Hi!
Wollte nur mal kurz einen Erfahrungsbericht abliefern. Achso, wenn dieser Thread woanders besser paßt, dann bitte verschieben.
Hatte gestern unter $SUBJECT benanntes Teil auf dem Platz. Eingangstest - in meinem Fall - anschließen am Trennstelltrafo, Stromzeiger beobachten (kann ja sein, das Zerren kommt von drohendem Kurzschluß oder unkontrolliertem Schwingen), OK, anschließend Spannungen mit dem als OK bekannten Kanal vergleichsmessen. Nach einiger Zeit zeigte sich dann beim Berühren der Kühlkörper, daß Kanal A überhaupt nicht warm wurde. Kanal B war 'temperiert' ;o), wie ich mir das vorgestellt hätte. Also war bei Kanal A der Ruhestrom der Endstufe weg.
Da keine Schaltung vorlag, habe ich mir das Wesentlichste um die Endstufenruhestromerzeugung herausgezeichnet und bin dann auf einen 10kOhm/1.5W Widerstand gestoßen, der verdächtig aussah. Das aber nur auf den zweiten Blick (10k sollte er haben, Farbcodierung war jedoch braun-schwarz-braun(-gold) => 100Ohm? Komisch...)! Im 'Vergleichskanal' war dieser Widerstand deutlich mit braun-schwarz-orange(-gold) auszumachen. Das Merkwürdigste war jedoch, daß der 'kaputte' Widerstand am Ohmmesser einen Wert von 10kOhm in der Anzeige verursachte, sich aber unter Last und in der Schaltung anders verhielt. Nach Tausch des 10k-Widerstandes und vorangegangenem Nachlöten einiger kalten Lötstellen (was wohl die Ursache für's Abbrennen des 10k-R war; der zweite braune Ring war wohl vorher orange - 100Ohm an dieser Stelle wäre auch ziemlich schädlich für die Schaltung gewesen), stellte sich der Ruhestrom wieder ein (Vergleichsmessung Ure Kanal A vs. Kanal B).
Anschließender Hörtest bestätigte den Erfolg der Reparatur.
CU!
-Mike