spannendes Thema...
Ich spreche davon, dass die Mehrspuraufnahme in einer Live-Situation entstanden ist. Also eine ähnliche Situation wiedergibt. Desweiteren gehe ich davon aus, dass man i.d.R. close-mikrofoniert. Bei solchen Produktionen ist auch IEM üblich, oder dass die Amps neben/hinter der Bühne stehen usw.
Das bedeutet, dass der Raum für den Mikrofoninput weniger (nicht garnicht) von Bedeutung ist.
Man mischt an so einem Tag für exakt diese Produktion. Lösungs- und zielorientiert betrachtet, ist eine CD, egal wie gut man sie kennt, wesentlich weiter von den tatsächlichen Signalen, die kommen werden weg, als die einzelnen Spuren von einer anderen Show.
Wenn man ein B52 beispielsweise betrachtet, dann kann dieses Mikrofon mit seiner Supernierencharakteristik und schallereignisnahen Positionierung garnicht soooo weit vom Vortag weg sein. Und dynamisch wird der Trommler am Vortag auch ein gewisses Spektrum vorgetragen haben. Also was bitte ist besser zum checken, als exakt dieses Signal???
Da nützen die "Voreinstellungen", die angesprochen wurden, recht wenig, wenn der Raum mit PA und Akustik völlig anders ist.
Man nimmt ja bei so einer Sache die Spuren auch definitv post Headamp auf. Also nimmt man das Signal vom Vorabend, das uneq't ist und EQ't es neu. Normalerweise nimmt man ja auch mal das Mikrofon vom Sänger und spricht selber rein, um zu hören, wie es so ist. Warum nicht direkt exakt diesen Sänger vom Vorabend hernehmen und mit dessen Stimme checken?
Es ist definitiv keine Spielerei, sondern ein ernstzunehmendes Tool, um sich besser vorzubereiten und näher an das Optimum zu kommen. Wie und wann man das einsetzt ist eben jedem selbst überlassen.
P.S.: Es ist tatsächlich kein großer "Klimmzug" das Ganze zu machen.