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Informationen zur Endstufe Qha LX-2950

  • Michael Scheller
  • 10. Oktober 2009 um 01:12
  • Michael Scheller
    Beiträge
    77
    • 21. Oktober 2009 um 21:56
    • #21

    rockline: Der ist natürlich sehr komfortabel. Mit einer so hohen Dauerbelastbarkeit lassen sich natürlich noch aussagekräftigere Messungen machen. Warscheinlich aber eher im Winter. :wink:

    Wie führt ihr eigentlich die Messungen am Lastwiderstand durch? Ich hab bis jetzt immer ein Sinussignal mit dem Funktionsgenerator eingespeist, und dann mit dem Oszi parallel zur Last beobachtet wann das Signal anfängt zu verzerren. Aus der Spannung bei der noch keine Verzerrung auftrat hab ich dann halt die maximale Ausgangsleistung errechnet.
    Da das sich aber ja nur eine ohmsche Last handelt, ist das Ergebnis für sich ja noch nicht so aussagekräftig. Vom Impulsverhalten oder der Fähigkeit mit Rückströmen durch den induktiven Anteil umzugehen weis man auf diese Weise ja noch nichts.

    Ich habe die Endstufe momentan für nen 15LW1401 im Achenbach Gehäuse (Sind in der Selbstbaugalerie zu sehen), habe aber momentan leider keine andere Endstufe zum Vergleichen. Da ich aber zufrieden mit dem bin was rauskommt werd ich sie mal beim nächsten größeren Einsatz werkeln lassen.
    Ist schon irgendwie komisch dass bis jetzt keiner so eine gesehen hat, nichtmal unter nem anderen Label :?: Der Hersteller schweigt sich auf seiner Seite ja auch über dieses Modell aus, nur die kleineren Geschwister sind verewigt.

    Michael

    http://www.flickr.com/photos/michl87/

  • rockline
    Profi
    Reaktionen
    198
    Beiträge
    4.440
    • 21. Oktober 2009 um 23:08
    • #22

    Grundsätzlich ist deine Methode mit dem Generator und Oszi schon ganz übersichtlich.
    Der Anteil an induktiver Komponente bei Belastungstests ist nicht so hoch wie allgemein angenommen. Ich habe hier auch noch Dummys stehen, die bestehen aus passiven Weichen mit angeschlossenen Lastwiderständen. Das soll dann kapazitiv/Induktive Probleme darstellen und die Endstufen "ärgern". Man erkennt manchmal geringe Veränderungen im Klirrverhalten, aber keinerlei nennenswerte Veränderungen der Ausgangsspannung.
    Experimente mit GegenEMK habe ich vor einiger Zeit gemacht, da bediente ich mich einer abenteuerlichen Konstruktion aus AC-Motor, Schwungrad und Bremse. Der Motor war aus einer CNC Fräse und wurde original aus einem Frequenzumrichter gespeist. Auch diese Experimente zeigten, dass es eigentlich ziemlich viel Zeitverschwendung war den Kram zusammenzubauen.
    Jetzt messe ich grundsätzlich mit dem 8 x 2500 Watt Brett.
    Wichtig ist die Auswertung der Ergebnisse. Reiner Sinus lässt die Endstufen schnell in die Begrenzung gehen - die Werte entsprechen dann allenfalls noch der alten DIN Norm aus den 60er Jahren. Heute wird mit Burst gemessen, und die Erfassung der Spitzen ist das Problem. Die Impulse liegen nur im Millisekundenbereich an, und normale Messausstattung ist zu langsam um die Peaks zu erfassen. Hier ist weitergehendes Messwerkzeug erforderlich. Auch verwende ich seit geraumer Zeit ein Scope mit hinterlegten Referenzwerten für die Leistungen an 2/4/8/16/32Ohm, dass einen direkten Readout bietet. Zur Zeit probiere ich mit dem Hameg Leistungsmessgerät HM8115-2 Endstufenleistungen zu erfassen. Den habe ich schon recht lange im Labor. Der kann bis 1000Hz direkt Spannung/Strom und Phasenwinkel messen und zeigt das Produkt in Watt, Var und VA an. Sogar Power Factor kann der messen. Kein billiges Teil, aber ich prüfe derzeit dennoch wie genau das funktioniert. Der 8115 ist eigentlich zur Messung der Leistungsaufnahme netzseitig gedacht, kann also bis 500V bei 8kW, und differenziert Blind, Schein und Wirkleistung. Die Leistungsmessung an Audioendstufen ist eigentlich nicht seine Aufgabe, aber wie gesagt - ich teste das zur Zeit. Ähnliche Versuche hatte ich mit Stromzangen gemacht, die gibt es auch bis zu mehreren tausend Herz. Da hatte ich Strom und Spannung als Istwert gemessen, und nicht nur den Strom aus der Spannung zum Widerstand abgeleitet. Exakte Kenntniss des wirklich genauen Messwiderstandswertes erspart das aber auch, und die bewährte Methode mit der Formel klappt problemlos.
    Bei allen Peakbewertungen ist der Klirr zu beachten - jedoch ist die Einschwingzeit der Klirranalyzer das nächste Problem bei Messungen mir Bursts. Alles in allem recht einfach - und dennoch komplex.
    Zur soliden Übersicht reicht aber die Spannung x Strom Berechnung unter Beachtung der Clipabflachung auf dem Oszi.

  • sabbelbacke
    Reaktionen
    11
    Beiträge
    5.171
    • 26. Oktober 2009 um 00:09
    • #23

    rockline
    Vielen Dank für den Lieferantenhinweis bez. der Lastwiderstände, ich werd mal nachfragen, was die Dinger dort kosten.

    hornresp

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