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Digitalamps - vertrauenswürdig?

  • Hinzi
  • 19. Juni 2007 um 17:22
  • Hinzi
    Beiträge
    65
    • 19. Juni 2007 um 17:22
    • #1

    Hi Leute,

    vielleicht gab es schonmal so ein Thema, hab es dann wohl übersehen.
    Mich würde mal ganz allgemein interessieren wie Digitalendstufen im Vergleich zu Transistorendstufen so abschneiden? Ich weiß das die ersten Generationen nicht sehr zufriedenstellend waren, aber wie siehts denn inzwischen aus? Erzählt mal ein bisschen ;)

    gruß, Hinzi

  • kiki
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    Beiträge
    670
    • 19. Juni 2007 um 17:29
    • #2

    "Die Suche hat 16 Ergebnisse ergeben."

    digitalamps sind im allgemeinen ausgereift, selbst von hoolyschrott gibts mitlerweile brauchbar "einsteigeramps".

    generell kann man sagen, mögen geringe ls-impetanzen, meist hochbelastbar bis ans rail, allerdings keinerlei headroom darüber.
    leicht mit viel power, geben allerdings teilweiße schlimme dinge ans netz zurück (wichtig bei generatorbetrieb)

  • yamaha4711
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    3.664
    • 19. Juni 2007 um 17:57
    • #3

    Hmm... laufen Digitalstufen denn ohne Transistoren bei dir?!

    Anyway - da wäre doch zunächst einmal zu klären was man unter "digital" versteht. Manche Marketingstrategen verstehen alles mögliche darunter.

    Man sollte sehr scharf zwischen echtem Digitalamp, wie z.B. die DIGCAM's von Powersoft und AMP's mit Schaltnetzteil aber herkömmlicher Endstufenschaltung unterscheiden.
    Wenn ein AMP lediglich ein Schaltnetzteil hat, heißt das noch lange nicht, daß er digital verstärkt. Dazu muß man dann schon die Angaben heranziehen, nach welcher Schaltungskategorie das Teil aufgebaut ist, also Class A,B,D,H usw. Class D und Class H sind echte Digitalverstärker mit einem Wirkungsgrad in der Regel besser 90%.
    Man möge sich über die Schaltungsbesonderheiten selbstständig im Netz erkundigen.

    Das Problem, das du wohl meinst und ansprichst sind die zum Teil kümmerlichen Schaltnetzteile zu Anfang und das Verlangen Gewicht und Platz zu sparen, auf Kosten eines vernüftigen Netzteiles.
    Das Hauptproblem einer jeden Endstufe ist, daß keine kontinuierliche Leistung zur Verfügung gestellt werden muß, sondern enorme Impulsspitzen und dadurch kurzfristig eine sehr hohe Leistung zur Verfügung stehen muß, damit das Ding satt klingt; vor allem im Baß. Das war Anfangs ein sehr großes Problem für die "digitalen" Schaltnetzteilstufen. Ich trau den Dingern heute noch nicht so ganz, außer wenn auch wirklich ein Class D oder Class H dahintersitzt.
    Bei den Schaltnetzteilen wird häufig auf die fast wortwörtlich zu nehmende Batterie an Elkos verzichtet, die genau diese Leistung kurzfristig liefern können. Ebenso - trotz der hohen Taktung - kann es sein, daß der Trafo - weil auch zu klein dimensioniert - in die magnetische Sättigung saust und erst mal eine Verschnauffpause braucht.

    Bei Markenendstufen die ab 1200€ käuflich zu erstehen sind, sollte das aber nicht mehr der Fall sein. Ansonsten würde ich dir eine konventionelle Stufe empfehlen. Lieber schlepp ich 34kg als 4kg und bin auf der sicheren Seite, denn das AMP-Rack hat Rollen und der LKW ne Ladeboardwand.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • derautor
    Profi
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    18
    Beiträge
    1.089
    • 19. Juni 2007 um 18:35
    • #4
    Zitat

    Class H sind echte Digitalverstärker

    Nicht ganz! Class H-Endstufen besitzen lediglich umschaltbare Railspannungen, die für die Dauer hoher Aussteuerung hochgefahren werden, sonst aber eher niedrig sind. Dies reduziert die Verlustleistungen, weil auch die Ruheströme (=Verlustwärme) entsprechend rauf- und wieder zurückgefahren werden. So benötigt die Class H-Endstufe gegenüber ihrem A/B-Pendant weniger Kühlkapazität. Dies wiederum führt zu kleineren Abmessungen und weniger Gewicht.


    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • klickverbot
    Beiträge
    49
    • 19. Juni 2007 um 19:33
    • #5

    Wenn wir gerade bei dem Thema sind:
    Die von Lab.Gruppen als "Class TD" bezeichnete Technologie entspricht Class H, oder?

  • yamaha4711
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    Beiträge
    3.664
    • 19. Juni 2007 um 20:12
    • #6

    UPS!!!! Ist natürlich vollkommen richtig mit Class H.

    Class H nix digital! Hab da was verbuchselt.

    Zitat


    Die von Lab.Gruppen als "Class TD" bezeichnete Technologie entspricht Class H, oder?


    Genau aus dem Grund bin ich auch auf's Glatteis mit Class H gekommen, da ich im Hinterkopf noch eine seltsame Kombination von Class D mit Analogtechnologie hatte. Eben diese Class TD. Dabei handelt es sich laut LAB um eine Kombination aus Class D mit Class AB. Entspricht also nicht Class H, weil Class H analog.

    Es gibt noch eine Kombi: Class E - die Vereinigung von Class D mit Class C.

    Grüßle,
    michael[/quote]

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 19. Juni 2007 um 20:41
    • #7

    habt ihr hier ein par Wegstaben verbuchelt ?

    bei Class D gibts nichts mit C zu kombinieren weil C = Zerrbetrieb, da ohne Ruhestrom. Kommt ausschließlich vor in reinen FM-Endstufen der Hochfrequenztechnik. Class C ist Transistor ohne Basisvorstrom.
    Bei reiner FM ist die Verzerrung unerheblich für die Funktion, daher nimmt man es gern so. Arbeitet kühler und kräftiger als B.
    Eine Relaisendstufe darf man auch so bezeichnen...

    Eine D ist eine PWM, im folgenden genannt D, mit festen Rails. (SNT oder Ringkern)
    Und eine TD ist eine D mit veränderlichen Rails. (SNT)
    eine H ist eine AB mit veränderlichen Rails ( SNT oder Ringkern)
    Eine E ist eine Werbeente mit extra Weißmacher.

    lG Manuela

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • yamaha4711
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    Beiträge
    3.664
    • 19. Juni 2007 um 21:55
    • #8

    Na mal herzlichen Dank an Manu. Könntest du dann bitte auch gleich die Beschreibung von LAB und vor allem das geschreibsel in Wikipedia berichtigen?!

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • glatti
    Verifiziert
    Beiträge
    40
    • 20. Juni 2007 um 14:28
    • #9

    Wir haben seit Dezember 2006 drei Hoellstern ASID Delta 12.DSP Amps im Einsatz und sind in jeder Hinsicht sehr zufrieden und koennen diese empfehlen.
    Sind allerdings kein Schnaeppchen...
    Totzdem haben wir kuerzlich eine vierte bestellt.

    Wir hatten auch schon eine Powersoft Digam Q3204, die haben wir mittlerweile wieder verkauft... Aber das Ding kostet ja auch deutlich weniger und ist schon etwas aelter.

    gruss,
    stephan

  • klickverbot
    Beiträge
    49
    • 21. Juni 2007 um 16:26
    • #10

    Eigentlich hasse ich es, so offtopic zu schreiben, aber einen neuen Thread dafür aufzumachen wäre auch nicht besser.

    Manuela, bist du dir sicher? LAB schreiben nämlich extra auf ihrer Website:

    Zitat

    The power supply rails precisely track the audio signal at all times, providing the required voltage plus additional headroom. [...] The audio path itself remains entirely in the analog domain. It never enters the switching portion of the circuit, and is therefore not subject to the ripple effects of the extreme filtering required by the PWM Class D approach.

    Das ist zwar sicherlich Marketing-Gesülze, aber wenn die das so offensichtlich schreiben, wird es doch nicht grundfalsch sein?!

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