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Ich AG, Coaching und Steuerberater

  • HaPe
  • 2. Juni 2007 um 00:42
  • HaPe
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    • 2. Juni 2007 um 00:42
    • #1

    Folgendes Problem:
    Seit Ende meiner Ausbildung Januar 2005 war ich Arbeitslos. Ab 30.12.2006 (das Datum wurde mir nahe gelegt vom AA, weil danach eventuell keine ICH-AG mehr möglich.) war ich dann eine „Ich AG“.
    Um diese genehmigt zu bekommen, musste ich zu einem Steuerberater. Ein Coaching-Antrag wurde mir mitgegeben. Meine Sachbearbeiterin beim AA meinte der seie sehr hilfreich, weil STBs dann vieles für umsonst machen.
    So ging ich damit zum STB, welcher mir dann eine Planung erstellte, welche dazu führte, das das AA mir die ICH-AG genehmigte. Die Rede war davon, das dieses mit dem Coaching Antrag verrechnet werden würde, und mir dadurch keinerlei Kosten entstehen.
    Für die Aktion musste ich natürlich den Coaching Antrag da lassen und einige Formulare Ausfüllen.

    Dann eine ganze Zeit nichts vom STB gehört, bis ich mich selbst mal (Oktober 2006) beim FA erkundigte, wie das so aussieht als Kleinunternehmer, was ich so machen muss. Diese sagte mir, das für Ende 2005 (die 2 Tage) noch eine Erklärung her muss, mein STB aber davon unterrichtet wurde (Vollmacht ausgefüllt). Also rief ich den STB an, und bat darum, die Vollmacht aufzuheben. Die Dame am Telefon bat mich darum, das sie mich weiterbearbeiten dürfe, und als ich fragte, ob mich dieses was kostet, meinte Sie „Nee, das bekommen wir schon hin, Frau XX bearbeitet ja ihren Coaching Antrag“. So also mit Frau XX telefoniert, und auch nochmal nachgefragt. „Das bekommen wir hin“. Wir brauchen noch folgende Unterlagen von Ihnen....“....Vorgestern dann faxte ich die letzten Unterlagen rüber.

    Heute erhielt ich Mehrere Rechnungen durch den STB für wirklich ALLE Leistungen die er für mich erstellte.
    Insgesamt knappe 600€

    Für die Nachricht, das ich 0€ an Steuern zahlen muss.

    Meine Frage, ist so was rechtens? Ich wurde doch praktisch mit falschen Vorgaben ins offene Messer geschickt?

    Das der Coaching Antrag NICHT zum Abdecken einer Steuererklärung da ist, das weiss ich selbst, aber wenn die Leute meines STB was anderes sagen?

  • Mechwerkandi
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    • 2. Juni 2007 um 13:14
    • #2

    Wer da was gesagt hat, ist im nachhinein schlecht festzumachen.

    Wenn der StB wenigstenz leidlich seriös war, hat er mit Dir einen Beratungsvertrag geschlossen, in dem seine Dienstleistung genau definiert ist.

    Wenn Du ihm den Auftrag zur Erstellung Deiner ESt-Erklärung erteilt hast, musst Du wohl auch dafür blechen.

    Ansonsten würde ich mal nachfragen, aufgrund welcher Auftragsstellung denn die jeweilige Rechung zustandegekommen ist.

    Ich weiss auch absolut nicht, wie die Schnachnase beim AA darauf kommt, das ein StB irgendwas umsonst macht.
    Dann kann ich genauso zum nächsten Kunden sagen: "Gehn Se mal zu hpaudio, der macht Sie das umsonst".

    Du bist hier mit Sicherheit auch etwas arg blauäugig drangegangen.

  • mringhoff
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    • 4. Juni 2007 um 14:21
    • #3
    Zitat von "hpaudio"


    Die Dame am Telefon bat mich darum, das sie mich weiterbearbeiten dürfe, und als ich fragte, ob mich dieses was kostet, meinte Sie „Nee, das bekommen wir schon hin, Frau XX bearbeitet ja ihren Coaching Antrag“. So also mit Frau XX telefoniert, und auch nochmal nachgefragt. „Das bekommen wir hin“.

    Das mit dem Coaching-Antrag und der Verrechnung der StB-Leistung hab ich zwar noch nicht so begriffen, aber was sagen denn die beiden oben genannten Damen zu den Rechnungen?

    Beide sprachen ja von einer Leistung, bei der Du nichts bezahlen hättest müssen. An diese Vereinbarung sind sie dann natürlich auch gebunden. Die Frage ist nur, inwieweit Du diese Aussagen nachweisen kannst bzw. welche der StB.-Leistungen genau dann unter dem "das bekommen wir hin" gemeint waren...
    Aber vielleicht sind die Rechnungen ja ein Versehen? Wenn mehrere Leute Deinen Fall bearbeiten, dann weiß oft der eine vom anderen nichts...

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  • HaPe
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    • 5. Juni 2007 um 00:36
    • #4

    War heute dort, Chef persönlich drauf angesprochen. Der war weniger begeistert und will die Sache "prüfen".

  • audienceblinder
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    • 18. Juni 2007 um 10:58
    • #5

    Ich habe das Gefühl, daß solche Leute (Zahlenjongleure) gerne die eigentlichen Kosten verschleiern. Das können die so gut, so daß das auch teilweise beim Kunden Anwendung findet. :D Lass Dir alles schriftlich geben, jede Preisauskunft. Klare Auflistung wie angefragte Leistung= xxx Euro.
    Ich unterstelle Ihm sonst knallharte Absicht, wenn der STB seinen Job gut macht, wird er Dich auch im Vorhinein richtig beraten, und keine mündlichen! Wischiwaschi Aussagen machen.
    Wer sollte seine Kosten klarer aufgliedern als ein STB?

    Ein Steuerberater ist normalerweise kein Unternehmensberater!
    Ich bitte diesen Satz etwas genauer zu betrachten.
    Er ist zusätzlich umsatzorientiert ... und berechnet seinen Lohn nach Deinem Umsatz. Soweit nichts schlimmes, das macht jeder Unternehmer.
    Ein Unternehmer (Du) ist aber auch bestrebt, Kosten manchmal erst gar nicht aufkommen zu lassen.

    Dh im ziemlich einfachen Sinne, der STB wartet praktisch nur auf Input.
    Er berät Dich normalerweise nur beim Sortieren! der Kostenarten fürs Finanzamt und nimmt Dir einen Teil ab.
    Er wird Dich deshalb lediglich in die Verfahrensweise der für Ihn ! einfacheren Abgabe der Steuerangelegenheiten eingewiesen haben.

  • stb
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    461
    • 18. Juni 2007 um 13:22
    • #6

    audienceblinder:
    Da scheinst Du leider ein falsches Bild von den Steuerberatern zu haben (oder nur einen "vom alten Schlag =Deklartionsberatung" zu kennen).

    Ein Steuerberater mit einer fundierten Ausbildung im betriebswirtschaftlichen Bereich dürfte diesen Anforderungen leicht gerecht werden.

    Also bitte, Vorsicht bei solch pauschalen Aussagen!

    stb

  • audienceblinder
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    • 18. Juni 2007 um 19:47
    • #7

    Das ist keine Pauschalaussage, das ist eine subjektive Darstellung aus eigener Erfahrung.
    Pauschalaussage wäre zb: "Ein Steuerberater mit einer fundierten Ausbildung im betriebswirtschaftlichen Bereich dürfte diesen Anforderungen leicht gerecht werden." :D

    Bitte jetzt nicht falsch verstehen, ich wollte Deinen Berufsstand nicht angreifen, ich will Dich nicht angreifen (ok... Dich nur ein bischen ärgern), und lediglich hpaudio Hilfe geben, wie er die ganze Sache (Steuerberater) besser einschätzen kann.

  • mringhoff
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    • 18. Juni 2007 um 20:04
    • #8

    Es gibt halt wie in jedem Berufszweig solche und solche... Wer mag bestreiten, daß es z.B. gute und weniger gute Techniker gibt?

    Die Aussage von audienceblinder, daß es Steuerberater gibt, die auf einen Input warten (also erst aktiv werden, wenn Du ein Problem ansprichst), kann ich leider nachvollziehen. Es gibt wohl doch noch einige vom "alten Schlag"... Gerade bei größeren Kanzleien, wo die Steuerfachangestellte bucht und der Chef "berät" und sich um die großen Fische kümmert, fliesst halt eine 0-8-15-Firma einfach so mit (und somit durch...) Beratungsbedarf gibts dann meist, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - sprich wenn im Folgejahr der Jahresabschluss gemacht wird.

    Schön wäre es, wenn im laufenden Betrieb, also wenn man noch etwas gestalten kann, die Ratschläge von selbst kommen....

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  • HaPe
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    • 18. Juni 2007 um 22:57
    • #9

    Wir haben nun ne Einigung, die denke ich mal für beide verschmerzbar ist.
    5*50€.

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