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Messmikrofon per Funk

  • Stephan Graeske
  • 4. September 2007 um 18:11
  • Stephan Graeske
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    • 4. September 2007 um 18:11
    • #1

    Guten Abend,

    mich interessiert ob mal jemand in einem Feldversuch herausgefunden hat, welchen Einfluß der Kompander in Funkstrecken (z.B. Sennheiser SKP500) auf das Messergebnis hat. Beim Time-Alignment sehe ich keine Nachteile, beim Frequenzgang dagegen schon eher. Ist der Fehler von der Signalstärke abhängig? ... braucht man evt. nur eine ausreichende Aussteuerung sicherzustellen?

    Hat jemand mal A - B zwischen Kabelmikro und DL-Mikro verglichen??

    Viele Grüße

    Stephan

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • g.sanner
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    • 6. September 2007 um 12:46
    • #2

    Hallo Stefan,

    Deine Beobachtung ist korrekt. Man kann Impulmessungen mit nem Handsender machen. FG allerdings geht nicht wirklich.

    Es gibt allerdings nen Sender der das kann

    http://www.lectrosonics.com/wireless/400/tm400.htm

    Das Ding wird einfach aufgesteckt und soll dann korrekt arbeiten. Selbst noch nicht probiert.

    Gruss

  • Stephan Graeske
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    1.217
    • 6. September 2007 um 12:50
    • #3

    Hi,

    danke für Deine Antwort.

    Zur Sicherheit möchte ich nochmal sagen, dass es mir nur um die Funkstrecke und nicht das Mikrofon geht. Wir haben von Sennheiser auch Aufstecksender (eben SKP500), der aufs Messmikrofon kommt.

    Die Frage ist halt nur, wie starkt und mit welchem Fehler sich der Kompander bemerkbar macht.

    Viele Grüße

    Stephan

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  • Volker Holtmeyer
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    • 6. September 2007 um 13:32
    • #4

    Beim IFB verwenden wir einen Sennheiser Evolution Taschensender. Die Auswirkungen des Kompanders sind für raumakustische Messungen und fürs Systemtuning absolut zu vernachlässigen.

    Einen Zeck Daisy Aufstecksender haben wir auch (in Verbindung mit einem AKG B18). In normalen Räumlichkeiten funktioniert das auch wunderbar. Selbst durch die komplette Kölnarena kommt man damit. Nur interessanterweise ist in Straßentunnels schon nach 10 - 15 m Schluß. Mit dem Evolution geht das dort bis zu einem halben Kilometer weit.

    AKG hat ja nach dem RoHS-bedingten "Aussetzer" wieder den SO40 Aufstecksender im Programm. Den werde ich bei nächster Gelegenheit testen.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

    Einmal editiert, zuletzt von Volker Holtmeyer (6. September 2007 um 13:37)

  • Stephan Graeske
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    • 6. September 2007 um 13:36
    • #5

    Hallo Volker,

    kommen bei Euch in der Praxis auch geringere Schallpegel vor? Etwa, wenn man während einer Sprach-Veranstaltung DC-FFT mitlaufen läßt (klar, dass die Koherenz da nicht die Beste ist)? Oder meßt Ihr eher mit hoher Aussteuerung?

    Vielen Dank schonmal für Deine Info.

    Viele Grüße

    Stephan

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  • Volker Holtmeyer
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    • 6. September 2007 um 13:42
    • #6

    Ne, raumakustische Messungen macht man natürlich schon unter Vollgas. Und zum PA-Einstellen fahre ich üblicherweise auch so um die 80 dB am Hörerort.

    Wenn ich während einer Veranstaltungen eine FFT mache, habe ich bislang immer fest verkabelt.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

    Einmal editiert, zuletzt von Volker Holtmeyer (6. September 2007 um 13:47)

  • Stephan Graeske
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    • 6. September 2007 um 13:46
    • #7

    Ah - o.k.

    Ich suche halte Erfahrungen, wenn eine Funkstrecke eben nicht voll ausgesteuert wird. Denn bei Vollgas arbeitet der Compander ja quasi kaum.

    Viele Grüße

    Stephan

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  • TomyN
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    • 6. September 2007 um 14:16
    • #8

    Hi,

    willst du mit wechselnder Aussteuerung messen (also sozusagen den Redner als Referenz) und dann Dual FFT oder einfach auf das Spektrum gucken?

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • Stephan Graeske
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    • 6. September 2007 um 15:10
    • #9

    Die Fall, dass die Aussteuerung nicht besonders hoch ist, wäre: Vergleich Ausgang Mischpult mit Messmikrofon während der Veranstaltung (Sprach).

    Beim Einmessen (vor der Veranstaltung) kann man ja Gas geben.

    Nur macht dies keinen Sinn, wenn während der VA durch den Compander "Effekte" auftreten, die vor der VW beim Einmessen mit hohem Pegel nicht da waren.

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  • TomyN
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    • 6. September 2007 um 15:17
    • #10

    Hi,

    der Compander sollte doch unterm Strich 'unsichtbar' sein. Ist er natürlich nicht zu 100%, aber ich denke für eine Überwachungsmessung reicht es. Wenn man noch den Amplitudenthreshold für die Referenz relativ hoch einstellt, dann wird ja die Übertragungsfunktion nur bei relativ lautem Pegel ermittelt.
    Bedenken hätte ich eher in Richtung Delayabgleich, da ja die Laufzeit für die Messung möglichst konstant sein sollte, was eigentlich ein Stativ bedingt.

    Tomy

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  • Stephan Graeske
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    • 6. September 2007 um 15:25
    • #11

    Das Messmikrofon ist auf einem Stativ.

    Der Vorteil des Funkaufstecksenders ist nur, dass man bei relative großen Flächen nicht Mikrofonkabel quer durch die Halle bzw. hoch auf Emporen ziehen muss wo andere Gewerke sich dran stören und schlicht mit Steiger drüberfahren. Und während der VA ist es auch schicker, nicht quer durch die Halle ein Kabel zur Abhörposition zu ziehen.

    Viele Grüße

    Stephan

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  • Stephan Graeske
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    • 11. September 2007 um 18:54
    • #12

    Guten Abend,

    ich habe mir heute mit einem Kollegen die Zeit genommen und die Funkstrecken (unter anderem) gemessen. Die Erkenntnisse gebe ich gerne zurück in die Runde:

    Wir haben den Frequenzgang der Funkstrecke (SKP500 G2 Aufstecksender) bei verschiedenen Aussteuerungspegeln gemessen. Dabei konnte kein signifikanter Einfluss des Kompanders auf den Frequenzgang festgestellt werden. Selbst bei -60 dB Mess-Signal (AF-Anzeige des Senders war nur erstes Segment) gab es keine nennenswerte Veränderung im Frequenzgang.

    Bei dieser Messung wurde jedoch leider deutlich, dass der SKP500 G2 einen deutlichen Abfall hin zu den tiefen Frequenzen hat. Sein Einsatz ist also bei Messungen im Bassbereich nicht möglich.

    Btw: Interessanterweise hat der Taschensender SK300 G2 einen wesentlich geringeren Abfall im tieffrequenten Bereich. Allerdings ist dieser auch nicht zu gebrauchen, da er keine +48V zur Verfügung stellen kann.

    Hier mal die Screenshots:

    Messstrecke ohne Funkstrecke (Eingang und Ausgang zusammengesteckt) um die Linearität der Strecke zu prüfen:

    Messstrecke mit Taschensender SK300 G2:

    Messstrecke mit Aufstecksender SKP500 G2:

    Messstrecke mit beiden Sendern im Vergleich (blau = Sk300 G2, cyan = SKP500 G2):

    Hat jemand den ältern Sennheiser SKP100 G1 auf Frequenzgang überprüft? Leider besitze ich davon kein Exemplar.

    Viele Grüße

    Stephan

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  • TomyN
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    • 11. September 2007 um 19:03
    • #13

    Hi,

    interessant finde ich vor allem die Korreleation (wenn das die rote Kurve oben ist), da scheint im Bassbereich irgendwas unlineares zu passieren.

    Tomy

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  • Stephan Graeske
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    • 11. September 2007 um 19:04
    • #14

    Ich habe mich auch dafür interessiert. Die schlechte Kohärenz liegt unter 40 Hz und Sennheiser gibt den Frequenzgang der Stecke 40Hz bis xy an. Daher war das für mich nicht verwunderlich.

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • TomyN
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    • 11. September 2007 um 19:06
    • #15

    Hast du evtl. auch nen Phasengang dazu?

    Tomy

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  • Stephan Graeske
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    • 11. September 2007 um 19:10
    • #16

    Leider nein. Habe nicht die Kurven gespeichert, sondern nur die Screenshots.

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  • Volker Holtmeyer
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    • 12. September 2007 um 15:59
    • #17

    Ich habe mal den Aufstecksender SO40 von AKG durchgemessen.


    Die Grenzfrequenz von 40 Hz wird recht gut eingehalten. Auffällig ist indes der leichte Anstig von etwa 1,8 dB im Hochtonbereich. Wenn die Messsoftware eine Mikrofonkorrektor unterstützt, lässt sich das aber problemlos ausgleichen.

    Bei nächster Gelegenheit werde ich den SO40 mal mit einem B 18 Speiseadapter einsetzen.

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  • TomyN
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    • 12. September 2007 um 16:08
    • #18

    Hi Volker,

    IR - Stability das hab ich ja noch nie gehört. Gibt's da irgendwelche Infos dazu? Easera?

    Tomy

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  • Volker Holtmeyer
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    • 12. September 2007 um 16:13
    • #19

    Muss zugeben, dass ich auch (noch) nicht genau weiß, was IR-Stability ist. :lol:

    Dein "Verdacht" ist zwar nicht ganz richtig, geht aber in die richtige Richtung. Vielleicht kommt ja von entsprechender Stelle hier eine Erklärung? :wink:

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