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Festivalpulte analog oder digital 2008

  • tufkaklto
  • 12. Juni 2008 um 15:59
  • tufkaklto
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    • 12. Juni 2008 um 15:59
    • #1
    Zitat von "Thomas Schäfer"


    Hallo erschtmah!
    Habe ich auch gehört von einer hiesigen Newcomerband.
    No digital desk for linecheck-Festival
    MfG der Thomas

    Stimmt prinzipiell so definitiv nicht.

    Ich mach wirklich viel Jobs auf Linecheck Festivals in verschiedenen Größen ( in Ö und D !!!!!!! ) wo NUR mehr Digital Pulte stehen.

    Es ist einfach so, das sich ein Techniker in einer gewissen Liga an Jobs auch gar nicht mehr leisten kann, die nicht zu bedienen.

    Ganz große internationale Top Acts mal ausgenommen.
    Wobei Die ja meist kein Problem damit haben.

    Und im Gegenteil.
    Ich hab bei mir so viele Rider, wo ein Digipult im Monitor ( normal ein PM5D RH, M7cl , D5 , D1 gefordert ist (!!!!!) weil die Jungs ihre files mithaben, reinspielen , und 90% ihrer Mixe stehen

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  • christopher hafer
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    • 12. Juni 2008 um 16:53
    • #2

    Es ist eben ein riesiger Unterschied ob man einen File mit hat oder nicht! Gerade im MON-Bereich spielen Digi-Pulte ja ihre Stärken aus FALLS es ein Setup gibt.
    Aber FOH sieht das schon anders aus, speziell bei Festivals. Da zeigt ein Digi-Pult nur Schwächen. Deshalb ist der Satz

    Zitat

    No digital desk for linecheck-Festival

    hier mehr als legitim. Ich wäre froh, wenn das von allen verstanden würde. Aber anscheinend geht es nur noch um wirtschaftliche Gesichtspunkte und es gibt genug Kollegen, die sich für solche Argumente hergeben.
    Events wie dieses sprechen zum Glück noch das aus was eine Mehrheit wahrscheinlich immer noch denkt: Digital sucks.

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • tufkaklto
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    • 12. Juni 2008 um 17:15
    • #3
    Zitat

    Events wie dieses sprechen zum Glück noch das aus was eine Mehrheit wahrscheinlich immer noch denkt: Digital sucks.
    _________________

    Ob es eine Mehrheit ist, würde ich mich nicht behaupten trauen.

    man kan n auch Digital als Chance sehen und nutzen.
    Aber das muß jeder für sich entscheiden.
    ICH persönlich arbeite eben liber digital.
    Und das alleine schon aus dem Grund, damit ich immer in Übung blei be und schneller werde.
    kann man ja auch so sehen.
    Und wenn ein anderer Techniker das so nicht sehen will sondern lieber analog arbeitet, dann ist das auch legitim.

    Ich komme immer wieder an Jobs, da wären so manche auf analoge Weise aus diversesten Gründen so nicht realisierbar gewesen.
    Und sei es nur, weil man so viel FOH Equipment gebraucht hätte, das der Platz nicht da war.


    Aber egal.
    Wie mir ein Kollege bestätigte, waren dort wirklich nur analoge pulte.
    Die Touracts haben ihr Digitalzeugs eh selber mit.

    UND:

    Zitat

    Aber anscheinend geht es nur noch um wirtschaftliche Gesichtspunkte und es gibt genug Kollegen, die sich für solche Argumente hergeben.

    Nein, ich geb mich für diese Argumente nicht her, ich arbeite so lieber.
    Ob man diese Meinung in 3 Jahren auch noch so vertreten kann, steht halt auf einem anderen Blatt

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  • oops
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    • 12. Juni 2008 um 17:38
    • #4

    OT ALARM !

    für frontsound sehe ich digital auch nicht wirklich problematisch, wer sich mit den konsolen befasst, wird auch schnell wissen welche parameter wie einzuordnen und handzuhaben sind. das gleiche gilt für 0815 monitoranwendungen. bei frickelzeugs, zb, 3 trilliarden iem`s bei 6 billionen inputs ist es dann schon ratsam das eigene pult mitzubringen, mal davon abgesehn, dass analog hier technologisch eh am ende ist...

    einzig problematisch finde ich bisher, die vielzahl der plattformen. ein grundset vorzustricken ist nicht problematisch, aber eine von anfang an "tighte" sache hinzuklatschen, bedarf dann schon eines kostspieligen rehearsals, oder eines ausgedehnten soundchecks, um sein gewünschtes ergebnis und das dazugehörige file zu kriegen...

    und wieder endet ein thread in grundsatzdiskussionen analog vs. digital...

    herr o-ton ? :lol:

  • christopher hafer
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    • 12. Juni 2008 um 18:54
    • #5
    Zitat

    man kan n auch Digital als Chance sehen und nutzen.

    Das ist sehr richtig und deshalb arbeite ich seit 10 Jahren AUCH Digital - da wo es wirklich Sinn macht.
    Nachdem aber eine breite Front an Digi.Pulten den (Verleih-) Markt überschwemmt gibt es die Dinger nun auch dort, wo sie eher nicht hingehören, vor allem weil sie ja sooo praktisch sind (meist nur für den Verleiher!)

    Zitat

    ch komme immer wieder an Jobs, da wären so manche auf analoge Weise aus diversesten Gründen so nicht realisierbar gewesen.

    Es gibt wenig, was analog nicht realisierbar wäre, wenn auch zu einem höheren Preis. Wenn es i.d.R. nur um die Hochpreis-Liga ala D5, PM5 & Co. gehen würde hätte ich auch keinen Diskussionsbedarf. Wenn aber z.B.behauptet wird für einen kleinen Standard-Konzert-Job wäre ein LS9 mit seinem grottigen UI billiger als ein kleiner analog-Platz, dann ist das einfach nicht richtig.
    Kurz: Alles hat seinen Platz, selbst ein LS9. Aber bitte nicht auf einem Festival, egal welcher Größe.

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • billbo
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    • 12. Juni 2008 um 23:29
    • #6

    Na gut, ich auch schnell noch, bevor’s wieder wegen OT geschlossen wird:

    Als Toni weine ich der Analogzeit mehr als nur eine Träne nach. Zumindest, wenn es um die Situation ‚spontan agierende Band auf der Bühne und FOH 15 oder 50m davor’ geht; dabei vergesse ich auch gerne, dass das bei der Vielzahl möglicher Veranstaltungsarten mit Ton heute nur eine ganz bestimmte Sondersituation darstellt. Und ich stehe oder sitze auch heute noch am liebsten hinter einem ordentlich ausgestatteten Analogplatz.

    Als mäßig talentiert kaufmännisch denkender Mensch sehe ich das schon anders. Analog ist inzwischen in allen Bereichen, die irgendwas mit Kosten zu tun haben (Anschaffung, Transport, Handling, Platzbedarf, Verkabelung, Wartung) eklatant unterlegen, ohne zum Ausgleich in anderen Bereichen zählbare Vorteile zu bieten. Und damit, ganz einfach, nicht mehr wettbewerbsfähig. Gesponserte Liebhaberei darf und wird es natürlich trotzdem immer geben; auch heute noch fahren an schönen Sonntagen hin und wieder Dampfloks durch die Gegend.

    Als teilnehmender Beobachter verschiedenster Szenen stelle ich ganz wertfrei fest: es gibt sie eigentlich schon gar nicht mehr, zumindest nicht in neu.
    Nicht mehr im ernsthaften Industrie/ Galageschehen. Kein Mitglied der so beliebten Spezies Eventmanager (manchmal gibt’s die auch in kompetent und gut) würde heute noch einen massiven Techniktrumm im Publikumsbereich dulden. Er weiß ja, dass es auch anders geht.
    Schon lange nicht mehr im Bereich Theater/ Klassik und Co. Inzwischen sind dort auch die letzten analogen Cadacs Geschichte.
    Nicht mehr im Touralltag, sofern der Teil – oder Vollproduktion heißt. Jede Tournee oberhalb von Nightliner plus Hänger führt heute eigene Plätze mit. PM5, M7, I-Live, Innovason, Digico; je nach Vorliebe und Geldbeutel alles dabei. Durchaus auch mal LS9 :D.
    Nicht mehr auf dem gemeinen Krimskramsjob um die Ecke. Mit je einem 01V/96, LS9, M7 im Bestand erledige ich da heute alles, was keine Bühnenanweisungen schreibt (oder nicht gefragt wird).

    Man wird ihnen trotzdem noch eine Weile immer mal wieder begegnen. Weil sie da sind, und einmal viel Geld gekostet haben. Auf den erwähnten Linecheck Festivals etwa; dort sind sie praktisch, und dort wird die letzte Generation allmählich aufgebraucht. In R&R Live Festinstallationen, wo sie rumstehen und Geld verdienen, bis sie auseinanderfallen. Auf der Stadtfestviertbühne, weil Digital alle ist und Analog wegen Unverkäuflichkeit noch irgendwo in der Ecke steht. Zum Üben im Jugendzentrum, ohne Case und ohne Knöpfe, konserviert von einer dicken Staub und Fettschicht. Im Schützenzelt, welches seit 1980 einmal im Jahr vom selben Beschaller (Schwager des Rekordschützenkönigs) ausgestattet wird. Das 400er tat’s da immer und wird’s auch dieses Jahr tun, falls das Netzteil bis da hin doch noch wieder auftaucht.
    Und als absoluter Luxus auf der Geld-spielt-keine-Rolle/ ABBA-trifft-Beatles Welttour.

    Schön waren sie aber trotzdem.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • christopher hafer
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    • 13. Juni 2008 um 10:54
    • #7
    Zitat

    Und damit, ganz einfach, nicht mehr wettbewerbsfähig.

    Nein. Analog-Pulte bleiben solange wettbewerbsfähig, wie eine ernsthafte Nachfrage danach besteht. Und das ist noch so. Und hoffentlich bleibt das so.
    Das funktioniert aber nur, solange sich die Verfechter der Analogtische nicht meinen sich anpassen zu müssen.

    Die Platz/Transportfrage haben digitale Pulte nur dann klar für sich entschieden, solange kein Siderack ins Spiel kommt.
    Analogpulte sind auch kleiner und leichter geworden, die Zeiten von XL3/4 sind vorbei. Es gäbe für mich auch viel weniger kontra zu digital, hätte man das gewohnte Siderack mit den gewohnten 2 Effekten, ein paar guten Kompressoren sowie dem Master-EQ zusätzlich.
    (Man merkt: Meine Basis liegt bei Band-FOH :D )
    Das erleichtert das gewohnte Arbeiten sehr. Hat man dann noch ein Pult, bei dem nicht dauernd die Fader-Bänke gewechselt werden müssen und man eine optisch eindeutige Rückmeldung bekommt (Display usw...), dann fängt es langsam an Spass zu machen. 8)

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • billbo
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    • 13. Juni 2008 um 13:11
    • #8
    Zitat

    Analog-Pulte bleiben solange wettbewerbsfähig, wie eine ernsthafte Nachfrage danach besteht.


    Definiere 'ernsthafte Nachfrage'.

    Für mich heißt ernsthafte Nachfrage, dass der ernsthafte Nachfrager ein schlüssiges Konzept für die Begleichung des aus seiner Nachfrage resultierenden finanziellen und organisatorischen (Mehr-)aufwandes vorweisen kann. Oder über ein dickes Portemonaie verfügt.
    Natürlich ist es legitim, dies aus der Perspektive des Bandmischers völlig anders zu sehen. Als solcher habe (oder sehe) ich Probleme nicht, die andere Beteiligte aber durchaus haben mögen.
    Und spätestens, wenn der Gig oder gar die Tournee abgesagt ist („ist uns zu viel Aufwand“), habe auch ich ein ganz konkretes Problem.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • tufkaklto
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    • 14. Juni 2008 um 15:25
    • #9

    Ich weiß, das ich zu den Ausnamen gehöre.
    Und ich find Analog auch toll.

    ABER:

    Die, die mich kennen, wissen, das ich einfach, wenns irgendewie geht, eigentlich nur mehr digital arbeiten WILL.

    Und das hat für mich viele verschiedene ründe.
    Einer davon, ist, mich damit bewußt intensiv auseinanderzusetzen.

    Ich passe mich nicht an.

    Ich hoffe, das sich die Anderen anpassen :D

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  • g.sanner
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    • 14. Juni 2008 um 18:16
    • #10

    Analog ist Tot.
    Digital wird immer besser und Analog ist stehen geblieben.
    Cadac ist Pleite.
    Wir machen das erste Jahr viele Festivals voll Digital. Wer das nicht will kriegt den Job nicht.
    Bands die selber mitbringen, bringen schon seit Jahren fast nur Digital mit. Dieses Jahr habe ich noch keinen Analogen Frontplatz gesehen.
    Analog ist auch nicht schneller. Das ist nur Uebungssache.
    Das ist Nostalgie von Lernresistenten Kollegen.
    Analog klingt besser :roll:Bullshit. Nachdem Das drittklassike Mikro vom 4 klassigen Musiker durch die Unterverteilung, das Multicore, die Billig Preamps, den Phasendreckigen EQ, den AD Wandler fuer den Insert, durch den digi Insert, den AD Wandleraus dem Insert, zurueck in den Signalweg durch das rauschende Pult, aus dem Masterinsert in den Digitalen EQ, zurueck in den Signalweg, aus dem Pult raus, wieder ins Multicore und 150 Meter zurueck zur Buehne, dann durch den AD Wandler der Drittklassiken Weiche, durch die Weiche, durch den DA Wandler in die Endstufe, aus der Endstufe in Suboptimal geriggte PA und dann durchs besoffene Publikum in die Ohren.
    Was da ueberbleibt ist auf keinen Fall besser als ein nur 2 mal gewandeltes Signal eines Digital Systems. Und selbst wenn? ( Who gives a fuck)
    Diese Disskusion ist schon fast so Panne wie die Kabeldisskusion der Hifi Freaks.
    So jetzt haut mich

  • tufkaklto
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    • 14. Juni 2008 um 18:25
    • #11

    So etwa:

    :D

    Ich kann schon verstehen, das manche Analog echt schneller sind.
    Wenn man nicht wirklich viel übt mit den pulten, dann ist das wohl so.

    Aber das kenn ich auch an Analogen Konsolen, das viele eben nicht schnell sind.
    Ist aber bei digital definitiv mehr übungssache.
    Muß man fairerweise eingestehen.

    Und deswegen will ich ja was geht digital arbeiten.
    Damit ich die Übung bekomme. 8)

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  • Markus Verza
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    • 14. Juni 2008 um 22:49
    • #12

    DANKE Gerd !

    Ich finde diese Diskusion auch sehr merkwürdig. Die Investitionen der großen Vermieter stehen im krassen Gegensatz zu der Meinung Analog sei nach wie vor das Mittel der Wahl.
    Es erinnert mich an die Zeit wo die ersten Lichtconsolen ala HOG auf den Markt kamen. Da gab es auch Leute die Ihrer Celco 90 Gold nachtrauerten. Nach einer Weile hatten die aber keinen Job mehr am Pult.

    Wenn sich manche auf das wesentliche Beschränken würden kämen sie auch mit den Digitalen Pulten klar. Der Sound wird aber weder bei Analog noch bei Digital durch die Menge der benutzten Geräte besser. Es ist auch erstaunlich wie lange mancher bei ausgeschaltetem Kanal EQ am Sound drehen kann.

  • QSC Audio
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    • 15. Juni 2008 um 00:18
    • #13

    Die Diskussion hat zwar nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun ist aber mal wieder interessant.
    Ich hatte anfangs auch Bedenken, ob ich mit Digitalkonsolen zurecht komme. Hab mir dann die Bedienungsanleitung heruntergeladen und überflogen, die Software ausprobiert, dann mal einen halben im Lager eines PA-Rentals mit der Konsole gespielt und dann ging der Gig eigentlich ohne Probleme über die Bühne.
    Letztendlich ist es eine Frage der Gewöhnung. Man muss seine Arbeitsweise vielleicht ein wenig umstellen. Das ist aber machbar denn es ist meiner Meinung nach unausweichlich dass Digitalkonsolen analoge Tische irgendwann komplett ablösen werden.
    Ich vermute dass es in Sachen Bedienoberfläche oder neudeutsch User Interface noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Yamaha hat auf Grund der Verbreitung mal einen Standard gesetzt, mit dem zwar viele klar kommen, der aber bei Weitem nicht perfekt ist. Digico hat da nochmal einen Schritt weiter gemacht und die neuen Oberflächen von iLive, V6i oder Digidesign versuchen das Arbeiten noch intuitiver zu gestalten. Das grosse, böse XL8 versucht ebenfalls die Brücke zu schlagen zwischen analoger Oberfläche und digitaler Flexibilität.
    Ich bin der festen Überzeugung dass digitale Konsolen wegen ihrer Möglichkeiten und Flexibilität unausweichlich die Zukunft darstellen, die Hersteller aber bei der Bedienbarkeit noch ein wenig experimentieren müssen. Ich persönlich freue mich auf die nächsten 2-3 Generationen von Digitalpulten, die es irgendwann schaffen werden auch den härtesten Verfechter von analogen Tischen um zustimmen.
    Schreibmaschine → PC, Schallplatte-> CD, Walkman → iPod, Bandmaschine → Harddisk...
    Ich freue mich auf die Zukunft...

    Marcus

    Kontakt bitte über qscaudio.de

  • christopher hafer
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    • 15. Juni 2008 um 03:00
    • #14
    Zitat von "G.Sanner"

    Analog ist Tot.
    Digital wird immer besser und Analog ist stehen geblieben.
    Cadac ist Pleite.
    Wir machen das erste Jahr viele Festivals voll Digital. Wer das nicht will kriegt den Job nicht.
    Bands die selber mitbringen, bringen schon seit Jahren fast nur Digital mit. Dieses Jahr habe ich noch keinen Analogen Frontplatz gesehen.
    Analog ist auch nicht schneller. Das ist nur Uebungssache.
    Das ist Nostalgie von Lernresistenten Kollegen.
    Analog klingt besser :roll:Bullshit. Nachdem Das drittklassike Mikro vom 4 klassigen Musiker durch die Unterverteilung, das Multicore, die Billig Preamps, den Phasendreckigen EQ, den AD Wandler fuer den Insert, durch den digi Insert, den AD Wandleraus dem Insert, zurueck in den Signalweg durch das rauschende Pult, aus dem Masterinsert in den Digitalen EQ, zurueck in den Signalweg, aus dem Pult raus, wieder ins Multicore und 150 Meter zurueck zur Buehne, dann durch den AD Wandler der Drittklassiken Weiche, durch die Weiche, durch den DA Wandler in die Endstufe, aus der Endstufe in Suboptimal geriggte PA und dann durchs besoffene Publikum in die Ohren.
    Was da ueberbleibt ist auf keinen Fall besser als ein nur 2 mal gewandeltes Signal eines Digital Systems. Und selbst wenn? ( Who gives a fuck)
    Diese Disskusion ist schon fast so Panne wie die Kabeldisskusion der Hifi Freaks.
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    Ich finde das gruselig.
    Gruselig, wenn heutzutage unausgereifte Digitalpulte Technikern als neuer "Standard" vorgesetzt werden, selbst wenn Digi-Pulte lt. Rider unerwünscht sind - stumpfer geht es nicht. Selbst die besten Argumente werden niedergebrüllt bzw. schlicht ignoriert mit Schwachsinn wie "Aber die Zukunft ist Digital", "Damit kann man doch leben", "Mehr war eben nicht drin", "Dafür hätte ich zwei komplette Analog-Frontplätze hinstellen müssen" oder "die Produktion/Band XY kam ja auch damit zurecht".
    Bei allen diesen Beispielen, die ich in den letzten zwei Jahren erleben musste ging es in Wirklichkeit IMMER nur um das eine: Um den Versuch, seine Investition um jeden Preis durchzudrücken.
    Bei keinem dieser Beispiele war digital ausdrücklich erwünscht (bzw. sogar klar abgewählt!) oder wäre TR eine interessante Option gewesen. Nichts dergleichen.

    Die Anzahl derer, die sich dagegen wehren, wird natürlich immer geringer, weil es letztlich ja doch nicht viel bringt.
    Ich selbst diskutiere bei einem PM5D auch nicht mehr, auch wenn ich weiß, dass bestimmte "Umstände" bestimmte Shows verschlechtern werden. Und ja, ich bin Digital-Nutzer der "ersten Stunde" und weiß hinlänglich, wie man mit den meisten Kisten umgeht.

    Diese Entwicklung des Ignorierens von Ridern und eines Diktats einer bestimmtes Technologie sucht zumindest in der Audio-Szene der letzten 20 Jahre ihresgleichen.

    Es geht hier nicht darum, dass in zehn Jahren Digi-Pulte alles können und alle glücklich machen, es geht weniger um Sound, es geht nur um das JETZT und darum, dass es viele gute Gründe geben kann analog zu arbeiten, und die müssen heute genau so wenig wie vor zehn Jahren ständig wiederholt werden.
    Wer das nicht verstehen will oder antiquiert findet hat keinen Respekt vor der Arbeit anderer und vor dem Erbe von vielen Dekaden Analog-Pult-Möglichkeiten.

    Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.

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  • tufkaklto
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    • 15. Juni 2008 um 09:58
    • #15

    Hmmm

    Ich traue mich behaupten, das ich viele Rider von Bands in die Finger bekomme.
    Digital steht definitiv immer öfter auf Ridern.
    Und das wirklich nicht zu selten.

    Vor allem bei Größeren Produktionen.

    Und es stimmt.
    Die Zusatzkosten will oft niemand zuahlen.
    Und das will auch die Band meistens nicht ( die bei größeren sachen nämlich oft selbst für die zusätzlich bestellten Sachen aufkommen müßen )

    Ich finde das Statement von Markus Bäumler schön geschrieben.

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  • guma
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    • 15. Juni 2008 um 13:13
    • #16

    Ich finde die "A-D Grundsatzdiskussion" inzwischen einfach nur noch langweilig und realitätsfremd.

    Was ich sehr viel interessanter finde, dass die Fraktion, die das Klein- oder Mittelklasse-Digitalpult aus wirtschaftlichen Gründen gekauft hat, penetrant verhindert, dass digital Spass macht und zwar nicht durch die Pulte selbst, sondern durch Ignoranz, Unkenntnis und mangelndes Interesse für Audio als solches.

    Eigentlich wäre es ganz einfach: Macht es so wie die Studioleute und

    "take the best of both Worlds"

    Schließt Rechner an, verwendet ordentliche Bildschirme, sorgt für breakouts zum Anschluß von analogem oder digitalem externen Equipment, lernt endlich die Speicherroutinen um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen und bereitet eure Pulte ordentlich vor !!!! Dann sind wirklich nur noch die ewig gestrigen gegen diese Pulte.

    Was mich wirklich stört, ist die Lieblosigkeit im Umgang mit der Materie.

  • christopher hafer
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    • 15. Juni 2008 um 14:38
    • #17

    Das kann ich wiederum auch voll & ganz unterschreiben.

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  • karel noon
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    • 15. Juni 2008 um 17:57
    • #18

    Die frage die sich mir stellt in dem zusammenhang, ist folgende:

    digitalpulte sind längst nicht ausgereift, das wissen wir alle. außerdem steht ähnlich wie bei rechnern zu befürchten das digitale systeme nie "fertig" sein werden, was sowohl vorteil als auch nachteil ist.

    das hersteller weiter entwickeln müssen ist eine daraus folgende konsequenz, nur, und jetzt zur eigentlichen frage, bei wlechem benutzerverhalten werden sie es schneller und sinvoller tun?

    benutzerverhalten A: der anlogfreak, geht gar nicht an digitales, haßt es, und wartet eben noch darauf das ein für ihn taugliches konzept als digitale sauf den markt kommt.

    B: der skeptiker, der zwar ab und an mit digital arbeitet, aber es erher vermeidet, undlieber abwartet bis die nächste generation kommt.

    C: der pragmatiker, nimmt alles was ihm vor die nase kommt, möchte den digitalen zug aber eben nicht verpassen

    D: der "early adopter", arbeitet schon seid der ersten generation digital, kennt die vorzüge, und auch die nachteile zur genüge, und beteiligt sich gerne auch mit herstellern und anderen an der weiterenwicklung, durch konstruktive, aus seiner eigenen praxis gewonnen vorschläge.

    wie reagiert jetzt der hersteller?

    meine ideen dazu:
    A: ist dem hersteller wahrschienlich egal, und wird als nicht gewinnbringend eingestuft, könnte aber in ausnahmen auch anders sein, ich dneke da an große nahmen, die durch ihre rider schon viel des kaufverhaltens der großen rental-firmen beeinflußen können.

    B: könnte aufgrund der masse ein klientel sein, was herstellern wichtig ist, andererseits besteht die gefahr von unnützen ausgaben in RD bereich, wenn der nutzer B letztenendes doch nicht überzeugt wurde, und bei analog bleibt.

    C: dem hersteller der liebste typ?! nutzt die kisten wie sie sind, treibt also auch keinen hersteller dazu sich zu entwickeln

    D: ich kann mir vorstellen das der hersteller zwar einerseits froh ist das seine "babies" schon früh angenommen werden, und auch die konstruktive kritik ist hilfreich und spart geld, aber nur solange nutzer D nicht zu laut meckert und so vor allem nutzer der gruppe B negativ beeinflußt.

    mischformen und unvolständigkeit inklusive, sind das meine akutellen gedanken zum thema digital vs analog 2008

    ich persönlich sehe es im festivalgedanken so: wennich vorher genau informiert bin welche kiste da steht, und ich die von Guma berschrieben vorbereitung nutzen kann, dann gerne auch digital. da ich im kleineren rahmen unterwegs bin mit meinen bands, kann ich nur sagen: manchmal lieber noch analog, da die nebeneinander gestellten 01v nicht immer zum größten spaß führen....

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • tonzwerg
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    • 15. Juni 2008 um 18:03
    • #19

    also...da ich mich zwangsläufig mit der materie auseinandergesetzt habe und mich (zwangsläufig) nicht zur "no digital" fraktion geschlagen habe, muß ich doch einmal ein paar statements abgeben.

    a: analog ist schneller beim kurzen soundcheck, weil ich alle instrumente gleichzeitig bearbeite. wenn 10min zeit sind, dann wird mal schnell übers schlagzeug gehört. da kurbel ich an der bassdrum während der sänger seinen hall kriegt, das feedback in der front zieh ich grad mal schnell am eq bei 160 hz raus, etc. zeitersparnis gegenüber digital ca. 80%. da macht mir keiner was vor in digital. wette einen kasten bier!

    b: es stehen geräte auf dem rider, die einfach schön klingen. ein tc m5000 oder m3000 hall, ein millennia tube compressor, whatever. das ist NICHT durch pultinterne effekte zu ersetzen. und kommt mir bloss nicht mit den scheiß yamaha halldingern im m7 daher. so ein dreck!

    c: gainstruktur - also klang. wer sich mal damit auseinandergesetzt hat, wie und wann ad-wandler vernünftig arbeiten, wird festeltellen, dass die tatsächlich genutzte bit-auflösung im live-bereich irgendwo zwischen 6 und 10 liegt. diese elendige 24-bit debatte roll ich hier nicht wieder auf, aber wer möchte kann ja mal 3v (das ist die odbfs spannung eines ad-wandlers ungefähr) durch 2^24 teilen und mir sagen wieviel volt das noch sind und dann vielleicht mal nachschauen, ob denn für die einwandfreie darstellung solcher spanungswerte als zahl in live-bereich überhaupt die messbedingungen gegeben sind (stichwort stromversorgung). von jitter und anderen sachen möchte ich überhaupt nicht anfangen, wenn zwischen ad-wandler und pult irgendwie 100m (digital) kabel verbaut sind. entscheidend ist nämlich nicht OB 0 oder 1, sonder WANN 0 oder 1. un djitter heißt nicht zwangsläufig knacksen wegen bitverlust - da gibts noch viel dazwischen, was einfach klanglich scheiße ist. habe das gerade wieer im studio erlebt, wo die einführung einer externen clock-source mit kurzen (!) kabeln zu allen geräten entscheidende klangliche verbesserungen brachte.

    d: inkompetente pultbetreuer. schön, dass die company immer den neuesten kram von der messe anschleppt. aber wenn sich die leute vor ort noch schlechter damit auskennen und der band-techniker (in dem fall ich) dann den babysittern erklären darf, wie das ding eigentlich funktioniert, dann stimmt was nicht.

    in jedem fall habe ich (ob analog- oder digitalpult) die anwesenheit analoger eq's und anständiger hallgeräte zu schätzen gelernt. der rest ist mir eigentlich egal. allerdings hab ich grad wieder bei sonnenschein vor einem m7 gestanden und mir einen mittelklasse analogtisch à la allen & heath herbeigesehnt. sonnenschein ist der natürliche feind des digitalpultes.

    und wer kann denn bitte so ein ding mal schnell reparieren, wenn mal was fuckt? bei nem analogtisch hab ich schon im laufenden festivalbertrieb nen kanalzug rausgezogen und durch nen neuen ersetzt. stichwort: single point of fail. da ist analog eben einfach gaanz weit vorn. gerade bei festivals, wo das material durchaus extremen bedingungen ausgesetzt ist (temperatur, dreck, regen etc.).

    mein fazit: digitalpulte sind de facto standard geworden, nach meiner erfahrung ist der sound allenthalben überall schlechter geworden. ich kann mich dem nicht wiedersetzen aber ich werde auch nicht die werbesprüche der marketing-leute nachplappern, schöne neue digitale welt, etc.

    wahrscheinlich hat einfach das auditive mischen inzwischen aufgehört und die leute gaffen nur noch auf ihre hübschen eq-kurven auf dem bildschirm. naja...wenns schee macht

    jan

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    • 15. Juni 2008 um 18:06
    • #20
    Zitat von "mediennutte"

    .........da die nebeneinander gestellten 01v nicht immer zum größten spaß führen....

    Das ist natürlich wirklich nonsense und möchte ich auch nie erleben b.z.w. immer zu verhindern versuchen :D

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