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Bei mir war es so:

  • dasich
  • 5. Juli 2008 um 20:48
  • dasich
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    960
    • 5. Juli 2008 um 20:48
    • #1

    Da ja offensichtlich hier die Nostalgie-Welle ausgebrochen ist.
    (älteste User/erster Beitrag/welches Pult für Anfänger.....)
    kann ja jeder mal an seine Anfänge zurück und wenn er mag, es hier kundtun.

    Ich habe wie sehr viele hier mit ca. 14 Jahren als "DJ" auf Schulpartys angefangen.
    Wir haben uns dann mit zwei - drei Leuten eine eigene Anlage zusammen gebastelt.
    Für die Fachoberschule habe ich dann ein Jahrespraktikum bei einer Beschallungsfirma gemacht.
    Da habe ich mit jungen 16 Jahren an meinem ersten Arbeitstag eine Beschallung für eine WDR Sendung gemacht.
    (War ne Live-Radioschalte aus einer Turnhalle)
    Es ging auch nur um zwei Mikros. Aber da stand ein Soundcraft Serie 8000
    (die es noch kennen: Wow ich war mehr als beeindruckt)
    So viele Knöpfe und keine Ahnung was ich da tue.
    Der Chef stand daneben und war zufrieden.

    Kurze Zeit später war ein Europäisches Jugend-Musik-Dingsda.
    Eine Woche, 7 Bühnen in einer Uni.

    Irgendwie sind Techniker ausgefallen (tja es gab Zeiten, da gab es nicht viele), Chef kam am zweiten Tag mit einer Kiste Mikros in der Hand mit den Worten zu mir:
    Hier deine Mikros, da deine Bühne, hier ein Zettel mit den Bands die kommen werden, uns fehlt Personal, mach mal.

    Tja da stand ich mit meinen Mikros,
    keinen Plan und im 45 min Takt immer eine neue Band.
    Es kam dann immer einer vorbei nach dem rechten schauen, Tatsache ist aber: Ich habe in der Woche wohl mehr gelernt, wie andere in zwei Jahren.
    Dem Kunden gegenüber klar nicht vertretbar, aber es war ne andere Zeit :D
    Und ich bin bei dem Job hängen geblieben.
    Achso: Kiste Mikros hieß zu dieser Zeit: Zwei SM 58, zwei SM 57, zwei SM 81, zwei BK1 und ein RE10 oder so. Und es gab kein Siderack und ich glaub auch nur einen Monitor. Multicore hieß da noch 10-Fach und hatte Siemens Messerleisten.

    Erschreckend: das war 1988

    Es grüßt der Stephan

  • 4Art
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    • 5. Juli 2008 um 21:03
    • #2

    Als Auslöser der neuesten Nostalgiewell kann ich natürlich nicht kneifen 8)

    Also bei mir war das so: 1989 war ich als Tenor ( :D:D:D ) Teilnehmer an einer Gospel-News-Tournee - christlicher Chor, der damals (und auch heute noch!!!) mit insgesamt 4 - 6 Chören jeweils im Sommer auf Tournee war. Das lief dann so, dass man zuerst an Ostern gecastet wurde (jawoll!!) und - wenn man dann angenommen wurde, bis zum Sommer alle Lieder mit Uebungskassette und Notenblättern auswändig lernen musste und danach gings in eine Uebungswoche und danach 2 Wochen auf Tournee.

    Mit dem Singen ging's ja noch so leidlich - aber das Auswändiglernen :shock: :shock:

    Ich glaube, ich konnte jeweils bis zum Schluss der Tournee höchstens 1 Lied wirklich auswändig und beim Rest die Refrains. Und so habe ich mich entschieden, jeweils als Stagehand mit auf Tournee zu gehen - dort habe ich dann erste Erfahrungen mit Tontechnik (nur als Kabelaufwickler) gemacht. Als Techniker war man für die Mädels eh interessanter... Auf Tour ging jeweils ein PA unseres netten Kollegen hier im Forum Jens Seekamp und eine DDA Q1 mit 32 Kanälen. Monitoring weiss ich nicht mehr.

    1993 oder so habe ich dann meine ersten PA-Lautsprecher gekauft: 2 x Solton MF150A - die Dinger gab's damals schon. Damit bin ich zwar nie auf Tournee gegangen - aber als Frontpa für meine Keyboarderischen Ergüsse hat's gereicht. 1992 habe ich dann auch meinen ersten Rockgig gemischt (für Schweizer Insider: Dave-Band). 1995 habe ich dann aufgestockt und zwei Lem Toursound 15A gekauft. So richtig nette Aktiv-Dinger, die richtig laut konnten. Die habe ich dann wieder verkauft, weil ich irgendwann 1998 keinen Bock auf PA mehr hatte - und dann ging's erst richtig los mit Firmengründung und so :roll: :roll:

    Manchmal kommt's halt anders, als man denkt.

  • heinzerl2000
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    • 6. Juli 2008 um 12:35
    • #3

    Wer will das wissen? :D

    Nichts ist so schlecht, dass es nicht noch als abschreckendes Beispiel dienen kann!

  • tufkaklto
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    • 6. Juli 2008 um 13:51
    • #4

    dasIch hat geschrieben:

    Zitat

    Es kam dann immer einer vorbei nach dem rechten schauen, Tatsache ist aber: Ich habe in der Woche wohl mehr gelernt, wie andere in zwei Jahren.
    Dem Kunden gegenüber klar nicht vertretbar, aber es war ne andere Zeit
    Und ich bin bei dem Job hängen geblieben.

    Ja, leider fehlt dem Nachwuchs heute oft die Möglichkeit, solche Erfahrungen zzu sammeln.

    Als ich mit 15 zum Bass Und Schlagzeug spielen anfing, habe ich damals schon irgendwie den Wunsch gehabt, Tontechniker zu werden.
    Die haben immer so cool ausgeschaut, wenn ich in meinen Jungen Jahren auf Rock Konzerte ging.
    Und dann mit so Bands wie UFO und so unterwegs sein, cool

    Ich hab vor 19 Jahren eigentlich als Sekretär in einem Verleih angefangen, als ich wieder mal nach 2 Jahren Emerica nach Europa zurückkam und mal was Anderes als meinen erlernten Beruf machen wollte.
    Und weil damals schon chronische Personalknappheit herrschte, bin ich fast vom Ersten Tag an auf Jobs zum Aufbauen mitgefahren.

    Und hab eigentlich nebenbei die Produktionsleitungen gemacht.

    Und wir haben damals oft Techniker angemietet, Jobs zu machen, unter Anderem, weil ich mir selber noch nicht zugetraut habe, mich ans Pult zu stellen usw.

    Nachdem aber da Einige Kollegen mit großer Schnauze über Ihr Können gepunktet haben und dann nicht mal Inserts stecken konnten, war es mir einfach zu schade, denen gutes Geld in den Rachen zu werfen und ich hab mich dann lieber selber hingestellt.

    Seit damals habe ich auch eine Allergie gegen SAE Abgänger.

    Instrument spiele ich schon seit 22 Jahren nicht mehr, aber Techniker bin ich noch :D

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • simonstpauli
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    • 6. Juli 2008 um 14:26
    • #5
    Zitat von "klauston"

    Seit damals habe ich auch eine Allergie gegen SAE Abgänger.


    Vorsicht, hier kommt ein Allergen!

    Ich habe mich schon in den 90ern oft mit den Worten vorgestellt:
    "Ich habe das SAE-Dipoma, bin aber trotzdem lernfähig"
    Die SAE-Ausbildung habe ich immer als Grundlage für "learning on the Job" gesehen und bin damit gut gefahren.

    Angefangen hat es mit meiner Band, die inzwischen ohne mich auskommen muß. Eine gewisse Technik-Affinität war nie zu leugnen, im Teenie-Alter habe ich C64-Programme für die Lehr-Tätigkeit meines Vaters geschrieben (Simulationen von Drehbänken, Temperatursteuerungen und dergleichen). Wo sich mein erstes Mischpult aus dieser Zeit befindet entzieht sich jedoch meiner Kenntnis (2 Stereo in, 1 Mono in, 1 Stereo out, alles auf Diodenstecker 5-pol und 3-pol)

    In den frühen 90ern wurde ich in einem Berliner Jazz-Club (Flöz) von der Bühne an das Mischpult verhaftet, Montags die Session zu mischen. Dabei habe ich schon mal einiges gelernt.
    Danach folgten freelance-Einsätze bei Berliner Verleih-Firmen. Parallel arbeitete ich in meiner zweiten Liebe, dem Film-Geschäft als Schauspieler und Komparse.

    Seit '97 in Hamburg und immer noch keinen offiziellen Schein in der Tasche überlege ich derzeit, ob es sinnvoll ist, Psychologie zu studieren, da dieses Fachgebiet m.E. 90% meines Jobs ausmacht.

    Und auch heute gilt imho: Lernen kann man diesen schönen Job nur auf der Straße und am Meisten lernt man, wenn entweder:
    - schlimme Sachen passieren
    - gute Kollegen etwas zeigen
    - man sich an die Regel "adopt - adapt - improve" hält.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • karel noon
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    • 6. Juli 2008 um 14:33
    • #6

    Oh mann, bin ich schon alt genug für so nostalgische storrys?

    ich machst mal aufgrund des alters kurz:

    vorgeprägt durch einen opernsigenden Vater, und auch die Mutter mit musik beschäftigt, führte also an musik nichts vorbei...

    mangelndes tallent oder ehrgeiz oder doch beides sorgten dafür das ich am klavier lang lang nie das wasser hätte reichen können, aber zumindest die grobe bedeutung der schwarzen punkte und striche war mir somit geläufig.

    ein umzug brachte mich dann als kind in ein jugendzetnrum, wo im keller eine örtliche oldie-coverband probte. man waren die cool, die tranken bier und waren spät nachts wach :D

    alle so im schnitt 10-15 jahre älter als ich (damals 13) fand ich die besser al meine freunde, und fing an mich als anhängsel und kofferträger zu verdingen. gleizeitig fing ich an DJ zu sein, was mir den ersten kontakt zu material der PA szene sicherte. mit 16 war ich dann soweit das ich bei dieser band nicht meh nur die sachen hineingetragen habe, sondern mich dreisterweise auch ans pult gestellt habe (meistens das eigene 24er MM :D ). irgendwann wurde diese band dann die backing band des Rock Orchester Ruhrgebiet (damals noch als Ruhrgebeat Big Band) und ich stand nicht nur das erste mal an einem XL3 sondern auch das erste mal mit mehr als 5 musikern auf der bühne am pult...

    was soll ich sagen, der fehlende soundcheck, das abgerockte pult, die falsch belegten kanäle der bühnencrew und meine absolute unerfahrenheit haben nicht zu einem grandiosen sounderlebniss geführt. aber ich habe viel gelernt.

    zwei jahre später als die truppe dann im Musiktheater im Revier spielen durfte war ich dann soweit einen ordentlichen frontsound zu machen.

    tja, seitdem schimpfe ich mich tontechniker.

    eine kleine SAE eskapade gab es auch noch, da habe ich viel über elektronik gehört, und ein paar basics aufgeschnappt, also gar nicht mal so schlecht sowas mal gemacht zu haben.

    eine tour als monitorman eines persischen sängers hat mich dann auch dafür gerüstet. der rest kommt dann ja eh von selbst: "wie kein stage manager? und wer ist TL? noch nicht da? egal, also machen wir es selbst...

    und dann habe ich das forum hier entdeckt, und gesehen das esnoch mehr so verrückte gibt die den job machen :wink:

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • 4Art
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    • 6. Juli 2008 um 20:30
    • #7
    Zitat von "Heinzerl2000"

    Wer will das wissen? :D

    DAS SOMMERLOCH! :shock: :? 8) :lol: :D

  • Tobias Zw.
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    27
    • 7. Juli 2008 um 09:36
    • #8
    Zitat von "4Art"

    DAS SOMMERLOCH! :shock: :? 8) :lol: :D

    Günter oder Elke?

    ...

    Aua! Aua! Aua! Nicht hauen!

    MfG Tobias Zw.
    - aus WI zurück und wieder am eigenen Schreibtisch -

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • billbo
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    • 8. Juli 2008 um 00:36
    • #9

    Erstes PA – Gerät: ’Hopf’ 4-Kanal Vollröhren Mischverstärker. 2x EL34, lt. Herstellerangabe 50 Watt Dauermusikleistung. Angeblich konnte man ihn tunen, indem man den Netzspannungswahlstecker auf 200V statt auf 220V oder 240V steckte. Leuchtete alles ein bisschen heller, wurde aber nicht hörbar lauter; also haben wir es bei 220V belassen.
    Das Herumbasteln an Röhrentechnik erzog immerhin zur Sorgfalt im Umgang mit Orchesterelektronik (der Ausdruck ‚PA’ war damals ungebräuchlich; man hatte davon mal was in Verbindung mit Pink Floyd gehört). Die erste kleine Unachtsamkeit dabei hatte zur Folge, dass man den Begriff ‚Anodenspannung’ NIE wieder vergaß.

    Erstes Selbstbauprojekt: Zwei JBL Doppelrutschen aus Klingers Gehäusebaubuch. Natürlich nicht mit JBL (utopisch), sondern mit 39,- D-Mark – Chassis vom ‚Hobbyversand’ (der hieß wirklich so). Die Anschaffung entsprach trotzdem dem Jahreseinkommen eines Schülers, incl. Zeitungen austragen und 5 Mark von beiden Omas fürs Erreichen des Klassenzieles.
    22mm Spanplatte gab’s reichlich, Baumärkte (und damit Kreis – oder Stichsägen) leider noch nicht; dafür Papas Fuchsschwanz. Auch die Sache mit den vier 28cm - Ausschnitten für die Lautsprecher war lösbar. Weiß hier noch jemand, was eine Laubsäge ist?
    Nach einem halben Jahr fertiggestellt waren die Teile gewaltig, und gleichzeitig eine der ersten größeren Lebensniederlagen. Aus dem Altbaukeller, in dem sie zusammengeleimt worden waren, führte eine schmale Holztreppe mit anschließender 180 Grad – Kehre hinauf ans Tageslicht. Ohne Box jedenfalls; mit war nichts zu machen. Ums Verrecken nicht :evil:. :D

    Danach war ich für eine Weile lieber Lichttechniker. Philips Comptalux und aus Abbruchhäusern ausgebautes Schalter – und Kabelmaterial schienen deutlich einfacher zu handhaben. Aber der Anfang war gemacht.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

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  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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