Das ist auch wirklich die Richtung wo unser Kugellautsprecher stand.

    Die Messpositon ist auch ungefähr in der Mitte der Strecke KugelLS -> Messposition -> seitliche Wand. Wobei diese seitliche Wand schon in den Halbkreis der hinteren Wand übergegangen ist.

    Das nur nochmal zum Verständnis.

    Besoffener:"Sch hab scho in schlimmere Abschdeige n schlechtere Sound g'macht!" *bg*

  • MarkusZ
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    • 16. September 2006 um 14:58
    • #13
    Zitat von &quot;Moes&quot;

    Wie kommts du jetzt drauf, dass unser Audimax sehr klein oder hallig ist? Nicht falsch verstehen! Das würd mich nur mal interessieren, wie man das aus den p(f) Bildchen erkennen kann.


    Nicht aus den Bildchen. Die Schröderfrequenz gilt ja als Faustformel für den Übergang vom modalen zum statistischen Modell. Vorausgesetzt dass meine Interpretation der Grafiken stimmen, müsste die Gleichung also eine Frequenz von ca. 300 Hz liefern; was eigentlich nur bei sehr grossem Tn oder sehr kleinem V möglich ist.

    An dieser Stelle weiss ich nun auch nicht mehr weiter und hoffe, dich nicht verwirrt oder auf eine falsche Spur gebracht zu haben...

    Markus Zehner

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