So, der Mixertest geht in die zweite Runde, nach dem ich hier http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=65476 den Xone S2 schon gemessen habe, kommt jetzt der Pioneer DJM 800 .
Zum ersten Eindruck:
Das Pult ist von der Bedienung her wirklich nicht schlecht, die Regler sind übersichtlich angeordnet. Ein Witziges Spielzeug ist unter anderem der ColorFX. Leider lassen sich die Parameter nicht verstellen und die Effekte klingen nicht besonders gut meiner Meinung. Zum herrumspielen sind sie aber akzeptabel.
Einiges hat sich verbessert,
der schummel Poti ist weg dafür wurde ein Schalter eingebaut der nur noch Absenkungen zulässt um von 0 bis -12db.
Leider hat die Firma Pioneer nicht aus den Fehlern vom DJM 600 gelernt. Die Potis sind immer noch unter der Frontplatte montiert, so das Flüssigkeit leicht in das Gerät eindringen können.
Zumal ist die Kopfhörerbuchse weiterhin ein schwachpunkt. Die Potis machten keinen guten Eindruck. Der Monitor Poti kratzte schon bei dem Testgerät. Das nach 6 Monaten.
Nun zum Klangeindruck ...
wir haben diesen Mixer an einer Föön PA 6x E920HL 4x CO3 über einen DSC28 angeschossen. Man kann davon ausgehen das es sich dabei um ein vernünftiges System handelt.
Der Mixer klang sehr rau und der Höhen waren sehr übertönt. Im direkten Vergleich mit einen A&H Xone 62 war der unterschied für alle Personen sehr deutlich hörbar.
Negativ viel auch der stark rauschende Monitorausgang auf.
Verbessert wurde aber das verhalten an den Pegelgrenzen. Der Klang wird nur unwesentlich schlechter. Besser aber jedoch nicht.
Nun zu den Messergebnissen..
Als erstes die Impulsantwort: da kam die erste Überraschung !
Offenbar ist die Phase um 180° gedreht? Auf dem Mixer steht aber 2+ Hot, 3- Cold ? Warum sind die Ausgänge trotzdem gedreht ?
Messung des Frequenzgangs, hier muss ich bemängeln das der Mixen nicht sehr tief runter spielt auch in den Höhen schmiert der Mixer zu schnell ab.
Sicher das ist nicht viel aber im Vergleich zu A&H Xone S2 schlecht.
Nun die Filter: gemessen wurde immer mit Absenkung, Der Bassfilter greift zu tief und auch zu schmal, es ist kein Basscut möglich, im Vergleich schneidet der Xone S2 den Bass sauber bis unten ab. Der Pionieer hat seinen Scheitelpunkt bei 70hz. Klanglich will nicht so richtig Bass aus dem Pult kommen ? Die Filter greifen sehr hart. Zur Benutzung zum Mixen sinnvoll, zur Klangeinstellung sehr mühsam.
Nun zum Klirrverhalten: das erste Bild zeigt es bei 1khz Grundton und 0db Input/Output. Gegenüber einen A&H Xone S2 hat dieses Pult einen deutlich höheren Klirranteil. Ob das den bescheidenen Klang ausmacht ist schwer zu sagen ?
Bei mehr Input und Ausgangspegel nimmt der Klirranteil in den oberen Frequenzen zu.
zum Schluss noch 3 Impulsantworten mit maximal Abgesenken Filtern,
BassBild groß
Mid
Hi
Fazit..
Pluspunkte:
gute einfache Bedienung
Effektgerät eingebaut
Pegelabsenkung
Minuspunkte:
Verpolte XLR Ausgänge
stark rauschender Monitorausgang
schlechter Klang
mechanische Festigkeit der Kopfhörerbuchse
zu direkt arbeitende Filter (Geschmachssache)
Messtechnik:
Arta
Fireface 400
IBM Thinkpad T60
Das alles Spiegelt nur meine Persönliche Meinung wieder ![]()