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unzureichender Limiter bei EV QRX?

  • Johannes Schilling
  • 12. April 2008 um 21:05
  • Johannes Schilling
    Beiträge
    184
    • 12. April 2008 um 21:05
    • #1

    Hallo,

    ich habe letztens mit einem EV QRX Setup gearbeitet, bei dem die QRX 218 Doppel 18" Bässe verwendet wurden! Diese wurden über die EV P1201 inkl. original M 218S Modul, für die bennanten Bässe, betrieben!
    Nun war es aber so, dass obwohl ja die original EV Controller/Limiter verwendet wurden, die Bässe bei sehr hohem Pegel zu zerren, knacksen bzw. zu krachen anfingen.
    Sobald man in diesen Bereich kam, leuchtete zwar auch der Limiter am Amp auf und der Limiter griff dann auch ein, aber die unschönen Reaktionen der Bässe, auf den zu hohen Pegel, hatte man trotzdem!
    Als ich die Anlage danach noch mal testete, viel mir auf, dass dieses Phänomen bei allen 4 Bässen und auch bei allen 4 Endstufen mit Controllermodul auftritt! Ein Defekt ist doch somit eigentlich auszuschließen? Kann es sein, dass das von EV wirklich bewusst so abgestimmt wurde, dass der Limiter erst greift, nach dem sich die Bässe schon zu Wort gemeldet haben?
    Falls ja, warum? Ich kenne eigentlich kein anderes System, bei dem die Controller die Limitierung erst so spät beginnen, was ja auch Sinn macht, da der verschleiß somit so weit wie Möglich eingeschränkt wird! Das Problem ist nur, dass man an dem M 218S Modul auch leider nicht wirklich etwas verstellen kann, auch nicht auf dem Modul an sich (Jumper, Poties usw).

    Nun meine Frage: Kann das wirklich werksseitig von EV so gewollt sein? Falls ja, warum?


    Meiner Meinung lässt sich das Problem leider auch nur mit einem EV DX38 mit entsprechendem Preset und evtl. nachjustierung des Threshold des Limiters beheben! Oder sieht das jemand anders?

    Danke im Voraus!

  • hypomann
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    • 13. April 2008 um 11:16
    • #2

    In den RX 218 Subs sind laut EV Datenblatt ja 2 DL 18MT Speaker verbaut. Diese Speaker sind sehr anfällig auf höhere Belastung. Ich spreche da leider aus Erfahrung denn mir sind einige dieser Speaker kaputt gegangen. Man sollte da also keinesfalls mehr als die 400 Watt pro Speaker also 800Watt pro Box draufgeben.
    Da der P1201 MonoAmp ja 1 x1200 Watt an 4Ohm leistet kann das schon zu viel Leistung sein ,wenn man die Amps bis zum Maximum ausfährt. Dadurch schlägt die Schwingspule der Speaker an ,was dann dieses Knacksen verursacht. Bei mir sind dann oft die Membrane an der Sickenkante eingerissen. Ich denke mal das die Pappen und die Einspannung sowie der Spider dieses Speakers viel zu schwach ausgelegt sind im Vergleich zu z.B. RCF P300. Die eigentliche Schwingspule ist bei mir nie durchgebrannt sondern immer nur die Membranen gerissen und das obwohl ich immer mit Controller DX38 original Setup gearbeitet habe und das System auch nie voll ausgefahren habe.

  • elbiz0
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    • 13. April 2008 um 12:43
    • #3

    hallo,das problem hatte ich auch.
    versuch mal die untere trennfrequenz etwas anzuheben,vielleicht bis 40hz und steiler abzuschneiden.

  • wtfits
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    641
    • 13. April 2008 um 14:18
    • #4

    :D

    Einmal editiert, zuletzt von wtfits (27. Februar 2009 um 12:46)

  • Johannes Schilling
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    • 13. April 2008 um 17:30
    • #5

    ok, dann ist das Porblem also bekannt!
    Leider ist die Anlage nämlich so eigentlich nicht wirklich sicher einzusetzten, denn wenn man da einen DJ hat, der hinter der Pa steht und auch noch Kopfhörer auf hat, der zerstört einem die PA in kürzester Zeit!
    Auch bei Fremdtechnikern ist das so eine Sache!
    Außerdem hört es sich ja auch furchtbar an!

    Das Problem ist nur, dass bei diesem System nur die M218S Moduleinschübe für die P1201 Amps vorhanden sind, und an denen kann man nicht wirklich was verstellen! Somit ist es nicht möglich den Limiter anders zu justieren!

    Wenn man also mal ehrlich ist, sind die QRX 218 Bässe mit dem original EV P1201 Amp + zugehörigem M218S Controllermodul nicht sicher zu betreiben!

    Was haben sich die Jungs da bloß dabei gedacht!
    Das hört sich schrecklich an und führt über kurz oder lang auch sicher zum Tod der Speaker!

    Die einzige Möglichkeit besteht also darin einen DX38 anzuschaffen und bei diesem dem Limiter des original Presets auch noch nach zu jusieren, oder wie seht ihr das?

  • hypomann
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    • 13. April 2008 um 18:04
    • #6

    Es muss ja nicht unbedingt der EV DX 38 sein. Die Werte des Presets kannst du auch in anderen Controllern einstellen. Ich kann dir die Werte gerne geben.
    Oder aber die DL18MT Speaker tauschen gegen entweder EVX 180 wenn du bei EV bleiben möchtest, oder was ich gemacht habe tauschen gegen RCF L18P200. Mit den original Speakern wirst du auf Dauer nicht glücklich werden. Es muß bei diesem Typ anscheinend ein enormer Qualitätsverlust in der Herstellung in den letzten Jahren eingetreten sein. Wahrscheinlich werden die mittlerweile auch schon in China produziert.

  • Johannes Schilling
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    • 13. April 2008 um 18:41
    • #7

    Ist schon klar, dass das nicht unbedingt der DX38 sein muss!
    Es geht ja hauptsächlich um die Limitierung und für diesen Zweck werde ich mir wohl einen DBX Drive Rack PA Controller zulegen!
    Der ist sehr Preiswert (kostet weniger als 500€) und dürfte für diese Zwecke völlig ausreichend sein!
    Welche Einstellungen verwendest du denn für den Limiter der 218er?

  • hypomann
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    • 13. April 2008 um 20:12
    • #8

    Also das original EV Preset mit RX212 Tops und RX218 Bässe sieht folgendermaßen aus. Habe jetzt nur die Werte für die Rx218 Bässe rausgesucht:
    Hipass: Butter 24 bei 40 Hz
    Lopass: Linkwitz 24 bei 125 Hz
    EQ: Low Shelving +7dB 90 Hz Slope: 12dB
    Limiter bei 2 dbU
    Das sieht alles relativ vernünftig aus und müßte eigentlich bei intakten Speakern funktionieren. Vielleicht mal statt der 7dB am EQ nur 4 dB Anhebung einstellen und dann noch mal probieren.

  • Johannes Schilling
    Beiträge
    184
    • 13. April 2008 um 20:58
    • #9

    Da ja die P1201 Amps inkl. M218S Controllermodul verwendet werden, wäre es interessant zu wissen, was denn das M218S Modul so alles macht!?
    Ich nehme an, dass der Hi-und Lopass ähnlich, wenn nicht sogar gleich gesetzt sind und auch der EQ ähnliche Parameter aufweißt!
    Somit müsste ich ja dann beim DBX Driverack PA nur noch den Limiter neu justieren und evtl. noch feine justierungen am High- und Lowpass bzw. EQ vornehmen!
    Das Problem ist nämlich, dass der P1201 Amp ja mit dem M218S Modul betrieben wird und man dieses ja nicht so einfach außer Kraft setzten kann! Somit es es ja wichtig auch darauf zu achten, dass man dann, wenn man auch noch einen Digitalcontroller einsetzt, nichts doppelt gemoppelt wird, oder habe ich da einen Denkfehler!

  • Jens Droessler
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    • 13. April 2008 um 22:19
    • #10

    Die Limiter des DriveRack PA werden dich sicher auch enttäuschen....

  • Jonnytrance
    Gast
    • 14. April 2008 um 18:39
    • #11

    Mal Jungs von EV kontaktieren.
    Also ich würde folgendes vorschlagen:
    P1201 ohne Modul betreiben, Controller zulegen (kann auch Behringer sein).
    Ich glaube liemitirung ist hier nicht das Problem (blinkt Clip LED, steht Amp -3dB vor clipping, also liefert ca. 600W). Vermutlich Filterung und EQing nicht geieignet für die Bässe.
    Würde in diese Richtung was probieren: Lowcut 35 - 40Hz BW12; Lowpass 90 - 110Hz BW24; EQing im Bereich von Tuningfrequenz: Gain +3 bis +6 Q2 bis 3.

  • Johannes Schilling
    Beiträge
    184
    • 14. April 2008 um 23:23
    • #12

    Also ich werde morgen auf alle Fälle mal mit den Jungs von EV telefonieren!
    Es kann doch nicht sein, dass, laut deiner Aussage Jonnytrance, Filterung und EQing nicht geeignet für die Bässe sind, wenn ich das original Controllermodul im original Amp verwende! Wobei du natürlich leider recht haben musst, dass da anscheinend die Jungs von EV wirklich irgend etwas falsch gemacht haben, ansonsten würde das Setup ja so einwandfrei spielen! Ich denke, dass es sich leider um einen Mix aus mehreren Faktoren handelt!

    1.) Speaker sind nicht von hoher Qualität
    2.) Gehäusetuning passt nicht optimal zu den Speakern
    3.) Filterung ist nur auf klangoptimierung ausgelegt
    4.) Unzureichende Limitierung durch Controllermodul
    5.) Lowcut zu niedrig angesetzt für diese Speaker
    6.) Amp hat zu viel Peakleistung für diese Bässe

  • Jonnytrance
    Gast
    • 15. April 2008 um 15:27
    • #13

    Also wenn ich Orig. Controller Setup für RX218 anschaue:

    Zitat von "hypomann"

    Also das original EV Preset mit RX212 Tops und RX218 Bässe sieht folgendermaßen aus. Habe jetzt nur die Werte für die Rx218 Bässe rausgesucht:
    Hipass: Butter 24 bei 40 Hz
    Lopass: Linkwitz 24 bei 125 Hz
    EQ: Low Shelving +7dB 90 Hz Slope: 12dB
    Limiter bei 2 dbU


    frage ich mich auch, was die Jungs dabei gedacht haben. Besonders bei LShelving. Man hebts an, dann ab Eckfrequenz steil absenken. Hat da jeman über Laufzeit und Phase nachgedacht. Vielleicht gibt ne logische Erklärung... Nur ich finde es besser, wenn die bei BW12 im Lowcut geblieben währen, Gain um +7dB angehoben und Frequenzen um die 90Hz senken (Q nach Geschmack), oder einfach mal Nutzbass anheben mit entsprächendem Q (dazu noch B6 im DX38 auf Q0,8 oder 1,0).

  • spl
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    • 15. April 2008 um 19:23
    • #14

    Hatte vor Jahren das selbe Problem,
    allerdings mit nem Eliminator kW (auch 2x DL18MT).

    Trotz original Setup im DX38 und ner EV Endstufe,
    die niemals an die Grenzen des Chassis kommt hat es bei höheren Pegeln genkracht wie als wenn da drin ein Baum umfällt :?

    Bei mir hat es geholfen,
    die Trennfrequenz mit Linkwitz auf 80Hz runterzuschrauben.
    Das hat nicht nur besser geklungen, sondern seit dem hat es auch nicht wieder gekracht...

    Über Technik spricht man nicht - man arbeitet damit

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