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Rigg in Palm Beach

  • ADMIN
  • 19. April 2007 um 21:49
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    • 19. April 2007 um 21:49
    • #1

    http://www.averagewhiteband.com/cgi-bin/ib3/ik…=2;t=758;%FDtop


    Aus solchen Bildern etwas mit größerer Sicherheit zu sagen, ist immer etwas schwierig. Für mich sieht's danach aus, als ob die eigentlich tragends Konstruktion mit Leitertraversen gebaut wurde. Wenn man da ein wenig horizontale Kräfte hat (Windlasten beispielsweise), dann werden die Kräfte ziemlich enorm.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • test
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    • 19. April 2007 um 22:03
    • #2

    wollen wir froh sein, das gerade kein drummer da war.
    ansonsten wirkt das ganze aber wie ein selbstbau. es sind an den seiten tower, wo so etwas wie ein schlupf das dach zu halten scheint

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • michael pillkahn
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    • 19. April 2007 um 22:10
    • #3

    Tja hier hätte ich wirklich erwartet das die leute wissen was sie tun, aber es scheint nicht so. Schade um das schöne Schlagzeug, ich hoffe den drummer hat's nicht erwischt.

    Hätten die nur die Traversen anstatt irgendwo mitten in der konstruktion aufzuhängen komplett durchs dach geführt, wäre das wohl auch nicht passiert. Gut zu erkennen ist das auf dem 5ten Bild.

    Wer bridgebuilder spielt, der kennt sowas :)

    *** Michael Pillkahn ***

    Unglücklich über meine Beiträge? dann schreibe mir, ich freue mich dich kennen zulernen.

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  • hell&dunkel
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    • 19. April 2007 um 22:24
    • #4
    Zitat

    ich hoffe den drummer hat's nicht erwischt.


    Blubb. Hast du den Text im verlinkten Thread nicht gelesen?
    Sogar ich mit meinem miesen Englisch habe den Satz

    Zitat

    Miraculously, no one was hurt,...


    verstanden.

    Direkt am Meer kann schon eine Brise wehen...

    Gute Nacht
    Armin

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  • tufkaklto
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    • 19. April 2007 um 22:30
    • #5

    Michael P

    Ich halts für etwas verwegen, einfach zu wissen, wie es in so einer Situation besser geht,
    Sowas kann einfach viele Ursachen haben, die wir nicht mal vermuten können.

    Wenn Die Musiker schreiben, das das Lichtrigg zu schwer war, ev. Wissen die ja mehr.
    Waren ja vor Ort.

    Ich dacht mir Anfangs auch, das die PA komisch gehängt war, aber so im Gesamten schaut mir das nicht nach einer Pfuschbaustelle aus.

    Generell ist eines:
    Im Amiland wird bei sowas schon prinzipiell genauer gebaut wie bei uns, da die rechtlichen Folgen einfach viel ärger sind.
    Und ich hab 2 jahre da drüben gewohnt.
    Das weiß ich, mit Sicherheit spaßen die eigentlich nicht

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  • michael pillkahn
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    • 19. April 2007 um 23:42
    • #6
    Zitat

    Wenn Die Musiker schreiben, das das Lichtrigg zu schwer war, ev. Wissen die ja mehr.
    Waren ja vor Ort.


    pfuschbaustelle oder nicht, der Rigger hat die Statik der hängepunkte überschätzt und das gewicht des lichtrigges unterschätzt.

    Was meinen vorschlag angeht ist eine möglichkeit das in zukunft zu vermeiden. Alleine schon der anblick der dicke der Dachträger und des lichtrigges sagt einem, das das Lichtrigg und wenn es nur selber die eigenlast tragen kann entlastet somit die Dach konstruktion.
    eine genaue berechnung kann in dem fall aber nur ein Statiker machen.

    und was die anspielung angeht das ich wohl zu unfähig bin aus einem Fehler zu lernen... dann überlege dir mal Warum die Menschheit so hoch entwickelt ist?

    Wenn du dann auf folgen Satz kommst dann kommst du der Antwort nahe.

    "Aus Fehlern lernt man(n/Frau)" 
    weil sonst gäbe es keine VStättVO die sowa verhintern soll, würden die Flugzeuge immernoch abstürzen, würden man ohne Führerschein Autofahren... usw usw...

    Es ist einfach die Natur die zu sowas bewegt.

    *** Michael Pillkahn ***

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  • tufkaklto
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    • 20. April 2007 um 08:37
    • #7

    ?

    Zitat

    und was die anspielung angeht das ich wohl zu unfähig bin aus einem Fehler zu lernen... dann überlege dir mal Warum die Menschheit so hoch entwickelt ist?

    Wo sollte ich das geschrieben / angespielt haben ?? :shock:

    Paranoia ?? :?

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  • ADMIN
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    • 20. April 2007 um 09:50
    • #8
    Zitat von "Michael Pillkahn"


    pfuschbaustelle oder nicht, der Rigger hat die Statik der hängepunkte überschätzt und das gewicht des lichtrigges unterschätzt.

    Das lassen wir dann mal die Musiker und die Energieelektroniker ausdiskutieren...


    Die Statiker schauen sich an, wo die Sache versagt hat, vergleichen das mit der Stelle, an der das Lichtrigg angeschlagen wurde und tendieren zu der Auffassung, dass es das eher nicht war. Sie verwenden aber immer den Konjunktiv, denn erstens waren sie nicht dabei, zweitens haben sie die Unfallstelle nicht untersucht, und drittens sind sie weder Musiker noch Energieelektroniker.

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  • cyb
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    • 20. April 2007 um 09:52
    • #9

    SoSo " verhintern" also ;-)) Ich denke auch man sollte Dachzusammenstürze bzw. die dafür verantwortlichen mal so richtig
    durchverhintern. :D:D:D

    der Tongnom am Mischtisch!

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    • 20. April 2007 um 09:54
    • #10
    Zitat von "Michael Pillkahn"

    *** Michael Pillkahn ***
    Bitte PN- fals jemand meint ich dürfe hier im Forum nur ingesamt 1 Beitrag / Monat schreiben, dieser ist mir seit Anmeldung nicht bekannt. Bitte mit Link von Offizeller Seite dazu.

    Prinzipiell darf hier jeder so viel Beiträge schreiben, wie er möchte.

    Es ist aber auch ein Erfahrungswert, dass jemand, der viel schreibt, auch viel Unsinn schreibt...

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  • korschi
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    • 20. April 2007 um 10:29
    • #11

    und wenn man sich den Thread bis zum Schluß anschaut, gibt es einen Link, und zwar den hier

    Zitat

    High winds were to blame for the collapse

    Googled man dann noch ein wenig, kommt z.B. sowas dabei raus

    Zitat

    The three-day festival, whose doors were to have opened at 4:30 p.m., was delayed after the roofing came down in windy conditions, taking the lighting with it, Shuttlesworth said. She added that it was her understanding that the lighting, set up by a Miami company named Concert Solutions, was too heavy for the structure.

    Zitat

    Spokesman Anthony Jackson said that around 4:30 p.m., the roof came down due to "wind and foundation" issues.

  • hell&dunkel
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    • 20. April 2007 um 10:38
    • #12
    Zitat

    ...das gewicht des lichtrigges unterschätzt.


    Das schätzt man? Ich dachte immer, dafür gibt es die Addition.

    http://www.dailyrecord.co.uk/news/news/tm_m…-name_page.html

    Zitat von "Dailyrecord.co.uk"

    Saxophonist Fred Vigdor said: "Miraculously, no one was hurt, considering the next band was already on stage."

    High winds were to blame for the collapse.


    Atlantikküste...
    http://www.rivierabch.com/

    Edit: Korschi war schneller.

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  • michael pillkahn
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    • 20. April 2007 um 14:31
    • #13

    Jungs, jetzt übertreibt ihr.
    Ihr als statiker solltet doch selbst wissen wenn man 2 Traversen untereinander spannt das sich die Last verteilt (egal wie, das ist mal ausen vorgenommen) und wenn man an einer Traverse die ja deutlich auf den Bildern hier zu sehen, also das lichtrigg nur so reinhängt, das niemals als Statische unterstützung dienen kann, sondern alles nur LAST ist.

    Und theme vorortbegutachtung und so, man sieht auf den Bildern genügend um zumindest die Grundlegende Statik zu beurteilen, und mehr habe ich hier nicht gemacht.

    P.S.: Ich habe das kleine 1x1 der "Zahnstocher"-statik erfolgreich abgelegt.

    *** Michael Pillkahn ***

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  • tufkaklto
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    • 20. April 2007 um 16:04
    • #14

    :roll:

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  • hell&dunkel
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    • 20. April 2007 um 18:38
    • #15

    ...und ich dachte immer ich hätte keine Ahnung...

    Wenn die Truss mit den Lampen an zwei Punkten gehängt wird, wirkt sie an zwei Punkten als Punktlast.
    Wenn ich sie nun bastelmäßig an mehreren Punkten befestige, verteilt sich
    die Last nicht zwangsläufig gleichmäßig auf alle Punkte...
    Auch, wenn man sie "untereinander spannt" (Zurrgurt? :shock:)

    Aber Micha schaut bestimmt wieder hier rein....

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

    Einmal editiert, zuletzt von hell&dunkel (20. April 2007 um 18:45)

  • binson
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    • 20. April 2007 um 18:43
    • #16
    Zitat von "hell&dunkel"

    ...und ich dachte immer ich hätte keine Ahnung...

    Das ging mir auch grad durch den Kopf...

    --- I've been mad for fucking years, absolutely years, been over the edge for yonks, been working me buns off for bands. ---
    (Chris Adamson)

    Blog: Optinal Mittelgrund

  • ljbigfish
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    • 20. April 2007 um 20:43
    • #17

    Abend,

    hängt da zufällig der eine MH (1.Bild, rechts) im Savety?? Fliegt der so einfach beim Einsturz vom Truss ab?

    Simon

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    • 20. April 2007 um 22:27
    • #18
    Zitat von "hell&dunkel"

    Wenn die Truss mit den Lampen an zwei Punkten gehängt wird, wirkt sie an zwei Punkten als Punktlast.
    Wenn ich sie nun bastelmäßig an mehreren Punkten befestige, verteilt sich
    die Last nicht zwangsläufig gleichmäßig auf alle Punkte...

    Völlig richtig.

    Das wird ein statisch unbestimmtes System, und das kann man nicht mehr rechnen. (Nein, auch nicht mit den Formeln aus dem Brückenbau. Genaugenommen: Rechnen kann man. Aber die Ergebnisse haben selten etwas mit der Realität zu tun.)

    Zitat

    Auch, wenn man sie "untereinander spannt" (Zurrgurt? :shock:)

    Doppelkuppler?

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  • michael pillkahn
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    • 20. April 2007 um 23:14
    • #19


    Anklicken für grössere Ansicht

    Kurze erklärung,
    ROT sind auflagepunkte also die Türme
    blau sind zugkräfte, also kettenzüge etc...

    So da mich hier wohl ein paar missverstand haben, so wie ich es auf den Bildern erkannt habe wurde das Lichtrigg nach Variante 3 (unterste) aufgebaut. Eventuell auch nur nach Variante 2, jedoch ändert das wenig am ergebnis.
    Für mich ist das mal pauschal ausgedrückt an einem Groundsupport gehängtes lichtrigg.

    Mein Lösungansatz mit 2 Traversen also Version 1, dagegen sind 2 unabhängige konstruktionen.

    Version 1b kommt aus meiner sicht der Version 2 nahe, jedoch kann man hier mit entsprechenden messmitteln in der Praxis die Dachkonstruktion entsprechend benötigter statik zusätzlich belasten und somit die durchbiegung des lichtrigges minimieren.
    in variante 2 hingegen geht sowas nicht. hier müssen alle kräfte in der mitte auf die Dachkonstruktion übertragen werden.

    So jetzt könnt ihr meine Aussage entgültig fleddern.

    *** Michael Pillkahn ***

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  • hell&dunkel
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    • 21. April 2007 um 00:36
    • #20

    Auf den Bildern sieht es nicht so aus, als ob die Truss auf den Gerüstkonstruktionen links und rechts aufliegt. Für mich ist das, soweit ich es erkennen kann, einfach dreimal Truss, die ins Dach gehängt wurde.
    Außerdem: Wie willst du die äußere Truss nach oben bringen, wenn sie außen auf dem Gerüst aufliegen soll?

    Zitat

    Ihr als statiker solltet doch selbst wissen wenn man 2 Traversen untereinander spannt das sich die Last verteilt


    Das hilft dir aber nicht, solange dein Zusatzgebastel mit Schellen & Truss nicht im Baubuch deiner Bühne steht. Die netten Herren von der Baubehörde interessiert sicher nur, was du lt. Baubuch dort hängen darfst.
    Danach fragt auch der Staatsanwalt, nachdem dein Bühnendach den Drummer erschlagen hat...

    Zitat

    ...weil sonst gäbe es keine VStättVO die sowa verhintern soll,

    Um so etwas zu verhintern, sollte man die DIN 4112 "-Fliegende Bauten- Richtlinien für Bemessung und Ausführung" beachten.

    Deine Kostruktion #1 ist, wie von Micha beschrieben, ein statisch unbestimmtes System. Das lässt sich nicht rechnen, nur Messen.
    Wenn die Mitte zu wenig "zieht" wird das Dach/die Truss u.U. zu stark belastet.
    Bei #2 kannst du die wirkenden Kräfte rechnerisch ermitteln.
    Allerdings ist das Auflegen der äußernen Trussenden auf dem Gerüst mit Gebastel verbunden.

    Einzig brauchbare Lösung bei diesem Dach:
    So viele Lampen, wie die Statik zulässt (schriftliche Bestätigung des Bühnenbauers mit Angabe der Hängepunkte!), an an zwei Punkten angeschlagene 30er Truss in´s Dach, den Rest seitlich an die Gerüsttowers. Die Riesentruss ist etwas oversized.

    Aber ich habe keine Ahnung und halte deshalb im Rigging-Brett meine Klappe.

    Gute Nacht
    Armin

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