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  4. Veranstaltungssicherheit

Kappen der PA-Stromversorgung im Alarmfall nötig?

  • Eliminator
  • 8. Dezember 2007 um 16:11
  • Eliminator
    Beiträge
    3.105
    • 8. Dezember 2007 um 16:11
    • #1

    Hallo,

    in unserem Bürgerhaus wurde eine Brandmeldeanlage installiert. Löst einer der Rauchmelder aus, so werden die Lüftung, sämtliche Steckdosen im Bühnenbereich und somit auch die komplette Licht- und Beschallungsanlage ausgeschaltet. Laut Hausmeister ist dies Vorschrift, da man sonst die Alarmtröten nicht mitbekommt.

    1. Ist das wirklich so?

    2. Gibts da nix Besseres?

    3. Wer haftet dafür, wenn durch einen dummen Zufall beim Ausschalten des Stromes irgendetwas an meiner Anlage zerstört wird?

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • ADMIN
    Administrator
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    • 8. Dezember 2007 um 21:36
    • #2

    Wir leben im Zeitalter der Deregulierung. Also nicht mehr: Das sind meine Vorschriften, daran halte ich mich, alles andere interessiert mich nicht. Sondern: Ich mache eine Gefährdungsanalyse und leite daraus die nötigen Maßnahmen ab.

    1.) Nein, es gibt keine konkrete (!) Vorschrift, die das fordert. Aber eine Gefährdungsanalyse könnte kaum zu einem anderen Schluss kommen. Von daher wäre die Vorschrift MVSTättV § 38 (1).

    2.) Nein.

    3.) Mit einem Stromausfall ist jederzeit zu rechnen: Unterbrechung der Versorgung, Überlastung einer Sicherung, Auslösen des RCD.

    Wenn Deine Anlage das nicht verkraften sollte und nicht mehr funktionieren sollte, nachdem wieder Strom da ist, dann haftest Du dem Veranstalter gegenüber für dadurch entstandene Schäden (beispielsweise Verdienstausfall Gastro wegen Abbruch der Veranstaltung, sofern er denn den Schaden beweisen kann).

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Micromann
    Beiträge
    1.622
    • 9. Dezember 2007 um 01:16
    • #3
    Zitat von "Eliminator"

    Hallo,
    die komplette Licht- und Beschallungsanlage ausgeschaltet.


    Damit hätte ich aber ärgste Bauchschmerzen, das die Tonanlage abgeschaltet wird ist für mich überhaupt gar kein Problem.

    Wenn allerdings die Lichtanlage ausgeht und somit im Saal komplett kein Licht mehr wäre hätte ich damit ein sehr großes Problem, außer der Saal verfügt über eine entsprechende Beleuchtung die dann automatisch angeht.


    Man kann nicht nicht kommunizieren :D

  • Eliminator
    Beiträge
    3.105
    • 9. Dezember 2007 um 04:27
    • #4

    Ich hatte dort den Vorschlag geäußert, anstelle dessen dem Tonmann eine Meldeleuchte neben das Pult zu stellen, die im Alarmfall angeht und ihm signalisiert, daß er seine Anlage runterdreht.

    So hätte man wenigstens noch die Möglichkeit, den Gästen über ein Mikrofon noch etwas mitzuteilen, z.B. daß es sich um einen Fehlalarm handelt oder wo der Sammelpunkt ist.

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • Mechwerkandi
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    1
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    7.712
    • 9. Dezember 2007 um 12:28
    • #5
    Zitat von "Eliminator"


    So hätte man wenigstens noch die Möglichkeit, den Gästen über ein Mikrofon noch etwas mitzuteilen, z.B. daß es sich um einen Fehlalarm handelt oder wo der Sammelpunkt ist.

    Ich seh' Dich schon mit dem talk back hantieren, während Dein foh von der panischen Menge niedergetrampelt wird...

    1) ALARM
    2) allen Strom aus, allein schon wg. fallweise Löschwasser
    3) Notbeleuchtung an
    4) alle Notausgänge freisprengen
    5) rette sich, wer kann, Frauen und Kinder zuerst, den Abschluss bilden die Lichtler.

  • erik
    Beiträge
    1.408
    • 9. Dezember 2007 um 12:41
    • #6
    Zitat von "Mechwerkandi"


    5) rette sich, wer kann, Frauen und Kinder zuerst, den Abschluss bilden die Lichtler.


    :lol: :lol: :lol:

  • Steffen
    Profi
    Beiträge
    1.817
    • 9. Dezember 2007 um 14:02
    • #7

    Ich wär dafür, den Abschluss bildet die BAND!

    :D:D:D:D:D:D:D:D

  • Micromann
    Beiträge
    1.622
    • 9. Dezember 2007 um 14:04
    • #8

    BMA-Auslösung heißt die Bude wird geräumt egal wieso weshalb warum. Wenn die Bude leer ist und man festgestellt hat es war ein Fehlalarm, dürfen die Gäste wieder rein aber nicht vorher.

    Vor allem erst wird das Gebäude geräumt und dann wird gecheckt ob und wo Feuer ist bzw. ob es sich um einen Fehlalarm handelt.


    Man kann nicht nicht kommunizieren :D

  • tufkatg
    Beiträge
    268
    • 9. Dezember 2007 um 17:22
    • #9

    richtig. und die halle verfügt garantiert über eine im F-BMA auslösende Notbeleuchtung. Wär ja auch schwer nur die Steckdosen für Ton auszuschalten...und der rest wird dann vom Fallwasser gebruzzelt. Mitteilen das es ein Fehlalarm ist...OMG..

    Zitat


    Dann hat er zwar statt "Verwertung von Veranstaltungstechnik" anstelle von Vermietung geschrieben, aber egal...

  • Kracky
    Profi
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    2
    Beiträge
    12.055
    • 9. Dezember 2007 um 19:01
    • #10
    Zitat von "Eliminator"

    Hallo,

    in unserem Bürgerhaus wurde eine Brandmeldeanlage installiert. Löst einer der Rauchmelder aus, so werden die Lüftung, sämtliche Steckdosen im Bühnenbereich und somit auch die komplette Licht- und Beschallungsanlage ausgeschaltet. Laut Hausmeister ist dies Vorschrift, da man sonst die Alarmtröten nicht mitbekommt.

    1. Ist das wirklich so?

    2. Gibts da nix Besseres?

    3. Wer haftet dafür, wenn durch einen dummen Zufall beim Ausschalten des Stromes irgendetwas an meiner Anlage zerstört wird?

    Gruß,

    Klaus

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    Eine PA wird nie dadurch beschädigt wenn der Strom ausgeht, wäre mir neu. Das schlimme daran ist wenn er dann wieder kommst. Habe ich Zeit meine Geräte auszuschalten und dann wieder kontrolliert an zu werfen, kein Thema, ist es nur eine kurze Unterbrechung kann es mit unter sein das zum einen eine Einschaltstromspitze die Geräte etwas überfordert und zum anderen können dann einige Geräte recht unkontrolliert handeln was evtl. den Lautsprechern nicht gut tut.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • Eliminator
    Beiträge
    3.105
    • 9. Dezember 2007 um 21:38
    • #11

    Das mit dem Fehlalarm war ja nur ein Beispiel.

    Die Steckdosen werden vom Hausmeister bzw. vom anwesenden Brandschutzbeauftragten (den gibts auch noch) wieder eingeschaltet. D.h. wenn man ihn vorher darum bittet, tut er das erst ,wenn die PA wieder "startklar" ist.

    Bin ansonsten froh, daß sich dort über dieses Thema überhaupt jemand Gedanken gemacht hat. Das Bürgerhaus ist auch sonst komplett auf den aktuellen Stand gebracht worden. Das mit der Komplettabschaltung kam mir nur seltsam vor, da ich noch nie von sowas gehört bzw. hier gelesen habe.

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • spock
    Beiträge
    116
    • 10. Dezember 2007 um 14:36
    • #12

    Da der Feueralarm eine bestimmte Lautstärke haben muss (ich glaube es waren 96db. habe gerade meine unterlagen nicht zur hand) und wie will man die denn hören wenn die Pa volle kanne läuft. Ich habe so was schon mal erlebt das der Feueralarm ausgelöst wurde und es nur auf den Toiletten zu hören war (zum glück nur Fehlalarm) zu mir ist die Klofrau gekommen und meinte zu mir das ein komisches Geräusch auf den Klo sei :shock:

    Also macht es sinn wenn die PA bei Alarm ausgeht

  • Eliminator
    Beiträge
    3.105
    • 10. Dezember 2007 um 20:31
    • #13
    Zitat

    Ich wär dafür, den Abschluss bildet die BAND!


    Genau, wie auf der Titanic!

    Vielen Dank für Eure Infos, somit hätte ich die Angelegenheit auch geklärt.

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • alexander ehrling
    Beiträge
    5
    • 11. Dezember 2007 um 12:13
    • #14
    Zitat


    1) ALARM
    2) allen Strom aus, allein schon wg. fallweise Löschwasser
    3) Notbeleuchtung an
    4) alle Notausgänge freisprengen
    5) rette sich, wer kann, Frauen und Kinder zuerst, den Abschluss bilden die Lichtler.

    Habe es anders gelernt, da meist Panik der Auslöser von Katastrophen ist.
    Das Publikum bekommt "Normal" gar nichts vom Alarm mit, da es meistens eine Brandmeldezentrale gibt. (BMZ)

    Und dann:

    1. Band Informieren
    2. Sänger Informiert das Publikum (da er Vertrauenswürdiger als "irgendein“ Techniker)über die PA!!!! Es gibt ein technisches Problem und die Besucher sollen bitte das Gebäude verlassen.
    3.Alles aus, Notbeleuchtung an…..
    4.Brand suchen
    5.Löschanlage aktivieren wenn nicht mechanisch
    usw.


    Mfg

    Alexander

  • Finelight
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    • 11. Dezember 2007 um 14:40
    • #15

    Ich kenne es ganz anders als du Alexander.

    Es gibt eine sogenannte Vorrangschaltung. Das heißt z.B. in einer Diskothek: Im Falle eines Auslösens der BMA werden die DJ's stumm geschaltet, eine im Voraus aufgezeichnete Ansage ertönt: Hier spricht der Sicherheitsdienst. Aufgrund eines technischen Problems werden sie gebeten, auf dem kürzesten Weg das Gebäude zu verlassen. Bitte achten Sie auf weitere Durchsagen und folgen Sie den Anweisungen des Sicherheitspersonals. Unsere Techniker arbeiten an einer Lösung des Problems.

    Bei Abnahmen von Veranstaltungen durch das Ordnungsamt/Bauordnungsamt wird diese auch immer wieder - auch in neu bzw. temporär errichteten Bereichen - gefordert und überprüft.

    Aus unserem Bereich kenne ich es so, dass niemals vor einem Brand gewarnt wird, sondern immer vor einem technischen Problem.

  • alexander ehrling
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    5
    • 11. Dezember 2007 um 22:56
    • #16

    War ja das was ich gesagt habe :)

    Nur das die Aufnahme die "edel" Variante ist... aber leider nicht der Standart.
    Gibt es eigentlich so eine Durchsage auf CD, wenn man ein Open Air betreut oder eine andere Veranstaltung, wo es so etwas wie eine BMA nicht gibt.

    Was bringt mehr Unruhe eine Durchsage von CD... Oder wenn es ein Künstler auf der Bühne sagt?

    Gruß
    Alex

  • hasenfuß
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    • 12. Dezember 2007 um 00:17
    • #17
    Zitat von "Alexander Ehrling"


    Was bringt mehr Unruhe eine Durchsage von CD... Oder wenn es ein Künstler auf der Bühne sagt?


    was dauert länger oder ist je nach "künstler" gar nicht möglich ?

    ______________________________

    meister vt
    gMA operating
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    dj

  • da_user
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    844
    • 12. Dezember 2007 um 00:49
    • #18
    Zitat

    Es gibt eine sogenannte Vorrangschaltung. Das heißt z.B. in einer Diskothek: Im Falle eines Auslösens der BMA werden die DJ's stumm geschaltet, eine im Voraus aufgezeichnete Ansage ertönt: Hier spricht der Sicherheitsdienst. Aufgrund eines technischen Problems werden sie gebeten, auf dem kürzesten Weg das Gebäude zu verlassen. Bitte achten Sie auf weitere Durchsagen und folgen Sie den Anweisungen des Sicherheitspersonals. Unsere Techniker arbeiten an einer Lösung des Problems.

    Ist das dann irgend so ein DIN-Alarmsignal?

    Ich glaub ich muss doch mal auf den tollen roten Knopf am Inspizentenpult drücken :D

    rechtschriebfehler sind bugs im board

  • Mechwerkandi
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    7.712
    • 12. Dezember 2007 um 09:09
    • #19
    Zitat von "Finelight"


    Aus unserem Bereich kenne ich es so, dass niemals vor einem Brand gewarnt wird, sondern immer vor einem technischen Problem.

    Man möchte damit natürlich eine Panik-Reaktion nach Möglichkeit vermeiden.

    In einem Kaufhaus oder einer grossen Location, über mehrere Etagen, ist das sicherlich auch richtig.
    In einem Club oder einer Disco wird das kaum Sinn machen, wo jeder sieht, das die Bühne schon lichterloh brennt... :D

    Ich glaube nicht, das dann überhaupt noch irgendeine Durchsage Sinn macht... :D:D

  • stefan-1
    Beiträge
    66
    • 14. Dezember 2007 um 05:29
    • #20

    Ein Schütz dazwischenschalten, damit der betreffende Stromkreis bei Wiederkehr der Versorgung spannungsfrei bleibt?

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  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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  • Competent Person for Event Rigging according to IGVW SQQ 2 | Level 1 | Munich (English)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Freitag, 23. Oktober 2026
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    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026

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