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Gehäuse für Sicherungsautomaten, FIs etc.

  • Anonymous
  • 14. Juni 2002 um 13:23
  • Anonymous
    Gast
    • 14. Juni 2002 um 13:23
    • #1

    Hallo,

    nachdem mir mal ein Gitarrist mit seinem FX-Rack den FI rausgehauen und somit die gesamte PA lahmgelegt hat, will ich nun potienzielle "Gefahrenpunkte" auf der Bühne einzeln absichern. Leider habe ich noch keine passenden Gehäuse mit Hutschienen gefunden, wo Sicherungsautomaten und FIs reinpassen.
    hat jemand von euch einen Tip und ungefähre Preise?
    Die Gehäuse sollten nicht zu groß (max. 4poliger FI + 3 Automaten, eher 2poliger FI +1 Automat) einigermaßen robust und spritzwassergeschützt sein. Lieber Kunststoff als Metall und eine zugentlastung für die Zuleitung sollte das gehäuse auch aushalten können.

  • ADMIN
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    1
    • 14. Juni 2002 um 15:00
    • #2

    So etwas gibt es im Elektro-Großhandel, wenn man Dich da nicht reinläßt, dann einfach beim örtlichen Elektriker fragen. Manchmal hat man auch im Baumarkt Glück.

    Die Frage ist jedoch eher, ob die Sache überhaupt etwas bringt: Wenn bereits im Sicherungskasten ein FI hängt, und Du hängst fü die Bühne noch einen in Reihe, dann kommen in aller Regel beide.

    Wenn Du aber separaten Strom hast, dann würde Dir die Bühne auch nicht den FI der PA raushauen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Detlef
    Profi
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    • 14. Juni 2002 um 15:09
    • #3

    Hallo,

    es gibt die Möglichkeit des Einsatzes eines selektiven Haupt-Fehlerstrom-Schutzschalters (z.B. ABB F394), dies löst das o.g. Problem.

    Gruss

    Detlef

  • Anonymous
    Gast
    • 14. Juni 2002 um 15:23
    • #4

    mhm, hab ich da einen denkfehler gemacht? mal überlegen:

    in einem standard-baustromverteiler gibts doch nur einen FI, oder? ich habs leider gerade nicht vor augen, aber bei caleidoscope sind die "stromstationen" immer nur einfach bestückt. wenns bei den gastro-leuten jetzt ein problem gibt, und der FI fliegt, gehen überall die lichter aus, auch wenn Ton, licht und gastro an verschiedenen (32A-)Kreisen hängen.

    wenn ich jetzt je einen 0,03A-FI vor die 3 Kreise setze, müßten doch erst die "kleinen" FIs ansprechen und nicht der 0,3A-FI im Baustromverteiler, oder??

  • Detlef
    Profi
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    • 14. Juni 2002 um 15:56
    • #5
    Zitat

    wenn ich jetzt je einen 0,03A-FI vor die 3 Kreise setze, müßten doch erst die "kleinen" FIs ansprechen und nicht der 0,3A-FI im Baustromverteiler, oder??

    Hallo,

    das ist möglich, aber leider nicht sicher.
    Ein selektiver Haupt-FI löst halt etwas "langsamer" aus und gibt so dem "kleineren" 0,03A FI die sichere Möglichkeit zuerst nur den betreffenden Stromkreis abzuschalten.

    Lösung:

    In den meisten Baustromverteilern gibt es 32A-Anschlüsse, die nicht über den dort eingebauten 0,3A FI gehen (sind extra beschriftet). Diese verwenden und mit einer eigenen Unterverteilung mit Haupt-FI arbeiten.

    Gruss

    Detlef

  • Anonymous
    Gast
    • 14. Juni 2002 um 16:21
    • #6

    das heißt ja, das ein ganzer 32a-kreis überhaupt nicht durch einen FI gesichert ist??? ist dise dose denn frei zugänglich oder irgendwie gegen fehlbenutzung gesichert??
    wenn also der gastromom seine schukoUnterverteilung -natürlich ohne automaten- an diesen kreis hängt, grilt er sich mit seiner friteuse selbst, oda was? (wenn noch ein 2ter Defekt einftritt)???
    Ist das wirklich wahr?

    Wie gut, das ich nur ein kleiner stagehand bin und mit starkstrom nix am hut habe
    Gruß Daniel

  • phil
    Beiträge
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    • 14. Juni 2002 um 16:33
    • #7
    Zitat


    wenn also der gastromom seine schukoUnterverteilung -natürlich ohne automaten- an diesen kreis hängt,


    ... handelt er sowieso schonmal vorschriftswiedrig...
    weil er 16er Schukos ohne Sicherungen eh nicht an nen CEE 32 hängen darf (sonst könnte er ja 32A dauerlast aus ner schukodose ziehen...

    und warum diese dosen nicht extra gegen unbefugtes benutzen gesichert sind?!
    IMHO ist jeder für die Geräte verantwortlich, die er in eine Steckdose steckt. somit wird ja wohl niemand eine FI-lose UV an so einen FI-losen Abgang anschließen. laut BGV und auch VDE sind FIs ja schließlich Vorschrift.

    phil

  • Christian Engel
    Moderator
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    4
    • 14. Juni 2002 um 18:53
    • #8

    aber einfache 16A stark auf lichstrom-verteilungen sind doch auch ohne fi erlaubt, oder? (die gibts ja zu hauf im baumarkt)

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • Farad
    Beiträge
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    • 14. Juni 2002 um 19:12
    • #9

    Die 16 Ampère sind ja direkt im Sicherungskasten durch Automaten abgesichert. Wenn du aber aus 32 zweimal 16 machst, muss ja irgenwie sichergesatellt sein, dass du nicht aus EINER Dose über 16 ziehst. Da muss also noch n Automat dazwischen.

    Sind aber FIs wirklich Vorschrift?! Seit wann denn das? Bei uns hat das ganze Haus keinen...

    Mfg,farad

  • DJ Detto
    Profi
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    • 14. Juni 2002 um 22:14
    • #10
    Zitat


    Anonymous schrieb am 2002-06-14 15:23 :
    mhm, hab ich da einen denkfehler gemacht? mal überlegen:

    in einem standard-baustromverteiler gibts doch nur einen FI, oder? ich habs leider gerade nicht vor augen, aber bei caleidoscope sind die "stromstationen" immer nur einfach bestückt. wenns bei den gastro-leuten jetzt ein problem gibt, und der FI fliegt, gehen überall die lichter aus, auch wenn Ton, licht und gastro an verschiedenen (32A-)Kreisen hängen.

    wenn ich jetzt je einen 0,03A-FI vor die 3 Kreise setze, müßten doch erst die "kleinen" FIs ansprechen und nicht der 0,3A-FI im Baustromverteiler, oder??

    Moin

    also das mit dem FI ist nicht so einfach wie man denkt. Logisch deutscher Bürokratismus. Habe gerade ein Seminar über mich ergehen lassen müssen.

    Also es ist abhängig vom Auslöseverhalten (Zeitverhalten) des FI´s und es fließt in einem Fehlerfall ja idR immer mehr als 30 mA bzw 300 mA!!!! Weil Wenn Fehler dann richtig. Also nutzen 2 in "Reihe" geschaltete FI´s nicht wirklich!!

    CU
    DJ Detto

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

  • phil
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    912
    • 15. Juni 2002 um 12:11
    • #11
    Zitat


    Sind aber FIs wirklich Vorschrift?!


    JOA! FI's sind Vorschrift! Steht u.a. in der BGV C1

    Zitat


    § 27
    Elektrische Betriebsmittel
    (1) Ortsveränderliche elektrische Musikanlagen, Requisiten und
    Leuchten sowie deren Komponenten, die zur Handhabung durch Darsteller
    vorgesehen sind, dürfen nur unter Anwendung besonderer
    Schutzmaßnahmen gegen zu hohe Berührungsspannung betrieben werden.

    (2) Bei Außenproduktionen ist vor dem Herstellen des Stromanschlusses
    dessen Fehlerfreiheit auf der Einspeiseseite festzustellen.

    ...


    DA zu § 27 Abs. 1:
    Besondere Schutzmaßnahmen sind
    – Schutzkleinspannung,
    – Schutztrennung,
    – Fehlerstromschutzeinrichtungen mit einem Nennfehlerstrom
    < = 30 mA
    oder
    – Schutzisolierung bei trockener Umgebung.

    Siehe hierzu z.B. DIN VDE 0100-410 „Bestimmungen für das Errichten
    von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1000 V
    ...

    Alles anzeigen

    Phil

  • Farad
    Beiträge
    1.071
    • 15. Juni 2002 um 12:57
    • #12

    was heisst:

    " – Fehlerstromschutzeinrichtungen mit einem Nennfehlerstrom < = 30 mA

    o d e r

    – Schutzisolierung bei trockener Umgebung."


    Was soll ne Schutzisolierung bei trockener Umgebung sein? trockene Umgebung, aber ne S c h u t z i s o l i e r u n g ?

    MfG, farad

  • phil
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    • 15. Juni 2002 um 13:54
    • #13

    Fehlerstromschutzeinrichtung = FI

    Bin heute mal faul.....

    Zitat


    Schutzisolierung



    Die elektrisch leitenden Teile des schutzisolierten Verbrauchers sind durch eine Basisisolierung (Isolierung der Leitungen) und eine zweite zusätzliche Schutzisolierung (z.B. Kunststoffgehäuse) gegen Berührung geschützt.

    Der Mensch kann mit spannungführenden Teilen nicht in Berührung kommen.

    Fast alle Handwerkszeuge wie Bohrmaschine, Winkelschleifer, usw. werden in dieser Schutzart verkauft. Sie sind auf dem Typenschild mit einem doppelten Quadrat gekennzeichnet.


    Der Stecker an schutzisolierten Geräten ist entweder ein zweipoliger Flachstecker oder ein Stecker ohne seitliche Metallstreifen.



    © Peter Hüll 12.1.2000

    Alles anzeigen

    CEE ya

    Phil

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: phil am 2002-06-15 14:43 ]</font>

  • Detlef
    Profi
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    • 16. Juni 2002 um 00:40
    • #14

    Leider gibt es aber fast keine elektrischen Betriebsmittel in der Veranstaltungstechnik die schutzisoliert sind. Daher bleibt grundsätzlich nur der FI.
    Ein eigener in der mobilen Unterverteilung ist unbedingt empfehlenswert, da FI in der Installation unserer Veranstaltungsstätten nach meiner Erfahrung noch immer eine grosse Seltenheit sind.

    Gruss

    Detlef

  • Tobias
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    • 16. Juni 2002 um 12:29
    • #15

    mhm, läßt sich der ganze kram irgendwie sinnvoll zusamenfassen?
    Strom ist ja mein Lieblingsthema... :grin:

    a)32A Anschlüsse sind "von Haus aus" erstmal ohne FI. eine Verteilung von 1x 32A auf 2x 16A braucht also 6 Automaten 16A und 1 - 6 FIs. Oder sind es minimal 2 FIs?
    kann man das so stehen lassen?

    b) Verteiler von 16A auf 3x Schuko sind in der Regel ungesichert (siehe Baumarkt)

    Wenn also anonymus (1. posting) mehrere FIs für seine PA benutzen will, ist diese Investition nur sinnvoll, wenn er sich an den 32A-Kreis hängt, sonst kommt im Fehlerfall an den Schuko- und 16A CEE-Kreisen gleichzeitig auch der Haus-FI (der ja dasein muß!)

    Ist das so richtig? Sonst verbessert ich bitte

    Die Wahrscheinlichkeit des Geschehens steht im umgekehrten Verhältnis zum Wunsch. (Murphy)

  • phil
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    • 16. Juni 2002 um 12:45
    • #16
    Zitat


    Ist das so richtig? Sonst verbessert mich bitte

    CEE32 sind nicht von Haus aus ohne FI.... In der Hamburg Messe bekommst du nichtmal ne Schukodose ohne FI... beim CEE32 garnicht denkbar...

    Da es sich um Drehstrom handelt, benötigst du max 2 FI's und 2x 3Stück 16A Automaten, die über einen hebel gekoppelt sind. Denn laut VDE müßen im Fehlerfall alle phasen abgeschaltet werden. In anderen Ländern muß sogar der Nulleiter mit abgeschaltet werden...

    Phil

  • ADMIN
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    • 16. Juni 2002 um 16:15
    • #17

    In manchen Veranstaltungsstätten stellt sich einfach die Frage: Woher bekomme ich Strom, der nicht schon durch einen FI gesichert ist. Manchmal hilft da tatsächlich nur, sich direkt auf den Verteiler zu klemmen (was natürlich nur die tun sollen, die auch genau wissen, was sie tun ...)

    Ansonsten kann es auch helfen, Strom aus verschiedenen Teilen des Gebäudes zu holen, wenn das veschiedene Verteiler sind, sind es auch meist verschiedene FIs.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

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