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Was sind Kult Boxen?

  • us-vanrot
  • 27. April 2008 um 20:51
  • us-vanrot
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    213
    • 27. April 2008 um 20:51
    • #1

    Hallo
    Welche Boxen waren in den 70er und 80er jahren kult, außer:EV,Zeck oder Dynacord?
    gruß hansi

  • rockline
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    Beiträge
    4.440
    • 27. April 2008 um 21:15
    • #2

    Sowas hier:

  • Audiowerk
    Verifiziert
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    2.757
    • 27. April 2008 um 21:17
    • #3

    Bemüh' mal die Suchfunktion, das Thema haben wir hier schon ein paar Mal durch. Es gab früher halt diese wunderlichen Rasierer (Martin-Mitteltonkabinette), Bass-Badewannen (W-Bins) und diese riesigen Trötenhörner, manchmal mit Diffusor, manchmal mit Lamellen... die Endstufen waren im Vergleich zu heute lächerlich schwach, hatten oft beleuchtete Drehspulinstrumente (was man speziell in den 80ern wohl sehr cool fand), von Phasing sprach keiner, Hauptsache war, man hatte genug Chassis zusammengestellt. Fünfzig, sechzig Pappen pro Seite waren auf einem guten Event keine Besonderheit. Gerockt hat das sicherlich auch. Nun, und dann gab es sowas wie das S2 von Clair, da war alles auf einmal drin, und andersherum die Idee, jeden Lautsprecherweg in ein eigenes Gehäuse zu bauen. Dann wurden riesige Holzkisten übereinander gestapelt, unten die Bins, dann die Mitteltönerkisten, manchmal noch extra Kartons für den Hochmittelton, dann so ein lustiges Horn und als Krönung obendrauf ein hanebüchenes halbrundes Ding mit sechs, sieben Treibern fürs Gezischel. Sah gewiss wunderlich albern aus, zumindest mit meinen Augen betrachtet :D

    Ich weiß nicht so recht. Manchmal denke ich mir, vielleicht wäre es cool gewesen, wenn ich das früher alles mitgemacht hätte. Andererseits sehe ich heute sowas wie KF650, Hawkwind, MSL3, Vertec usw. und bin froh, dass ich nicht diese multiplen kleinen und großen Holzkisten laden und verbauen muss. Und ich glaube, einen besseren Ton hat's auch. Aber das müssen die Leute beurteilen, die früher mit dem alten Kram gerockt haben. Die sind natürlich selber schon abnormal alt, so dass man ihren Worten manchmal nur mit Vorsicht Glauben schenken sollte... sie kommen einfach aus einer anderen Zeit :D

  • Audiowerk
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    2.757
    • 27. April 2008 um 21:18
    • #4

    Irgendwie habe ich befürchtet, dass der Stefan hier schreibt... das ist die Altersklasse :D :D

  • tufkajck
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    • 27. April 2008 um 21:19
    • #5

    Es war schon Kult, wenn irgendwo ein P.A. stand.
    Selbstbau gab es viel, da Markenholz saumässig teuer war.
    Sonst Martin, Stage Accompany, Zoothorn, Turbosound dann später.

  • tufkajck
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    • 27. April 2008 um 21:25
    • #6
    Zitat von "starstage"

    Aber das müssen die Leute beurteilen, die früher mit dem alten Kram gerockt haben. Die sind natürlich selber schon abnormal alt, so dass man ihren Worten manchmal nur mit Vorsicht Glauben schenken sollte... sie kommen einfach aus einer anderen Zeit :D

    (indenarschtret)

  • outliner
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    3.031
    • 27. April 2008 um 22:48
    • #7
    Zitat von "us-vanrot"

    Hallo
    Welche Boxen waren in den 70er und 80er jahren kult, außer:EV,Zeck oder Dynacord?
    gruß hansi


    RFT :)

    Wenn keiner weiß, worum es geht, dann geht es hundertprozentig um Geld.

  • Tobias Zw.
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    27
    • 28. April 2008 um 07:17
    • #8
    Zitat von "starstage"

    Aber das müssen die Leute beurteilen, die früher mit dem alten Kram gerockt haben. Die sind natürlich selber schon abnormal alt, so dass man ihren Worten manchmal nur mit Vorsicht Glauben schenken sollte... sie kommen einfach aus einer anderen Zeit :D

    Sag mal, geht's noch?!? Ich bin hiermit groß geworden, und habe seitdem auf Modularanlagen, Clustersystem, Linearrays, Einzelböxchen und vor allem ganz viel Mist, der mit großartigen Marketingmaßnahmen beworben wurde, gemischt. Und ich habe meine Erfahrungen mit all' diesen Systemen gemacht und mir meine Meinung gebildet...

    Was z. B. den Wirkungsgrad angeht, kann glaube ich keiner einer Modular-PA das Wasser reichen. Und vom Klang her ziehe ich pro Seite 12 Martin-Bins jeder modernen direktabstrahlenden Wabbelkiste vor.

    Nur weil die PA in Deinen Augen komisch aussieht, heisst das nicht, dass sie kompletter Schrott ist - die Menschen früher waren auch nicht komplett doof...

    Die Martin Modular-PA ist auf jeden Fall Kult! Und lässt sich viel, viel leichter aufbauen als ein geflogenes Line-Array, mit dem man die gleiche Fläche so laut beschallt.

    Keiner spricht über den Mitten-/Hochtonklang...

    :wink:

    MfG Tobias Zw.
    - bass entsetzt darüber, dass er jetzt schon zu den fabulierenden Rentnern zählt -

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • tobias kammerer
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    1
    • 28. April 2008 um 08:58
    • #9

    Direktes Kommentar an Tobias Zw.

    Häääääääääääääääääää?????????!!! Ich bin auch damit groß geworden und das Zeug ist sicher besser als man auf den ersten Blick glaubt. Aber gerade die alten Basshörner waren doch unter aller Sau im Vergleich zu allem was es heute gibt. Es gab einzelne (laute) Resonanzfrequenzen, oft mit unglaublich langem Nachgewobbel. Das kann aus meiner Sicht garnicht mit einer modernen (solange kein Schrott) PA mit. Auch der Sound auf den ersten 5 Metern war unausstehlich, weil sich da der Einzelklang der Wege noch nicht addiert hatte. Man trennte Bässe meißt auch bei ca 250 bis 350 Hz, was diesen Eindruck noch verschlimmerte. Ich bin also echt platt, daß Du das Zeug so lobst. Das soll übrigens kein Angriff auf Dich sein, aber ich wollte mir eine Gegenmeinung nicht verkneifen.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • UlTraAudio
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    • 28. April 2008 um 09:19
    • #10

    Vieleicht noch ein Bild, welches hier gut passt, das aber kaum jemand kennt.


    -klick-

    Zitat von "Erocs Webauftritt"

    Ungewöhnlich war die von Udo Klempt-Gießing entworfene Tonanlage,
    die völlig auf Mittel- und Hochtonhörner verzichtete,
    dafür durch sehr viele Membranchassis einen unglaublich warmen,
    transparenten Klang im Saal erzeugte.

    Ein ähnliches Prinzip verwendeten nur „Greatful Dead".

    Ein paar Infos dazu findet man in den in der Bildersammlung auf Erocs Webseite und in Rockpommels Land.

    Aber, das geht ja mehr in Richtung Kultband.

    beste Grüße

    Ulf

    Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu machen... Aristoteles

  • Schalldruck
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    • 28. April 2008 um 09:58
    • #11
    Zitat

    Es gab einzelne (laute) Resonanzfrequenzen, oft mit unglaublich langem Nachgewobbel. ....Man trennte Bässe meißt auch bei ca 250 bis 350 Hz,


    Ich empfand die damaligen Hoerner, z.B. Martin Bins um einiges direkter als viele heutige Schwermembran-BR-18er. Klar war viel fehlbestueckter Selbstbauschrott unterwegs, statt dessen gibt's heute halt die Dap/Omitronic Liga. Und Anfang Mitte der 90er war das ganze alte Zeug eh schon verkauft, mit Schrott bestueckt, halb kaputt und in der Hand von HKS und ahnungslosen Bands. Nicht geeignet um sich eine objektive Meinung zu bilden. Ahnung von der Materie musste man damals auch schon haben, die Anforderungen haben sich geaendert, die Physik ist uebrigens die gleiche geblieben :D
    Zu "Bass trennen": Heute trennt man bei 100Hz und das Top setzt bei 250Hz ein, unter der Praemisse des geringstmoeglichen Packmasses, und grosster Gewinnmaximierung. Ergebnis: Langweiliger, druckloser Sound.
    Frueher verbaute man leichte wirkungsgradstarke 15er im Bass, die konnte man auch bis 250Hz hochlaufen lassen.

    Die Intelligenz eines Autors steht meist in umgekehrt proportionalem Verhältnis zur Anzahl der verwendeten Ausrufezeichen.

  • Tobias Zw.
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    • 28. April 2008 um 11:20
    • #12

    @ Tobias Kammerer:

    Also, bei den Martinbins (so sie denn mechanisch in Ordnung sind), bestückt mit JBL 2226H und getrennt bei 160 Hz hatte ich nie Malheur mit Gewobbel oder Resonanzen - dafür aber ein BassDRUCK (sic!), den man aus vergleichbarem Boxenvolumen heutzutage nur noch selten zu hören bzw. spüren bekommt. Voraussetzung allerdings: Mindestens 8 Bässe pro Seite.

    De gustibus non disputandem...

    Wobei ich Dir Recht gebe, dass es auf den ersten Metern gewöhnungsbedürftig ist. Aber da steht ja (bei einer echten Veranstaltung) auch keiner...

    Edith: Aufpassen, dass wir nicht Martinbin und W-Bin verwechseln. Letzteres neigte schon zum rumbrummeln und -wobbeln.

    :wink:

    MfG Tobias Zw.
    (jetzt bei der Kling&Freitag CA106-Fraktion)

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • tufkajck
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    • 28. April 2008 um 11:53
    • #13

    Aber auch W-bin ging sehr gut, etwas tiefer als die Martins, 4 Stück übernander macht einfach nur süchtig.

    Man beachte, dass es damals keine Bässe und Höhen gab.
    Echte 50 Hz haben gereicht, 12K als Obertöne auch.
    Die 2K Zerre der JBL 2545 machte Vocals laut. Da hat keiner gemotzt.

    Das es heute besser gehen kann, ist ja schön. Keiner will aber grosse Tops stacken (ausser Rockline), 200 Hz lassen wir ebeso laut zur Bühne zurückdonnern wie nach vorne.

  • Volker
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    • 28. April 2008 um 12:32
    • #14

    jbl einzel- und doppel- bassrutschen....

  • linearray
    Gast
    • 28. April 2008 um 12:56
    • #15
    Zitat von "Tobias Zw."

    vom Klang her ziehe ich pro Seite 12 Martin-Bins jeder modernen direktabstrahlenden Wabbelkiste vorv


    Hi
    Ende der 80er Jahre hatten ich über 20 Martin S1 Bins im eigenen Verleih. Da muss ich Dir jetzt aber klar wiedersprechen. Gegen moderne, gute 2x18" Kisten sind die Martin Bins in jeder Beziehung (ausser Wirkungsgrad) absolut chancenlos.

    Gruss, Andi

  • tufkajck
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    • 28. April 2008 um 13:39
    • #16

    Die 18er Diskussion wieder..

  • Tobias Zw.
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    • 28. April 2008 um 13:42
    • #17

    @ Jack: Genau, da wären wir bei der nächsten Kultbox - EV MTH / MTL 4! Da war's dahinter so laut wie davor, und laut war in diesem Falle laut! Und schwer...

    ;)

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • simonstpauli
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    • 28. April 2008 um 13:49
    • #18

    MT4 mit Gabelstapler auf der Baustelle - jederzeit gerne ;)
    Ansonsten eine Qual, die zu stacken...

    Aber Rock'n'Roll

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Tobias Zw.
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    • 28. April 2008 um 15:01
    • #19

    Kann ich toppen: Martin F2 sechs nebeneinander, vier übereinander groundstacking ohne Gabelstapler, aber mit vielen fluchenden Hands!

    Das waren noch Zeiten - und eigentlich ist's auch eine Kult-PA!

    (und ich weiss genau, warum ich jetzt bei der CA106-Fraktion bin...)

    :wink:

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • tufkajck
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    • 28. April 2008 um 15:09
    • #20
    Zitat von "Tobias Zw."

    @ Jack: Genau, da wären wir bei der nächsten Kultbox - EV MTH / MTL 4! Da war's dahinter so laut wie davor, und laut war in diesem Falle laut! Und schwer...

    ;)

    MfG Tobias Zw.

    Lichtregie an Party hinter MT4. Ja. Ich weiss noch. Auch wenns keine Bass war, der da kam, aber doch viel komprimierte Luft.

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