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Personal zumieten, Erfahrungen

  • manuela
  • 10. März 2007 um 08:08
  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 10. März 2007 um 08:08
    • #1

    was habt ihr für Erfahrungen mit Personal von Zeitfirmen, insbesondere mit Fachleuten von denen ?

    Die Preise sind ja sehr verlockend, es gibt auch keinen Krankheitsausfall sondern Ersatzpersonal, und überhaupt... gibts einen Haken oder kann man sie sorglos anfordern? Für mich sieht das nach einem guten Deal aus 8)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Mechwerkandi
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    7.712
    • 10. März 2007 um 12:43
    • #2

    Kommt drauf an... :wink:

    Ich hab' hier schon öfter mit Personal von solchen Seelenverkäufern zu tun gehabt.
    Gute Leute haben eine Festanstellung in einer rellen Firma, nicht so gute arbeiten beim Personal-Leasing und der Rest bei Hartz IV. :D

    Noch Fragen, Kienzle? :wink:

    Zumal die Bezahlung der Mitarbeiter nicht ursächlich motivationsfördernd ist.
    In Summa:
    Für handjobs ok, aber von erheblichem Aufwand für Kontrollfunktionen ausgehen.
    Selbstverständlich gibt es auch Ausnahmen, aber auf die warten halte ich für etwas unerspriesslich...

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 10. März 2007 um 13:06
    • #3

    von einem Fahrer der von so einer Bude bestellt war weis ich daß er pro Std. Sieben Euro bekommt, brutto. Er hat auchnoch 25km bis zur Arbeit .. Schon krass das, wo kriegen die die Leute her ??? Wenn man in die Zeitung schreiben würde "Hallo Fahrer, wir zahlen 7 Euro" käme nicht eine Bewerbung.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • dienervt
    Beiträge
    608
    • 10. März 2007 um 13:42
    • #4

    Wenn ich jemanden brauche, schaue ich ersmal im meinen Kundenkreis nach einer passenden (angemeldeten !) und fähigen Minifirma (z.B. Discoteam) nach und werde meist fündig. Die Leute kennen mein Material, arbeiten gerne und ich muß keine "Arbeitnehmerrechte" beachten, da ich ja die ensprechende Person (mit GewA) als selbstständigen Dienstleister buche.

    @Mauela:

    derart niedrige Löhne dieser Art findet man auch im Einzelhandel, Krankenhaus, Pflegeheimen, in Theatern (die Schaupieler- ein Bericht kam mal im "Stern") und im Schaustellergewerbe. :cry:

    Viel Bass ist durch nichts zu ersetzen- außer durch noch mehr Bass. http://www.DienerVT.de

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 21. März 2007 um 07:14
    • #5

    so mal ne kleine Info zum Thema Arbeitslosenreduzierung:

    Dumping ? Gutes deutsches Personal aus Deutschländ 8)

    eine anerkannte etablierte Personaldienstleistungsfirma schickt durchaus gute Mitarbeiter raus die aber alle keine vernünftige wurst auf ihrem Brot haben weil die Tarife (ich war so frech da mal ganz diskret nachzufragen ) so aussehen:

    ein Hand bzw. "Produktionshilfsmitarbeiter" verdient brutto pro Stunde 7 Euro und 20 cent. Er arbeitet 35 std Woche und bekommt die Hinfahrt zum Arbeitsplatz, jedoch keine Rückfahrt vergütet*.
    Das Bruttoarbeitsentgeld für einen vollen Monat, errechnet aus 4x 35 Stunden beträgt somit 1008,- Euro ** abzüglich Kranken- und Sozialversicherung, Steuern.

    Er bekommt seinen Job vom "Jobcenter" angeboten, und würde er selbigen ablehnen hätte das eine Sperre der Bezüge zur Folge für die irgendwann schon eingezahlt hat ...

    Ein "FA: gelernter Veranstaltungstechniker" bekommt 8 Euro und 50 cent brutto. Er arbeitet 35 Std. und bekommt die Hinfahrt, jedoch nicht die Rückfahrt vergütet. Somit 1190,- **pro Monat, abzüglich ...

    Meister der VT konnte man mir nicht besorgen :P

    Eine nette sehr kompetente Lady, Bachelor für Arbeitssicherheit:
    bekommt pro Stunde dort 10,- Euro brutto.
    Das sind 1400,- ** Euro pro Monat, abzüglich ... die Hinfahrt bekommt sie vergütet, die Rückfahrt nicht.

    Für all diese guten Leute gilt: Hätten sie den "Job" nicht angenommen gäbs massiven Ärger mit dem Job-Center. Die Arbeitswege sind bis zu 50km weit, teils noch weiter.

    Wer redet da noch von China ? Laßt uns doch einfach eine Personaldienstleistungabteilung integrieren und die Mitarbeiter bei Bedarf intern einsetzen, oder wie seht ihr das ? ( das ist jetzt Satire ! )

    Also merke: Es ist durchaus legitim diesen Leuten mal etwas zuzustecken wenn sie sich Mühe gegeben haben, sie arbeiten für Lau.

    Manu

    * Anm. Kilometerpauschale für eigenes Fahrzeug: 17 cent.
    ** Anm2. Der geringe Verdienst wird vom Amt aufgestockt, es ergibt sich eine Zuzahlung je nach Bedarf. Es ergibt sich durchschnittlich ein Plus von 300 bis 320 Euro gegenüber der Arbeitslosigkeit (Familienvater, FA, 2 Kinder)
    Überstunden sind ohne Aufschlag zu leisten und abzufeiern.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • falcocgn
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    • 21. März 2007 um 13:38
    • #6

    Hallo Manuela,

    interessant zu lesen, daß es tatsächlich möglich ist, bei klassischen Zeitarbeitsunternehmen VA-Personal zuzubuchen. Interessanter wären die Verrechnungspreise gewesen. Denn nur mit dieser weiteren Info können sich die Äpfel und Birnen näher kommen. Wichtig wäre auch, den Ort der Dienstleistung zu kennen.

    Ihr dürft nicht vergessen, daß der MA, sowenig er zunächst netto raus hat, immerhin sozialversichert ist, Urlaubanspruch hat und auch krank werden/einen Unfall haben kann und dabei weiter Geld bekommt. Ich bin überzeugt, daß es in unserer Branche viele Freelancer gibt, die, wenn sie eine realistische Berechnung ihres Einkommens machen würden, auch nicht über den sich errechnenden Nettoverdienst von ca. €880,00 kommen würden.

    Die genannten Sätze sind in der Industrie (der wirklichen) vollkommen normal und tarifvertraglich geregelt.

    Da stellt sich für mich auch die Frage, warum Du nicht eine Stagehandagentur deines Vertrauens beauftragst. Die Kollegen haben nämlich nicht alle diese schöne Absicherung, würden sich aber sicher freuen, deine Baustelle unterstützen zu dürfen. Teurer können die auch nicht sein.

    An dem Thema Personaldienstleistung für die Branche hat sich zuletzt der VPLT mit der PDLT versucht. Aus irgendwelchen Gründen kommen die allerdings nicht aus dem Quark. Vielleicht hat es ja auch etwas damit zu tun, dass die Verrechnungssätze deutlich teurer sind als bei einer Stagehandagentur.

    Zum Nachdenken hier folgendes Berechnungsschema: Ich will einen Freelancer zum Zeitarbeiter machen, der soll in der Stunde X,x€ verdienen, dadrauf den notwendigen Gewinn, dann die SV-Beiträge von 19,9 % RV, ca. 14% KV, 4%AV, die Hälfte wird ihm abgezogen, die andere Hälfte musst Du drauftun. Unfallversicherung und die Umlagen für Mutterschaft auch bei Männern zahlst nur Du. Jetzt gehts los: Du musst ihn fest anstellen, als AN-freundlicher UN stellst du ihn für 160 Std im Monat ein, das Jahr hat 12 Monate. Du musst dann 5 Wochen Urlaubsanspruch einberechnen, 4 Wochen Krankheit, 4 Wochen Nichteinsatz, 2 Wochen Weiterbildung. Das alles zusammen ergibt eine Summe, die wieder durch 12 geteilt wird. Dann weisst du was dieser Mann im Monat tatsächlich kostet.

    Und weil das alles noch nicht genug ist, musst du als Unternehmen jede Menge Nachweispflichten erfüllen und als Zeitarbeitsunternehmen noch ein paar zusätzlich. Weiter musst du einen Tarifvertrag mit Verdi abschließen und ihn einhalten und wenn Deine Firma gut läuft und entsprechend viele Mitarbeiter hat, muss du auch mit dem sich-zusammenrotten eines Betriebsrats rechnen. Ach ja, wenn der Mitarbeiter dann die Probezeit hinter sich hat und er anfängt rumzuspinnen, kannst du ihn natürlich nicht einfach "nicht-mehr-buchen" sondern brauchst einen guten Grund und/oder Anwalt um ihn gegen Zahlung von einer Abfindung entlassen zu dürfen.

    So, wie war das mit der Gründung eines Zeitarbeitsunternehmens für die Branche?

    Grüße aus Köln,
    Falco

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • skyworker
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    • 21. März 2007 um 22:00
    • #7

    Ein Wort zum Lohngefüge:

    Ein Bekannter hat nach langer Zeit HarzIV einen Job gefunden - Fahrer bei einem kleinen Unternehmer. 5-Tage-Woche, bezahlt werden 8 Stunden pro Tag, macht 40 die Woche. Lenkzeiten? Tatsächlich saß der Mann pro Woche mehr als 65 Stunden am Steuer. Lenkzeiten?! An die Mathematiker im Forum - wieviel Schlaf bleibt da zwischen zwei Schichten? Nach dem ersten Monat war der Mann irgenwo zwischen Zombie und Zeitbombe und hats drangegeben. Auf seinem ersten Gehaltszettel waren brutto rund 140 Euro mehr als seine vorherigen Bezüge vom Amt...
    Manchmal verstehe ich Menschen, die auf solche Jobs verzichten...

    Übrigens: diese Praxis ist im fahrenden Gewerbe völlig üblich - und der Job wurde und wird wieder von der Arbeitsagentur vergeben. Auf die Frage, warum das immer noch so ist, hat der Kollege erst mal eine Sperre bekommen...

    Ach ja - und zum Thema Schausteller: wer bei einem vernünftigen Betrieb arbeitet, der bekommt dort mehr als 7 Euro - plus Kost und Logis. Beides je nach dem nicht mal so schlecht. Zu DM-Zeiten warens bei mir mal 25.-- pro Stunde, die Küche ein Knaller (Dank Frau Hohmann) und unser Mannschaftswagen im Vergleich zu manchem Nightliner eine echte Suite!

    Es grüßt der Sky

    Kein Applaus für Scheiße!

  • michael pillkahn
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    • 21. März 2007 um 22:14
    • #8

    Kann das mal einer wo sich mit auskennt ausrechnen was bei diesem, ich nenne es mal LOHNdumping, an Sozialversicherungssteuern usw von den Händlern unterschlagen werden...
    Es geht hier unter anderm um die Aktionen mit Schönreden von Gesamtlohn und zusatzpauschalen wie z.B. Fahrtkostenzuschläge

    Der Lohn wird hier ja mit Sozi usw gerechnet und zusätze wie Fahrtkosten/entfernungspauschalen fallen da raus.
    In der Endrechnung wurde das dann wieder zusammengewürfelt und ein Stundenlohn gezeigt (summe alles / stunden) anstatt aufgeschlüsselt (arbeitslohn ohne zuschläge/stunden)
    Mein Papa hat da mal was ausgerechnet, aber aufgrund eines fehlenden Vertrages den ich damals nicht unterschrieben habe keinen wirklichen beweiss dafür gehabt.

    *** Michael Pillkahn ***

    Unglücklich über meine Beiträge? dann schreibe mir, ich freue mich dich kennen zulernen.

    Hinweis: Bei langen PN's bitte Zeilenumbrüche verwenden, ab 50 Wörten wird es sonst zu unübersichtlich.

  • nikita
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    83
    • 22. März 2007 um 11:25
    • #9

    hallo, zum Thema Arbeitnehmer / Personal verleihen:

    Die Auskunft die ich vom Amt habe ist, dass ich als Firmeninhaber / Chef vor Ort sein muss und meine Arbeitnehmer selbst unterweisen muss, was sie denn heute an Aufgaben zu erledigen haben oder es muss sich um wiederholende Aufgaben handeln, die keiner neuen Anweisung / Erklärung bedürfen.... (Wie ich das im Einzelfall auslegen soll oder auch kann um diese Regelung zu umgehen ????*)
    Ansonsten muss ich als Unternehmer laut Arbeitnehmerüberlassungsgesetz eine Gebühr bezahlen. Pro Jahr 750,-- € (befristete Genehmigung) oder einmalig 2000,-- € (unbefristete Genehmigung).

    Das sind die Informationen und Gebührensätze, wie sie mir hier in Hannover vom Amt mitgeteilt wurden.

    * Würde gerne andere Meinungen / Vorschläge und / oder Erfahrungen von euch hören.... Danke !
    Reicht zum Beispiel auch ein von mir beauftragter Teamleiter vor Ort ?
    Gruß aus Hannover :)

    GeBa Serviceteam A. Germuth & A. Badenhop GbR / Beermannstr. 18 / 12435 Berlin
    Mail: info@gebaserviceteam.de / Fax: 03212 / 1146273

  • falcocgn
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    • 22. März 2007 um 12:20
    • #10

    @ Michael Pillkahn:

    was meinst Du genau mit Steuern unterschlagen, schönrechnen usw.? Bitte nenne doch mal ein paar Details, dann versuche ich gerne, dazu Infos zu geben.

    Grüße aus Köln,
    Falco

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • djobi
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    • 22. März 2007 um 15:25
    • #11

    ich ahne wodrauf Michael rauswill ..

    mein Nachbar hat 2 Jahre für eine Reifenspedition gearbeitet.
    Angemeldet war er irgendwie auf 700 EUR (mit entsprechenden Sozial-abgaben).
    Dazu kamen dann ominöse "zuschläge" (Spesen, Fahrtgeld, was auch immer), so daß netto effektiv 1300-1500 EUR cash Kralle gezahlt wurden.

    (Das die Fahrtzeiten und Rahmenbedingungen mehr als übel waren muss ich hoffentlich nicht extra erwähnen. Mit nem 12 Std. / Tag war er gut dabei, in der Saison waren es 14-16 std; mit dem überladenen Sprinter gings im Winter mit Sommerreifen quer durchs Sauerland. Stichwort war "kontrolliertes Rutschen" :x )

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
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