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Berliner Presse feiert erste Clubs mit Laustärkebegrenzung

  • sven
  • 17. April 2008 um 01:05
  • sven
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    • 17. April 2008 um 01:05
    • #1

    durch den ganzen Blätterwald durch hindurch:

    die BZ:
    http://www.bz-berlin.de/BZ/berlin/2008…eo=4282990.html

    der tagesspiegel:
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/Hoerschaeden;art270,2513819

    die berliner zeitung:
    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitu…0035/index.html

    Akezeptiert nun der Normal Kunde die Begrenzung ?

  • simonstpauli
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    • 17. April 2008 um 01:50
    • #2

    Warum sollte der Kunde das nicht akzeptieren?

    In der Fabrik Hamburg gibt es seit Jahren 100dB und ich habe einige Groß-Disco-Veranstaltungen mit 90 - 99 dB auf der Tanzfläche gefahren (je nach Vorgaben, TA Lärm - Entfernung des maßgeblichen "Nachbarn" bzw. BGV), wenn das Beschallungskonzept stimmig ist kann das auch noch Spaß machen...

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • sven
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    • 17. April 2008 um 02:44
    • #3

    Achso , ich meinte den gemeinen zahlenden Besucher, der auf der Suche nach dem "Kribbeln in Ohr" ist.
    Ich denke der Betreiber und der Dienstleister sollen die Sache ja gegessen haben.
    simonstpauli "... das kann auch Spaß machen... " genau, wenn man weiss wie es denn sein soll,
    dazu mein lieblings Zitat: " ...und das tut auch gar nicht so weh sie sonst immer...." ( das habe ich als Lob aufgefasst .... 8) )

    Ist denn die Aufklärung über das potenzielle Gesundheitsrisiko schon bei der Bevölkerung angekommen, respektive bei der Generation Kopf im Ohr und MP3 Player Implantat ?

  • simonstpauli
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    • 17. April 2008 um 03:11
    • #4

    ja nun, ich glaube den meisten Besuchern ist überhaupt nicht klar, wie laut es gerade ist.

    Alle folgenden Werte LEQ

    Beispiel 1: Meine Show heute, vor der ersten Band 60 dB in der Halle, dann die Band mit 90-95dB, das war gefühlt 120dB ;-), dann Umbau bei 80dB, dann die zweite Band mit 95-99dB (LEQ10s auch schon mal 100-101), gegen Ende eher an der oberen Grenze. Was bedeutet, die Dynamik ist extrem wichtig.

    Das gilt auch für Beispiel 2: Disco, ca. 2000 Besucher. Der erste DJ mit ca. 90dB, das reißt zwar keinen vom Hocker, aber die ersten tanzen bereits. Dann der Stargast aus England. Satt komprimierte 100dB. Da war es natürlich schwer, die Residents noch zu featuren. Das geht noch besser.

    Aus dem Gästebuch:

    Zitat

    hey die feier gestern war einfach ma zuuuu geil es ist immer wieder schön euch hier in hamburg anzutreffen und einfach ma nur FEIERN !!!!!!!
    freu mich schon auf nächstes ma

    ps. gestern wurde da ne zeit lang von der bühne videos gedreht kann mir jemand sagen ob ich mir das irgendwo angucken kann oder war das einfach nur für privat ??


    Das mit dem Video ist ein Insider, ich hab jedenfalls herzhaft gelacht. Scheint sich unter DJs rumzusprechen, daß eine billige Videokamera und eine LED-Taschenlampe unbedingt zum Arbeitsgerätepark dazugehört.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • sven
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    • 17. April 2008 um 03:31
    • #5

    Interessieren dich Punkt und Komma kaum,
    kommst du aus dem Rhein Neckar Raum :(

    Auch ein Gästebuch, sei es noch so sinnfrei, freut sich über eine schöne Orthographie. Aber was lernt man denn noch in Schulen wenn man immer am Händy rumsimst und mit einem Ohr den besten Supermix in MP3 Manier hört

    Zurück:
    Nun war ja heute wieder Tag der Lärmbekämpfung
    http://www.tag-gegen-laerm.de/startseite_1.php

    So die grosse Revolution hat meiner Meinung nach noch nicht stattgefunden, aber die Medienpräsenz ist ja ein guter Ansatz

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    • 17. April 2008 um 08:48
    • #6
    Zitat von "sven"

    Nun war ja heute wieder Tag der Lärmbekämpfung
    http://www.tag-gegen-laerm.de/startseite_1.php

    Das dürfte auch der Grund dafür sein, dass das gerade jetzt durch die Presse geht. Denn zumindest im Matrix sind die Levelmaxe schon seit Jahren installiert...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • simonstpauli
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    • 17. April 2008 um 13:00
    • #7

    Tag der Lärmbekämpfung? Was es alles gibt.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • marcoboy
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    • 18. April 2008 um 15:18
    • #8

    Die Gäste sind das wenigste Problem. Das größere die DJs. Wenn keine Stimmung aufkommt ist immer die Lautstärkebremse daran schult. Als Gastronom muss man ein hartes Fell haben und das gejammer von den DJ auszuhalten. Die meisten DJs sind unfähig das leiser anfangen auch umzusetzen. Deshalb mag ich bezweifeln das es in der Praxis funktioniert.

    Nur ein verständnis von dem Man am Lautstärkeregler führt zum erfolg.

  • simonstpauli
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    • 18. April 2008 um 20:17
    • #9

    allerdings. Bei DJs und Musikern (wie auch bei Technikern, ich greife mir da gerne auch an die eingene Nase) ist noch viel zu tun, was Dynamik betrifft.

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  • binson
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    • 18. April 2008 um 21:44
    • #10

    Dynamik? Wie denn bei tot komprimierten Konserven? Da müsste man ja glatt nen Expander in die Summe hängen...

    --- I've been mad for fucking years, absolutely years, been over the edge for yonks, been working me buns off for bands. ---
    (Chris Adamson)

    Blog: Optinal Mittelgrund

  • simonstpauli
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    • 18. April 2008 um 21:49
    • #11

    Expander bringt bei den Konserven auch nichts mehr. Ich meine die Langzeit-Dynamik, SPL-Spannungsbogen ;)

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  • marcoboy
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    • 18. April 2008 um 22:55
    • #12

    In den Läden wo das Problem Lautstärke ein Problem war wurde bis jetzt immer ein Dateq SPL D2 mit SPL5 installiert. Ich mag keinen hart eingestellten Compressor ohne Lerneffekt. Die Dateq Geräte sind schon ok. Allerdings können die meisten DJ nicht mit so einer Messung umgehen und das immer noch nach 10 und mehr Veranstaltungen. Hauptkritikpunkt der DJ ist " Man kann ja keine Höhepunkte mehr setzten"

    Logisch wenn man schon nach 10min auflegen den SPL dazu nötigt 10db leiser zu machen. Das einzige was die Zunft tun müsste ist leiser machen wenn der SPL reduziert. Aber das scheint bei 95% der DJs unmöglich zu sein als ob der Master einrastet. Vielmals ist auch folgendes zu beobachten das der Master voll aufgedreht wird und die Lautstärke mit dem Gain oder dem Linefader geregelt wird. Wo lernt man so was ?

    Das schlimme der daran selbst Top DJs nicht in der Lage sind mit den Thema Lautstärke umzugehen. Wir reden hier von DJ die für 3 Stunden auflegen 10k € Kassierern. Bei DJ aus den Ausland Ibiza etc ist jedes Gespräch völlig nutzlos.

    Der Diskothekenverband feiert weiter seinen DJ Führerschein der nichts bringt. Kein Arsch hält sich daran. Die Beschallungsanlagen werden immer Lauter klingen dafür immer schlechter. Die Jugend hat kein Gefühl für Lautstärke und Klang. Die meisten sind schon Taub und denen lässt sich Klang nicht mehr beibringen.

  • smitty
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    • 19. April 2008 um 11:08
    • #13
    Zitat von "marcoboy"

    ...als ob der Master einrastet...

    der ist eh nur in eine Richtung drehbar :D

    Simon@fye-service.de

    http://www.fye-service.de

  • simonstpauli
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    • 19. April 2008 um 18:16
    • #14

    Ich stelle mir jetzt mal vor ich wäre DJ:

    Ich mache laut, merke wie die PA schiebt - cool
    Ich mache lauter und die Leute jubeln - auch cool

    Wo soll da bitte das Verständnis herkommen, wenn es sich "richtig" anfühlt, laut zu machen?

    Das ist ein schwieriger und langwieriger Prozeß.

    Und bitte nur auf den DJs rumhacken, wenn man als Techniker nie im Leben ein dB lauter gemacht hat als man eigentlich sollte, weil es sich gut angefühlt hat, weil man die Stimmen viel besser über die Instrumente bekommen hat etc.

    Leise mischen ist eine Kunst, leise auflegen genauso, vor allem, wenn man noch Dynamik im Set haben möchte...

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • Mechwerkandi
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    • 19. April 2008 um 19:00
    • #15

    Interessanterweise wird es wohl in der nächsten Zeit eine erhebliche Zunahme im Angebot an gebrauchten Lautsprecherboxen geben, denn in Fortsetzung der behördlichen Vorstellungen lassen sich die dann zulässigen Pegel problemlos mit ein paar 15/3ern darstellen. :D

    Plötzlich braucht es dann wieder Boxen, die auch "leise" gut spielen... :wink:

    Neues Potential für Entwickler...

  • tufkadib
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    • 20. April 2008 um 13:05
    • #16
    Zitat von "Binson"

    Dynamik? Wie denn bei tot komprimierten Konserven? Da müsste man ja glatt nen Expander in die Summe hängen...

    Zum Lautheitswahn auf CDs kam vor ein paar Tagen ein interessanter Beitrag im Radio (im richtigen Radio, nicht im Webzeugs).
    Da war auch von irgendeinier US-Vereinigung, vermutlich von Künstlern / Plattenfirmen die Rede, die diesen Schwachsinn nicht mehr mitmachen und am Qualitätsanspruch orientierte Tonträger herausbringen wollen.

    MfG

    DirkB

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    • 20. April 2008 um 13:21
    • #17
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Interessanterweise wird es wohl in der nächsten Zeit eine erhebliche Zunahme im Angebot an gebrauchten Lautsprecherboxen geben, denn in Fortsetzung der behördlichen Vorstellungen lassen sich die dann zulässigen Pegel problemlos mit ein paar 15/3ern darstellen. :D

    Für Konserve mag das teilweise zutreffen, für Live sicher nicht.

    Bei Live liegt Lmax ohne weiteres mal 25 dB über Leq. Wenn wir von 99 dB Laeq am maßgeblichen Immissionsort ausegehen, und so gleichmäßig beschallen, dass es am FOH nur 10 dB weniger sind, dann brauchen wir am FOH einen Spitzenpegel von 114 dB. Das ist nicht so weit von den riderüblichen "115 dB unverzerrt am FOH" entfernt... :wink:

    Was demnächst jedoch nicht mehr geht, ist die stark ungleichmäßige Beschallung. 90 dB Leq am FOH, indem man am lautesten Publikumsplatz 110 dB hat. Rechts und links der Bühne scharze Kisten hochstapeln wird aussterben, geflogener Beschallung wird die Zukunft gehören.

    (Am Rande: Das konnte man schon vor 5 Jahren wissen und seine Investitionsentscheidungen darauf abstimmen...)


    Zitat

    Plötzlich braucht es dann wieder Boxen, die auch "leise" gut spielen... :wink:

    Es braucht vor allen Tontechniker, die auch etwas anderes können als "wenn schon nicht gut, dann wenigstens laut".

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Mechwerkandi
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    • 21. April 2008 um 13:08
    • #18
    Zitat von "ADMIN"


    Für Konserve mag das teilweise zutreffen, für Live sicher nicht.

    Weswegen ich auch etwas von "Fortsetzung" schrieb.
    Die z.Zt. geltenden Vorschriften sind wohl allgemein bekannt, werden allerdings zumindest hier in HH seitens der Verwaltung permanent ignoriert/unterlaufen.

    Sehr interessant in diesem Zusammenhang die Entwicklung am p-40.
    (Für buten-Hamburger: Eine ehemalige Pathologie, aus der ein Kulturzentrum gemacht werden soll)

  • simonstpauli
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    • 21. April 2008 um 15:20
    • #19
    Zitat von "Mechwerkandi"

    ...Für buten-Hamburger: Eine ehemalige Pathologie, aus der ein Kulturzentrum gemacht werden soll)


    auch der binnen-Hamburger kennt das nicht...

    Ich hab nun einige Male (zweifellos recht ungenau, Mikrofon, Laptop und Levelmax) für mich den LEQ gemessen und muß konstatieren, daß 99dB eine ganze Menge Holz sind. Man kann druckvoll mischen auf diesem Level.

    Natürlich begrenzt der lauteste Zuschauerplatz die Gesamtlautstärke und eine homogene Beschallung ist das Ziel (sollte es eigentlich auch immer gewesen sein)

    Nun kommen BGV und TA Lärm hinzu.

    Ich habe es bis jetzt nur in Hannover erlebt, daß auf die Lautstärkebegrenzung am Gastro-Arbeitsplatz geachtet wird.
    Mir fallen da in Hamburg so einige Tresen ein, die an ihrer Position so nicht haltbar sind (deutlich über 90dB)

    TA Lärm: ja nun, schwierig abzuschätzen, wer misst schon jede Veranstaltung mit und wie überredet man den maßgeblichen Anwohner, sein Fenster zu öffnen?
    Bunker haben schon Vorteile, auch nach dem Luftkrieg ;)
    Außerdem mag ich die Liftboys im U+G, das hat schon Stil... (was für binnen-Hamburger)

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • Mechwerkandi
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    • 21. April 2008 um 16:55
    • #20
    Zitat von "simonstpauli"


    auch der binnen-Hamburger kennt das nicht...

    Die alte Pathologie des Krankenhauses Eilbek, hinter dem Friedrichsberger Bahnhof gelegen.
    Wird z.Zt. für ~ 800.000 € Steuermittel als Kultur- und Veranstaltungszentrum hergerichtet.

    Aufgrund der direkten Nähe zum Wohngebiet "Parkquartier Friedrichsberg" würde ich davon ausgehen, das alles, was lauter ist wie eine Dichterlesung, direkt nachbarschaftlichen Unbill hervorruft.

    Egal, was da wo gemessen wird... :D

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