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Anlage für kleine Gemeinde

  • maro
  • 24. März 2009 um 20:09
  • maro
    Beiträge
    20
    • 24. März 2009 um 20:09
    • #1

    Hallo,

    irgendwie ist mir die Aufgabe zugelaufen, mir Gedanken um eine Beschallungsanlage für unsere Gemeinde zu machen. Vorhanden ist momentan ein Pioneer-Verstärker, ein CD-Player und 2 kaputte Raveland-Boxen :)
    Jetzt soll was halbwegs ordentliches her - allerdings sollte es im Bereich von 1500€ liegen - absolute Obergrenze wären 2000€.
    Einsatzzweck soll hauptsächlich Sprachbeschallung und Hintergrundberieselung für so ungefähr 100 Leute sein. Wenn Party-taugliche Lautstärken für 50 Leute drin wären wärs auch nicht schlimm :)
    Das Ding soll transportabel sein - und am besten Idiotensicher zu bedienen.

    Alternative 1
    HK Lucas smart mit CD-Player und Funkmikro-Empfänger extern
    +abgestimmtes System
    -viele Einzelteile
    -wo stellt man den Subwoofer hin (Mixer drin!)

    Alternative 2
    von mir favorisiert -
    +3 Komponenten und fertig
    -komplexer

    2 Lautsprecher + 1 Rack mit Mixer, CD-Player, Funkmikro-Empfänger und Verstärker

    Gedacht hatte ich an folgendes:

    Lautsprecher: 2x JBL EON 1500 oder JBL JRX 115 - alternativ The Box PA502.

    Mixer: BEHRINGER RX 1202 FX. Eigentlich ist das Ding schon zu kompliziert - eigentlich brauche ich nur 2 Stereo und 2 Mikro-Eingänge. Allerdings scheint alles übersichtlichere teurer zu sein?

    Amping: THE T.AMP TA1050 MK-X oder THE T.AMP E800

    CD-Player: NUMARK MP 102

    Mikrofon: AKG WMS40 PRO FLEXX VOCAL SET - wie baut man so einen Empfänger am besten in ein Rack ein?

    Dazu noch ein 10 oder 12 HE-Rack mit ner Schublade für Kabelkrams und so.

    Was haltet ihr von den Teilen?
    Macht ein aktives System Sinn? Vorteil wäre sicher die Flexibilität (man kann mit einer Box alleine auch was anfangen) - Nachteilig fände ich den zusätzlichen Kabelaufwand. Wie siehts eigentlich mit der Stabilität gegen taube Besuffskis aus, die Clipping nicht von Musik unterscheiden können - sind aktive Systeme da robuster - wegen eingebautem Limiter oder so?

    Uff, das waren doch einige Fragen auf einmal - hoffentlich schreckt das nicht zu sehr ab :)

    Viele Grüße
    Mark

  • Jonnytrance
    Gast
    • 24. März 2009 um 20:28
    • #2

    Für Sprachbeschalung reichen auch PA302A aus. Unkomplizierter geht fast nicht mehr.
    2 diesen aktiven Boxen und Mixer (was in Richtung Yamaha MG), dazu noch Funkmikro.

  • maro
    Beiträge
    20
    • 24. März 2009 um 20:56
    • #3

    Der Preisunterschied zwischen den PA302 und den PA502 ist mit 20€ allerdings nicht so groß, dass es viel bringen würde. Manchmal wird schon Party-Lautstärke gefordert werden, da hab ich lieber ein paar Reserven.

    Die kleineren Yamaha MG-Mixer sind aber nix für Rackeinbau, oder? Das wäre für mich nämlich relativ zwingend, um das Chaos halbwegs im Griff zu behalten. Ne andere Idee wäre ein Winkelrack mit nem Behringer VMX1000 - sollte sich besser bedienen lassen als der RX1202 in nem Standard-Case

  • bassfaceb
    Beiträge
    1.127
    • 24. März 2009 um 22:02
    • #4

    Fixkosten:(für beide Lautsprecher Varianten):

    hab mal kurz den Kleinkram im Onlineshop reingetiggert...

    BEHRINGER RX 1202 FX
    AKG WMS40 PRO FLEXX VOCAL SET ISM
    NUMARK MP 102
    THON RACK 8 HE LIVE 45
    THON RACKSCHUBLADE 2HE
    MILLENIUM LS Stative

    Damit sind wir schon bei ca 830Eus

    Dazu kommen noch Diverse Kabel,Rackmount für Mikro Empfänger, Kabel(welche preislich nicht zu unterschätzen sind), Anschlußblende+Einbaubuchsen (zu Lautsprechern, Mikrofon, Strom,....)

    Somit sind wir schon bei ca 1000Euro und dann ist noch kein Platz für die Endstufe im Rack

    Für Sprache sind definitiv Fullrange Kisten besser als Sat/Sub Kombo
    Bedenke aber, dass bei Aktiven Systemen zu den Fullrangetops 2 Leitungen hingelegt werden müssen, welches ich persönlich bei Vereinen nicht empfehle!
    Aber für 500Euro bekommt man nicht wirklich 2 Tops +Amp, daher wirst du wohl 2 Aktive nehmen müssen.

    ........................
    Ich habe vor, ewig zu leben. Bis jetzt klappt's.

  • maro
    Beiträge
    20
    • 24. März 2009 um 22:16
    • #5

    Ich glaube, vom Preis her ist aktiv/passiv egal.

    passiv:
    2x PA502 358€
    T-Amp TA 1050 MK-X 195€
    Summe: 553€
    Braucht ein 10er Rack, aber das mach nur ein paar € aus.

    Aktiv:
    2x PA502A 578€

    Nimmt sich also nix. Die Frage ist, ob die Aktiv-Amps irgendwie schon Limiter enthalten, die die Boxen vor Beschädigungen schützen - das wäre nämlich ein ziemlich starkes Argument für Aktiv. Flexibler wärs natürlich auch, aber dafür hat man halt wie schon gesagt mehr Kabelkram.

  • Jonnytrance
    Gast
    • 25. März 2009 um 05:11
    • #6
    Zitat von "maro"

    Der Preisunterschied zwischen den PA302 und den PA502 ist mit 20€ allerdings nicht so groß, dass es viel bringen würde.


    Für reine Sprachübertragung sind die kleinere Pappen besser, daher würde ich PA302A empfehlen.

  • rene classen
    Beiträge
    897
    • 25. März 2009 um 07:41
    • #7
    Zitat von "bassfaceb"

    Für Sprache sind definitiv Fullrange Kisten besser als Sat/Sub Kombo
    .

    Also das verstehe ich absolut nicht! Somit bitte ich mir dies zu erklären.

  • um-b
    Beiträge
    361
    • 27. März 2009 um 18:53
    • #8

    Eventuell kannst du als Mixer auch so ein ein-he Teil in Betracht ziehen (gibts von Gemini und Fame) Die habe ich bei uns in der Gemeinde zusammen mit einem Funkmic, radiotuner im Rack und einem CL112-Thomann-Set im Einsatz. Das System ist wirklich idiotensicher. Wenns nicht zu laut werden soll, einfach noch nen Limiter dazwischenhängen...

    http://www.dbsoundnlight.de

  • maro
    Beiträge
    20
    • 28. März 2009 um 22:43
    • #9

    Hat natürlich auch was - und Idiotensicher scheint das wirklich zu sein.
    Auf der anderen Seite hätte ich schon ganz gerne ne gewisse Flexibilität für allerlei Sonderanwendungen.

    Muss man halt ein bisschen Zeit mit Bedienungsanleitung schreiben verbringen und auf dem Mixer alle Grundstellungen markieren. :)

    Irgendwie hab ich mich grade mit nem L-Rack und nem Xenyx 1622 angefreundet - ok, das ist schon wesentlich komplexer, dafür aber flexibel.

    Mal sehen was unsere Entscheider dazu sagen...

  • ljbigfish
    Beiträge
    1.080
    • 30. März 2009 um 16:26
    • #10

    Hallo,

    für ein normales Pult kann man auch Schubfach-Auszugschienen und eine Holzplatte nehmen, um das auf 19" umzurüsten.

    Ich würde auch zu Endstufe fest im Rack oder einen Powermixer tendieren.
    Die Preiswerten Aktiv-Tops haben eigentlich keinen Limiter. Also eine einfache Endstufe mit Clip-Limiter.
    Schau mal, ob du wg. Pult und Endstufe was bei IMG Stage Line findest. Ansonsten wäre ich für das Yamaha-Pult. Das hat ja einen Kompressor für die Mikros drinn.

    Aber wenn ihr in der Kirche eine Anlage braucht, würde ich eher zu was festem mit hoher Reichweite tendieren. (Tonsäule)

    Gruß Simon

  • maro
    Beiträge
    20
    • 31. März 2009 um 17:29
    • #11

    Nix Kirche - Gemeinde im Sinne von Ortsgemeinde, nicht Kirchengemeinde :)

    Im Moment siehts so aus:

    BEHRINGER XEYNX 1622FX
    AKG WMS40 PRO VOCAL SET ISM
    NUMARK MP 102
    THON L-Rack 10HE
    THON RACKSCHUBLADE 3HE
    Lautsprecher PA 502
    Amp T.Amp 1400 (ja, der 1050er würdes auch tun, aber der ist nicht lieferbar - Ausserdem kann man einfach 2 Lautpsrecher dazukaufen und parallel anschliessen, wenn größer werden soll)
    MILLENIUM LS Stative

    Das Rack wird halt ein bisschen was wiegen - aber anders gehts halt net.
    Einen Mixer oben im Rack mit Anschlüssen nach oben finde ich relativ praktisch - vor allem wenns drum geht mal schnell noch irgendwas (PC, extra Mikro, wahtever) anzuschliessen.

  • maro
    Beiträge
    20
    • 3. April 2009 um 21:14
    • #12

    Bei den Yamaha-Pulten hab ich jetzt keins gesehen, dassman in ein Rack einbauen kann, aber mit 10HE auskommt.
    Aber so ein Kompressor - ja, das hat noch was, vor allem bei Leuten, die mit Mikrofonen nicht umgehen können.
    Zusätzlich wäre ein Limiter nach dem Pult nicht schlecht (Besoffene, Taube und Banausen am Fader)
    Da ist mir der Behringer Multicom MDX 4600 ins Auge gefallen - 2 Kanäle für Limiter, zuerst mal ein Mikro und ein Kanal spare - das Budget würde das gerade noch hergeben, wenns denn wirklich Sinn macht.

  • Mechwerkandi
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    • 9. April 2009 um 14:24
    • #13

    Wichtige Frage:
    Wer bedient das?

  • maro
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    • 9. April 2009 um 22:58
    • #14

    Das ist ne gute Frage - alle möglichen Leute aus unseren Dorfvereinen. Da sind einige dabei, die wenig Gefühl in den Ohren haben :(
    Für die Leute, die keine Ahnung haben, kann man zumindest eine Anleitung schreiben - nur die anderen, die meinen sie wüssten und könnten alles sind ein Problem...
    Im Zweifelsfall bin ich bei den meisten Veranstaltungen auch nicht weit weg.

  • Mechwerkandi
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    • 10. April 2009 um 11:28
    • #15
    Zitat von "maro"

    Das ist ne gute Frage - alle möglichen Leute aus unseren Dorfvereinen. Da sind einige dabei, die wenig Gefühl in den Ohren haben :(
    Für die Leute, die keine Ahnung haben, kann man zumindest eine Anleitung schreiben - nur die anderen, die meinen sie wüssten und könnten alles sind ein Problem...
    Im Zweifelsfall bin ich bei den meisten Veranstaltungen auch nicht weit weg.

    Unter diesen Voraussetzungen halte ich die vorgeschlagene Lösung für wenig sinnvoll.
    Viel zu viele Knöpfe dran, der Misserfolg ist quasi vorprogrammiert.

    Einen handelsüblichen CD Player können die meisten noch bedienen, den kennen sie von zu Hause.
    Daran muss man sich orientieren.

    Kauft euch einen 100V Mischverstärker, da hast du den einzig wirklich idiotensicher funktionierenden Limiter gleich in der dazu passenden Box eingebaut.
    Vorne eine Buchse, Mikro einstöpseln, keine Funke, das geht garantiert schief.
    An-aus, laut-leise, mehr braucht es nicht.

  • maro
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    20
    • 10. April 2009 um 19:02
    • #16

    Hmm, Funkmikro ist schon ne zentrale Forderung. Da wurde häufiger irgendein Schrottding von irgendjemand privat eingesetzt - ging die halbe Zeit nicht, die Leute fandens trotzdem Toll - sollen sie haben. Hat nen gewissen Wartungsaufwand (Baterrien), klar. Aber ein zusätzliches Kabelmikro wrds auch noch geben.

    Mit einem geliehenen Powermixer kamen die auch zurecht, der hat auch nicht viel weniger Knöpfe. Ein einfacherer Mixer wäre natürlich schon schön, aber ich brauche für gewisse Sondergeschichten (kannst du mal, das muss doch auch noch gehen) die 4 Stereo-Eingänge...

    Ich bin dann des öfteren doch der, der damit arbeiten muss und auch alle möglichen Spezialwünsche erfüllen muss. Daher soll das Ganze schon etwas flexibler sein.

    Normaler DVD-Player (MP3 sollte schon sein) wäre natürich ne Idee, da die ganzen DJ-Funktionen eh nicht gebraucht werden. Nur - wie baut man sowas solide in ein Rack ein? Immerhin soll die ganze Sache relativ einfach transportabel bleiben.

    Die Limiter-nötig-Fraktion soll die Anlage eigentlich nicht in die Finger bekommen - aber ob das auf Dauer so bleibt bezweifle ich etwas.

    So ist das halt mit den günstigen eierlegenden Wollmilchsäuen :)

    Ich hoffe, meine Gedankengänge sind nicht zu wirr...

    Viele Grüße
    Mark

  • Mechwerkandi
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    • 11. April 2009 um 10:39
    • #17

    Wirr nicht, aber unter den vorgestellten Präferenzen nicht unter einen Hut zu kriegen.

    Für mehr Kanäle kann man den Mischverstärker aux-in fallweise um einen Sub-Mixer bereichern.

    Wenn kein Funk-Micro da ist, wird auch keines gebraucht. 90% aller Anwendungen lassen sich problemlos auch mit Kabelbindung erschlagen.

    Rack Einbaumöglichkeiten für no 19 gibt es genug, das ist kein Argument.

    Für mich stellt sich mehr die Frage, ob die "kleine Anlage für die Gemeinde" zweckmässig sein soll oder mehr den Bedürfnissen des Technikers nachkommen soll.
    Das ist der Zusammenhang, der nicht unter einen Hut passt...

  • maro
    Beiträge
    20
    • 11. April 2009 um 11:08
    • #18

    Einfach und flexibel ist nicht so leicht unter einen Hut zu kriegen. Wenns um eine Festinstallation für unser Gemeindehaus ginge, würde ich dir sofort zustimmen. Ich kann mich entscheiden, ob ich mir von der Feuerwehr "warum geht $seltsameAnwendung nicht?" oder vom Möhnenverein "das ist viel zu kompliziert" anhören will :(
    Zwiespältige Sache das.
    Ich gebe zu, das ich in solchen "man kanns keinem Recht machen" - Szenarien zu der Lösung tendiere mit der ich am besten zurecht komme, weil wenns schon irgendwem nicht passt will ich mich nicht noch selber drüber ärgern müssen.

    Aber ich werde deinen Vorschalg auch mal durchplanen und dann mal schauen.

    Ich hab damit nur insofern zu tun als mein Vater Ortsbürgermeister ist und ich "der der sich mit Technik auskennt" bin. Von daher sollte ich einen Vorschlag für den Gemeinderat abliefern.

    Viele Grüße

    Mark

  • michael beyer
    Beiträge
    2.136
    • 11. April 2009 um 11:41
    • #19

    Würde zur Zeit kein Funkmikrophon mehr kaufen, da der Einsatz ja nun nur noch auf wenige Jahre beschränkt ist (Frequenzvergabe), es sei denn ein billiges gebrauchtes. Da ja nun alle wissen, dass die nicht mehr lange senden dürfen sind sie sehr billig zu haben. Habe selbst gerade noch nen LD 100WS für 25.- Euro aus der Bucht gezogen.

    Da würde ich an deiner Stelle kein neues Empfehlen und mit dem Sachwissen punkten.

    Ansonsten schreib eine Bedienungsanleitung und markiere alle wichtigen Dinge mit Farbklebeband oder farbigen Faderkappen. Einfach eine Anleitung, die deine Oma versteht, dann funktioniert's auch ohne Stress für dich.

  • maro
    Beiträge
    20
    • 11. April 2009 um 11:45
    • #20

    Genau so hatte ich mir das gedacht - Bedienungsanleitung und viel buntes Klebeband - dann klappts auch mit dem Möhnenverein.

    Das Funkmikro wird nicht so teuer werden, aber bis es da wirklich Probleme gibt dauerts noch. Das Teil geht ja nicht 2015 kaputt - und eine Nutzung dieser Frequenzen bei uns halte ich für unwahrscheinlich. Bei Funksachen unter 1 Watt bin ich sowieso ziemlich schmerzfrei.

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