@ mringhoff:
Danke für das ausführliche Statement. Da gibt es also schon ein paar gewichtige Argumente, die unseren Plan doch nicht mehr so optimal erscheinen lassen.
Auch wenn mir das hier von Campfire als Pro-Argument ebenfalls sehr gefallen hat:
Zitatnatürlich ist es toll mit sowas sein Geld zu verdienen, aber mit etwas Geld zu verdienen was anderer Leute Hobby ist bedeutet eben dass man deutlich besser als diese sein muss... (es gibt ja auch nur eine sehr begrenzte Anzahl professionelle Biertrinker die Geld dafür bekommen dass sie Bier trinken...... )
Danke, das werde ich mir merken und für alle Fälle bereit halten.
Stimmt schon, unsere größte Sorge sollte wohl momenten nicht sein, was unsere Mitmusiker in anderen Bands von unserem Treiben halten, sondern wo wir längerfristig hin wollen oder können.
Wenn ich so darüber nachdenke, haben wir vielleicht schon ein bischen Angst vor der eigenen Courage. Ich glaube, in Sachen musikalischer Qualität haben wir dafür aber keinen Grund. Und es stimmt natürlich auch, dass sich ein einmal genannter Preis leichter nach unten als nach oben verhandeln lässt.
Wahrscheinlich zahlen viele der Veranstalter, die 1000,- € aufbringen können auch 1500,- €. Und die Mucke für den befreundeten Verein für "'n Appel und 'n Ei" ist halt eine andere Welt und muss deshalb ja nicht ausfallen.
Die Idee mit dem Kombi-Angebot hatten wir ohnehin schon umgesetzt. In unserem Preislisten-Entwurf, der Grundlage der Angebote werden soll, steht jeweils der Preis der Band inklusive Tonmann (also ein Teil der Beschaller-Kosten) und gesondert aufgeführt ist dazu die Technik selbst als separates Zusatzangebot. Damit erscheint dieser "Rest" der Beschaller-Kosten natürlich besonders günstig - in der Hoffnung, dass eben auch das über uns beauftragt wird, statt es extra für mehr Geld dazuzumieten.
Auch das Argument mit der langfristig evtl. nachlassenden Motivation finde ich einleuchtend und nachvollziehbar.
Und, wenn wir ohnehin nicht darum herum kommen, das Ganze auch als gewerbliche Tätigkeit zu betrachten, wenn auch geringfügig, so macht es schon Sinn, einen etwas größeren finanziellen Puffer zu kalkulieren. Denn es stimmt, auch die jetzt begonnene Werbung kostet nicht nur Zeit und Mühe, sondern auch Geld, und vielleicht sollten wir uns gerade hier etwas mehr Spielraum gönnen, um "einen Fuß in die Tür zu kriegen".
Ich bin jetzt ernsthaft überzeugt, dass ich das mit den Kollegen noch mal besprechen sollte. Es war zwar schon schwer genug, ihnen klarzumachen, dass es die technische Qualität und das "sorglose" Musizieren, wie sie es sich wünschen, nicht umsonst gibt, aber wer A sagt, sollte wohl auch B sagen und zumindest eine kleine angemessene Gage für sich selbst mit berücksichtigen, auch wenn es wohl nicht gleich mindestens 150,- € netto pro Abend und Nase sein werden, wie hunterstudios meinte.
Und ja, natürlich bedeutet das auch nicht zwingend, dass wir alles genau wie die "Großen" der Kleinen in unserer Gegend machen müssen. Unser Programm und Klientel ist eh etwas anders und uns zwingt natürlich auch niemand, jedes Wochenende auf der Bühne zu stehen.
Gruß,
Hendrik