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Schützt steckbarer FI-Schutzschalter auch bei Überspannung?

  • bumblebee
  • 16. September 2007 um 11:59
  • bumblebee
    Beiträge
    13
    • 16. September 2007 um 11:59
    • #1

    Hallo zusammen,

    unsere Band hat sich für Gigs mit "zweifelhafter" Stomversorgung, also alles was im Freien oder über Baustellenverteiler zugeführt ist, eine Steckdosenleiste mit FI-Schutzschalter zugelegt.

    Jetzt ist es ja so, daß sich die Leiste gar nicht einschalten läßt, wenn Phase, Null oder Schutzleiter fehlt.
    Aber wie sieht's denn aus, wenn durch einen Nullleiterbruch eine Sternpunktverschiebung stattfindet und auf einmal an die 400 V zw. Phase und Nullleiter liegen? Würde das Gerät auch darauf reagieren und abschalten?

    Gruß
    Bumble

  • djobi
    Verifiziert
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    Beiträge
    5.132
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    1
    • 16. September 2007 um 12:44
    • #2

    Willkommen im Forum!

    Was ist das denn genau für eine Leiste? Ohne das Ding zu kennen kann man nur Vermutungen anstellen was genau es macht.

    Prinzipiell ist jedoch ein RCD (oder auch: FI) nicht als Unter- oder Überspannungsschutz geeignet!

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
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  • sydon
    Beiträge
    309
    • 16. September 2007 um 21:21
    • #3

    sicher das der fi nicht einzuschalten geht, wenn der PE fehlt ?

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 17. September 2007 um 08:06
    • #4
    Zitat von "bumblebee"

    Aber wie sieht's denn aus, wenn durch einen Nullleiterbruch eine Sternpunktverschiebung stattfindet und auf einmal an die 400 V zw. Phase und Nullleiter liegen? Würde das Gerät auch darauf reagieren und abschalten?


    Sofern nicht etwas (wenigstens ~ 30 mA) Strom "anderweitig" (z.B. durch eine Person oder den PE) abgeleitet wird, dürfte beim Fehlerstromschutzschalter (d.h. -stecker) unmittelbar vor den Verbrauchern durch L und N der gleiche Strom fließen.
    Bleibt zu überlegen, ob ein Fehlerstromschutzschalter VOR einer Unterbrechungsstelle des N reagieren würde ... :wink:

  • Markus Verza
    Verifiziert
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    1
    Beiträge
    1.756
    • 17. September 2007 um 11:00
    • #5
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Bleibt zu überlegen, ob ein Fehlerstromschutzschalter VOR einer Unterbrechungsstelle des N reagieren würde ... :wink:


    Nein, es verschiebt sich der Sternpunkt aber die Summe aller Ströme auf den Aussenleitern bleibt 0.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 17. September 2007 um 14:12
    • #6
    Zitat von "Markus Verza"

    Nein, es verschiebt sich der Sternpunkt aber die Summe aller Ströme auf den Aussenleitern bleibt 0*.


    Was passiert bei stark reaktiven (z.B. induktiven) Lasten "kurz" nach dem Leiterbruch (und ungleichmässiger Belastung von L1, L2 und L3) ?

    * "Null" oder gleich (... stell dir vor, es wird z.B. nur ein L belastet ...) ? :wink:

  • bumblebee
    Beiträge
    13
    • 17. September 2007 um 23:06
    • #7

    Hallo,

    @ DJobi: Es handelt sich um eine Steckerleiste mit FI der Fa. Brennenstuhl

    sydon: Ich bin davon ausgegangen, aber sicher bin ich mir nicht. Das muß ich erst nachstellen

    @ Sound-Klinik:
    Das leuchtet mir ein, es fließt dann durch P und N der gleiche Strom und der Schalter hat keinen Grund auszulösen trotz Überspannung.

    Gruß
    Bumble

  • Chriss
    Gast
    • 18. September 2007 um 00:09
    • #8

    Bei nur einphasiger belastung kann bei nicht vorhandenem Nulleiter kein Strom fließen .. lustig wirds erst wenn die zweite Phase angezapft wird :o)

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 18. September 2007 um 07:57
    • #9
    Zitat von "bumblebee"

    @ Sound-Klinik:
    Das leuchtet mir ein, es fließt dann durch P und N der gleiche Strom und der Schalter hat keinen Grund auszulösen trotz Überspannung.


    Das mit dem P (PE) wollen wir doch nicht hoffen. Besser wäre es bei L und N. :)

  • chrisbern
    Beiträge
    104
    • 18. September 2007 um 10:39
    • #10

    Also wenn man irgendwo richtig dreckigen Strom hat, mit Frequenz und Spannungsschwankungen usw. Würde ich immer ne kräftige online USV davor setzen. Wobei die natürlich erheblich teurer als ein einfacher überspannungsschutz auch ziemlich schwer ist. Für ein Ampcase zu schwer.

  • bumblebee
    Beiträge
    13
    • 18. September 2007 um 19:16
    • #11
    Zitat von "Sound-Klinik"


    Das mit dem P (PE) wollen wir doch nicht hoffen. Besser wäre es bei L und N. :)

    okay, wär' sonst wirklich fatal :)

  • bumblebee
    Beiträge
    13
    • 19. September 2007 um 20:59
    • #12
    Zitat von "sydon"

    sicher das der fi nicht einzuschalten geht, wenn der PE fehlt ?

    Hallo,

    hab's heute ausprobiert. Er lässt sich auch ohne PE einschalten.

    Wenn ich wirklich Zweifel an der Stromversorgung vor Ort habe, dann bleibt mir offensichtlich nichts anderes übrig als nachzumessen.

    Gruß
    Bumble

  • Chriss
    Gast
    • 20. September 2007 um 00:28
    • #13

    Ich mess immer mit nem Duspol.. und wenns auch nur ne Hochzeit is wo nur ne 220V Steckdose gebraucht wird. Hab schon oft bei nicht vorhandenem PE eine Gewischt bekommen (Durch Induktionsspannung die sich auf dem Schutzleiter aufbaut)

  • TomyN
    Profi
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    2
    • 20. September 2007 um 13:50
    • #14

    :shock: Ist nicht nur Induktionsspannung sondern kommt vorallem über die Entstörung in Schaltnetzteilen, die oft auch nach PE ableiten (Y-Kondensator). Da hast du dann einen kapazitiven Spannugsteiler und ca. 115V (unbelastet) auf dem PE

    Tomy

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