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Zoothörner... - help! I need sombody ...

  • Bobby Turbo
  • 20. Februar 2008 um 16:03
  • Bobby Turbo
    Verifiziert
    Beiträge
    17
    • 20. Februar 2008 um 16:03
    • #1

    Hallo zusammen! Meine Frage stellte ich schon mal in Boxen&Amps, allerdings antwortete ich auf einen bestehenden Beitrag, und das interessierte dann wohl keinen mehr :cry: Vielleicht passts hier besser, da es nicht mehr ganz ums Original geht.

    Also:

    Ich hätte die Möglichkeit 4 Zoothörner zu erwerben und konnte aber nirgends unabhängige Infos dazu auftreiben. Da sich das mit dem Probehören aufgrund von Entfernung schwierig gestaltet, fällt die Option leider flach. Ich hoffe, Ihr wollt mir jetzt trotzdem noch helfen :D

    Es geht um folgende:

    Diese waren wohl mal mit 120W JBL bestückt und bekamen vor ein paar Jahren alle Fane Colossus 12B.

    Hier der Herstellerlink: http://www.fane-acoustics.com/pdfs/archived/COL12B.pdf

    Die Hörner sind jeweils mit zwei 12ern bestückt und haben einen Hornmund von 80x80cm sowie auch eine Tiefe von ca. 80cm und sie gefallen mir halt einfach :oops:

    Dank des alters sind es noch richtig stabile Kisten :wink: nicht das es neue nicht auch sind, aber sagt man halt immer, auf jeden Fall sind sie's.

    Kennt sie jemand? Gibt es vielleicht sogar Erfahrungen damit? Ich geb die Hoffnung ja nicht auf ...
    Ich erwarte schnelle Bässe von ca. 150 bis 55Hz runter und ordentlichen SPL bei 1W (2V) etwa 108dB und bei gut 800W (57V) mit 6mm Auslenkung am Chassis 137dB nach einer Simulation.

    Macht der Fane wirklich +-8 wie es im Datenblatt steht. Das ist schon viel für einen 12er PA soviel ich weiß.

    Für tiefgehende Musik dachte ich mir später 18er Geschichten zu besorgen und das ganze digital anzugleichen.

    Spricht etwas gegen meine Vorstellung?

  • Bobby Turbo
    Verifiziert
    Beiträge
    17
    • 21. Februar 2008 um 17:45
    • #2

    Danke für die Post!

    Warum ich mir nicht selbst was mit aktueller Bestückung baue?

    Das würde einiges kosten und ich verdiene nicht mein Geld damit, sondern bastel einfach nur gerne.
    Die 4 Hörner würden mich max. 500€ kosten. Das ist doch ein guter Preis, oder :?:

    Außerdem hätte ich dafür genau das passende Amping zusammen. Zwei Endstufen mit je 1200 RMS an 4w/Ch. Ein Horn würde mit 4w laufen.

    Allerdings würde mich interessieren, an welche Eigenbaugeschichten ich denn denken könnte. Ich kenne keine, die mit 500 Mücken realisierbar wären.

    Höchstens 4 MTL http://www.aw-audio.kaigerner.de/subs/15mtl.html mit Kappa 15lf. Aber da braucht man schon eher 8, um den SPL der 4 Hörner zu erreichen. Dann ist man gleich bei 1200 angelangt. Der schnelle Bass kommt da - denk ich - nicht raus.
    Mir ist klar, dass man für 500 nichts in angeschnittener Größenordnung machen kann. Schon gar nichts was taugt :!: Aber das Angebot böte die Möglichkeit.


    Zur Simulation:

    Genaue Daten habe ich leider noch nicht, habe sie aber aufgrund der Außenmaße abgeschätzt. Genaueres erwarte ich noch. Falls sonst jemand glaubt, diese Hörner zu kennen, bin ich über Erfahrungen oder Daten (Innengeometrie) natürlich dankbar.

    Simuliert wurde mit AJHorn 4. Frontloaded Horn mit
    - Hornmund 76x76cm
    - Hornlänge 1,57m
    - Hornhals 400cm^2
    - Rückkammer 28l
    - Abstand 1m
    - 2V, Pe 1W
    - eine Kiste
    obere Kurve mit Boden und Wand, untere nur Boden

    Alles natürlich mit je zwei oben angegebenen Fane. Im 2er Stack müsste es noch etwas tiefer gehen. So was simulierte ich noch nicht. Müsste ich das dann wie ein großes Horn mit doppelter Mundfläche, 4 Chassis usw. aber der gleichen Hornlänge durchlaufen lassen?
    Wie würde sich das ganze verhalten, wenn ich zwei Hörner mit dem Mund zusammen (also beide um 90° entgegengesetzt gedreht) auf den Boden stelle? Das müsste doch am Tiefsten gehen? Sehe ich das richtig?

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 23. Februar 2008 um 03:47
    • #3

    Moin,

    als erstes würde ich schauen, ob alle Treiber fit sind, die Verkabelung sicher Kontakt hält, und die Druckkammern wirklich (wirklich!) dicht sind also auch die Treiber dicht auf der Schallwand sitzen. Vermutlich ist der Aufbau ein Schneckenhorn in der 6-Feet-Klasse, also 1,9 Meter mittlere Hornlänge (wie kommst Du auf 1,57 ? ). Da kann man nicht viel falsch machen, das wird auch ohne weitere Optimierung so wie sie sind Spaß machen. Mit der zugeführten Leistung sei allerdings vorsichtig, Du hast sinnvollerweise schon über den Hub nachgedacht. Grob über den Daumen rate ich nicht mehr als 100 Watt Betriebsspitzenleistung je 12" zu projektieren, daß Du stärkere Endstufen hast ist nur gut, aber stelle den Limiter der Weiche entsprechend ein, und fahre die Endstufen >>niemals<< auch nur in die Nähe ihrer Leistungsgrenze (Clipping). Das wird auch so konkurrenzfähig laut genug.

    In der Preislage wirst Du nichts besseres kaufen oder bauen können, nichts was soviel Spaß macht wie diese Riesendinger. Tipp noch: Stelle Die 4 Stück immer zusammen als Monostack auf, danmit Du immer einen großen Hornmund und somit gute Basswiedergabe hast.

    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • tufkasr
    Beiträge
    310
    • 25. Februar 2008 um 03:32
    • #4

    Hi Erich,

    weiter zur PM - die Hoerner sollten so liegen, dass die sich steiler oeffnende Seite der Hornkontur (die mit dem Logo) nach oben zeigt. So ergibt sich mit dem Boden ein gespiegelter Hornmund mit stetiger Oeffnung. Und man sieht, dass der Bastler mitgedacht hat - quadratische Hornmuender sind praktisch, da sich fuer alle Konfigurationen die Stackinghoehe nicht aendert.

    Ansonsten - viele schreiben lieber PM, um moeglichen Diskussionen, die schon 1000fach gefuehrt wurden, zu entgehen. Dazu zaehlen pauschale Hausnummern wie: nimm Doppel18 die rummsen viel besser, 12" Hoerner sind absolut bassfrei, Uralt-Pappen sind Schrott, etc. pp.

    Nur mit den 200Hz oberer Grenzfrequenz waere ich vorsichtig.

    Gruesze Sven

  • Bobby Turbo
    Verifiziert
    Beiträge
    17
    • 25. Februar 2008 um 21:34
    • #5

    Die 1,57m kommen aus Spielereien beim Simulieren. Wenn Du meinst, dass es etwa 1,9 haben dürfte, dann halt 1,9 :) Um so besser.
    Ja, die Grenze hätte ich eh bei 140 Hz gezogen. Ich meinte nur, dass die Simulation da kurvig wird.
    Weshalb nur 100W? Ich hoffe, die werden gut bedämpft und da geht mehr.

    Wenn ich sie habe, dann mess ich sie erst mal genau aus und simuliers nach. Dann schau ma mal weiter.

    Grüße
    Erwin

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 25. Februar 2008 um 23:02
    • #6

    Moin,

    ich sag`nur: Vorsicht. Wäre ja schade... . Wie Du ja sicher schon gesehen hast zeigt sich ganz unten eine Hubspitze die Du ernst nehmen solltest, und dann kommt noch DC-Displacement dazu. Ich bezweifle sogar, daß der recht große Spule/Platte-Hub in diesem Fall überhaupt nutzbar ist. Die Hubspitze liegt zumeist zu hoch als daß ein Lowcut sinnvoll wäre. Bei jeder geringsten Hubüberschreitung, vor allem wenns einseitig wird, verwandelt sich so ein Lautsprecher in eine hochkomplexe Last für Endstufen. Es ist aus diesem Grund sehr ratsam im Bassbereich von den Endstufen nicht zu erwarten was im Datenblatt steht, wenn sie unter diesen Bedingungen die Hälfte der 4ohm-Leistung bringen hast Du schon Glück. Bitte mache Dir Gedanken wie Du Die Hörner kontrolliert betreiben kannst, ich mache mir in Anbetracht Deiner bisherigen Postings Sorgen um 8 12"er. Es ist ja nicht entscheident wieviel Watt ein LS aushält, sondern wieviel und wie sauber Schall rauskomt.

    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

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    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
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    Der Bass CB18S ist der Beste

  • Bobby Turbo
    Verifiziert
    Beiträge
    17
    • 26. Februar 2008 um 23:55
    • #7

    Hallo Bernd, die Hubspitze hab ich schon beachtet. Natürlich nur in der Simulation. Der Lowcut müsste bei mindestens 60Hz gesetzt werden, um überhaupt was auszurichten. Ich würde ihn aber lieber bei 50 sehen, ganz klar. Hier die Simulation. Das kommt natürlich sehr auf die Größe der Rückkammer an (hier 28l). Das Ergebnis bei 56V an einem Horn also gut 780W:

    Ich weiß schon, es war etwas salopp geschrieben, aber schön, dass Ihr euch Gedanken macht. Ich bin kein Profi und deshalb schreibe ich hier, dennoch bin ich nicht ganz auf den Kopf gefallen :)

    Ich werde jetzt den Verkäufer fragen, wie er sie betrieben hat. Das ist wohl der beste Anhaltspunkt. Dann melde ich mich wieder.
    Bitte sagt, was ihr denkt :!: aber denkt erst (schenkelklopf;)

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 27. Februar 2008 um 16:19
    • #8

    Moin Erwin,

    das ist der Punkt, die Spitze wegfiltern iss nich, denn Du willst die Bässe ja auch hören. Bei BR ist das eben anders, da filtert man weg was ohnehin keinen Schall erzeugen würde. Beim Betrieb kommts ganz auf die Musik an, vor allem moderne Titel aller Tanzgenres, einschließlich Remixe Alter, provozieren DC-Displacement. Da kann der Colossus so langhubig sein wie er will. Ich habe in letzter Zeit Einige jahrelang mit Partymukke problemlos betriebene Lautsprecher in der Leistung zurücknehmen müssen, so extrem hat sich die Musik- Produktionstechnik und damit das Partyprogramm geändert. Daß DC-Displacement reihenweise Lautsprecher killt ist tatsächlich ein Phänomen der Neuzeit. Völlig wertlos was Dir der Vorbesitzer erzählt... . 780 Watt sind bereits mehr als die Hälfte der Leistung, in ohmsche Last gemessen!, Deiner angedachten Endstufen. Wenn nun die Spule wegen DC - Displacement leicht einseitig aus dem Spalt gerät bricht die Endstufe an den dann folgenden heftigen Blindströmen zusammen und zerballert die Chassis. Gerade im 4 Ohm - Betrieb! Ich hatte Sichtfenster und Licht in meine Hörner eingebaut, weil ich nicht glauben wollte, daß ein 18"er (EVX180, 25mm X-Dammage!) mit 300 Watt an die Polplatte knallt. Das war im 8 Ohm - Betrieb an einer 600 Watt Endstufe. Und nur ein Beispiel meiner Erlebnisse. Aber was erzähle ich, will hier keiner lesen, seit Jahren nicht. ;) Ich sollte vorher denken, das könnte meine Tastatur schonen.

    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

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  • wolf-ina-sheep
    Beiträge
    50
    • 14. März 2008 um 22:32
    • #9

    Ach, noch einer der die Zoot-Hörner hat/haben will :)

    Mach dich auf einiges gefaßt: die Dinger sind wirklich klobig. Ich hatte letztes Jahr zwei von den Dingern bei ebay gekauft und dann beim Einlagern gemerkt, daß man die unmöglich alleine handeln kann.

    Ich hatte dann eine radikale Lösung gefunden und die Hörner mit der Handkreissäge in der Mitte halbiert, so daß ich jetzt 4 Hörner mit je einem 12"-Chassis (B&C 12PZ32) habe. Zusätzlich gabs noch Griffe oben und Rollen unten.

    Ich hatte letztens mal bei dem noch offenen Gehäuse die Maße abgenommen für eventuellen späteren Nachbau:

    Maße: (alles in mm, grün=Hornverlauf für Simu, Breite 368mm bezieht sich natürlich auf eine Hälfte)

    Ein paar Fotos vom fertigen Halb-Horn gibts auch noch:

    Vorne:

    Hinten:

    Profil:

    Wie es klingt? Mit ein bißchen EQing ziemlich gut.

    Gruß,
    Hannes

  • Bobby Turbo
    Verifiziert
    Beiträge
    17
    • 15. März 2008 um 17:11
    • #10

    Hallo Hannes, danke für die Antwort!

    Das ist ja schon ziemlich enttäuschend mit den Maßen. Ca. 1,3m Hornlänge sind wenig und die große Rückkammer macht im unteren Frequenzbereich alles zu nichte.

    Ich simulierte das nach und kam ab 60Hz abwärts auf erschreckende Werte:

    - Erst mal kommt mit dieser Kürze unter 60Hz nix mehr.
    - Unter 60Hz sackt aufgrund der immens großen Rückkammer die Belastbarkeit so stark ab, dass bei 40Hz und 150W die Spule an die Platte kracht. Bei Dir (B&C 12PZ32) sinds nur noch 90W pro Speaker :shock:

    Wie betreibst Du sie denn? Lowcut, Leistung? Hast Du keine Probleme damit, dass Dir die Auslenkung der Pappen zu groß wird?

    Eine Frage: Kann man die Rückkammer nicht einfach verkleinern und dadurch die Dämpfung wesentlich erhöhen. Am Frequenzgang ändert sich nichts, ob 91 Liter wie aus der Zeichnung oder 30l mach keinen Unterschied? Evtl. würds dann recht warm werden, was eh schon problematisch ist, das könnte ich mir denken.

    Gruß
    Erwin

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 15. März 2008 um 18:14
    • #11

    Moin,

    :shock: einfach durchgesägt

    Zitat von &quot;Erwin Gruener&quot;

    Eine Frage: Kann man die Rückkammer nicht einfach verkleinern und dadurch die Dämpfung wesentlich erhöhen. Am Frequenzgang ändert sich nichts, ob 91 Liter wie aus der Zeichnung oder 30l mach keinen Unterschied? Evtl. würds dann recht warm werden, was eh schon problematisch ist, das könnte ich mir denken.

    jetzt wo ich die anschaulich bemaßten Fotos gesehen habe (danke!, sehr schön), bin ich auch über die riesige Rückkammer überrascht. Eine kleinere Rückkammer ergäbe eine straffere Luftfeder, die dem Chassis die Auslenkung erschwert. Selbst wenn man in Betracht zieht, daß diese Hörner unrsprünglich vielleicht für Chassis mit leichter Membran und schwachem Antrieb, also die Bauweise, die früher die Standardbestückung von 12"/Tweeter, oder Gitarrenboxen war, und sich minimale Endstufenleistungen dazudenkt, selbst dann ist die Rückkammer noch sehr groß. Nun simuliere ich ja auch Hörner, und habe auch schon dem Hub zugeschaut. Den Hub unter der Hubspitze, der am deutlichsten durch kleinere Rückkammern begrenzt wird bekommt man ja recht gut mit einem durchaus moderaten Lowcut in den Griff. An der Größe der Hubspitze ändert aber ein Lowcut, oder eine kleine Rückkammer nicht viel. Ok, vielleicht zeigt sich mit dieser Riesenkammer keine Hubspitze mehr, aber die Simu zeigt ja wo die Viertelwelle resoniert, und wie groß der Hub an der Spitze bleibt, wenn man mit kleiner Rückkammer simuliert.

    Ich würde vorschlagen: ohne den Hub im realen Betrieb zu "messen", also mit der angedachten Endstufe, der Weiche, dem Lowcut, und nicht zu vergessen der geliebten Musik - bleibt das recht theoretisch. Baue ein Sichtfenster und eine Beleuchtung in die Druckkammer ein, oder auch ein zweites Fenster für die Taschenlampe, und schaue dem weißen Punkt zu, den Du auf die Membrane gemalt hast. Es gibt durchaus die Möglichkeit, daß Du kein Problem hast, aber auch die Möglichkeit des "Voice Coil DC displacement followed collapse" mit Treiberzerstörung. Ich würde wirklich erst schauen, und dann sägen.

    Gruß :shock:

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

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  • wolf-ina-sheep
    Beiträge
    50
    • 16. März 2008 um 15:29
    • #12

    Hallo,

    jetzt habe ich auch mal die Simulation bemüht (Hornresp) und komme auf ähnliche Ergebnisse. Wenn man die Rückkammer auf 10-15 Liter (bzw. 20-30 Liter beim nicht halbierten Horn) verkleinert, ändert sich der Frequenzgang fast nicht, die Auslenkung wird jedoch deutlich gemindert. Nachteil: Die Gruppenlaufzeit bei 70-80 Hz wird länger - keine Ahnung was das ausmacht.

    Danke auf jeden Fall für den Hinweis, ich hatte mir da noch keine Gedanken drüber gemacht!

    @Erwin: Ich fahre die Hörner wahrscheinlich nicht am Limit (privat-Parties in kleinen Räumen, allerdings Reggae/Hiphop/DnB), zuletzt glaube ich mit Lowcut bei 50 Hz, dafür aber per EQ um 60 nochmal geboostet :)

    Scheinbar ist bei dem 12PZ32 relativ viel Spielraum zwischen Xmax und Xdamage, sonst hätte ich den wohl mit so einer Mißhandlung bereits zerhauen.

    Mal schauen ob ich mich zu einem Umbau aufraffen kann, ich wollte mich eigentlich ein neues Projekt stürzen (HD15 + Horn-Top)

    Gruß,
    Hannes

  • Bobby Turbo
    Verifiziert
    Beiträge
    17
    • 18. März 2008 um 01:58
    • #13

    Im Schnittbild: Es ist doch eigenartig, wie der Hornhals ausgeführt ist. Es wird die gesamte Membranfläche unverkleinert genutzt. Da wo Du, Hannes, mit der grünen 68 den Hornhals beginnst, hat der Kanal aber erst gute 80mm. So komme ich auf eine Fläche (ich rechne immer mit einem ganzen Horn, also 73,5cm;) von etwa 590cm² und zwei Lautsprecher haben bei mir 1060cm² effektive Membranfläche.

    Wie behandelt man nun diesen Einleitungsbereich in der Simulation direkt vor dem Lautsprecher? Als Vorkammer?

    Könnte man die große Rückkammer nicht nutzen, und das Horn noch etwas verlängern (wo jetzt der LS angeschraubt ist, einen Trichter ansetzen oder die LS-Wand entfernen und noch ein halbmal falten)? Gleichzeitig ist natürlich der Hornhals zu verkleinern, sonst gibts Buckel im Verlauf. Etwa so wie hier sollte es aussehen:

    http://www.egbeck.de/expo212.htm

    So bekomme ich in der Simulation bei 60Hz 5dB mehr! Vorausgesetzt, der Hornverlauf in der Simulation würde noch mit der Realität übereinstimmen.
    Bei Ajhon kann ich nur Hals, Mund und Länge angeben. Aber mein Gebastel würde nicht mehr ganz der Exponentialfunktion entsprechen. Ich nehme eine Verlängerung von 0,5m bei einem Hornmund von 200cm² je LS an. Und ob das herausreißen der Wände Spaß macht sei dahingestellt :lol: Das sieht ziemlich massiv aus!

    Grüße
    Erwin

  • tufkasr
    Beiträge
    310
    • 18. März 2008 um 08:26
    • #14

    @ Erwin:

    Gute Frage - wie ist diese Anordnung zu simulieren. Die gleiche Diskussion gab's schon mal ueber SK's Bastelhorn. Dort wurde von (hab ich vergessen) darauf hingewiesen, dass durch das am Ende der Hornkontur (also an der Stelle mit theoretischem Querschnitt 0) die Membran stark asymetrisch belastet wuerde, was Verkanten der Schwingspule oder einseitiges Einreissen der Sicke hervorrufen koennte. Es wurde ein Vorschlag gemacht, einen "echten" Hornmund in Form eines symmetrisch vor der Membran verlaufenden Spaltes zu wasteln. Gebaut, simuliert oder verglichen wurde aber nichts (wie immer).

    Mal als 08/15-Vorschlag: Der Treiber strahlt definitiv nicht auf das Ende des Horns, sondern in einen Querschnitt an der Stelle x>0. Die "tote" spitzzulaufende Ecke traegt naemlich (in nicht naeher bekanntem Masze) zum Hornverlauf und damit zum exakten Strahlungswiderstand bei. Ich hatte das Problem schon mal im Forum geschildert - man kann eine solche Konfiguration mit Hornresp nicht simulieren (komischerweise ist es die gleiche wie fuer die Membranrueckseite eines Tapered Horn, da geht's ploetzlich).

    Vermutung: der idealisierte Treiber mit Sd strahlt an Stelle x>0 in das Horn, die Mundflaeche St ist dabei gleich der Flaeche der Hornkontur Sx (sagen wir mittig der Membran). Parallel dazu ein Resonator veraenderlichen Querschnitts, welcher rueckwaertig abgeschlossen ist. Liege ich da einigermaszen richtig?

    Jedenfalls - wie so oft ist die echte Welt viel komplexer als die Eingabemaske einer Freewaresoftware. Was bleibt ist Schulterzucken. Gab es denn irgendwo verlaessliche Messungen des Frequenzganges und der Impedanz eines Bastelhorns, die es erlauben, die Simulation mal zu vergleichen?

  • Bobby Turbo
    Verifiziert
    Beiträge
    17
    • 18. März 2008 um 16:06
    • #15

    Gute Idee! Ich bin kein erfahrener Hornbastler, um genauer zu sein, baute ich noch gar keins. Aber man liest sich sein Wissen ja auch erst mal an und ein bisschen Verstand sagt einem dann, was sein kann und was nicht :D

    Dass beim Bastelhorn auch diese Fragestellung zutrifft, ist ja interessant. Da dürfte was zu finden sein, dass sich eine Untersuchung lohnen könnte. Ich werds mal versuchen. Die Simulation werde ich selbst machen. Obs schon mal diskutiert wurde, möcht ich vielleicht später versuchen rauszufinden. Verlässliche Aussagen macht man für sich selbst am besten selbst. Einziger Einschnitt sind die Messungen vom Bastelhorn, da bin ich auf andere angewiesen.

    Hiernach werd ich gehen:

    Aus: http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=42781

    Vergleichen damit:

    Aus: http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=43461&start=0&postdays=0&postorder=asc&highlight=bastelhorn

    Verwendet wurde nach der Unterschrift der Messung der hier:
    http://www.oberton.com/Cone/18xb700data.htm
    Damit werde ich logischer Weise auch simulieren. Sollte mir jemand bei der Simu zuvor kommen, bin ich ihm natürlich nicht Böse :twisted: ein Vergleich schadet bei solch wagen Sachen nie :wink:

    Zitat

    Vermutung: der idealisierte Treiber mit Sd strahlt an Stelle x>0 in das Horn, die Mundflaeche St ist dabei gleich der Flaeche der Hornkontur Sx (sagen wir mittig der Membran). Parallel dazu ein Resonator veraenderlichen Querschnitts, welcher rueckwaertig abgeschlossen ist. Liege ich da einigermaszen richtig?

    Gute Frage. Nächste Frage! Man bräuchte ein Programm, das FEM verwendet um die Druckverteilung im Horn und speziell auf der Membran sichtbar zu machen. Sowas müsste es doch geben, oder? Ich schätz mal nur für teuer Geld oder als Selbstentwicklung intern bei den vernünftigen Lautsprecherherstellern.

    Gedanken:
    Bei der Belastung der Membran, Stück für Stück, eine Auslenkung nach vorne:
    1. die Verdichtung der Luft beginnt in der Hornspitze (x=0). Die Druckwelle pflanzt sich nach oben fort. Was passiert nun einen cm weiter oben? Frage: Bei welcher Frequenz passiert was? Was passiert in den Ecken, an den Seitenwänden, unten in der Spitze, wo keine Membran davorliegt (klingt nach Resonator). Letztendlich beeinflusst sich alles untereinander.

    Das alles ist so komplex, dass es, denke ich, nummerisch Simuliert werden müsste. Allerdings, wen's in der realen Anwendung hält, dann hält es :lol: Aber interessieren tut's mich schon :D

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 18. März 2008 um 17:25
    • #16

    Moin,

    ich kann die Frage nach der Simulation dieser Einstrahlung auch nicht wirklich beantworten. Zumindest die Länge des Viertelwellenresonators reicht bis in diese Spitze, und der "Einstrahlpunkt" im Anfangsverlauf des Horns trifft auf die stehenden Wellen im Hornverlauf.
    Hier sind einige Bildchen und Gedanken (Schieflast) zu den Problemen:
    http://www.2sound.de/musiker-forum/kiss-basshorn-t12228.html

    Weiter unten auf der ersten Seite ist eine Zeichnung mit dem Druckverlauf in Viertelwellenresonatoren. Ich vermute mal, daß es gaaanz unten im Bereich der tiefsten Resonanz recht egal ist wo der Treiber einstrahlt. Um das zu berücksichtigen müsste Die in Hornresponse eingegebene Horn(resonator :wink:)länge bis in die Spitze reichen. Keine Ahnung ob es klug ist dann als Anfangsquerschnitt den Querschnitt im Treiberbereich einzusetzen, und beim Vorkammervolumen einen "default" von 1ccm einzusetzen. Sicher ist nur, daß die Vorkammer im untersten Frequenzbereich eine geringe Rolle spielt, jedenfalls solange der Hornmund nicht wirklich groß genug ist, denn da gibts "nur" Viertelwelle.

    Für den höheren Frequenzbereich könnte man dann die Vorkammer vor dem Treiber einsetzen, bei entsprechend kürzerem Horn. Schade, daß Hornresponse (andere auch) für diese Einstrahlung keine Eingabe haben. Dieses Problem erklärt wohl auch "simulationsgerecht" gebaute Hörner wie das Martin WSX (was eine irrsinns Schreinerarbeit, ich glaube nicht das sich das lohnt, auch wenn es sich besser "eingeben" lässt.)

    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

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  • Bobby Turbo
    Verifiziert
    Beiträge
    17
    • 20. März 2008 um 23:40
    • #17

    Hei Bernd! Danke für den Link :wink:

    Wenn ich für das Zoothorn 1,36m bis in die Spitze ansetze, dann komm ich für den Viertelwellenresonator auf etwa 63Hz. Beim Bastelhorn mit 1,2m auf 71Hz. Wann ist ein Viertelwellenresonator überhaupt der Fall :?: und welche Hornlängen sind bei unseren spitz zulaufenden Geschichten wirklich anzusetzen. Das sind die Fragen.

    BTW: http://www.sengpielaudio.com/Rechner-wellenlaenge.htm :idea:

    Fand was, das mir die Simulation erspart. Hat schon jemand gemacht :D
    Für die BHorndaten (leider mit 18LW1400):
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?p=432184#432184

    Die Daten des BHorns unten rechts:

    Das Ergebnis (BR schwarz, Horn rot, geschlossen grün) und mit dem in der Messung verwendeten 18XB700:

    aus http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?p=433894#433894

    Nochmal die Messung:

    Was sehe ich:
    Bis 55 und über 300Hz sieht's gleich aus. Warum steigt die Simulation dann immer noch an? Sind die Auslöschungen real so groß?

    Noch was zum Zoothorn. Die Kontur (exponentiell) liegt ja schon fest. Es ist gebaut. Aber die große Rückkammer ließe sich umbauen und zur Verlängerung nutzen. Leider würde bei der vorhandenen Funktion da nichts mehr gehen. Was passiert, wenn man nun das Angebaute langsamer verengt, als es der Rest tut? Man wechselt quasi von exponentiell auf hyperbolisch.

    Die exponentielle ist die darüber.

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 21. März 2008 um 04:52
    • #18

    Moin,

    also, hmm, realistisch? Betreibe die Hörner so wie sie sind, baue aber ein Sichtfenster ein und überprüfe so den Hub, damit nichts schiefgeht.

    Der Startpunkt für eine Änderung wäre erstmal die Parameter der Treiber nachzumessen. Herstellerangaben weichen leider regelmäßig zu weit ab, um sinnvolle Simulationen zu ermöglichen. Das Problem hättest Du auch mit nagelneuen aktuellen Treibern.

    Die Bastelhornmessung kenne ich, so kam ich auch auf den Verdacht, daß der Viertelwellenresonator bis in die Spitze reicht, also ca. 170cm Länge, es geht einfach tiefer als ein 120cm-Horn. Zusammen mit den nicht gesicherten Daten der Treiber der gemessenen Hörner ist die Simulation schlicht falsch. Ich arbeite gerade mit Anderen an simplen aber hochgenauen Methoden dazu:
    http://www.party-pa.de/phpBB/viewtopic.php?t=56717

    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • Bobby Turbo
    Verifiziert
    Beiträge
    17
    • 21. März 2008 um 14:35
    • #19

    Ok, ich nahm die Daten von Fane: http://www.fane-acoustics.com/pdfs/archived/COL12B.pdf

    und die einer Messung: http://www.prodance.cz/protokoly/col12B.pdf

    Beides simuliert gab kaum einen sichtbaren Unterschied am Bildschirm zwischen den Kurven! Lediglich die Auslenkung mit gemessenen Daten lag unter fs etwas niedriger. Aber ich werde mit die Diskussion bald zu Gemüte führen.

    Jedoch glaube ich, dass - solange die TSPs im "Rahmen" liegen - sich die Hornkontur gewichtiger auf das Geschehen auswirkt. Aber sie liegen wohl oft nicht im Rahmen ...

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 21. März 2008 um 20:01
    • #20

    Moin,

    "im Rahmen" liegen die TSPs bedauerlicherweise selten. Wobei Du schon sehr ähnliche Datensammlungen verlinkt hast. Doch müssen Deine Chassis zu den Daten passen? Verglichen mit der Mühe bestehende Hörner zu modifizieren, ist TSP- messen einfach.

    Zur praktischen Ausführung: Vielleicht ist es einfacher die Hörner innen auszuräumen, und nur die mit einigen Quadratmetern Holz wertvolle Außenhülle weiterzuverwenden. Eine zur unteren Grenzfrequenz passende Horn(resonator)Länge ist sicher gut.

    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

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