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akustische Gitarre live abnehmen

  • günter berthold
  • 20. September 2008 um 21:05
  • günter berthold
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    124
    • 20. September 2008 um 21:05
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich möchte eine akustische Gitarre (Yamaha-Konzertgitarre mit Stahlsaiten) live abnehmen. Die Gitarristin singt dazu zusätzlich. Folgende zwei Varianten habe ich mir vorgestellt:

    1. Mit gut ausgerichtetem C1000 auf Stativ

    2. mit C411 (aufgeklebt)

    Zur Zeit nutze ich ein vorhandenes Sennheiser MD518 - eine Lösung, die mir überhaupt nicht zusagt.
    Das gewünschte Klangbild sollte kräftig und muss nicht übermäßig detailreich sein.

    Welche dieser beiden Lösungen ist die empfehlenswertere für den Live-Einsatz oder gibt es bessere Alternativen im Preisrahmen dieser Mikros.


    MfG. Günter

  • christopher hafer
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    • 20. September 2008 um 23:55
    • #2

    Wenn die Mikrofonvariante nicht zusagt, ist die C411-Lösung fast konkurrenzlos. Es klingt dann eben nicht wie Gitarre mit einem Mikro sondern eher wie Gitarre mit eingebautem Pickup.
    Das C1000 ist durchaus brauchbar dafür, wenn bereits vorhanden einfach ausprobieren. Es tut auch jedes andere Kondensatormikrofon jenseits der 100EUR, gut klingt auch ein MD441. Manche mögen sogar SM57.

    Keine der angeführten Möglichkeiten wird ohne beherztes EQing (im Kanal) wirklich gut klingen, auch keine teuren Lösungen von DPA oder Schoeps, die sicher noch vorgeschlagen werden. Beim EQ liegt der Schlüssel zum Erfolg.

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • derautor
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    • 21. September 2008 um 02:16
    • #3

    Entscheidend ist die Tatsache, dass sich der Abstand Mikro-Schallquelle nicht ändert, damit der Sound gleich bleibt, wenn die Gitarre auf der Bühne bewegt wird. Ergo ist ein am Schallloch angeklipptes Miniatur-Mikro die Lösung.
    Da kann man alles mögliche nehmen (ich bevorzuge Kugelcharakter): Sennheiser MKE2, DPA 4066, Lavaliers von Shure oder eben das 411 ankleben.

    Da die Mikroposition alles andere als ideal ist (Tiefmitten satt...), braucht Du, wie C.H. schon schrieb, einen guten vollparametrischen EQ bzw. ein derart ausgestattetes Mischpult.


    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • simonstpauli
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    • 21. September 2008 um 04:10
    • #4

    Man kann auch einen de-Byl-Pickup probieren, wenn es die Dinger überhaupt gebraucht gibt, es wurden meines Wissens nicht so viele davon hergestellt. (Miniaturmikrofone im Schallloch).

    Die Grundidee:

    http://www.patentstorm.us/patents/4748886/fulltext.html

    Ich fand den Sound bis jetzt fast unerreicht und er hat mich geprägt. Franz de Byl spielt allerdings eine aufgebohrte Variante mit 8 Mikrofonen, die Standard-Variante ist 2-kanalig.

    Das Ganze wurde nur getoppt von Marc Ribot an MKH 800, welches ja nun wieder eine völlig andere Preisklasse ist. Und der Mann hat still gehalten...

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • günter berthold
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    • 21. September 2008 um 21:12
    • #5

    Danke erstmal,

    somit steht meiner gedanklich vorgeplanten Wunschlösung "C411" fast nichts im Wege, das lässt meiner Gitarristin etwas Bewegungsspielraum.

    Vom C411 gibt es 2 Varianten: Eine mit XLR-Anschluss und notwendiger Phantomspeisung und andererseits mit sog. L-Stecker für das z.B. B29L-Speiseteil. Gibt es akustische Probleme oder mit der Zuverlässigkeit bei Verwendung des Speiseadapters? Da ich bei meinem Mixer die 48V nur global zuschalten kann, wollte ich diese Variante verwenden.

    Gruß Günter

  • bemi
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    • 22. September 2008 um 07:30
    • #6

    Schalt die 48V zu und vergiss Batterien.

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • simonstpauli
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    • 22. September 2008 um 09:34
    • #7

    Ich rate auch zur Phantomspeisung.

    Diese ist (fast) nur für Bändchenmikrofone schädlich.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • christopher hafer
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    • 22. September 2008 um 18:04
    • #8

    Für Bändchenmikrofone ist sie auch nicht schädlich weil sie wie die meisten dynamischen Mikrofone mit Übertragern arbeiten.

    Problematisch wird die globale Phantompower allerdings bei einigen DI-Ausgängern von Amps, speziell denen ohne Übertrager/Trafosymetrierung. Oder auch bei Periepheriegeräten die direkt am Pult-XLR hängen. Lässt sich aber alles lösen.

    Daher würde ich auch die Phantom-Variante vorziehen.

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • günter berthold
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    • 22. September 2008 um 20:15
    • #9

    Dankeschön -

    dann bestelle ich mir in den nächsten Tagen die P-Version vom C411

    Gruß Günter

  • karel noon
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    • 22. September 2008 um 21:39
    • #10

    Hi, in einem artikel im pro sound news europe erwähnt david baxter der den ton für olypia gemacht hat, ein AT880, ein kontaktmikrofon von audio technica.
    auf der homepage finde ich es jetzt nicht direkt wieder, aber aufgrund meiner sehr positiven erfahrungen mit At in letzter zeit, würde ich vielleicht einfach mal dort wo du eh bestellst nachfragen, schlechter als das c411 geht schon fast gar nicht :wink:

    oder mit anderen worten: hat hier jemand mal was darüber gehört oder gelesen, außer in dem artikelr in der PSNE?

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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  • christopher hafer
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    • 22. September 2008 um 22:59
    • #11
    Zitat

    schlechter als das c411 geht schon fast gar nicht

    Doch schlechter geht... :)
    Z.B. ein C411 an falscher Position + unzureichendem EQing. Oder ein CMC5 mit dem falschen Monitormann....
    Was ich damit sagen will: Die klanglichen Möglichkeiten eines Kontakt-Mikros sind begrent und mit dem C411 weitestgehend ausgereizt. AKG hat die Frequenzkurve stark angepasst.
    Ob das 411 zufriedenstellt hängt sehr von der Position ab.
    Bei dieser bestimmten Band habe ich drei Geigen, eine Bratsche und ein Cello damit versorgt. Im Kontext einer Rockband ist das OK. Mit Gitarre habe ich das selbst noch nicht probiert und es gibt sicher besser klingende Lösungen. Aber das 411 ist eben "Set&Forget" ohne Feedbacks oder hohem Kostenaufwand.

    Das AT880 ist übrigens ein wasserfestes Spezialprodukt mit einem Frequenzgang bis satten 4khz. Wer gerne Unterwasse-Gitarre spielt wird damit voll zufrieden sein :D
    http://www.audio-technica.com.hk/eng/model.php?s_id=11&m_id=181

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  • karel noon
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    • 22. September 2008 um 23:32
    • #12

    Ideal ist natürlich die kombination C411 mit stützendem mikro, damit kann man recht laut auch authentisch klingende naturinstrumente abnehmen.

    das mit dem AT880 ist ja erstmal schade, es stand da nicht wofür es eingesetzt wurde, wobei ich es nicht gefunden habe, scheinbar nur auf der globalen seite zu sehen, oder die suchfuntion ist mist :twisted:

    die fragewäre ob es noch andere alternativen gibt?

    nur zum klarstellen: ich bin nicht "gegen" das C411, wenn ich mich recht entsinne habe ich sogar bei der "speziellen band vor einigen jahren dieses mic zum ersten mal genutzt, vorher hatten die clipmikros und waren nur sehr bedingt zufrieden :D

    aber: ich finde es bei jeden produkt schade wenn es ein quasi monopol gibt, und daher suche ich quasi nach alternativen zum C411, ohne besonderen anlaß oder not, aber man weiß ja nie....

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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  • wora
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    • 23. September 2008 um 12:51
    • #13

    zum thema "Kontaktmikrofone" möchte ich gerne folgenden link einbringen:
    Schertler Gitarrentonabnehmer
    der "Basik" ist schon recht in ordnung, der "Dyn-G" ist richtig klasse.
    eine Phantomspeisung wird hier nicht benötigt.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • günter berthold
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    • 13. November 2008 um 20:08
    • #14

    So, die geeignete Lösung ist gefunden: Rode NT3

    Ich hatte zwischenzeitlich ein AT Pro37 getestet, das mir in den verschiedenen Abnahmepositionen überhaupt nicht gefallen hat (klang komischerweise auch nicht anders als mein oben angesprochenes dynamisches Mikro). Vor einigen Tagen habe ich dann das Rode getestet - und das wars.
    Kann es damit zusammenhängen: Beim AT habe ich die Phantomspeisung genutzt, beim Rode habe ich eine Batterie eingesetzt. Ich kann erst wieder in den nächsten Tagen testen.

    Ich denke, dass ein geeignetes Mikro immer noch am besten den Gesamtklang einer akustischen Gitarre aufnehmen kann, Nachteil bleiben die Lautstärkeschwankungen beim Bewegen bzw. das Gebundensein an einen festen Platz. Ein Tonabnehmer/Transducer/Körperschallmicro/... schenkt zwar Bewegungsfreiheit, kann aber nicht alles aufnehmen.
    Alternative wäre vielleicht eine neue Git. mit eingebauten Mics (die Yamaha-Lösungen ab ca. 500€ gefallen mir da schon sehr gut), aber das war nicht die Fragestellung gewesen.

    wora:

    Vielen Dank, den Schertler Basik behalte ich trotzdem als noch zu testende Alternative im Hinterkopf.

  • wora
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    • 13. November 2008 um 23:11
    • #15
    Zitat von "Günter Berthold"

    ...
    Ich hatte zwischenzeitlich ein AT Pro37 getestet, das mir in den verschiedenen Abnahmepositionen überhaupt nicht gefallen hat ...

    Kann es damit zusammenhängen: Beim AT habe ich die Phantomspeisung genutzt, beim Rode habe ich eine Batterie eingesetzt. ...


    nein, das hat nix mit der phantomspeisung zu tun. das Pro 37 ist ein billigmikro, das einfach nicht gut klingt. ich arbeite viel mit AT, aber dieses mikro kann mir echt gestohlen bleiben. ich kann deine erfahrung durchaus nachvollziehen.


    Zitat von "Günter Berthold"


    wora:

    Vielen Dank, den Schertler Basik behalte ich trotzdem als noch zu testende Alternative im Hinterkopf.


    beim günstigen Schertler Basik musst du ein bisschen auf das kabel aufpassen, das ist extrem körperschallempfindlich. das muss also gut verlegt werden, am besten antapen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von wora (13. November 2008 um 23:19)

  • günter berthold
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    • 13. November 2008 um 23:19
    • #16

    Das Pro37 kostet 10€ weniger als das NT3. Heißt das, das ich mit dem NT3 einen (unbewussten) Glückstreffer gelandet habe, oder ist das Pro37 eher ein Ausreißer in dieser Preislage?

    Gruß Günter

  • wora
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    • 13. November 2008 um 23:21
    • #17

    ich würde eher behaupten, das das NT3 (das ich selbst nicht kenne) ein aussenseiter in der preisklasse ist... im positiven sinne :roll:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • günter berthold
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    • 13. November 2008 um 23:25
    • #18

    Danke :D

    genau das wollte ich hören

  • christopher hafer
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    • 13. November 2008 um 23:48
    • #19
    Zitat von "wora"

    ich würde eher behaupten, das das NT3 (das ich selbst nicht kenne) ein aussenseiter in der preisklasse ist... im positiven sinne :roll:

    +1 :D

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • bademeister
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    16
    • 23. März 2009 um 20:52
    • #20

    Moin,

    ich habe evtl. demnächst eine ähnliche Anwendung und auch dafür noch keine wirklich tolle Lösung im Kopf.
    Es geht um eine akustische Gitarre eines Singer-/Songwriters (mit Band und Dampf, geht so Richtung Jack Johnson... ;) ). Momentan operiert er mit einem AKG C4500, was ich so beim ersten Hören ganz okay fand. Ich würde allerdings gerade für etwaige Open Airs gerne auf eine PickUp-Lösung oder Kontaktmikro oder angeclipptes Mic zurückgreifen. erschwerend kommt hinzu, dass er sich natürlich beim Spielen bewegt und wegdreht und zu allem Überfluss noch eine Ukulele (auch ohne PickUp) spielt.. ;)

    Meine Frage:
    Hat jemand Erfahrung mit "externen" PickUps die bspw. ins Schalloch geklippt werden?
    Hat jemand schon mal die DPA-Variante (4099) ausprobiert?
    Oder doch die Mic auf Stativ-Lösung? Vielleicht mit Großmembran? Oder sogar bspw. Audio Technica AE 2500 (von wegen dynamische und Kondensator-Kapsel)?

    Budget ist natürlich knapp und ich rechne erstmal mit eher beschränkter Ausstattung am FOH... der übliche worst case halt... ;)

    Vielen Dank!
    Sebastian

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