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Gewindeschrauben fixieren

  • sabbelbacke
  • 11. November 2008 um 08:55
  • sabbelbacke
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    • 11. November 2008 um 08:55
    • #1

    Hallo zusammen,

    da sich Gewindeschrauben mit der Zeit durch die Vibrationen im Gehäuse leicht lösen können (was bei einem Hornspeaker echt lästig werden kann), ist ab und zu mal ein Check nötig, ob noch alles fest sitzt und dicht ist... Wir fixieren die Schrauben immer mit normalem Pattex, was aber auch nicht 100% optimal ist. Wie macht Ihr das?

    hornresp

  • hell&dunkel
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    • 11. November 2008 um 09:08
    • #2

    Loctide 222.

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

  • sabbelbacke
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    • 11. November 2008 um 09:15
    • #3

    Das ging ja fix, danke :)
    Und wenn man das doch mal wieder aufbekommen will - bricht einem dann der Schraubenzieher ab oder gehts mit wohl dosierter Gewalt dann doch?

    hornresp

  • treibsand
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    • 11. November 2008 um 09:22
    • #4

    Die meisten Schraubensicherungen gibt es in Niedrigfest (löst sich ohne viel Kraft), Mittelfest (der Standard, braucht ein bisschen mehr Kraft, aber keine wirkliche Gewalt), und hochfest (braucht Gewalt bzw. Temperatur zum lösen).
    Mittelfest tut also und ist beim nächsten Schraubenhöker, Industriebedarf und sonstigem Fachhandel erhältlich.
    Egal ob Delo, Loctite, Eurolock oder deren Mitbewerber.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • sabbelbacke
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    • 11. November 2008 um 09:23
    • #5

    Bestens, genau das brauchen wir. Dankeschön.

    hornresp

  • K.audio
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    • 11. November 2008 um 09:36
    • #6

    Am besten nur niederfesten Klebstoff verwenden, sonst könnte sich beim öffnen die Einschlagmutter mitdrehen.

  • hell&dunkel
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    • 11. November 2008 um 10:17
    • #7

    Mitdrehende Einschlagmuttern sind ein Alptraum.
    Ich hatte schon Dämmvlies, das sich um eine Schraube wickelte.

    Loctide 222 niedrigfest
    Loctide 243 mittelfest
    Loctide 270 hochfest

    Alle drei reagieren bei Sauerstoffabschluß und vorhandensein vom Metallionen.
    Am Rande:
    Bei einem Versuch mittels Withworth Rohregewinde DIN2999 1½" in Verbindung mit etwas Dichtungshanf reagierte das Loctide 270 durch den Metallabrieb und totalen Luftabschluß sofort und es wurde unmöglich, das Gewinde ganz einzudrehen.

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  • Mechwerkandi
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    • 11. November 2008 um 16:34
    • #8
    Zitat von "hell&dunkel"


    Am Rande:
    Bei einem Versuch mittels Withworth Rohregewinde DIN2999 1½" in Verbindung mit etwas Dichtungshanf reagierte das Loctide 270 durch den Metallabrieb und totalen Luftabschluß sofort und es wurde unmöglich, das Gewinde ganz einzudrehen.

    Was soll da das Loctite?
    Das gehört Fermit 'ran... :wink:

  • hell&dunkel
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    • 11. November 2008 um 17:55
    • #9

    Es ging um ein nicht lösbares Gebastel. :D

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  • DJheini
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    • 11. November 2008 um 18:04
    • #10
    Zitat von "hell&dunkel"

    Es ging um ein nicht lösbares Gebastel. :D

    Und es wurde ein nicht-zusammenbaubares Gebastel. :D:D

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • hell&dunkel
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    • 12. November 2008 um 00:30
    • #11

    So kann man es auch sagen. Das Loctide reagierte schneller als erwartet :D

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  • bernd häusler
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    • 12. November 2008 um 00:56
    • #12

    Moin,

    Loctite ist ja dafür erfunden, aber...

    ...ich finde konstruktive Schraubensicherung besser. Bei Einschlagmuttern fallen kontern, oder Nylock- Muttern aus, aber wann löst sich die Verbindung überhaupt? Das kann erst passieren, wenn das Holz und die Chassisdichtung unter der Schraubenspannung nachgegeben haben. Erst dann kann sich die jetzt lose Schraube durch Vibration oder Bewegung zwischen den Teilen lösen. Die konstruktive Lösung ist, den Federweg zu verlängern, damit die Zugspannung auch wenn die Chassisdichtung und das Holz nachgeben erhalten bleibt. Eine feine Lösung sind hier Wellscheiben. Das sind Unterlegscheiben aus Federstahl, die "zwei Wellen nach oben, und zwei nach unten haben" und so einen erheblichen Federweg bilden. Die Federkraft lässt sich erhöhen inden man zwei oder mehr stapelt
    Von den an einer Stelle durchgetrennten Sicherungsscheiben, und Zahnscheiben halte ich weniger viel, der Federweg ist geringer, und sie verhaken sich im Material, was das Lösen zu einer spänigen Angelegenheit werden lässt.

    Grüße

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • andreas grossmann
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    • 12. November 2008 um 13:33
    • #13

    Ich bin ja nunmal gelernter Fluggerätmechaniker. In der Branche ist es (zum Glück) Bedingung, dass fast jede Schraube gegen unbeabsichtigtes Lösen gesichert wird. Wenn möglich formschlüssig, manchmal auch mit selbstsichernden Muttern. Aber meisstens halt mir Draht.
    Man wundert sich, wo man so eine Drahtsicherung überall machen kann und muss. Teilweise um drei Ecken und ohne die Schraube direkt sehen zu können. Da kommt freude auf. Es gibt teilweise Flansche mit 3 Schrauben, wo man für die Schraubensicherung über einen halben Tag einplanen kann...

    Alle Schraubensicherungen, die über eine Aufrecherhaltung der Vorspannkraft sichern sind übrigens alle auf Dauer unwirksam (Federscheiben, Wellscheiben, Zahnscheiben...). Unser Professor hatte uns damals dazu tolle Diagramme gezeigt.

    gruß
    grobi

  • sven adelaide
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    • 12. November 2008 um 15:47
    • #14

    Was hat denn dein Prof denn so herausgefunden über die gute alte Wellenscheibe?

    Nach laut kommt taub!

  • andreas grossmann
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    • 12. November 2008 um 16:03
    • #15
    Zitat

    Was hat denn dein Prof denn so herausgefunden über die gute alte Wellenscheibe?

    Rausgefunden hat er nichts, er hat nur die Schaubilder gezeigt, auf denen man erkennen konnte, dass ab einer bestimmten Lastwechselanzahl sich die Schraube trotzem löst. Die Grundlagen für die Diagramme waren, glaube ich, empirisch ermittelt.
    Er sagte dann, dass alle "Vorrichtungen" die die Schraube über die Vorspannkraft sichern auf Dauer nicht funktionieren.

    Wir reden hier übrigens gerade von dynamisch beanspruchten Schraubenverbindungen. Nicht dass sich jemand in seinem Lager aus Stahlträgern wundert, dass da keine selbstsichernden Muttern verbaut sind und ganz schnell aus dem Lager rennt.

    gruß
    grobi

  • bernd häusler
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    • 12. November 2008 um 16:15
    • #16

    Moin,

    Zitat von "Andreas Großmann"

    Alle Schraubensicherungen, die über eine Aufrecherhaltung der Vorspannkraft sichern sind übrigens alle auf Dauer unwirksam (Federscheiben, Wellscheiben, Zahnscheiben...). Unser Professor hatte uns damals dazu tolle Diagramme gezeigt.

    jetzt wirds interessant, in welchen Zeiträumen werden die Federn unwirksam?

    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • andreas grossmann
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    • 12. November 2008 um 17:58
    • #17

    Kann ich euch nicht genau sagen, hier mal ein Link dazu:
    http://www.iecltd.co.uk/bearing/produc…ng_deen_072.pdf

    Zu beachten ist auch, das die Anzahl der Lastspielwechsel mit 1500 angegeben ist. Die von der Firma angepriesenen Scheiben lösen sich darüber hinaus auch - wenn auch langsam - weiter. Stellt euch mal eine Rüttelplatte vor, wie lange die Braucht um 1500 Lastwechselspiele mitzumachen. Oder wie lange braucht ein Verbrennungsmotor für 1500 Lastwechselspiele...

    Gruß
    grobi

    PS: Falls der Link gegen Boardregeln verstösst, bitte herausnehmen. Ich habe ihn nur ergoogelt und will damit keine Werbung machen!

  • treibsand
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    • 12. November 2008 um 19:55
    • #18

    Augen Auf beim Amoklauf!

    Dir ist schon bekannt, dass in vorliegendem Versuchsaufbau eine massive Kraft SENKRECHT zur Schraubverbindung vorliegt, oder?
    Ausserdem wurde das Schraubengewinde geölt, um die dort (bei normaler Anwendung erwünschte) Reibung zu minimieren.
    Und es gibt noch einige weitere "werbestrategische" Details, die diesen Versuch unvergleichbar zur o.g. Problematik machen.

    1500 Lastwechsel hiessen ja bei einem Sub mit 80Hz Kickfrequenz genutzt satte 19 Sekunden... :shock: :roll: :D
    (OK, bei 8 Schrauben pro "Teller" kämen wir dann auf 1 1/2 Minuten, bevor der Hornsub undicht wird, nach dem ersten Soundcheck dürfte dann die Pappe rausfallen...)

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • andreas grossmann
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    • 12. November 2008 um 20:21
    • #19
    Zitat

    ir ist schon bekannt, dass in vorliegendem Versuchsaufbau eine massive Kraft SENKRECHT zur Schraubverbindung vorliegt, oder?

    Ui, da habe ich nicht genau gelesen. In einer Lautsprecherbox treten aber bestimmt auch manchmal Kräfte senkrecht zur Schraubenachse auf. Damals hat der Prof uns halt die Diagramme gezeigt. In denen wurde eine Normalkraft aufgetragen.
    Bernd hat hier die Wellscheibe so toll angepriesen. Ich will hier nur klar machen, dass ich mein Leben nicht von so einer Scheibe abhängig machen würde. In einer Lautsprecherbox kann dass funktionieren, ich denke aber trotzdem, dass es bessere Möglichkeiten gibt.
    Eine Schraubensicherung via Kleber ist auch nicht so toll, wenn die Ursache des Lösens in der fehlenden Vorspannung liegt. Eine so gesicherte Schraube würde dann irgendwann so weit locker sein, dass sich der Lautsprecher bewegen kann.
    Eigentlich müsste man erstmal nach der Ursache für das Lösen schauen. Ich denke das liegt an der falschen Schraubenwahl (zu klein) und der damit verbundenen geringeren Vorspannung, die das Setzen in dem Holz nicht kompensieren kann. Die Auflagefläche spielt dabei auch eine große Rolle. Das ganze liegt wahrscheinlich daran, dass diese Schraubenverbindung noch nie von einem Hersteller gerechnet wurde.

    Naja, Theorie hin oder her - ich würde dafür geeigneten Schraubensicherungs-Klebstoff nehmen.

    gruß
    grobi

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