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Sehr altes Sennheiser Mikroport System

  • heiko r.
  • 6. Dezember 2006 um 14:32
  • heiko r.
    Beiträge
    36
    • 6. Dezember 2006 um 14:32
    • #1

    Hallo Leute,

    hab mal ne Frage an die allgemeinheit. Und zwar ich habe von einen Bekannten eine alte Sennheiser Mikroport Funkanlage geschenkt bekommen. Diese besteht aus einem Handsender SKM 4031 einen Taschensender SK 2012 zwei Diversityempfängern EM 2003 und zwei abgesetzte Antennen. Die Frequenzen sind noch der sehr alte Standart 37.100 Mhz und 36.900 Mhz.

    Nun wollte ich euch mal fragen ob mir jemand sagen kann wies mit der übertragungssicherheit in dem relativ niedrigen Frequenzbereich ist. Kann ich die Dinger ohne weiteres auf Veranstaltungen mitnehmen ohne dass es zu dieversen Stöhrlauten kommt??

    Danke für eure Antworten

    Gruß Heiko

  • derautor
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    1.089
    • 6. Dezember 2006 um 15:13
    • #2

    Die Wahrscheinlichkeit, dass Du Dir Störungen einfängst, ist auf diesem niedrigen UKW-Frequenzband (8m, wenn ich mich recht entsinne) leider recht hoch. Außerdem musst Du im Vergleich zu modernen UHF-Systemen auch Abstriche in der Übertragungsqualität hinnehmen, da es sich um ein Schmalbandsystem mit eingeschränktem Übertragungs-Frequenzbereich handelt.

    Auf professionellen, "amtlichen" VAs würde ich sowas auf keinen Fall mehr an den Start bringen. Auf der anderen Seite ist das alte Sennheiser-Zeug bekanntermaßen damals nicht das Schlechteste gewesen und dürfte auch heute noch spielen, wenn denn die Abstimmung der Sender und Empfänger noch in Ordnung ist. Da das alles noch Analogtechnik ist, kann es sein, dass nach all den Jahren mal nachkalibriert werden muss.

    Ich für meinen Teil kann mich noch an diese langen 2m-Teleskopantennen erinnern, hab' sowas aber ewig nicht mehr gesehen. Geht bestimmt vielen ähnlich hier.


    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • elektrikus
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    234
    • 6. Dezember 2006 um 16:11
    • #3

    Hallo,

    habe selbst längere Zeit mit diesen Teilen gearbeitet und die positiven und negativen Seiten kennengelernt:

    Positiv:
    - nicht robust, sondern sehr robust !
    - guter Klang (so fand ich damals)
    - Diversity, braucht nur 2 Antennen für bis zu 3 Empfänger (integrierter Antennensplitter)
    - inzwischen anmelde- und gebührenfrei
    - Anzeige von RF- und AF-Level, kein Schnickschnack
    - Übertragersymmetrische Ausgänge (Haufe läßt grüßen)

    Negativ:
    - Lange Antennen, vor allem die Sendeantennen sind ein Problem. Sprecher, die die Wurfantenne des SK2012 zusammenknüllen und in die Hosentasche stecken, gehören verboten. Die Antenne des SK4031 war auch recht empfindlich auf Berührung, da konnte die Empfangsqualität schonmal schlechter werden (Aufrauschen).
    - 3*AAA-Batterien, halten etwa 12 Betriebsstunden, von Akkus ist dringend abzuraten (Hat bei uns nicht bzw. nicht zuverlässig funktioniert)
    - Störungsempfindlicher Frequenzbereich (Taxifunk, Störungen von elektrischen Maschinen)

    derautor: die 36.7, 37.1 und 37.9 MHz waren Breitband, es gab auch noch Mehrkanalsysteme mit "krummen" Frequenzen in diesem Bereich, das waren die Schmalbandsysteme.

    Gruß

    Elektrikus

    Wer amtliche Signaturen nachmacht oder verfälscht,
    oder nachgemachte oder verfälschte amtliche Signaturen in den Umlauf bringt
    wird mit Ohringer nicht unter 2 Jobs pro Woche bestraft.

  • heiko r.
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    36
    • 6. Dezember 2006 um 16:47
    • #4

    So jetzt muss ich mich aber doch mal reinhängen - also erst mal danke für eure antworten!! Aber mich würde jetzt doch interessiern ob jemand wirklich mit dem niederen Frequenzbrerich scho mal probleme mit Störungen hatte - während des laufenden Betriebes. Gut wenn der Sender abgeschalten ist ist mir das auch beim austesten der Dinger auch passiert.

    Gruß Heiko :D

  • Multicore
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    219
    • 6. Dezember 2006 um 19:25
    • #5
    Zitat von "Heiko R."

    Gut wenn der Sender abgeschalten ist ist mir das auch beim austesten der Dinger auch passiert.

    Gruß Heiko :D

    Störungen bei abgeschaltetem Sender sagt doch schon alles. Da ist es dann auch im laufenden Berieb mit der Sicherheit nicht mehr weit her.
    Egal ob 8 Meter oder UHF... Empfangsfrequenz muss ohne HF-Träger immer sauber sein.
    Und ja, ich hatte schon Probleme... in meiner Heimatgemeinde hat man dem Gemeindesaal ne tolle neue Beleuchting spendiert...
    Der Sägezahn des Phasenabschnitts war dermassen heftig, daß ein Betrieb des Systems nicht mehr möglich war und auf UHF umgestellt wurde. Wenn solche heftig breitbandigen Signale in der Luft sind, helfen auch die -aus heutiger Sicht spärlichen- drei umschaltbaren Frequenzen nix mehr.
    Was Verarbeitung und Qualität angeht ist das Material für mich persönlich das Mass der Dinge! Habe selber noch SKM4031 und EM2003 als -90 im VHF Band und die Kapsel klingt IMHO einfach nur gut.
    Leider ist der Betrieb in VHF nicht mehr genehmigungsfähig, aber es gab die Geräte auch in der -TV-Version und somit im UHF Bereich. Da spielt der EM2003 dann in einer Liga, die nur noch ganz knapp unterhalb aktueller Top-off-the-Line Systemen anzuusiedeln ist.
    Naja und dann hat das auch noch einen gewissen historischen Aspekt... die Leser im passenden Alter mögen mal die Augen schliessen und sich an Dieter-Thomas Heck erinnern, wie er den Abspann der Hitparade runterrattert... und? was hält er in der Hand? Richtig, nen silbernen SKM4031 :D[

    Lämpchen glimmt - Schaltung stimmt!
    Techniker rot - Schaltung tot!

  • AMLB
    Beiträge
    1.101
    • 15. Dezember 2006 um 15:23
    • #6

    Zu der Zeit der SKM 4031 habe ich auch angefangen... :oops:
    Doch jede Neonröhre (flackern, ein-aus), jeder Kühlschrank stört. Und auch die Reichweite lässt zu wünschen über.
    Aber damals war´s schon prima...

    Modenschauen, Industrie, Event + Gala

  • cheesy
    Beiträge
    579
    • 16. Dezember 2006 um 13:45
    • #7

    Tach,

    habe lange Zeit mit sechs SK2012 gearbeitet und bin sehr zufrieden gewesen.
    Teilweise haben die Teile besser funktioniert, als die Shure U4d (mit normaler Antenne) !

    Das Problem sind nur die Langen Antenne an den Sendern, da weis man nie so recht, wohin damit. Es gibt aber kurze Antennen für die Sender (gewickelte Stabantennen, flexibel) Dann wird das etwas handlicher.

    Die Laufzeit mit den 3 AAA Zellen ist sehr gut, allerdings steigen die Dinger bei leeren Zellen sehr schnell aus (keine Vorwahnung durch drop-outs o.Ä. )
    Das Sendergehäuse ist auf jeden Fall unschlagbar, was Größe, Robustheit und Form angeht !!!

    Wie es mit den Frequenzen und der Anmeldung im VHF Bereich ist, bin ich mir nicht sicher..

    Gruß
    <Cheesy>

  • djvomght
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    214
    Beiträge
    1.010
    • 16. Dezember 2006 um 16:58
    • #8

    Hallo,

    zunächstmal, gegen den 4031 als Handsender an sich ist nichts einzuwenden, für mich ist der immer noch erste Wahl. Probleme macht der Frequenzbereich, in dem du arbeiten mußt, die Frequenzen sind frei nutzbar und liegen an sich ungünstig im 8m- Band; wie die Kollegen schon schrieben, gibts dort allerlei Störungen. Dazu kommt noch die geringe Sendeleistung von nur 10mW, von der durch die arg verkürzten Antennen nicht viel übrig bleibt. Die 2012er sind also ungünstig einzusetzen.
    Versuche also mit den Empfangsantennen möglichst nahe an die Sender heranzukommen, längere Antennenkabel sind bei den niedrigen Frequenzen eher unkritisch. Ohne Diversity geht gar nichts, achte darauf, daß beide Antennen auch wirklich funktionieren. Durch die großen Wellenlängen schalten die Empfänger weniger häufig um, als man das von UHF her gewöhnt ist, das ist kein Fehler.

    Die 2012er und 4031er Sender "warnen" übrigens vor leeren Batterien, indem die Frequenz des eingebauten Transverters soweit herunter geht, daß sie in den Hörbereich fällt, sollte also einer deiner Sender plötzlich anfangen zu pfeifen, hast du noch höchstens 5 min Laufzeit :)

    HTH Jörg

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