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Impedanzmaxima BR-Abstimmung

  • LITOX
  • 7. Januar 2008 um 21:08
  • LITOX
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    • 7. Januar 2008 um 21:08
    • #1

    Bisher war ich der Meinung die Abstimmung ist "richtig" wenn beide Impedanzspitzen gleich sind. Also nicht so wie im Beispiel aus PP:
    Meinungen dazu?

    *** http://www.litox.info ***

  • Mechwerkandi
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    • 8. Januar 2008 um 09:08
    • #2

    Gegenfrage:
    Was ist "richtig"? :wink:

    Zunächst mal ist das einfach nur anders...

    Die abgebildete Kurve zeigt eine moderne Abstimmung, mehr auf die Gehäuseseite hin, tiefer.
    Ob das denn richtig ist, ist eine andere Sache, mein Geschmack ist das nicht...

  • Peerless
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    • 8. Januar 2008 um 12:36
    • #3

    da pustet der br kanal mal richtig :twisted: klingt bassig, aber für top vielleicht doch eher fraglich (klirr, phasenverschiebung etc...)

    http://www.ae-rental.de

  • bastler
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    1
    • 8. Januar 2008 um 19:08
    • #4

    Also meiner bescheidenen Meinung nach ist das doch eine eher hohe Abstimmung. Moderne Gehäuse sind ja gerne zu klein und dafür zu tief abgestimmt und das führt dazu, dass die obere Spitze höher ist als die untere, nicht wie im gezeigten Bild umgekehrt.
    Zumindest wars in der Simulation immer so.

    Gruß
    Michael

  • LITOX
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    • 8. Januar 2008 um 20:16
    • #5

    Ich denk mal das mit der Abstimmung verhindert wird das unter 50Hz unnötig Leistung verbraten wird.

    *** http://www.litox.info ***

  • Pysos
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    217
    • 9. Januar 2008 um 00:05
    • #6

    Also eine Subwoofer-Abstimmung ist das nicht!

    Das ist ganz klar eine Low-Mid-Abstimmung um zwischen 80-120Hz extra Pegel zu holen.
    Dann ist das erste Impedanzmaximum unrelevant, weil ja eh überhalb von 120 Hz getrennt wird
    und somit eh keine hohen Ströme im Bereich um 40 Hz mehr fliessen :wink:

    A&O Audio und Showtechnik
    http://www.ao-audio.de

  • Jobsti
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    • 10. Januar 2008 um 13:02
    • #7

    Die Kiste muss ja net unbedingt zu klein sein,
    es wird einfach nur sein, dass sie auf Pegel getrimmt ist und somit höher abgestimmt.

    Die hohe Abstimmung sieht man ja bei knapp 78Hz, dass der untere Buckel recht hoch ist und der Obere recht weit oben liegt, wird die Kiste wohl etwas zu groß sein und eben hoch abgestimmt wegen Pegel.

    Falls wir hier von reinem BR reden sollten ;)

    Edit:
    CN 112 sollte doch das HK Top sein oder?
    Da is soweit ich weiß doch nen B&C drinne, von der Simu her schaut das mit der Abstimmung her ganz normal aus.

    MfG

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • Pysos
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    217
    • 10. Januar 2008 um 13:24
    • #8

    Hierbei klingt der Klirr in dem Bereich wesentlich dynamischer als eine tiefere HT Übernahme

    ...Der Leitsatz vieler Hersteller, ist der auch von HK? :wink:

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  • Jobsti
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    • 10. Januar 2008 um 13:36
    • #9

    Das ist der Leitsatz vom peterle71

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • Pysos
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    217
    • 10. Januar 2008 um 14:37
    • #10

    "Geschmackssache...!" sagte der Affe und biss in die Seife :lol:

    Nochmal zum Thema:

    Problematisch wird der Impedanzverlauf nur, wenn man wieder
    Erwarten hergeht und versucht das Ganze Fullrange zu treten,
    und dann bei meinetwegen 60 Hz trennt... am besten noch mit 12db But :wink:

    Zur eigentlichen Frage:

    True if reines Topteil
    False if auch mal Fullrange

    Als Kompromiss habe ich immer gerne 62 Hz, genau da wo der
    Bass EQ am Mixer der lieben DJ-Kollegen auf 5 Uhr steht...

    A&O Audio und Showtechnik
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  • F.A.Bi.A.N.
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    • 10. Januar 2008 um 16:58
    • #11
    Zitat von "Jobsti84"

    ...Da is soweit ich weiß doch nen B&C drinne...


    sica neo mit vmtl. 3"-vc.

  • Wolfgang
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    • 10. Januar 2008 um 19:51
    • #12

    Bastler hat recht...

    für alle interessierten in kürze:
    man kann es sich so klarmachen: ohne br-kanal hätte man nur ein einziges maximum irgendwo so zwischen den beiden spitzen im diagramm. die kommt daher, weil der speaker bei der einbauresonanz viel gegen-emk erzeugt, sprich strom in den amp zurückgespeist wird. dieses zurückspeisen lässt einfach gesagt hier weniger strom I in den speaker hineinfließen, das äußert sich bei konstanter quellenspannung U als hoher widerstand an der stelle. R [genauer Z hier] ist ja U durch I.

    nun setzt man einen resonator dazu. den kann man hinter (bassreflex oder tml bei rohrresonanz) oder auch vor die membrane (bandpass[horn]) tun. der bremst die membranbewegung bei seiner abstimmfrequenz. dadurch schwingt hier die membrane weniger stark, da der resonator je nach ankopplungsgrad ja die membranschwingung mehr oder weniger bedämpft.
    wenn die membrane weniger stark schwingt, wird der speaker auch weniger stark rückwärts als "generator" wirken können, es wird also weniger gegen-emk induziert, die den vorwärts in den speaker fließenden strom hemmt.
    das heißt, weniger gegen-emk, weniger in den amp rückgespeister, aber mehr in den speaker hineinfließender strom. wenn man sich nun an die formel oben erinnert, sieht man, daß nun bei der resonator- abstimmfrequenz der widerstand an dieser stelle absackt...

    je nachdem (wieder stark vereinfacht gesprochen-- gekoppelte resonatoren sind in aller regel etwas sehr, sehr gemeines), wo man nun die abstimmfrequenz hinlegt, setzt man nun den impedanzeinbruch entweder niedriger oder höher auf die ursprünglich vorhandene einzelne impedanzspitze. im oberen beispiel hat hk eher weiter nach oben gesetzt - unten bleibt also mehr stehen als oben. umgekehrt, wenn man eine box "zu tief" abstimmt, drückt man unten mehr impedanz weg und die obere spitze fällt entsprechend höher aus...

    dieser impedanzeinbruch ist im übrigen auch einer der hauptgründe für den höheren "wirkungsgrad" von br- und bp- boxen, da der speaker hier durch den geringeren widerstand schön viel leistung aus dem amp saugen kann. hat man eine box, wie z.b. einen doppelt ventilierten bandpass, so kann man dank zweier impedanzeinbrüche gleich an zwei stellen mehr leistung ziehen...


    gruss
    wolfgang

    Gruss
    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang (10. Januar 2008 um 21:04)

  • Jobsti
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    • 10. Januar 2008 um 20:13
    • #13

    Wolfgang, vielen Dank für die Mühe.
    Sehr aufschlussreich.

    MfG

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • Wolfgang
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    • 10. Januar 2008 um 21:01
    • #14

    gerne!

    es ist aber, wie geschrieben, stark vereinfacht... in wirklichkeit gibt es da dann noch leerlauf- und belastete güten, koppelkoeffizienten, welche den abstand der beiden neuen maxima bestimmen, even/odd-mode-betrachtungen, koppelmatrizen und deren transformationen, etc-- filtertheorie also im besten sinne, wie sie jeder mag und schätzt :D

    gr/w

    Gruss
    Wolfgang

  • Mechwerkandi
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    • 11. Januar 2008 um 09:12
    • #15

    Hallo Wolfgang,

    wenn ich Deine Ausführungen richtig interpretiere, heisst:
    Viel Hub = viel gegen-emk = hohe Impedanz

    Korrekt?

    Dann würde in dem angeführten Beispiel das Chassis bei knapp 40 Hz erheblich mehr "huben" als bei etwa 110 Hz.
    Da das aber wiederum einiges unterhalb der Tuningfrquenz liegt, läuft das schon fast unter akustischer Kurzschluss.

  • HaHa
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    187
    • 14. Januar 2008 um 15:24
    • #16

    Hi,

    also ist hier das komplette Gegenteil zu sehen, richtig?

    Grüße
    Hari

  • Jobsti
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    • 14. Januar 2008 um 17:45
    • #17

    Joa, das Chassis wurde halt unter seiner Reso getuned.
    Is eben ne HiFi Kiste.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • Wolfgang
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    • 14. Januar 2008 um 22:26
    • #18

    @mechwerk-andi: mit direkten zahlenmäßigen beurteilungen traue ich mich nicht so recht...hier spielen die güten, die luftmasse im gehäuse, etc. eine recht große rolle...

    @ vorredner mit der celestion-box: genau, die ist tendenziell tief abgestimmt. das kann mehrere gründe haben:

    1) absicht-- wenn die tuningfrequenz bewußt tiefer gelegt wird, liegt sie in einem bereich, wo der hauptresonator (sprich speaker) eh schon nicht mehr so viel energie in das system pumpt, weil er da schon abgefallen ist.
    somit hält sich auch der pegelzuwachs da unten in grenzen, und man bekommt eine wiedergabe, in die sich der hochgütige reflexresonator nimmer so stark "einmischt".

    2) absicht-- beim selben tuning formt man eine flanke, die nicht bodenlos steil abfällt, sondern erst mit 12 dB/oct startet, und dann langsam in 24dB/oct übergeht. wie es die geschlossenboxler tun, kann man hier dann schön bequem entzerren (suchwort: "ev step-down mode", "dynacord low pass notch filter") und kommt mit kleinem gehäuse recht tief. ausserdem entlastet der tiefe resonator etwas den hub...

    3) absicht-- die anfängliche 12dB-flanke passt phasenmäßig besser zum zugedachten passiven sub bzw. dessen einfacher passiver trennung.

    4) absicht-- bei passiver beweichung des tiefmitteltöners bläht sich oft der bereich knapp oberhalb des oberen z-maximums stark auf (wechselwirkung zwischen l der weiche und hier kapazitivem, sprich mit der frequenz fallenden, z-verlauf). das kann man dann wieder etwas mindern, wenn man das tuning tiefer nachzieht.

    5) versehen-- man hat den reflextunnel klassisch nach buchformel berechnet und erst zu spät festgestellt, daß sich schlitztunnel virtuell viel länger benehmen, als errechnet...

    nochwas: man sieht hier schön im ggs zu größeren subwoofern, daß der z-einbruch bei der tuningfrequenz nicht unbedingt so tief ist, wie bei den großen, schwach bedämpften...

    gruss wolfgang

    Gruss
    Wolfgang

  • Jobsti
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    • 15. Januar 2008 um 04:06
    • #19

    Ich weiß nicht genau...

    Ich denke die wollten aus der Kiste einfach ein wenig Tiefgang rausholen.
    Für Hifi sollte sie schöner klingen wenn sie eine flache Flanke nach unten hat.
    DIe HiFi Leute drehen ja eh gerne am Bassregler, da kommt das recht gut wie es ist.
    Also geht das eher Richtung " 2.) "

    Hätte man höher getuned, wär sie etwas lauter, aber die flanke würde früher und steiler fallen, was dann nichtmehr so rund klingen würde, der Bassregler würde dann auch nichtmehr viel rausholen und nurnoch Hub verursachen.

    Man muss hier halt mal wie die HiFiFreunde denken ;)
    Wobei das auch etwas mit Fullrange PartyKisten gemeinsam hat.

    MfG

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • Mechwerkandi
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    • 15. Januar 2008 um 09:04
    • #20
    Zitat von "Jobsti84"


    DIe HiFi Leute drehen ja eh gerne am Bassregler, da kommt das recht gut wie es ist.

    Ist das so?
    Korrekterweise hat eine HiFi Anlage nicht mal einen Bassregler... :wink:

    Ansonsten geht die Abstimmung von dem HiFi Teil wohl eher in Richtung CB als BR.
    So, wie Wolfgang das schon beschrieben hat.

    Beim klassischen BR Tuning wären die beiden Resonanzbuckel gleich hoch.

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