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Pioneer DJM 800 mal durch gemessen

  • marcoboy
  • 5. März 2008 um 20:10
  • marcoboy
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    • 5. März 2008 um 20:10
    • #1

    So, der Mixertest geht in die zweite Runde, nach dem ich hier http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=65476 den Xone S2 schon gemessen habe, kommt jetzt der Pioneer DJM 800 .


    Zum ersten Eindruck:

    Das Pult ist von der Bedienung her wirklich nicht schlecht, die Regler sind übersichtlich angeordnet. Ein Witziges Spielzeug ist unter anderem der ColorFX. Leider lassen sich die Parameter nicht verstellen und die Effekte klingen nicht besonders gut meiner Meinung. Zum herrumspielen sind sie aber akzeptabel.

    Einiges hat sich verbessert,

    der schummel Poti ist weg dafür wurde ein Schalter eingebaut der nur noch Absenkungen zulässt um von 0 bis -12db.
    Leider hat die Firma Pioneer nicht aus den Fehlern vom DJM 600 gelernt. Die Potis sind immer noch unter der Frontplatte montiert, so das Flüssigkeit leicht in das Gerät eindringen können.
    Zumal ist die Kopfhörerbuchse weiterhin ein schwachpunkt. Die Potis machten keinen guten Eindruck. Der Monitor Poti kratzte schon bei dem Testgerät. Das nach 6 Monaten.

    Nun zum Klangeindruck ...

    wir haben diesen Mixer an einer Föön PA 6x E920HL 4x CO3 über einen DSC28 angeschossen. Man kann davon ausgehen das es sich dabei um ein vernünftiges System handelt.

    Der Mixer klang sehr rau und der Höhen waren sehr übertönt. Im direkten Vergleich mit einen A&H Xone 62 war der unterschied für alle Personen sehr deutlich hörbar.
    Negativ viel auch der stark rauschende Monitorausgang auf.
    Verbessert wurde aber das verhalten an den Pegelgrenzen. Der Klang wird nur unwesentlich schlechter. Besser aber jedoch nicht.

    Nun zu den Messergebnissen..


    Als erstes die Impulsantwort: da kam die erste Überraschung !
    Offenbar ist die Phase um 180° gedreht? Auf dem Mixer steht aber 2+ Hot, 3- Cold ? Warum sind die Ausgänge trotzdem gedreht ?

    Bild groß

    Messung des Frequenzgangs, hier muss ich bemängeln das der Mixen nicht sehr tief runter spielt auch in den Höhen schmiert der Mixer zu schnell ab.
    Sicher das ist nicht viel aber im Vergleich zu A&H Xone S2 schlecht.

    Bild groß


    Nun die Filter: gemessen wurde immer mit Absenkung, Der Bassfilter greift zu tief und auch zu schmal, es ist kein Basscut möglich, im Vergleich schneidet der Xone S2 den Bass sauber bis unten ab. Der Pionieer hat seinen Scheitelpunkt bei 70hz. Klanglich will nicht so richtig Bass aus dem Pult kommen ? Die Filter greifen sehr hart. Zur Benutzung zum Mixen sinnvoll, zur Klangeinstellung sehr mühsam.


    Bild groß

    Nun zum Klirrverhalten: das erste Bild zeigt es bei 1khz Grundton und 0db Input/Output. Gegenüber einen A&H Xone S2 hat dieses Pult einen deutlich höheren Klirranteil. Ob das den bescheidenen Klang ausmacht ist schwer zu sagen ?

    Bild groß

    Bei mehr Input und Ausgangspegel nimmt der Klirranteil in den oberen Frequenzen zu.

    Bild groß

    zum Schluss noch 3 Impulsantworten mit maximal Abgesenken Filtern,

    Bass
    Bild groß

    Mid

    Bild groß

    Hi

    Bild groß


    Fazit..

    Pluspunkte:

    gute einfache Bedienung
    Effektgerät eingebaut
    Pegelabsenkung


    Minuspunkte:

    Verpolte XLR Ausgänge
    stark rauschender Monitorausgang
    schlechter Klang
    mechanische Festigkeit der Kopfhörerbuchse
    zu direkt arbeitende Filter (Geschmachssache)


    Messtechnik:

    Arta
    Fireface 400
    IBM Thinkpad T60


    Das alles Spiegelt nur meine Persönliche Meinung wieder :D

  • scratch it
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    226
    • 5. März 2008 um 21:22
    • #2
    Zitat von "marcoboy"


    Nun zum Klangeindruck ...

    wir haben diesen Mixer an einer Föön PA 6x E920HL 4x CO3 über einen DSC28 angeschossen. Man kann davon ausgehen das es sich dabei um ein vernünftiges System handelt.

    Der Mixer klang sehr rau und der Höhen waren sehr übertönt. Im direkten Vergleich mit einen A&H Xone 62 war der unterschied für alle Personen sehr deutlich hörbar.
    Negativ viel auch der stark rauschende Monitorausgang auf.
    Verbessert wurde aber das verhalten an den Pegelgrenzen. Der Klang wird nur unwesentlich schlechter. Besser aber jedoch nicht.

    danke für den test. habt ihr den subjektiven vergleich per blindtest gemacht?

  • chris216
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    • 5. März 2008 um 22:00
    • #3
    Zitat von "marcoboy"

    Messung des Frequenzgangs, hier muss ich bemängeln das der Mixen nicht sehr tief runter spielt auch in den Höhen schmiert der Mixer zu schnell ab.
    Sicher das ist nicht viel aber im Vergleich zu A&H Xone S2 schlecht.

    Bei 20kHz ist der Mixer schon fast um 0,25dB abgeschmiert. Katastrophal! :shock:

    Wer viel misst, misst viel Mist. Oder anders formuliert, man sollte seine Ergebnisse auch interpretieren können!

    Gruß,
    Christoph Holdinghausen

  • marcoboy
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    • 6. März 2008 um 08:30
    • #4

    Ich habe geschrieben im Vergleich ! Da schneidet der DJM 800 schlecht ab der A&H Xone S2 geht von 20hz bis 20khz und das ohne Einbruch. Der DJM 800 sackt bei 30hz schon fast 1db ab. Für einen Mixer mag das reichen. Vielleicht etwas dramatisch geschrieben :roll:

    Fakt ist aber das man es hört es fehlt etwas unten rum. Der unterschied war blind hörbar. Die E920HL spielen sehr tief. Bei BR-System ist das ewt garnicht mal mehr hörbar.

  • chris216
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    • 6. März 2008 um 08:50
    • #5

    Hm. Darf ich deine beiden Frequenzgänge mal hier einstellen:

    (Klick aufs Bild vergrößert...)

    Xone S2:


    DJM 800:

    Was sehen wir?

    -Allgemein: Die Gesamtpegel unterscheiden sich. Beim Xone steht an der Skala 138dB, beim DJM nur 113. Geglättet wurde mit einer ganzen Oktave. Nicht gerade die besten Bedingungen für einen Vergleich.

    - Höhen: Der Xone hat in etwa den gleichen "Höhenabfall" wie der Pioneer, geht ab 10kHz in den Knick. Der -3dB-Punkt, den man üblicherweise angibt, liegt bei beiden jenseits der Hörschwelle.

    - Mitten: der Xone hat eine Welle zwischen 100Hz und 2kHz, kraße 0,3dB! Der DJM ist hier absolut linear.

    - Bass: Während der Xone den Bass boostet :) (+0,5dB bei 20Hz!), fällt beim Pio der Pegel. Bei 20Hz schon fast -2dB, 40Hz -0,5dB. Uiuiuiui.


    Ist stelle mal eine Gegenfrage: Am Eingang liegt eine Gleichspannung. Welcher Mixer verhindert das Rösten der Lautsprecher?

    Gruß,
    Christoph Holdinghausen

  • tufkajck
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    • 6. März 2008 um 09:46
    • #6

    Die Frequenzgänge sind doch völlig unauffällig. Das hört man nicht.
    Die Verzerrungen sind aber interessant im Vergleich.

  • marcoboy
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    • 6. März 2008 um 11:51
    • #7

    bei beiden passiert bei Gleichspannung nichts, das Signal wird bei beiden warscheinlich über Kondensatoren gekoppelt.

    Ich gebe zu das die 1 Oktave nicht wirklich toll ist ich werde mal schaun ob ich das nicht besser hinbekomme. Mich hat blos erstaunt das der djm 800 ab 400 hz anfängt nach unten auszulaufen. Da ist die 1 Oktave völlig ok. Man sieht die Tendenz. Ob da nu 0,5db zu viel oder zu wenig sind ist völlig uninteressant.

    Das Klirrverhalten ist in der tat wirklich anders ob das den Klang ausmacht ? Der Mixer klingt hart und aufdringlich. Er verhält sich auf keinen Fall neutral. Das können andere Mixer deutlich besser.

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