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diverse Fragen zu Drehstrom/Wechselstrom

  • strohmas
  • 29. November 2006 um 21:53
  • strohmas
    Beiträge
    122
    • 29. November 2006 um 21:53
    • #1

    Hallo,

    1. Was für Unterschiede gibt es eigentlich zwischen günstigen und teuren Leitungsschutzschalter bzw. FIs? Ist es nur der Name, der mitbezahlt wird, oder gibts da gravierende Unterschiede?

    2. Was hat denn so ein 6,35mm Flachstecker für eine Strombelastbarkeit, irgendwo hab ich mal gelesen, dass die Strombelastbarkeit vom angeschlossenen Kabel zählt?

    3. Wie dick muss ne Leiterbahn für 32A sein. Reicht da eine 5mm dicke verzinnte Leiterbahn? Hat da jemand irgendwelche Übersichten?

    4. Wie gross muss der Leiterbahnabstand sein, damit 400V nicht überschlagen? Hab gegoogelt und gefunden, dass 2mm für 510V reichen würden (mit Schutzlack)?

    danke strohmas

  • bitz
    Beiträge
    17
    • 30. November 2006 um 09:30
    • #2

    hallo,

    zu 1.) meine erfahrung hat mich gelehrt, das ein gravierender Unterschied in der Haltbarkeit der mechan. Teile des FI-Schutzschalters liegt. Selber habe ich mal eine Serie Kopp-FI's verbaut, die damals für 8,99€ (4pol, 30mA/40A) über den Großhandel verkauft wurden. von 24 Verbauten Einheiten habe ich schon 16 auf Garantie getauscht, da der Haltemechanismus des Schalthebels gebrochen war. Also doch lieber Hager oder Siemens oder ABB (tolle Rückrufaktion, schon wieder eine ganze Serie).

    zu 2.) Da habe ich keinerlei Infos, jedoch würde ich sagen, das die Strombelastbarkeit sich nach dem Querschnitt des max. zulässigem anschließbaren Leiter richtet. (siehe Datenblatt der Hersteller, z.B. stocko.de). Zu beachten sind auch die verschiedene Qualitäten der Produkte...


    zu 3+4.) Hier einige nette links zum Thema:
    http://www.andus.de/Leiterplatten/…lastbarkeit.htm
    http://www.wieland-electric.de/fileadmin/pdfp…n/Seite_817.pdf

    Eine Seite die besagt, das bei 510V 2mm reichen habe ich auch gefunden, da steht allerdings auch, das dies nicht der Vorschrift entspricht und auf erfahrung beruht...

    grüße, bitz

  • mc_homegrow
    Beiträge
    37
    • 4. Dezember 2006 um 15:24
    • #3

    kommt stark auf das kontakmaterial und die kontaktfläche an.
    diese faktoren bestimmen im prinzip den übergangswiderstand der steckverbindung.
    je höher der widerstand umso kleiner die strombelastbarkeit.
    da ansonst das ganze zu heiß würde.
    für konkrete werte hersteller kontaktieren.

  • tufkajaschw
    Verifiziert
    Beiträge
    42
    • 5. Dezember 2006 um 22:20
    • #4

    Moin,
    ich für meinen Teil kann von einer Situation aus dem Elektrickerhandwerk berichten.
    Pure Wahrheit!

    Der Chef wurde Abends von einer Frau angerufen, die keien Strom mehr hatte.
    Sie hatte ihren Elektroherd angemacht. Dieser hatte anscheinend einen Kurzen.
    Fakt war: 50A NH-Trenner im Hausanschlusskasten geflogen. SLS Schalter, Nachsicherung, RCD und Herdsicherung waren drinne geblieben.
    Grund: Billigmüll (Sorry für die Ausdrucksweise)

    Man stelle sich vor da hätte jemand am Strom gehangen. Der hätte nicht schlecht gezappelt.

    Noch Fragen?

    Jan

  • Michael D
    Beiträge
    721
    • 5. Dezember 2006 um 22:45
    • #5
    Zitat

    Noch Fragen?

    Ja: Glaubst du's selbst?

    http://www.digital-enlightenment.de/
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  • tufkajaschw
    Verifiziert
    Beiträge
    42
    • 5. Dezember 2006 um 22:51
    • #6

    Ja, ich glaubs

    a) Wenn man schon das Desing der dinger beachtet (Vorurteil)

    b) wenn beim einfachen aufrasten auf dieSchiene der Haltekram mit dem Schnappverschluss schon halb abreißt.

    c) Weil wegen guter Freund und Kumpel

  • Michael D
    Beiträge
    721
    • 6. Dezember 2006 um 03:54
    • #7

    Also ich finde das hört sich nach einer bischen übertrieben dargestellten Geschichte an. Wenn vier Sicherungen mit deutlich kleinerm Strom nicht gelfogen sind ist da doch was faul...
    Vielleicht liegts ja daran, dass diese "Herdsicherung" ne kleine Schmelzsicherung für bischen Elektronik war, oder der RCD sich bei nem Kurzen nicht zuständig fühlt... Oder vielleicht war ja auch gar nicht der Herd die Ursache sonden ist einfach als erstes stromloses Gerät aufgefallen...

    Zitat

    Man stelle sich vor da hätte jemand am Strom gehangen. Der hätte nicht schlecht gezappelt.


    Und auch das zeugt nicht gerade von einer sachlichen Geschichte... die Spannung wird beim Kurzschluss wohl kaum ansteigen und gefährlicher werden...

    http://www.digital-enlightenment.de/
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  • dj_orgie
    Beiträge
    295
    • 6. Dezember 2006 um 14:20
    • #8
    Zitat von "Michael D"


    Und auch das zeugt nicht gerade von einer sachlichen Geschichte... die Spannung wird beim Kurzschluss wohl kaum ansteigen und gefährlicher werden...

    Wenn du aber der "Widerstand/Verbraucher" bist, der den Kurzschluss verursacht, dann wärst du froh, die Spannung würde nicht abfallen und folglich kein Strom fließen... :roll:

  • hasenfuß
    Beiträge
    1.142
    • 6. Dezember 2006 um 14:50
    • #9
    Zitat von "dj_orgie"

    Wenn du aber der "Widerstand/Verbraucher" bist, der den Kurzschluss verursacht, dann wärst du froh, die Spannung würde nicht abfallen und folglich kein Strom fließen... :roll:


    büdde ?

    gab´s da nicht eine regel, daß in diesem board nur
    posten möge wer fundiertes wissen hierzu sein eigen nennt ?

    ______________________________

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  • TomyN
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    • 6. Dezember 2006 um 15:26
    • #10

    Mit dem Körperstrom wirst du

    nie

    Eine Sicherung zum auslösen bringen.


    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • nic@evt
    Beiträge
    29
    • 6. Dezember 2006 um 20:07
    • #11

    Hi wollt mich als Elektriker auch mal einmischen.

    Sicherungen sind ja eigentlich für den Leitungsschutz da.
    Und der Fi für den Personschutz

    Und nochmal allgemein

    Auslösestrom für einen B16 Automaten innerhalb(<1s) ca 60A

    Und zum zappeln wegen Stromschlag
    es kann bereits ein Strom von 500mA bei 230V tödlich sein kommt natrülich auch darauf an wie gut das Herz ist bzw. der körperliche
    Zustand und auf die Einwirkdauer

    und noch ne Info zum FI
    ein Fi löst nur aus wenn Strom gegen Erde abfließt

    Da geht was!!!!!!!!!!!!!

  • Michael D
    Beiträge
    721
    • 6. Dezember 2006 um 20:15
    • #12

    Also 500mA ist da ja wohl n bischen hoch angesetzt, das sind ja schon 115 Watt... aua...
    Tödlich kann bereits ein viel kleiner Strom sein...

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  • HKL
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    379
    • 6. Dezember 2006 um 20:56
    • #13

    Au Backe :!:

    @
    strohmas
    Zu 1 Ja, die Unterschiede sind gravierend. Alles zu erklären würde den Rahmen sprengen. ( Nicht weil ich bei ABB arbeite )

    Zu 2 Immer Herstellerdatenblatt beachten. Bei der Berechnung immer den Scheinstrom ( also auch Oberwellen, Blindstrom...) zu Grunde legen

    Zu 3 Dauerbelastung / Puls/Pause? Wieder Oberwellen, Stromverdrängung, wie oft gehts um die Ecke?

    Zu 4 400V ? Gleich? Wechsel RMS / peak / peak to peak - Transienten und "normale" getaktete Spitzen nicht vergessen.

    Jan Schwarze
    Deine Aussage mit dem Herd ist nichtssagend - PS. an einer NH-Sicherung ist nichts mechanisches.

    nic@evt
    Du musst nochmals die Bücher wälzen.

    Zitat

    Sicherungen sind ja eigentlich für den Leitungsschutz da.
    Und der Fi für den Personschutz


    Sicherungen sind Überstromschutzorgane :!: Was sie schützen wird spezifiziert.
    FI-Schutzschalter verhindern im Fehlerfall ein Bestehenbleiben einer zu hohen Berührungsspannung zwischen Körpern der Verbrauchsmittel und Erde. Sie können ( bei den Ausführungen 10mA /30mA Auslösestrom ) einen zusätzlichen Personenschutz übernehmen.

    Zitat

    Und zum zappeln wegen Stromschlag
    es kann bereits ein Strom von 500mA bei 230V tödlich sein kommt natrülich auch darauf an wie gut das Herz ist bzw. der körperliche
    Zustand und auf die Einwirkdauer


    Die Spannung 230V haben in der Begründung nichts zu suchen ( Spannung ist die Ursache ). Frequenzen bis 500Hz sind gefährlich -> Herzkammerflimmern.

    Zitat

    und noch ne Info zum FI
    ein Fi löst nur aus wenn Strom gegen Erde abfließt

    Was soll ich sagen. Einfach falsch.

    Grüsse

    Holger Klintworth

    P.S. auch ich hab jetzt nicht alles vollständig Begründet dafür reicht die Zeit nicht

  • TomyN
    Profi
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    • 6. Dezember 2006 um 21:00
    • #14
    Zitat von &quot;HKL&quot;

    Hmm,

    wollte ich auch spontan kritisieren, aber imho hat er (fast) Recht.
    Der FI löst aus, wenn ein Strom nicht den vorgegebenen Weg fließt. Bei 95% wird er dann gegen Erde fließen, es gibt noch die theoretische Möglichkeit dass er zu/von einen anderen Stromkreis fließt. Er wollte imho nur sagen, dass der FI meist nix nutzt, wenn man L1 in die eine und L2 in der andere Hand nimmt (und so isoliert steht, dass man mit L1 in der einen Hand noch L2 greifen kann).

    Tomy

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  • HKL
    Beiträge
    379
    • 6. Dezember 2006 um 21:14
    • #15
    Zitat

    Er wollte imho nur sagen, dass der FI meist nix nutzt, wenn man L1 in die eine und L2 in der andere Hand nimmt (und so isoliert steht, dass man mit L1 in der einen Hand noch L2 greifen kann).

    hehe - gut gesagt :wink:

    Will auch niemanden persönlich angreifen - nur strukturieren.

  • tufkajaschw
    Verifiziert
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    42
    • 6. Dezember 2006 um 21:31
    • #16

    a) Zum FI:
    Selbst wenn der FI unterfunktion nicht gesprungen wäre, wären ja trotzdem noch 3 Komponenten übrig, die nicht geflogen sind.

    b) Zu wenn einer am Strom gehangen hätte, währe die NH Sicherung nicht geflogen. Das stimmt meiner Meinung nach. Jedoch währe ja gerade der Punkt das Problem gewesen, denn dann währe man je unter Umständen nicht mehr weg gekommen.

    c) Ausserdem war der Kurzschluss nicht zwischen zwei Phasen

  • nic@evt
    Beiträge
    29
    • 7. Dezember 2006 um 15:45
    • #17

    HKL
    da ich ja elektriker bin und die ja sowieso immer alles besser wissen
    ( ne scherz) muss ich jetz auch noch was zu meiner Verdeitigung sagen.

    Mit den 230 V wollt ich eigentlich das normale Netz verdeutlichen. Da ja
    bei zb 24 V Halogenlampen oder an der Autobatterie keiner was merkt

    Und mit den weniger hast du Recht. Hab mich da in meinem Tabellenbuch
    bischen verkuckt. Ich hab mit 500mA Zone AC 4 angesehen und die
    Einwirkdauer bischen vernachlässigt. Man kriegt ja meist nur kurz eine
    gefetzt.

    Und zum Fi wurde ja schon mehr oder weniger die Erklärung von einem
    anderen Nachredner erklärt.

    Ich schreib das nächste mal ausführlicher aber trotzdem danke für den
    Hinweis

    PS So schnell ist man bei einem anderem Thema wie am Anfang

    Da geht was!!!!!!!!!!!!!

  • strohmas
    Beiträge
    122
    • 7. Dezember 2006 um 17:54
    • #18

    So, vielen Dank an Bitz, der die sinnvollste Antwort geschrieben hat. Der eine oder andere war noch mit einer Antwort zum Thema dabei, aber die anderen können mit ihrem inkohärenten Logorrhöe ihre eigenen Themas zumisten, bloß nicht meine!!!

    Gruss strohmas

  • Michael D
    Beiträge
    721
    • 7. Dezember 2006 um 21:30
    • #19

    Naja "diverse Fragen zu Drehstrom/Wechselstrom" ist ja auch relativ groß gefasster Begriff ;)

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