Hallo,
arbeitet jemand von euch mit dem Aviom personal mixing system ?
Scheint ja das Non-Plus-Ultra unteranderem für Festinstallationen zu sein,da der Musiker den Mix macht und nicht der schwerhörige und langsame Toni:-).Wer hat so ein System in Betrieb und somit Praxiserfahrungen?
Sven
Monitorsystem
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Ja wir haben das System in einer Produktion im Einsatz.
Was soll ich sagen: noch nie so wenig Arbeit, nämlich keine, mit dem Monitoring für eine Band gehabt. (vom FoH aus)
Bei der ersten Probe mit Band habe ich mit ein Personalmixer zu mir ans Pult gestellt, alle Eingänge auf 12°° und mir einen Mix mit den Sends erstellt, der mir gefällt.
Dann ist alles drauf und die Musiker machen was sie wollen.
Läuft seit ca 4 Monaten absolut stabil.
Bei uns ist eine Aviomkarte für ein PM5D und 4 Personalmixer im Einsatz.Durch die Karte für das PM5D hast du die 16 Outputs zusätzlich zu den Pultausgängen.
Einziges "Manko" (wenn man es so nennen darf) was das System hat:
Du musst an der Karte im Pult bestimmen welche der Outputs als stereo genutzt werden sollen und das geht immer nur 1-2 / 3-4 etc.Ich kann es nur Empfehlen. Auch die Musiker sind mehr als zufrieden.
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dasich: welche erfahrung hast du bezüglich aufbauzeiten, soundcheck zeit etc. oder ist das eine feste location mit fester band?
interessant wäre zu wissen was passiert wenn man das system ständig an andere orte bringen muß, ob es länger oder kürzer dauert als das setup eines normalen monitorsystems?und kann ich davon ausgehen das ihr das system für in ear benutzt? oder mit wedges? wenn ja, wie sieht es da mit feedbacks aus die sich musiker selbst produzieren?
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Nein, ich nutze das System zZ nur stationär.
Wird zwar jedesmal neu aufgebaut, aber es liegt eine feste CAT5 Leitung und die PersonalMixer sind schon an den Notenständern befestigt.
Also wir machen den ganz normalen aufbau der Band inkl. Mikros.Und ja in dem Fall benutzen alle InEar. Das war auch Ziel der ganzen Übung:
Die Band soll Live nicht zu hören sein.
Drummer sitzt in einer Kabine, Bassist spielt ohne Amp, dafür mit RöhrenDI
Keyboarder und E + A Git. Der GitAmp wird nur für Feedbacks aufgedreht. (ich bekomme die unabhängigen Rec_outs)Zur Eingewöhnung:
Als wir das System bekommen haben, war es sowohl für mich, wie auch für die Musiker neu.
Wie schon angedeutet, haben wir für die Produktion mit der Band separat geprobt.
Für die ersten Proben hatte ich ein LS9 dabei, das für die Gigs als Monitorpult auf der Bühne gedacht war.
Auf dem LS9 habe ich dann alles auf zwei Ebenen aufgelegt.
EIne für die Beschallung, eine für das Monitoring. Ich hatte dann einen fünften PersonalMixer bei mir am Pult, hinter dem ich abgehört habe.
Darauf habe ich einen ausgeglichenen Mix erstellt und habe seitdem von den Musikern, was das Monitoring angeht, nix mehr gehört.
Schneller und unkomplizierter geht es wohl nicht!Wir haben dann die Aviom Karte zur ersten VA von dem LS9 in das PM5D gesteckt und nur noch die Gains angeglichen. Wir nutzen kein Monitorpult
(das Monitor Pult war als zusätzliche Option, trotz Aviom System gedacht, da ich vom FoH aus die Band nicht sehen kann
und das Monitoring wegen zusätzlicher 10 Kanal Zuspieler und Click etc. dann eher sehr viel aufwändiger ist als ein "gewöhnliches" Monitoring. Dank der unkomplizierten handhabung des Systems aber überflüssig)Zu deinen anderen Fragen:
Für ein Festival, bei dem im 30 Min Takt die Bands wechseln würde ich es wohl nicht nehmen.
Aufbau geht ratzfatz, die PersonalMixer werden ja nur mit einem Kabel durchgeschliffen.
Man braucht halt an jeder Station Strom.
Die Verbindung mit den Yamaha Digi Pulten ist genial, da du das Routing so machen kannst wie du willst.
Ich sende sowohl Auxe wie Direkt-Outs auf das System.
Zu den Wedges:
Ja ich würde das auch mit Wedges einsetzten.
Dafür würde ich alle Inputs auf Maximum drehen und dann den Send brav bis an die Koppel grenze. Man kann an den Mixern die Lautstärke über Alles zurückdrehen, (ich meine jetzt nicht den Master Volumen-Regler)
Es ist so eine Maximal Lautstärke, die man ohne das System genau zu kennen auch nicht mehr ändern kann. Somit kannst du wohl sicher sein, dass keiner der Musiker selber ein feedback produziert.Roadtauglichkeit:
Ganz klar: Die Personal Mixer sind komplett aus Plastik. Sie machen zwar einen sehr stabilen Eindruck, lose im Case würde ich sie dennoch nicht transportieren.
Auch die schon früher in anderen Threats angesprochenen Probleme bezüglich des Kabels (Knacker bei hochwertigen CAT5 Kabeln) kann ich nicht bestätigen. Sie haben sich zu mindestens bei mir nie gezeigt.
Wir haben Installationskabel mit vorne und hinten je einer Dose dran (ca. 40 Meter)
Vom Pult zur Dose ist ein kurzes Kabel. An der Bühne, Dose zum ersten Mixer ist noch mal ca 15 Meter Kabel. Dort ist es ein hochwertiges geschirmtes Kabel. Lässt sich gut wickeln.
Der Schirm ist da nicht mit aufgelegt.
Neutrik Stecker passen nicht in die Mixer. -
Hallo das Ich,
danke für deine ergiebigen Erfahrungen.Das Konzept macht uns zwar arbeitslos, wird sich aber denke bald durchsetzen wenn der Kurs erst einmal fällt.Da fällt mir ein ,der Dollarkurs fällt ja gerade ins bodenlose,der Import könnte sich lohnen.Wieviel muss man wohl für eine 5-mann band investieren? -
kommt drauf an was du für ein Pult nutzt.
Es gibt ja die Karten für die Digipulte, es gibt Stageboxen und Input Module.
Ich kenne die aktuellen Preise nicht. Ich denke für ein System mit 5 Mixern zwischen 3500 und 4500.Das ganze gibt es auch deutlich preiswerter von Hear Technologies.
Da aber nur mit 8 Kanälen und ich kenne das System nicht. Kostet aber nur gut 1/3.
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Mit dem system von hear habe ich einige jobs gemacht, auch eine feste band, teilweise mit wedges, teilweise mit inear.
ich finde die limitierung auf acht wege doch zu knapp, da muß mann vorher doch sehr viel zeit investieren mit der band zu überlegen was auf welchen kanal kommt.
bei mir war die besetzung drums, bass 2 gitarre wovon einer manchmal zur akkusitk wechselt, drei mal gesang, und zwei tröten (mal sax mal posaune mal trompete).
das hat doch erheblich arbeit gemacht, und gerade bei den wedges doch bei den ersten gigs für eine sehr unkoordinierte bühnenlaustärke gesorgt, wo auch nicht alle musiker mit zufrieden waren.denn wenn der posaunist mal zur trompete wechselte wurde es schlagartig viel lauter auf der bühne etc.
also allheilmittel sind diese dinger nicht, aber ich finde sie sehr sehr interessant.
gerade in musical bereichen wo manchmal die band außer sichtweite des mischers steht etc. kann das schon helfen.dasich: ich glaube bei einem 30min pro band festival wäre ich auch nicht auf die idee gekommen, wäre aber bestimmt lustig einem fremd-monitorman das beizubringen

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Naja bei so einem mischbetrieb halb IE und halb wedges ist das system wohl ein wenig überfordert.bei reinem IE betrieb müsste das doch ganz gut klappen.die 8 kanäle sind für meine 5 mann band gerade soeben ausreichend
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Zitat von "sven adelaide"
Naja bei so einem mischbetrieb halb IE und halb wedges ist das system wohl ein wenig überfordert.
Definitives NEIN.
Das System ist dabei keineswegs überfordert. Wenn es einen überfordert, dann die Musiker, die nicht gewohnt sind es zu bedienen.
Denn auch was mediennutte geschrieben beschrieben hat:
Zitatdenn wenn der posaunist mal zur trompete wechselte wurde es schlagartig viel lauter auf der bühne etc.
Das hat ja nix mit dem System als solches zu tun.
Das passiert auch sonst, es sei denn du hast einen so fitten Monitormensch, der das sieht, weiß was passiert und den Kanal zurück zieht.Ganz klar, eine Band die mit einem solchen System arbeiten will, muss sich drauf einlassen.
Zitatgerade in musical bereichen wo manchmal die band außer sichtweite des mischers steht etc. kann das schon helfen.
genau darum ging es bei mir
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Die letzten Aussagen waren auf das kleinere System von Hear Technologies bezogen. Dass das Aviom das packt denk ich mir.
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Hi,
> Das ganze gibt es auch deutlich preiswerter von Hear Technologies.
Stimmt!
> aber nur mit 8 Kanälen
Stimmt nicht. Wir haben das HearBack-System in zwei Sälen am Laufen, im kleineren mit 8 Kanälen, im größeren mit 16, Du brauchst doch einfach nur einen zweiten Hub dazu nehmen!
Mit unserem neuen RSS M-400 könnten wir so zumindest 15 separate Auxsends anbieten (die dann pro Hearbackmischer natürlich auf 8 Auxwege "reduziert" werden, aber mit etwas Planung, kannst Du so den Musikern jeweils die Kanäle anbieten, die sie wirklich brauchen).Insgesamt ist das System super fexibel, klanglich absolute Oberklasse, der Limiter arbeitet sehr gut. Und ich würde es in Zukunft selbst zur Ansteuerung von Wedges nehmen, denn endlich können die Musiker sich das einstellen was sie wollen und der Tontechniker ist zig mal entspannter!
Viele Grüße
Michael -
ich habe das Aviom system in den letzten jahren vor allem für die streicher-ensembles bei ner rockband eingesetzt.
die meisten streicher sind jetzt nicht unbedingt die großen tontechniker, somit sind sie als testobjekte recht gut geeignet
was soll ich sagen?
die jungs (und mädels) waren ab dem einsatz des Aviom-systems sehr zufrieden, weil sich jeder musiker ohne probleme seinen eigenen mix hindrehen konnte... und es gab tatsächlich nicht mal eine einzige frage dazu! einmal erklärt und richtig beschriftet, schon hatte man 12 probleme weniger
alles war in-ear (bei streichern ohnehin zu empfehlen) -
hallo Micha,
benötigt der Musiker 2 personal mixer bei 16 auxen? -
Hi Sven,
stell es Dir wie zwei autarke Systeme vor. Jeder Hearback-Hub kann 8 Auxsends verarbeiten.
Mit etwas Vorüberlegung kannst Du also, wie bei uns, mit zwei Hubs sehr fexibel arbeiten.
Einen Hub haben wir z.B. hauptsächlich für Gesang reserviert. Jeder Sänger und Backroundsänger bekommt dort "Seinen" Aux drauf, den er mit 2 "Musik-"Auxwegen mischen kann, auf die wir ein Vormischung des Sounds der Band geben. Die Band wiederum bekommt vornehmlich ihre Instrumente auf ihren einzelnenen Auxsends und ihr liefern wir zudem eine Vormischung des Gesangs auf 2 Auxwegen. Klingt kompliziert, ist aber total simpel und klappt bestens. Denn 75% der Zufriedenheit entsteht allein schon dadurch, das der Musiker oder Sänger nun endlich SICH so laut machen kann wie er es will und braucht.
Einzige Voraussetzung ist halt ein Mischpult mit möglichst vielen Auxwegen. Und: Der Mischer wird dadurch nicht arbeitslos - aber weniger oft blöd angemacht...
Viele Grüße
Michael