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Test aktiver 12"/1"-Boxen

  • F.A.Bi.A.N.
  • 15. Mai 2008 um 11:17
  • F.A.Bi.A.N.
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    • 1. Oktober 2008 um 00:22
    • #41

    hallo,


    der test ist ja nun schon ein paar tage draußen und ich gehe davon aus, dass die regelmäßigen tools-leser ihn derweil vor der nase hatten.
    in diesem zusammenhang würde ich mich über ein kurzes feedback freuen, da ich mir durchaus vorstellen kann, in der nächsten zeit einen weiteren vergleichstest (in einer anderen klasse, eventuell 15"-aktiv oder 12"-passiv) nachzulegen.
    dazu wäre es wichtig zu wissen, ob wir beim testen den finger in die "richtigen" wunden der produkte gelegt haben oder ob bestimmte bereiche unterbelichtet erschienen.


    danke vorab,
    fabian

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 16. Oktober 2008 um 21:00
    • #42

    ... die messungen haben es nun doch in den downloadbereich der tools geschafft. link:
    http://www.tools4music.de/uploads/tx_wmi…-Zoll-Boxen.rar

    nach wie vor würde ich mich aber noch für kritiken zum test interessieren. sind die schwerpunkte und die gewichtungen verbesserungswürdig? zeigt die vorgehensweise irgendwelche nicht nachvollziehbaren punkte?
    sonst machen wir einfach so weiter wie bisher :D .

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 17. November 2008 um 15:46
    • #43

    ...und hier gibts nun den test im pdf-format zum download:
    http://www.tools4music.de/uploads/tx_wmi…ivboxen_low.pdf

    wie gesagt, auch wenn es schon beinahe "verjährt" ist, würde ich mich über feedback freuen.

  • kalaus
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    • 22. November 2008 um 20:28
    • #44
    Zitat von "F.A.Bi.A.N."

    ...
    nach wie vor würde ich mich aber noch für kritiken zum test interessieren. sind die schwerpunkte und die gewichtungen verbesserungswürdig? zeigt die vorgehensweise irgendwelche nicht nachvollziehbaren punkte?
    sonst machen wir einfach so weiter wie bisher :D .

    hallo fabian,
    ich war mal ein fan der "tools", was sich leider in letzter zeit stark gelegt hat: die dauernden hinweise auf die angebliche objektivitaet der testberichte, die vorgebliche aussagekraft der ach so unbestechlichen messungen.... gehen mir persoenlich ziemlich auf den zeiger. die abgebildeten frequenzgaenge der aktivhupen zeigen beispielsweise alle ne mehr (fast alle) oder weniger (kme) stark ausgepraegte badewanne, nen steilen abfall unter etwa 70Hz und nen einbruch bei ca 200Hz.... ein schelm, wer da an messfehler denkt :D . steht doch bitte dazu, dass die tests und die teilweise wirklich absurden bewertungskriterien (okay, anderer test: holzkaestchen oder tragekoefferchen fuer mikrofone!) in hoechstem masse subjektiv sind! das ist doch kein makel!
    viele gruesse,
    klaus

  • DJheini
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    • 22. November 2008 um 20:52
    • #45
    Zitat von "kalaus"

    hallo fabian,
    ich war mal ein fan der "tools", was sich leider in letzter zeit stark gelegt hat: die dauernden hinweise auf die angebliche objektivitaet der testberichte, die vorgebliche aussagekraft der ach so unbestechlichen messungen.... gehen mir persoenlich ziemlich auf den zeiger. die abgebildeten frequenzgaenge der aktivhupen zeigen beispielsweise alle ne mehr (fast alle) oder weniger (kme) stark ausgepraegte badewanne, nen steilen abfall unter etwa 70Hz und nen einbruch bei ca 200Hz.... ein schelm, wer da an messfehler denkt :D . steht doch bitte dazu, dass die tests und die teilweise wirklich absurden bewertungskriterien (okay, anderer test: holzkaestchen oder tragekoefferchen fuer mikrofone!) in hoechstem masse subjektiv sind! das ist doch kein makel!
    viele gruesse,
    klaus

    Wer sowas behauptet, sollte aber die "einzig wahren" Messergebnisse auf den Tisch legen.
    Ansonsten nur heiße Luft und Nachgeplapper.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • kalaus
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    • 23. November 2008 um 15:06
    • #46

    moin heini,

    haeh? abgesehen von deinem tonfall, solltest du meinen post vielleicht erstmal LESEN! ich hab nicht behauptet, dass ich besser messen kann (denn das kann ich auch nicht), es geht mir um die gewichtung der messergebnisse fuer die letztendlich extreme vereinfachung eines siegertreppchens unter dem vorgeblichen deckmaentelchen der objektivitaet.
    es gibt genausowenig objektive tests wie es perfekte mikrofone oder lautsprecher gibt - und das ist ja auch kein groesseres problem, solange man dazu steht!

    und was plappere ich jetzt nach?
    klaus

  • DJheini
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    • 23. November 2008 um 15:17
    • #47
    Zitat von "kalaus"

    moin heini,

    haeh? abgesehen von deinem tonfall, solltest du meinen post vielleicht erstmal LESEN! ich hab nicht behauptet, dass ich besser messen kann (denn das kann ich auch nicht), es geht mir um die gewichtung der messergebnisse fuer die letztendlich extreme vereinfachung eines siegertreppchens unter dem vorgeblichen deckmaentelchen der objektivitaet.
    es gibt genausowenig objektive tests wie es perfekte mikrofone oder lautsprecher gibt - und das ist ja auch kein groesseres problem, solange man dazu steht!

    und was plappere ich jetzt nach?
    klaus

    Was ist mit meinem Tonfall? Ich habe deinen Beitrag gelesen, keine Sorge.
    Wer sich hier im Ton vergreift bist ja eher du. (Das macht der :D Smilie auch nicht besser)

    Zitat von "kalaus"

    die abgebildeten frequenzgaenge der aktivhupen zeigen beispielsweise alle ne mehr (fast alle) oder weniger (kme) stark ausgepraegte badewanne, nen steilen abfall unter etwa 70Hz und nen einbruch bei ca 200Hz.... ein schelm, wer da an messfehler denkt :D .

    Wo sind deine Messungen ohne Messfehler?

    Zitat von "kalaus"

    die vorgebliche aussagekraft der ach so unbestechlichen messungen.... gehen mir persoenlich ziemlich auf den zeiger.

    Was du nachplapperst, ist dieses Klischee, das Tests in den meisten Fällen
    ja eh' von den werbenden Firmen gesponsert sind. Mag ja vielleicht
    tatsächlich so sein, aber solange da keiner den Gegentest macht, ist und
    bleiben solche Aussagen reine Spekualtion.

    Das solche Sachen wie ein oder kein Holzkästchen mit in die Bewertung einfliessen,
    finde ich allerdings auch ziemlich fraglich.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • kalaus
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    • 23. November 2008 um 16:31
    • #48

    ich arbeite seit einigen jahren in dieser industrie und kann durchaus testberichte von "professional audio", "production partner / sound&recording", "soundcheck", "tools" und wie sie alle heissen auseinanderhalten! ich weiss auch, wie sie entstehen - ein grund, warum ich ja mal ein "tools" fan war.

    wenn eine handvoll amplitudenfrequenzgaenge (auf achse) von unterschiedlichen produkten solche gemeinsamkeiten zeigen, liegt zumindest der verdacht eines messfehlers (in diesem fall beispielsweise der einfluss des messraumes) nahe - ein VERDACHT! nichts anderes hab ich geschrieben - vielleicht sind sich die boxen ja wirklich so aehnlich.... (vielleicht genauso wie bei "professional audio" gemessene nahfeldmonitor frequenzgaenge, die sich auch erstaunlich aehnlich sehen - allerdings schreiben die kollegen dort im testbericht, dass sie die lautsprecher im abhoerraum gemessen haben - was den sehr ueberschaubarem informationsgehalt der grafiken unterstreicht).

    und wenn du mein posting wirklich gelesen und verstanden haettest, waere dir aufgefallen, dass ich ueberhaupt nicht ueber angeblich oder wirklich gekaufte testberichte schreibe - aber wenn du´s besser weisst...
    klaus

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 24. November 2008 um 00:10
    • #49

    hallo klaus,
    vielen dank für deine beiträge, denen ich mich jetzt im einzelnen zuwenden werde.

    Zitat von "kalaus"

    die abgebildeten frequenzgaenge der aktivhupen zeigen beispielsweise alle ne mehr (fast alle) oder weniger (kme) stark ausgepraegte badewanne, nen steilen abfall unter etwa 70Hz und nen einbruch bei ca 200Hz.... ein schelm, wer da an messfehler denkt :D .


    1.) "steiler abfall unter 70hz"; dies erklärt sich durch die auslegung aller boxen des vergleichsfeldes nach dem bassreflexprinzip. nach lehrbuch fällt ein bassreflexsystem unterhalb der resonatorfrequenz mit einer flankensteilheit von 24db/oct. ab. gegenbeispiel ist eine geschlosse box, wo der pegel unterhalb der einbauresonanz mit lediglich 12db/oct. abfällt.
    hinzu kommt, dass ein chassis in einer bassreflexbox unterhalb der resonatorfrequenz mechanisch nicht mehr bedämpft wird; stichwort: akustischer kurzschluss. daher ist der einsatz eines elektrischen hochpassfilters nötig, um eine mechanische beschädigung des chassis durch starke auslenkungen zu verhindern.
    die kombination aus natürlichem abfall des bassreflexsystems und des elektrischen hochpassfilters der aktivboxen erklärt den beschriebenen "steilen abfall unter 70hz". die beschriebenen eigenschaften lassen sich im übrigen auch durch einen blick auf die phasenfrequenzgänge ablesen (man beachte die 360°-phasendrehung auf der resonatorfrequenz sowie weitere, durch die hochpassfilter bedingten drehungen unterhalb davon).
    eine bassreflexabstimmung einer 12"-box bei ca. 70hz ist absolut üblich, was sich an vielen beispielen zeigen lässt (ich verzichte hier aus platzgründen einmal darauf).

    2.) "badewannen"-frequenzgänge: ein beliebter mitnahmeeffekt der bassreflexabstimmung ist die mechanische bedämpfung des lautsprecherchassis auf der resonatorfrequenz; stichwort: auslenkungsminimum. viele hersteller nutzen diesen umstand und entzerren diesen bereich mit einer schmalbandigen anhebung, um so eine kräftigere basswiedergabe zu erzielen, ohne das chassis selbst übermäßig (mechanisch) zu belasten. dass diese vorgehensweise natürlich auf kosten des zeitverhaltens geht, ist ein umstand, der in anbetracht der vorteile oftmals in kauf genommen wird. jedenfalls erklärt sich so, warum sich bei mehreren (aber nicht allen...) aktivboxen des zu besprechenden vergleichstests eine gewisse bassanhebung messen lies. hätten wir es nicht mit aktiv-, sondern passivboxen zu tun gehabt, bei denen eine elektronische entzerrung ohne zuhilfenahme externer controller naturgemäß nicht möglich ist, wären die ergebnisse mit sicherheit anders ausgefallen.
    eine explizite absenkung des präsenzbereiches (kriterium für die einstellung "badewanne") sehe ich zudem beileibe nicht bei allen boxen. eine anhebung des bereiches >10khz hingegen gibt es bei einigen exemplaren, wobei man hier mit der bewertung etwas vorsichtig sein muss, da in diesem bereich auch schon die ersten materialresonanzen zuschlagen, die ein sprunghaftes muster hervorrufen, das gehörmäßig nicht so drastisch wirkt, wie es die optischen "ausschläge" vermuten lassen könnten.
    darüber hinaus ist zu bemerken, dass eine leichte anhebung des bass- sowie des superhochtonbereiches bei gleichzeitiger kompression des präzensbereiches ja nun wirklich kein unübliches mittel ist, eine box gegenüber einem mitbewerber gut dastehen zu lassen. verwunderung darüber ist nach meinem dafürhalten also nicht angebracht.

    3.) "einbruch bei ca. 200hz": auch zu diesem punkt möchte ich gerne etwas beisteuern. beispielhaft zeige ich dazu zwei nahfeldmessungen an der getesteten RCF-box. diese verfügt über bassreflexöffnungen oben (erste grafik) und unten (zweite grafik) auf der schallwand.

    wie beschrieben, liegen diese bassreflexöffnungen nahe den gehäusewänden auf der innenseite der box, wo sich die druckmaxima einen leichten weg nach draußen bahnen können. positionierung der bassreflexports auf der schallwand sowie bedämpfung durch geeignete absorptionsmaterialien im gehäuse wirken diesen effekten entgegen.
    um mißverständnissen vorzubeugen: dieser umstand bezieht nicht speziell auf die hier gezeigten kurven der RCF-box, sondern beschreibt ein allgemeines problem bei der lautsprecherentwicklung.

    4.) einige meiner messungen des gesamtfrequenzgangs lassen sich zudem mit herstellerangaben vergleichen. teilweise liegen mir messungen der hersteller aus der produktion vor, teilweise nur in form eines frei zugänglichen pdf´s. letztere (beispielhaft gilt dies für RCF und dynacord!) kann jederman mit meinen messungen vergleichen! dort finden sich unter anderem auch die "200hz-einbrüche" wieder.
    darüber hinaus sei mir die erwähnung gestattet, dass die messungen, die grundlage des hier zu besprechenden vergleichstests waren, zu keinem zeitpunkt von einem der beteiligten hersteller beanstandet wurden. grundsätzlich werden sämtliche messungen über die chefredaktion oder über mich vorab zur verfügung gestellt, um eventuelle unstimmigkeiten abzuklären.

    Zitat von "kalaus"

    steht doch bitte dazu, dass die tests und die teilweise wirklich absurden bewertungskriterien (okay, anderer test: holzkaestchen oder tragekoefferchen fuer mikrofone!) in hoechstem masse subjektiv sind! das ist doch kein makel!


    "absurd" finde ich in diesem zusammenhang allenfalls, dass du ein beispiel aus einem anderen vergleichstest heranziehst, um die qualität des hier zu besprechenden themas in abrede zu stellen.
    auch wenn ich mit dir einer meinung bin, dass die auswahl eines holzkästchens nicht unbedingt von ausschlaggebendem interesse sein kann, so möchte ich doch wenigstens darauf hinweisen, dass in dem von dir angesprochenen test lediglich 1...2 punkte auf diese zubehörteile vergeben werden. angesichts von fast 100 möglichen punkten in der gesamtwertung kann dies wohl nicht der stein des anstoßes sein, oder?

    Zitat von "kalaus"

    es gibt genausowenig objektive tests wie es perfekte mikrofone oder lautsprecher gibt - und das ist ja auch kein groesseres problem, solange man dazu steht!


    ...weil wir uns dieses umstandes bewußt sind, haben wir im rahmen des zu besprechenden vergleichstests an mehreren stellen (beispielsweise bzgl. des hörtests) eindeutig darauf hingewiesen. ich erlaube mir ein zitat:
    "Darüber hinaus wurde der Hörvergleich nicht „blind“ vorgenommen – und von der unterbewussten Konstruktion eines Erwartungsbildes können sich auch geübte Hörer, zu denen sich die Autoren hier zählen möchten, nicht freisprechen (...)" (seite 79).
    ich finde es nicht besonders sachlich, über textpassagen wie diese großzügig "hinwegzulesen".
    trotzdem stimme ich dir zu (weil dies auch meiner persönlichen einschätzung entspricht), dass der begriff der "objektivität" nur unter speziellen, streng determinierten rahmenbedingungen anwendbar ist und umgangssprachlich oftmals nicht mit der notwendigen, wissenschaftlichen sorgfalt verwendet wird (dies gilt auch für eine vielzahl anderer begriffe, beispielsweise für "vernunft"). in der praxis enthält die einschätzung einer theorie oder testmethode als "objektiv" selbstverständlich eine subjektive komponente, wodurch "objektivität an sich" unmöglich ist.
    an dieser stelle halte ich es ganz nach popper und stelle meine vorgehensweise jederzeit zur disposition; stellt sie sich jedoch nicht in widerspruch zur realität (doppel-blind-versuche zu hörversuchen gibt es zur genüge), verwende ich sie weiter, bis bessere argumente vorliegen.

    kleines zwischenfazit: die vorgehensweise mit ausführlichen bewertungstabellen und detailiert nachvollziehbarer punkteverteilung ist einfach ein schritt in richtung offenheit, den wir bei vielen fachmagazinen so nicht kennenlernen durften - nicht die pure "objektivität", aber immerhin.

    Zitat von "kalaus"

    wenn eine handvoll amplitudenfrequenzgaenge (auf achse) von unterschiedlichen produkten solche gemeinsamkeiten zeigen, liegt zumindest der verdacht eines messfehlers (in diesem fall beispielsweise der einfluss des messraumes) nahe - ein VERDACHT! nichts anderes hab ich geschrieben - vielleicht sind sich die boxen ja wirklich so aehnlich.... (vielleicht genauso wie bei "professional audio" gemessene nahfeldmonitor frequenzgaenge, die sich auch erstaunlich aehnlich sehen - allerdings schreiben die kollegen dort im testbericht, dass sie die lautsprecher im abhoerraum gemessen haben - was den sehr ueberschaubarem informationsgehalt der grafiken unterstreicht).

    den "verdacht", gezeigte kurven enthielten "raumeinflüße" oder sonstige messfehler, möchte ich gerne angehen.

    1.) das verwendete messtechnische equipment entspricht der genauigkeitsklasse 1 nach din en 60 651.
    zum messen der frequenzgänge verwende ich die kombination aus microtech gefell mv201 mit mk201 - letztere ist eine absolute vorzeigekapsel; eine noch neutralere ist mir im bereich der 1/2"-typen nicht bekannt! geräte nach klasse 1 sind durch beurkundung der PTB für die eichung zugelassen und übersteigen somit die anfordungen an die genauigkeit der messung an lautsprechern nach din en 60268-5:2003, abschnitt 9, bei weitem.

    2.) eine auflistung der kompletten messtechnik sowie der messumgebung findet sich in den ausführlichen pdf´s, die den lesern die geballte ladung informationen anbieten sollen, aber aus platzgründen nicht im heft gedruckt werden können (vgl. 74).
    hier nochmals der direktlink:
    http://www.tools4music.de/uploads/tx_wmi…-Zoll-Boxen.rar

    3.) unsere messbedingungen beschreiben einen nicht-reflexionsarmen raum, in welchem die messungen durchgeführt wurden. um trotzdem quasi-reflexionsfreie messungen durchführen zu können, werden impulsantworten mittels einer torschaltung gemäß din en 60268-5:2003, abschnitt 5.5 ff. von reflexionen freigehalten. zur ermittlung der genauen frequenzgänge im bereich <140hz wird eine vorgehensweise angewendet, wie sie hier beschrieben wird (messung der bassreflexports sowie der tiefmitteltöner im nahfeld; anschließende schalldruckpegelangleichung durch gewichtung nach fläche und verschneiden mit der ausgangskurve):
    http://www.fesb.hr/~mateljan/arta…ld-Rev03eng.pdf

    auch das eltehrwürdige MLSSA kennt diese funktion (bezeichnung: slicing).
    insgesamt ist jedenfalls festzuhalten, dass aufgrund der messtechnischen vorgehensweise raumeinflüße bei der messung der gesamtfrequenzgänge (so wie im heft gedruckt) kategorisch ausgeschlossen werden können; die genauigkeit der messungen im tieffrequenten bereich ist nach unserem dafürhalten mehr als ausreichend und bedarf keiner weiteren diskussion.
    für die ermittlung der maximalpegel greifen wir bislang jedoch zu einem anderen mittel (klirrmessung nach der methode von prof. angelo farina); diese messungen enthalten prinzipbedingt die vollen raumeinflüsse und lassen sich in den oben verlinkten pdf´s sehr schön nachvollziehen.

    Zitat von &quot;kalaus&quot;

    die vorgebliche aussagekraft der ach so unbestechlichen messungen.... gehen mir persoenlich ziemlich auf den zeiger.


    ... das sei jedermann vergönnt.

    abschließend ein paar worte in eigener sache:
    klaus, ich habe vollstes verständnis dafür, dass du nach der positionierung deiner mikrofone in den letzten tools-tests nicht allzu gut auf die publikation zu sprechen bist. dennoch möchte ich dich bitten, deine kritik in zukunft möglichst punktgenau an mann zu bringen und deinen ärger nicht auch auf "unbeteiligte" auszudehnen. ich wünsche mir da einfach ein etwas kollegialeres auftreten!
    sollte in diesem zusammenhang (also bezüglich des hier zu besprechenden vergleichstests) noch gesprächsbedarf bestehen, so bitte ich dich, telefonisch mit mir oder der chefredaktion kontakt aufzunehmen (meine nummern findest du in den oben verlinkten messtechnik-pdf´s) - denn für das tippen ellenlanger beiträge im forum fehlt mir mitunter einfach die zeit, und meine freundin guckt schon komisch, was ich am sonntag abend denn da schon wieder mache.........

    nichts für ungut. ich wünsche einen angenehmen start in die woche.
    fabian

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