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Messen mit ARTA

  • joe7
  • 19. November 2009 um 08:22
  • joe7
    Beiträge
    1.056
    • 19. November 2009 um 08:22
    • #1

    Hallo!

    Was brauche ich alles, um mit ARTA eine halbwegs gute Frequenzgang-Messung hinzubekommen? Mit gehts weniger um die Lautstärke sondern rein ums Erkennen von Frequenzauslöschungen etc..

    Ich habe bereits:

    -ESI Audio U46SE Soundkarte
    -Superlux ECM999 Messmikro
    -ARTA als Shareware

    Nun habe ich mit der ARTA-Anleitung begonnen, habe dazu aber schon einige Fragen:

    1. Muss ich unbedingt einen Mic-Vorverstärker haben?
    2. Welches Voltmeter brauch ich für die Messung der Soundkarte bzw welches empfiehlt ihr (oder Standard-20€ Baumarkt Teil)?
    3. "To calibrate the microphone you must have a sound calibrator."? Jo, und woher bekomm ich den?
    4. Was ist sonst noch wichtig?

    Danke!

    Lg
    Joe

    Soundflash.cc - Mobile Disco & PA Verleih

  • fladdi-for-president
    Beiträge
    468
    • 22. November 2009 um 14:03
    • #2
    Zitat von "Soundflash"

    Nun habe ich mit der ARTA-Anleitung begonnen, habe dazu aber schon einige Fragen:

    1. Muss ich unbedingt einen Mic-Vorverstärker haben?

    das messmikrofon (in deinem fall das superlux mit vorpolarisierter elektretkapsel) braucht eine spannungsversorgung via phantomspeisung.
    die von dir genannte soundkarte gibts scheinbar nicht mehr. eine mit sehr ähnlichem namen:
    http://www.esi-audio.de/produkte/u46xl/
    ...hätte diese möglichkeit (man beachte "+48v").

    Zitat von "Soundflash"

    2. Welches Voltmeter brauch ich für die Messung der Soundkarte bzw welches empfiehlt ihr (oder Standard-20€ Baumarkt Teil)?


    es sollte ein true-rms-multimeter sein, welches auch bei höheren frequenzen noch gültige messungen abliefert. das ist bei 20€-teilen i.d.r. nicht der fall.

    Zitat von "Soundflash"

    3. "To calibrate the microphone you must have a sound calibrator."? Jo, und woher bekomm ich den?


    google ist dein freund. einfachere geräte gibts schon für unter 200€.
    aber ein hinweis: die kalibrierung auf absolute schalldruckpegel ist für den anfänger, der "nur mal gucken" will, nicht notwendig.

    Zitat von "Soundflash"

    4. Was ist sonst noch wichtig?


    grundlagenkenntnisse im bereich akustik und mathematik, die man sich idealerweise "on the fly" bei auftretenden problemen anliest.

    "Must be..."

  • joe7
    Beiträge
    1.056
    • 22. November 2009 um 15:14
    • #3

    Erstmal danke für deine Antworten, Fladdi!

    ad1) Meine U46SE hat +48V Phantomspeisung, dachte mir nur der externe Vorverstärker wäre aus anderen Gründen als der Spannungsversorgung notwendig!

    ad2) Alles klar, haben nur so ein 10€ Standard-Teil, werde ich mir wohl ein Vernünftiges ausborgen müssen!

    ad3) Gut, habe das mittlerweile durch das Deutsche ARTA-Kompendium auch herausgefunden, dass das kalibrierte Mikro nur für Absolut-Messungen notwendig ist und genau darum geht's mir nicht, will nur den Frequenzgang grob messen um besser mit EQ und Co arbeiten zu können...

    Soundflash.cc - Mobile Disco & PA Verleih

  • fladdi-for-president
    Beiträge
    468
    • 22. November 2009 um 15:36
    • #4
    Zitat von "Soundflash"

    ad1) Meine U46SE hat +48V Phantomspeisung, dachte mir nur der externe Vorverstärker wäre aus anderen Gründen als der Spannungsversorgung notwendig!


    bei internen spannungsversorgungen ist die konkrete vorverstärkungen nicht direkt messbar, was so gesehen ein nachteil bei der kalibrierung des systems auf absolute pegel ist.

    Zitat von "Soundflash"

    ad2) Alles klar, haben nur so ein 10€ Standard-Teil, werde ich mir wohl ein Vernünftiges ausborgen müssen!


    siehe oben - musst du auf absolute pegel kalibrieren?

    Zitat von "Soundflash"

    ad3) Gut, habe das mittlerweile durch das Deutsche ARTA-Kompendium auch herausgefunden, dass das kalibrierte Mikro nur für Absolut-Messungen notwendig ist und genau darum geht's mir nicht, will nur den Frequenzgang grob messen um besser mit EQ und Co arbeiten zu können...


    gut.

    "Must be..."

  • joe7
    Beiträge
    1.056
    • 22. November 2009 um 15:46
    • #5
    Zitat

    siehe oben - musst du auf absolute pegel kalibrieren?

    Hab das jetzt nicht ganz verstanden... Die Mic-Kalibrierung ist nur erforderlich, wenn man auf absolute Pegel messen will, ist mir einleuchtend! Aber warum ist das beim Voltmeter genauso? Sorry für die vielleicht blöde Frage...

    Soundflash.cc - Mobile Disco & PA Verleih

  • ometa
    Beiträge
    712
    • 22. November 2009 um 15:54
    • #6

    Du musst ARTA die (korrekte) Ausgangsspannung, welche am zu messenden Objekt anliegt, mitteilen, bzw. bei zB. 8 Ohm auf 2,83 Volt einpegeln. Wenn du dann das Mikro hinstellst, musst du - bzw. ARTA - dessen Empfindlichkeit wissen (dazu gibt es quasi die Kalibrierungsdatei). Wenn ARTA dann noch die genaue Entfernung zwischen Mikro und Chassis kennt, verrät es dir den absoluten Pegel (vereinfacht beschrieben).

    http://www.nachdenkseiten.de

  • joe7
    Beiträge
    1.056
    • 22. November 2009 um 16:00
    • #7

    Ah danke, is mir jetzt vom Prinzip her klar...

    Sehr gut dann kann ich mir das vorerst sparen! Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe muss ich daher für eine einfache Frequenzgang-Messung (eben ohne irgendwelche absolut-Pegel) weder genaue Werte für die Soundkarte noch fürs Mikro eingeben, das macht die Sache schon einfacher...

    Soundflash.cc - Mobile Disco & PA Verleih

  • ometa
    Beiträge
    712
    • 22. November 2009 um 19:17
    • #8

    Jein. Die Sensitivity deines Mikros wird nicht absolut linear sein. ZB. könnte diese im Hochtonbereich höher liegen, als im Tieftonbereich. Dann werden deine gemessenen Frequenzgänge alle etwas im HT überhöht aussehen.
    Eine einfache Methode, um das zu überprüfen, wäre den Messaufbau aus dem ARTA-Ringversuch (suche dazu im Visatonforum nach einer Dokumentation von "ente") nachzustellen. Wenn dein Frequenzgang ähnlich der dort gezeigten F-Gänge aussieht, bist du schon nahe dran.
    Ansonsten bliebe dir ein "Kalibrierdienst", wie ihn zB. Hifi-selbstbau anbietet (wenn du es ganz genau haben willst).

    http://www.nachdenkseiten.de

  • joe7
    Beiträge
    1.056
    • 22. November 2009 um 20:15
    • #9

    Danke ometa, jetzt hab ich's glaub ich... ;)

    Das Superlux wird nicht linear sein und deshalb stellt man ja eigentlich die Kalibrierdatei für ARTA her, damit das Programm sozusagen an den richtigen Stellen was "dazugibt" oder "wegnimmt", oder? Den Ringversuch werd ich mir mal durchsehen, danke!

    Soundflash.cc - Mobile Disco & PA Verleih

  • ometa
    Beiträge
    712
    • 22. November 2009 um 23:10
    • #10

    Richtig.
    Aber kümmere dich erstmal um den Rest der Kalibrierung. Dies ist eine Hürde, die beim Erstanwender oft Kopfzerbrechen bereitet. Beim Ermitteln der nötigen Parameter lernt man dann aber auch, wie ARTA funktioniert.
    Manche treiben es dabei ganz besonders dolle und fahren kalibrierte Voltmeter aus der Industrie-Liga auf und verzichten nicht auf digitale Mehrkanal-Oszilloskope, um die Phasenlage des Innenwiderstands des Messverstärkerausgangs zu ermitteln.
    Es kommt halt drauf an, wo man hin will. Um überhaupt mal mit ARTA zu spielen, ohne gleich die akustische Raumdiffusionstheorie aus dem Messschrieb herauszuinterpretieren zu können, reicht die erste Stelle hinter dem Komma und das Multimeter "aus dem Baumarkt".
    Bau erstmal eine solide Messkette auf, mit der du wiederholt misst und wobei du etwas Routine/Gelassenheit gewinnst. Wenn das steht, kannst du dich immer noch um das Feintuning kümmern.

    http://www.nachdenkseiten.de

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