Hallo,
wie vielleicht einige schon im Biete Arbeit Brett gelesen haben, fand am Samstag Abend im Tossehof ein vom Karel (Mediennutte) organisiertes Surround Experiment mit Rockbands statt.
Da mich das Thema auch interessiert bin ich mal hin um mir das ganze anzuschaue. Da es vielleicht noch andere interessiert werde ich mal meine Eindrücke des Abends hier schildern.
Zuerst einmal zur Location: der Tossehof ist ein Jugendhaus mit einem schönen, wenn auch nicht sehr großem Saal.
Die Größe war für den Zweck jedoch optimal, da so die Entfernung zwischen den Surround Speakern (jeweils eine geflogene Mackie Aktivbox) und der Front PA (Community) nicht sonderlich groß war. (ich schätze mal so 6 Meter).
Das Routing war relativ kompliziert da Karel mit 2 analogen Pulten gearbeitet hat.
Es gab die möglichkeit Eingangssignale auf die Surrounds zurouten, Delay Effekte die zwischen Front und Surround hin und herpendeln sowie ein Signal Frequenz abhängig durch den Raum wandern zulassen.
Leider gingen einfache Reverb und Delayeffekte auf den Surround speakern unter. Da sie im Vergleich zur Frontpa und zur Bühnenlautstärke einfach zuleise waren.
Gut fand ich wenn ganze Eingangskanäle auf die Surround Speaker geroutet wurden (zB Backing Vocals, Hihat...). Diese konnte man auch dann gut höhren wenn man schon sehr weit vorne im Raum stand.
Mein persönlicher Lieblingseffekt war aber das frequenzabhängige Wandern eines Signals, was über einen LautsprecherController realisiert wurde.
Vorallem bei Gitarren oder Keyboard Sounds ist es ein unglaublicher Effekt wenn der Sound bei Läufen sich um ein herum bewegt.
Mein Fazit:
Surround eröffnet tolle Möglichkeiten aber der Aufwand ist zugroß.
Man könnte den Routingaufwand etwas senken, wenn man statt der 2 Analogenpulte einfach ein surroundfähiges Digitalpult nutzen würde.
Außerdem sehe ich vorallem bei größeren Locations das Problem, dass der Abstand zwischen Surround Pa und Front Pa zugroß wird.
Ganz abgesehen davon, dass man den Kunden nur schwer von den mehrkosten von Surround überzeugen kann.
Trotzdem ein toller Abend. An dieser Stelle noch mal vielen Dank an den Karel (auch für das Catering*g*). Auch von meiner Seite vielen Dank an den Karsten der die Monitormischung gemacht hat und somit das ganze auch erst mit ermöglicht hat.
Viele Grüße
David