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DER "Lautsprecherentwickler"

  • eaw
  • 16. Oktober 2008 um 06:56
  • HippeliPA
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    615
    • 23. Oktober 2008 um 17:46
    • #61

    Naja, klar belegen kann man das natürlich nicht. Doch ich bin auch der Meinung das sich da eine Rückentwicklung durch die gesamte Musikindustrie zieht.

    Stichwort, Loudness War, Castingshows und letztendlich zählt auch in unserer Branches immer mehr die Wirtschaftlichkeit als wirklich der Perfektionismus. Man hört ja immer öfter dinge wie "mehr gab das Budget nicht her". Liegt wohl auch mit an "geiz ist geil". Also irgendwas ist schon dran.

    no virtual - no line - no EQs

  • terrine
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    541
    • 23. Oktober 2008 um 18:01
    • #62

    Klingt sehr verbittert... aber niemand verbietet ihm die alten Sachen von damals zu benutzen, wenn er es denn will :)

  • F.A.Bi.A.N.
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    5.286
    • 23. Oktober 2008 um 18:58
    • #63

    ich habe den punkt, warum ein linearray ein "verschmieren" der impulsantwort bewirken soll, noch nicht so ganz verstanden. jedenfalls nicht in relation zu "verschmierungen", die auch eine traube aus engabstrahlenden punktstrahlern hervorbringt.
    ansonsten finde ich die artikel ehrlichgesagt wenig ergiebig; das liegt aber auch an den medien selbst. kritik also nur im weiten sinn...

  • schrecki7289
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    • 23. Oktober 2008 um 19:50
    • #64
    Zitat von "00Schneider"

    Der Physiker muss sich das elektrische erarbeiten, der E-Techniker das physische


    Ja, unsereins sollte einfach mehr Sport treiben... :wink:

    Interessante Diskussion, schade das man (interessanterweise berufsbedingt) mitlerweile nur noch selten hier rein schauen kann.


    Zitat von "Sound-Klinik"

    1. Wer als frischgebackener Ing. in eine "angesagte" Firma einsteigt, die Lautsprechersysteme entwickelt, dem wird nicht das Wissen vermittelt, um eigenständig neue Lautsprechersysteme zu entwickeln. Wieso sollte eine Firma sowas tun (die wären schön blöd !) ?

    Die Wirklichkeit: Einige landen in der Qualitätssicherung ... andere messen Chassis (Wareneingangskontrolle) ... andere dürfen Prototypen aufbauen (F-Weichen löten und anschließen).


    Auch wenn es vielleicht hochnäsig klingen mag: Wer heute als Ingenieur der Elektrotechnik in irgendeiner Bude Chassis ausmisst oder Weichen lötet hat irgendetwas falsch gemacht, denn das sind doch in meinen Augen eher Praktikantenarbeiten.

    Thomas hat hier eigentlich schon das richtige gesagt:

    Zitat von "Thomas"

    Sollte man als fertiger Ing. überhaupt Lautsprecherentwickler werden? In meinen Augen gibt es da nur eine Antwort. NEIN. Ich kann jetzt nur für die Elektrotechnik sprechen, aber grade dort sind die Berufsaussichten derart gut, dass man sich es wirklich sehr stark überlegen sollte überhaupt in die Richtung Lautsprecherbau zu gehen. (Wenn man sich halbwegs verkaufen kann, kann man als Etechnik Ing. zur Zeit nahezu überall anfangen (Siemens, ThyssenKrupp, ABB ...) und auch schnell aufsteigen)


    Wobei ich mich hier nicht nur auf Großunternehmen beschränken würde, auch die Arbeit im Mittelstand kann interessant sein und Herausforderung bieten.

    Die Frage ob nun Physik oder E-Technik wichtiger für die Lautsprecherentwicklung ist lässt sich wohl schwer bis überhaupt nicht beantworten, denn beides ist für diesen Bereich von elementarer Bedeutung. Wenn man das ausdehnt wäre auch Maschinenbau noch nützlich, schließlich steckt bei modernen Konstruktion (wenn man sich z.B. mal LAs beguckt) auch eine gute Portion Mechanik mit drin.

    Letztendlich ist man als Ingenieur durch kein Studium der Welt sofort in der Lage sofort auf allen Funktionsgebieten seines Faches eingesetzt zu werden, zumal es sich bei der Lautsprecherentwicklung ja auch noch um eine fachübergreifende Tätigkeit handelt. Vieles eignet man sich vielleicht auch erst später an, man wächst ja schließlich mit seinen Aufgaben und lebenslanges Lernen ist heute in einer schnellebigen Welt sowieso wichtiger denn je und auf die Technik trifft das wohl erst recht zu.
    Neben guten theoretischen Kenntnissen sind fachunabhängig auch Methoden- und Sozialkompetenz, analytisches Denken, Kreativität, ein gewisses Verständnis für Wirtschaft (auch wenn das vielleicht nicht allen gefällt ist das nunmal die Realität. Leider muss man sich auch mal mit nicht ganz idealen Lösungen zufrieden geben) und viele andere Fähigkeiten gefragt. Vor diesem Hintergrund kann man also wohl schlecht eine Studienempfehlung für das Ziel Lautsprecherentwickler zu werden aussprechen.

    Gruß
    Thomas

  • DerNub
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    1
    • 23. Oktober 2008 um 20:27
    • #65

    also mir hat mein Physikstudium für ´s Lautsprecher basteln eigentlich nur
    insofern Vorteile gebracht als das ich nun mehr oder weniger rechnen kann.
    Das hätte man aber auch als: E-Techniker*, Maschinenbauer, Informatiker,
    oder oder oder gelernt :wink:
    es gab hier auch keine Vorlesung zu Akustik und/oder Hydrodynamik...

    um mal was verwegenes in den Raum zu werfen:
    vielleicht sollte man etwas geisteswissenschaftliches studieren -> siehe
    Fabian :D

    *anm. z.B. ein Theoretischer E-Techniker kann auch ein "bischen" Physik

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 23. Oktober 2008 um 21:01
    • #66
    Zitat von "DerNub"

    um mal was verwegenes in den Raum zu werfen:
    vielleicht sollte man etwas geisteswissenschaftliches studieren -> siehe
    Fabian :D


    da lernt man aber eigentlich nur lesen :) .

  • Sound-Klinik
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    • 23. Oktober 2008 um 21:59
    • #67
    Zitat von "DerNub"

    also mir hat mein Physikstudium für ´s Lautsprecher basteln eigentlich nur
    insofern Vorteile gebracht als das ich nun mehr oder weniger rechnen kann.
    ...
    ... es gab hier auch keine Vorlesung zu Akustik und/oder Hydrodynamik...


    ... nix mit Euler und Co. .. und keine Sachen von Lüst gelesen ????

  • Mechwerkandi
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    • 24. Oktober 2008 um 08:34
    • #68
    Zitat von "unknown_artist"


    a) Warum hörst du nichts davon? Mit zunehmendem Alter klappts halt nicht mehr so mit dem Hören. Ist wohl leider so. Ein Föön Clia ist aber einer gewissen Länge in Sachen Sound einer alten noch transportablen Horn PA in fast jeder Hinsicht überlegen (bis auf vielleicht etwas weniger schmissige low-Mids)
    b) Raumresonanzen: Eben durch das definierte Abstrahlverhalten ist es möglich Raummoden weniger anzuregen. Erst recht bei sorgfältiger Softwareplanung vorher.
    c) Überforderung kann sicher oft auftreten, wobei wenn ich mir alte Systeme anschaue, die sollten erheblich fehleranfälliger sein (wobei die Leute vielleicht eben deshalb wussten was sie tun)
    d) nana, wir wollen doch nicht pauschalisieren oder?

    Über Dein Hörvermögen kann ich mir kein Urteil erlauben und eine Pauschalisierung erwächst aus einem individuellen Mehrheitsbefund.
    Was allerdings die Relativierung an geht, da hast Du mir zugegebenermassen einiges voraus...

  • mattias bost
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    • 24. Oktober 2008 um 10:33
    • #69

    Nochmal zum zurück zum "früher klang alles besser". Könnte es nicht sein, daß seinerzeit bei den Abmischungen den Möglichkeiten der Systeme Rechnung getragen wurde UND der Sound halt als schlicht "richtig" angesehen wurde (sprich Gruppe xy hatte mit Ihrer PA ihren Sound)? Gingen vor 25Jahren Konzerte mit Unmengen(!) an Instrumenten wirlich sauber und differenziert über die PAs? Oder trug man beim "Aufstellen" der Gruppe nicht vielleicht umgekehrt mal den Grenzen der PAs Rechnung?

    Heutzutage wird sich da kaum ein Künstler Einschränkungen auferlegen lassen, auch sind die klanglichen Erwartugnen andere (tiefer runter und oben rum mit mehr Pegel höher rauf). Ich werf mal das "Negativstichwort" des so hochgelobten "warmen englischen Sounds" in den Raum, hab ja selbst so ein Teil mit Vitavox S3. Ohne dickes EQ (das kaum einer an den Teilen macht) fehlen da schlicht die Höhen, der Mangel wird dann schön mit "warm" umschrieben. Inzwischen geht viel "Synthetisches" über die PA, ob sich da ein "Künstler" Gedanken gemacht hat, diese Sounds auch mal VOR der PA bei Volldampf zu hören und ggf. anzupassen? Annodunnemals spielten Gruppen, weil sie die Schwächen kannten, erstmal was aufs Band und hörten sich das dann vor der PA an (vor allem wenn sie noch nicht "groß" waren und alles mehr oder weniger selber machten), heutzutage taucht man kurz vorm Gig auf, die Technik und der Mensch am Mischer wirds schon richten (und wenn der dann schon älter und mit Hörschaden ist...). Ich hab nicht die dicke Konzerthörerfahrung (kleinere unbekanntere Gruppen), was aber immer schnell auffiel, wenn ein Gruppenmitglied am Mischer stand (oder dort "vorbeihörte") wars meistens sehr gut, nie wirklich schlecht, wenn nur die Verleiher mischten kam eher "Unzumutbares" raus.

    Das wißt ihr nun besser, wie stehts heute damit? Wie oft sind die Bandmitglieder auch Zuhörer/Berater beim Mixsetup (machen das gar selbst)? Wenn nicht, wie kommt man als Mixer an den gewünschten Sound, hat man was als Konserve zur Orientierung?

    Technik und deren Fort-/Rückschritte sind das eine, die Umsetzung/Realisierung eines Konzertes ne andere. Wenn sich drauf verlassen wird, daß die Technik und Techniker das schon richten, könnte man schnell verlassen sein.

    Das geht zwar alles nun etwas in "Off-topic", bin mal gespannt, wie ihr das seht.

    Grüße
    Mattias

  • Mechwerkandi
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    • 24. Oktober 2008 um 12:12
    • #70
    Zitat von "Mattias Bost"


    "früher klang alles besser"

    Unsinn.

    Früher klang nicht alles besser.
    Damals wie heute gab es Veranstaltungen, auf denen die Tontechnik einen funktionierenden Eindruck hinterliess genauso wie völlig grottige Darbietungen.
    Ich erwarte allerdings aus dem technischen Fortschritt der letzten 30 Jahre und den hier oft beschriebenen Fachwissen der Nutzer eine radikale Abnahme der grottigen Darbeitungen.

    Und das ist definitiv nicht so...

    IMHO haben sich unsere Väter aus einer Mangelsituation heraus in einer kreativen Art und Weise betätigt, die ich heute oft vermisse.
    Heutzutage muss ein Problemlösung a) überall, b) zu jeder Zeit, und c) in unbegrenzter Menge verfügbar sein. Mangelnde Kompetenz wird durch Masse kompensiert. Nicht-downloadbare Lösungsansätze gelten als zu kompliziert und werden abgelehnt.

  • nojunk
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    • 24. Oktober 2008 um 12:39
    • #71
    Zitat von "Mechwerkandi"

    ... aus einer Mangelsituation heraus in einer kreativen Art und Weise betätigt, die ich heute oft vermisse.
    Heutzutage muss ein Problemlösung a) überall, b) zu jeder Zeit, und c) in unbegrenzter Menge verfügbar sein. Mangelnde Kompetenz wird durch Masse kompensiert. Nicht-downloadbare Lösungsansätze gelten als zu kompliziert und werden abgelehnt.


    +1
    besser hätte ich es nicht sagen/schreiben können :!:

    No, it's not too loud. You're just too old!
    winners have parties - and loosers have meetings
    Technik haben viele - WIR können sie auch bedienen :)

    vu.gif

  • terrine
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    • 24. Oktober 2008 um 12:59
    • #72
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Unsinn.

    Früher klang nicht alles besser.
    Damals wie heute gab es Veranstaltungen, auf denen die Tontechnik einen funktionierenden Eindruck hinterliess genauso wie völlig grottige Darbietungen.
    Ich erwarte allerdings aus dem technischen Fortschritt der letzten 30 Jahre und den hier oft beschriebenen Fachwissen der Nutzer eine radikale Abnahme der grottigen Darbeitungen.
    [...]


    Diese Aussage find nicht unbedingt passent gewählt. Autos existieren auch schon 100 Jahre und die Technik ist vorrangeschritten...aber auch heute werden noch genausoviele Unfälle Produziert und immer noch gibt es schlechte Produkte. "Früher" konnte der ganze krempel allerdings noch alleine repariert und gewartet werden. Umso moderner das Equipment (egal ob Auto oder PA), desto schwieriger wird die Wartung.
    Oder anders ausgedrückt: Mit Computern werden Probleme gelöst, die man vorher nicht hatte.

  • Sound-Klinik
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    • 24. Oktober 2008 um 13:59
    • #73
    Zitat von "Mechwerkandi"

    ... erwarte allerdings aus dem technischen Fortschritt der letzten 30 Jahre und den hier oft beschriebenen Fachwissen der Nutzer eine radikale Abnahme der grottigen Darbeitungen.

    Und das ist definitiv nicht so...
    ...
    Mangelnde Kompetenz wird durch Masse kompensiert. Nicht-downloadbare Lösungsansätze gelten als zu kompliziert und werden abgelehnt.


    Da gebe ich dir mal uneingeschränkt Recht. :)

    Zitat von "terrine"

    Umso moderner das Equipment (egal ob Auto oder PA), desto schwieriger wird die Wartung.
    Oder anders ausgedrückt: Mit Computern werden Probleme gelöst, die man vorher nicht hatte.


    Darum arbeite ich am liebsten mit LS-Systemen, die schon ohne EQ bzw. Controller funktionieren (Endstufe 'ran .. und klingt !). Je weniger 19"-Gerümpel, desto schneller ist alles aufgebaut / eingestellt / ... / abgebaut. :wink:

    Ich bin immer wieder verwundert, wieviel Zeug (d.h. LS-Kisten UND Elektronik ...) manche Bands in Biergärten oder auf kleinen Dödelbühnen bei Stadtfesten aufbauen, um dann einen richtigen "Kack"-Sound zu produzieren (erst vor einigen Wochen in Bremen-Vegesack wieder mehrfach erlebt ... :? ) ... und so mancher Besucher verzog schmerzhaft das Gesicht bei der gebotenen "Plärre" ...

  • Mechwerkandi
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    • 24. Oktober 2008 um 17:39
    • #74
    Zitat von "Sound-Klinik"


    Da gebe ich dir mal uneingeschränkt Recht. :)


    Und nicht nur da...

    Zitat von "Sound-Klinik"


    Ich bin immer wieder verwundert, wieviel Zeug ... manche Bands in Biergärten oder auf kleinen Dödelbühnen bei Stadtfesten aufbauen, um dann einen richtigen "Kack"-Sound zu produzieren...

    Zitat von "Mechwerkandi"


    Mangelnde Kompetenz wird durch Masse kompensiert.

    Matthias Claudius soll mal geschrieben haben:
    "Nur gute Dinge können wirklich gross sein."

    Der VA Techniker von heute sagt dazu:
    "Lass' es uns gross genug machen, dann wird es irgendwann gut."

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