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01V96 mit dem alten 01V verkuppeln?

  • martin
  • 8. April 2008 um 00:20
  • martin
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    3.234
    • 8. April 2008 um 00:20
    • #1

    N'abend,

    Seit einer Weile arbeite ich oft (und eigentlich ganz gern) mit meinem alten 01V. Das hat zuwenig Kanaele und etliche andere Schwaechen drum kauf ich ein 01V96.

    Spricht eigentlich etwas dagegen, das alte 01V fuer "weniger kritische" Instrumente herzunehmen und einfach die Main outs ueber die line Eingaenge des 01V96 durchzujagen?
    Oder wenn moeglich auch ueber eine Digitalverbindung?

    Die Sache ist die, dass ich die meiste Zeit in Clubs rumhaenge und mit einem 01V96 alles zufriedenstellend abwickeln kann. tatsaechlich konnte ich das auch schon mit dem 01V. Die Kiste klingt sicher nicht wie ein analoges midas, aber sie ist überraschend roadtauglich und "bierresistent". Selbst die Effekte hab ich zum teil wenn auch sehr sparsam eingesetzt.

    Nun koennte ich natuerlich das 01V verkaufen und das 96er ausbauen. Taete mir aber fast leid. Mit dem 01V haette ich immer ein Sparepult dabei wenn mal was passiert und manchmal mache ich aus Spass an der Freud Jobs, wo ich ein nagelneues 96er nicht hinstellen will.

    Mit dem 96er komm ich fuer 99% aller Jobs locker ueber die Runden. Ein Ausbau mit Karten und Wandlern waere dann fuer die gerade jetzt anlaufende open air Saison mit Coverbands, die doch deutlich mehr Kanaele brauchen als ich habe. Da duerfen die Drums schon mal komplett abgenommen werden.
    Die 01V ins 96er Variante ist da sicher nicht die eleganteste, aber ist es ein gangbarer Weg?
    Das ganze spielt sich in einem Bereich ab, der gerade mal so knapp über partypa ist, wenn man die alte Definition nach VA Grösse hernimmt. Also eher semiprofessionelle Bands im lokalen/regionalen Umfeld. Sicher keine Hochglanzproduktionen.

    Kurzum - 01V96 mit Adat und Wandlern ausbauen, oder bei gelegentlichem Bedarf auch mal russisch improvisieren und das 01V mit reinnehmen?

    danke
    martin

  • simonstpauli
    Profi
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    • 8. April 2008 um 00:55
    • #2

    Schwierige Entscheidung:

    Die zusätzlichen Fader des alten 01V klingen erstmal reizvoll, für eine reine FOH-Anwendung erscheint mir die Koppel-Lösung gut.
    Wenn mehrere Wege Monitor dazukommen könnte es komplex werden. Obwohl es das beim 96er auf 2 Ebenen auch ist.

    Ich würde das Folgende andenken:

    01V mit MY8AT ausrüsten
    01V96 hat eine Toslink-Schnittstelle an Bord

    Die beiden Pulte per Toslink verkoppeln (01V out, 01V96 in und Wordclock aus dem 01V96 in das 01V per BNC - da das alte 01V nicht ständig benötigt wird würde ich das 01V96 den Sync-Master geben lassen - das Ganze läuft dann natürlich mit maximal 48kHz)

    Dann hast Du 8 Kanäle aus dem alten in das 96er, das reicht für Front und bis zu 6 Monitorwege.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • SebastianJaeger
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    • 8. April 2008 um 09:17
    • #3

    Hi,

    ich würde das alte 01 verkaufen und dafür nen ADA8000 nehmen, für das Geld solltest Du sogar zwei bekommen. Dann ist Dein 01v96 mit 32 Kanälen augestattet wovon 28 mit Mikrofonvorverstärkern sind. Ausserdem kannst Du die Ausgänge des ADA8000 für zusätzliche Auxwege nutzen.

    Gruß

    Sebastian

    Jäger-Audiosolutions - Tools vom Tontechniker für Tontechniker
    http://www.jaeger-audiosolutions.de Cat Multicores, Speakon Multicores, Rednerpultmulticores etc., CNC Bearbeitung

  • martin
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    • 8. April 2008 um 09:25
    • #4

    Morgen,

    Hoppla, auf die Monitorwege hab ich nicht gedacht. Das waer ein ziemlicher Pfusch mit den 2 Pulten.

    Hmm, wenn ich wirklich ADA8000 nehme, brauch ich das 01V garnicht hergeben. Taugen die was? Ich hatte ursprünglich etwas "wertigeres" geplant.
    Zu den ADA8000 find ich zwar einerseits bezueglich Sound hier ganz nette Kritiken, ein paar User schreiben aber auch dass sie ihnen "abgeraucht" sind.

    danke
    martin

  • Ingmar
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    • 29. April 2008 um 00:49
    • #5

    Hallo,

    Ich habe die selbe Entscheidung vor zwei Jahren treffen müssen. Ich hatte zwei 01v gekoppelt und wollte dann ein bisschen mehr. Ein 01v mußte gehen und ein nagelneues 01v96 kam. Im Live-Einsatz mußte ich dann immer zwischen den beiden Pulten "umdenken". Das geht dann auch mal schief. Dann hab ich mir 2 ADA8000 + MYAT16 anstatt dem 01v geholt, um den 01v96 auf 32 Kanäle zu erweitern. Die Vorverstärker+Wandler der Behringer Teile sind auf jedenfall in Ordnung. Vom Höreindruck haben die mir sogar besser gefallen als die Yamaha-Eingänge. Das Problem bei dieser Konstellation war für mich die zweite Fader-Ebene für Kanal 17-32: Im hektischen Live-Betrieb kommt es auch mal zu Fehlbedienungen (bei mir jedenfalls). Letztes Jahr hab ich mir dann ein zweites 01v96 angeschafft. Jetzt bin ich rundherum zufrieden.
    Die Pulte lassen sich sehr gut kaskadieren. Im Notfall (hatte noch keinen) kann ich auch mit nur einem Pult die VA fahren. Im Siderack habe ich einen 2x31 dbx EQ für die Front , 2 x Behringer 3102 für die 4 Monitorwege und ein ALESIS DEQ830 . Das Side-Rack ist mit nur einem ADAT-Kabel am Master-Pult.

    Gruß ingmar

  • martin
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    • 29. April 2008 um 08:01
    • #6

    Morgen,

    Ich habs eh nun auch so gemacht, dass ich 2 ADA's (1x via eingebautem ADAT, 1x MY8-AT) ans 01V96 haenge und das alte Pult weglasse.

    Interessant find ich, dass du mit einem Haufen EQ's im Siderack unterwegs bist. Ich fand bisher die parametrischen vom 01V nicht nur ausreichend, sie sind mir auch weit lieber als grafische EQ's. Und mit den 4 Baendern kam ich eigentlich auch immer locker aus.
    Hast du da andere Erfahrungen gemacht, oder sind die grafischen mehr aus Gewohnheit dabei?

    cu
    martin

  • Ingmar
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    • 30. April 2008 um 17:16
    • #7

    martin:
    Das ist reine Gewohnheit.
    Front-EQ:
    Zur Raumangleichung gehe ich jedes einzelne Band durch und höre wie der Raum reagiert. Je nach dem wie aggressiv mir der Raum die Frequenzen um die Ohren haut belasse ich den Regler gleich auf der Stellung, die ich für richtig halte. Damit ist man ziemlich schnell. Teilweise nehm ich trotzdem noch den parametrischen dazu um z.B. breitere Bereiche an- oder abzusenken.
    Monitor-EQ:
    Die Behringer-Teile haben jeweils ein LED im Regler, das aufleuchtet, wenn in diesem Band was über die Bühne geht. Das ist sehr schön zum Entpfeifen geeignet: Monitore aufreisen bis es langsam koppelt und den leuchtenden Regler nach unten schieben. Leider steht aber Behringer drauf, was zu den üblichen unnützen Diskussionen führt.
    DEQ830:
    Der ist erst zwei Wochen alt und wirkelt als DA-Wandler, als "Loudness-Taster" in den Spielpausen und als Analyser im SOLO-Zweig.

    Was leider auch Realität ist: Ein Side-Rack mit 186 Fadern, die auch noch bunt leuchten beeindrucken dein Auftraggeber mehr als ein einfaches 01v96. Aus diesem Grund werde ich wahrscheinlich trotz DEQ830 bei meinem 10HE Side-Rack bleiben.

    Gruß Ingmar

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