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400 V Schaden an Endstufe, siehe "Bilder Innenleben ASI

  • gogu
  • 24. Juli 2007 um 12:16
  • gogu
    Beiträge
    111
    • 24. Juli 2007 um 12:16
    • #1

    Hallo zusammen,

    in dem Thread "Bilder Innenleben ASID Delta" beschreibt AndyS einen 400V Schaden an einer Endstufe durch einen fehlerhaft angeschlossen Starkstrom.

    Ich glaube wir hatten am WE genau diese Situation. Der Veranstalter hat extra für uns noch einen Starkstromverteiler installieren lassen. Als wir dann unser Rack eingeschaltet haben, sind nahezu alle Geräte darin abgeraucht. Crest pro 9200, Shure PSM 600 und Fischer Amps ALC 89 Akkudlader. Eklige Geruchsentwicklung.

    Ich könnte mir vorstellen, daß der Elektriker Mist gebaut hat, vor allem weil bei AndyS das Thema Kreissäge und Anschlußpraxis fiel. Der Verteileradapter auf 220V war nämlich speziell für den Einsatz an Kreissägen gedacht.

    Wenn ich das richtig sehe haben die Außenleiter (L1-L3) zum Nullleiter immer einer Potentialdifferenz von 230V. Einzelne Leiter zueinenander aber eine Potentialdifferenz von 400V. Ist das so richtig?

    Wie testet Ihr vorher, ob so eine Problematik vorliegt? Stichwort war Duspol, was ist das?

    Wer bezahlt den Schaden in so einem Fall, geht das über die Versicherung?

    Mit besten Grüßen
    gogu

  • Kracky
    Profi
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    12.055
    • 24. Juli 2007 um 12:54
    • #2

    In deinem ganz speziellen Fall ist die Haftpflichtversicherung des installierenden Elektrikers bzw. der Veranstalter der dieses hat installieren lassen der Ansprechpartner wenn du diesem das Nachweisen kannst. Wir hatten auch schon diesen Fall. Am Aufbautag Verstromung gemessen mit Duspol und Multimerter, alles sehr komisch, schwankende Werte, keine Anzeige am Duspol. Also weg mit dem Müll und eigene Leitungen gezogen und schon war alles gut. Leider jedoch wollte uns der VA am nächsten Tag etwas gutes tun und hat ein zweites, größeres Aggregat besorgt. Um uns auf dieses an zu stecken war ein Adapter notwendigt und genau in diesem Adapter, der auch schon am Vortag wohl das Problem war, gab es keinen Nullleiter. Folge, beim Anschalten am zweiten Tag ging so einiges in Rauch auf. Die VA begann eine Stund später bis zum einen der Grund analysiert und einkassiert war und zum anderen die defekten Geräte getauscht waren.

    Messvorgehen für Bauernstrom ist folgendes:

    L1 gegen N = 230V
    L2 gegen N = 230V
    L3 gegen N = 230V

    L1 gegen G = 230V
    L2 gegen G = 230V
    L3 gegen G = 230V

    L1 gegen L2 = 400V
    L2 gegen L3 = 400V
    L3 gegen L1 = 400V

    N gegen G = 0V

    Ein Duspol ist ein meißt analoger Spannungsprüfer, der im Gegensatz zum Multimeter bei eine Nichtbelegung des Nullleiters auch wirklich nichts anzeigt, ein Multimeter dagegen kann sehrwohl eine Anzeige bringen was dann verwirrend bzw. irreführend ist.

    Aber, ansonsten sein noch gesagt, VORSICHT beim Messen! Das ist keine Spielerei und kann ins Auge gehen!!!

    Übrigens wohl ehr ein Thema für Strom wo dieses glaube ich schon mehrfach behandelt wurde.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • tufkacaho
    Beiträge
    418
    • 24. Juli 2007 um 12:57
    • #3

    das ist ein duspol. mit diesem kann man an stromkreisen spannung, strom, widerstand usw. messen. sollte zur standardausstattung eines jeden werkzeugkasten gehören. bevor du allerdings selbst anfängst, an starkstrom zu basteln, überlass das leuten die das erstens dürfen und zweitens deshalb meistens auch können, sprich elektriker und solches volk.

    mfg

  • hwb
    Beiträge
    252
    • 24. Juli 2007 um 17:58
    • #4
    Zitat von "Carlo Hohmann"

    das ist ein duspol. mit diesem kann man an stromkreisen spannung, strom, widerstand usw. messen.


    Spannung ja, Strom nein, Widerstand auch nicht wirklich (die neuen können immerhin Durchgangsprüfung). Aber mehr braucht's für diese Anwendung sowieso nicht.

  • gogu
    Beiträge
    111
    • 24. Juli 2007 um 23:47
    • #5

    Hallo Leute,

    vielen Dank für die Antworten !

    Zitat von "Kracky"


    Aber, ansonsten sein noch gesagt, VORSICHT beim Messen! Das ist keine Spielerei und kann ins Auge gehen!!!

    Auf was muß ich beim Messen achten und welchen Duspol soll ich kaufen?

    Siehe auch Topic Strom:

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?p=522117#522117

    Gruß
    gogu

  • Kracky
    Profi
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    12.055
    • 25. Juli 2007 um 00:06
    • #6

    Auf was du achten mußt ist einfach, nirgends anfassen wo auch nur annähernd Strom geführt wird und sich der Gefahr bewußt sein das bei 400V das Licht meißt nur kurz an und dann für immer aus geht! Also immer schön hell wach beim Messen!

    Und zum Gerät würde ich mal den Duspol analog oder compact von Benning anschauen. Die Liegen so um 40 Euro und sollten für diese Messungen ausreichen.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • bemi
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    1.755
    • 25. Juli 2007 um 07:56
    • #7

    Hi,


    hab grad die Duspol-Palette nicht mehr im Kopf. Wichtig ist, dass der Duspol einigermassen Strom zieht (was ja sonst bei Spannungsmessung eher ungewollt ist), d.h. ueber eine (evtl. zuschaltbare) Spule verfuegt. Die 40EUR Original-Duspols haben das, Nachbauten oft nicht. Sinn ist, dass sich z.B. abgerissene Nullleiter so leichter auffinden lassen. Bei (extrem hochohmigen) Multimetern schauts sonst oft gut aus, obwohl der Anschluss fuer 230V-Geraete mit hoher Sicherheit "toedlich" ist.

    Ist kein Duspol zur Hand, "messe" ich deshalb nicht mit Multimeter sondern mit einfacher Prueflampe, z.B. einzelnem Floor, den ich auf allen 3 Phasen mal anstecke. Lampe brennt bei allen 3 Phasen -> gut. Im schlechtesten Fall verliert man ein Leuchtmittel, hat aber ansonsten ziemlich niederohmig "gemessen" ;)


    ciao
    bemi

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • Wolfgang
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    • 25. Juli 2007 um 18:06
    • #8

    das richtige vorgehen zur feststellung des fehlenden MP/nulleiters wäre wie folgt:

    zwischen R und MP eine leistungsstarke lampe klemmen (einige hundert watt). leuchtet die nicht, :!::!::!:

    zwischen eine der anderen phasen und MP zusätzlich eine kleine lampe, z.B. 40W oder so klemmen. bei aushauchen der lebensgeister derselben hat man den nulleiterfehler zweifelsfrei nachgewiesen, während die andere, starke last dunkel bleibt --> spannungsteiler, bei dem die hochohmige last, also die schwache lampe, den löwenanteil der spannung abbekommt...genau die reproduktion des ungewollten malheurs sozusagen.

    gruss wolfgang

    Gruss
    Wolfgang

  • tufkaklto
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    • 25. Juli 2007 um 18:49
    • #9

    Ich sags immer wieder:
    Erst Spannung sicherstellen VOR dem Einschalten.

    Super sind dazu eigene Verteiler MIT Spannungsanzeiger.
    Oder ein einfaches Voltmeter ( Muß ja nicht gleich einen Duspol auffahren.
    Oder wenn nix anderes zur Hand:
    Einen PAR oder sonstwas Lichtiges.

    Im schlimmsten Fall ist ein Brenner zu verschmerzen.
    Und alle 3 Kreise messen (!!)
    Mißt man nur einen, dann hat man immer noch die Chance, einen der 3 Möglichkeiten zu messen, der 240 führt. Und die anderen beiden überaschen dann mit 400.

    Wenn wo Strom extra hingezogen bzw neu gelegt wurde: Hohe Wahrscheinlichkeit auf Fehler.
    In Locations, wo Strom schon ewig liegt:
    Eher unwahrscheinlich.
    Aber trotzdem: Messen, man kann ja auch selber ein fehleerhafte kabel mithaben.

    Manchmal lernt man erst auf die Harte ( auch ich vor jahren :D )

    greez

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • gogu
    Beiträge
    111
    • 26. Juli 2007 um 16:26
    • #10

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Antworten

    Zitat von "Kracky"

    Und zum Gerät würde ich mal den Duspol analog oder compact von Benning anschauen. Die Liegen so um 40 Euro und sollten für diese Messungen ausreichen.

    Hallo Kracky, ist es also egal, welchen ich von den beiden nehme?

    Zitat von "bemi"

    hab grad die Duspol-Palette nicht mehr im Kopf. Wichtig ist, dass der Duspol einigermassen Strom zieht (was ja sonst bei Spannungsmessung eher ungewollt ist), d.h. ueber eine (evtl. zuschaltbare) Spule verfuegt.

    Hi Bemi, warum ist das so?

    Zitat von "klauston"

    Super sind dazu eigene Verteiler MIT Spannungsanzeiger.

    Das hört sich gut. Wo gibt es sowas. Am besten ein Verteiler von 16A dreiphasig auf 2 Schukodosen mit Spannungsanzeige.

    Die Varianten mit dem Anklemmen von Lampen sind mir nicht ganz geheuer. Gibt es keinen Stecker den man einfach aufsetzt und wo durch LED's so etwas simuliert wird, bzw. der feststellt ob der Starkstrom 5 polig und spannungsseitig korrekt angeschlossen ist?

    Mit besten Grüßen
    gogu

  • bastler
    Beiträge
    1.074
    Marktplatz Einträge
    1
    • 26. Juli 2007 um 17:17
    • #11

    Eine nicht ganz billige Lösung wäre zum Beispiel auch der V-Con Verteiler den Amptec anbietet http://www.amptec.de/test/Alle%20Se…0frame%20D.html
    Der schützt vor Nulleiterabriss oder vertauschtem L und N, ist allerdings wie gesagt nicht ganz billig.

    Zum "Warum Duspol und kein Multimeter": Das hochohmige Multimeter zeigt unter Umständen falsche Werte an, sprich ohne Last wird eine andere Spannung angezeigt als wirklich vorhanden. Unter Last kann sich diese dann ändern, deshalb Duspol mit Lastzuschaltung oder direkt mit Tauchspulinstrument ( z.B. Duspol analog)
    Außerdem ist beim Duspol auch die Berührsicherheit gegeben was beim Multimeter je nach Messleitung nicht gewährleistet sein kann.

    Gruß
    Michael

  • Wolfgang
    Beiträge
    1.377
    • 26. Juli 2007 um 20:33
    • #12

    warum nicht ohne last messen?

    wenn der leerlaufende, da nicht angeschlossene, nulleiter mit einer last gegen eine phase beaufschlagt wird, wird kein stromfluss durch die last zustandekommen. dafür verschiebt sich das potential dieses pseudonulleiters nun auf das der phase, sprich, das hohe pot wird sozusagen an den MP durchgereicht. die schwache lampe liegt nun quasi zwischen dem potential der besagten phase und der anderen phase, an die die schwache lampe geklemmt wird. das sind dann so um die 400v, und wir haben den fehlerfall vorliegen.

    bei angeklemmtem nulleiter passiert diese potentialverschiebung nicht oder je nach starrheit des netzes nur minimal, da er ja von der versorgung aus ein definiertes potential zugewiesen bekommen hat.

    das einfachste und günstigste wird dein, einen dicken par-spot mit einigen hundert w oder einen halogenfluter mit netzstecker und eine schreibtischlampe oder klemmspot mit 25w-glühbirne zu nehmen.
    die steckt man einfach an zwei schuko-ausgänge des verteilers an, die an unterschiedliche phasen geklemmt sind ( die belegung kann man ja spannungsfrei mittels multimeter herausfinden). bleibt alles friedlich und beide lampen versehen ihren dienst, ist alles gut mit dem nulleiter.

    hochohmig messen sagt wenig über das tatsächliche nulleiterpotential unter last aus, da im kabel auf den nulleiter die spannungsvektorsumme der drei phasen kapazitiv eingekoppelt wird, und die ist ja - je nach kabelsymmetrie- null. unter last ist es anders, da dann die koppelkapazitäten klein sind gegenüber dem laststrom...

    ich gehe immer so vor und stecke eine lampe an den verteiler an einen beliebigen schukoausgang, dann kann man mittels multimeter die spannung an den verbleibenden schukos hochohmig messen und bekommt eine todsichere messung.

    gr/w

    Gruss
    Wolfgang

  • DJheini 15. Februar 2021 um 10:01

    Hat das Thema aus dem Forum Boxen und Amps nach Selbstbau und Reparatur Technik verschoben.

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