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Erfahrungen mit Genelec 6010 irgendjemand?

  • Reinald Kirchner
  • 11. Juli 2012 um 16:18
  • Reinald Kirchner
    Beiträge
    126
    • 11. Juli 2012 um 16:18
    • #1

    Hallo Miteinander,

    hat jemand von Euch Erfahrungen mit der Genelec 6010? Kleines, professionelles Werkzeug im Rahmen des Möglichen? Überteuertes Spielzeug ohne signifikanten Vorteil gegenüber Teufel oder Mivoc Plaste-Würfeln?

    Ich suche was handliches für den Schreibtisch, habe keine Lust auf die üblichen Plasik-Würfel aus China, und keine Zeit im Moment was selbst zu bauen nach den Vorlagen der üblichen Verdächtigen, daher habe ich mal beim grossen T geschaut was die kleinen aktiven Studio-Monitore so hergeben, und bin auf die Genelecs gestossen.

    Gruss und Danke
    Reinald

  • tufkamar
    Gast
    • 11. Juli 2012 um 21:07
    • #2

    Mit den Genelecs machst Du sicher nichts falsch - wobei ich nur die etwas größeren (8030) kenne.

    Ein Blick wert sind auch die KRK Rokit5 - ist zwar immer Geschmacksache, aber mir gefallen dort die Höhen besser als bei den Genelecs - und rein für den Schreibtisch ist das unkaputtbare Gehäuse und das Gitter vor den Chassis ja nicht zwingend ein KO-Kriterium. Vor allem bieten sie ein paar Einstellmöglichkeiten und Anschlüsse mehr als die kleinen Gens...

    Behringer Thruth (2031A AFAIK) könntest Du auch in engere Auswahl mitnehmen, wenn das Budget das noch hergibt...

    Ich würde auf jeden Fall die potentiellen Kandidaten probehören - gerade Studiomonitore sind im Klang doch "sehr speziell"...

  • sebastian
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    • 13. Juli 2012 um 06:02
    • #3

    Kommt drauf an, was du damit vor hast. Kenne nur die älteren (und größeren) 1029A + 1091A, sowie 1031A.
    Gerade erstere Kombination benutze ich als 2.1 Anlage im Wohnzimmer und finde sie sehr gut. Alleine hatten
    die 1029A für mich bei Studio- als auch "Musikanlage für Genießer" Anwendungen zu wenig Tiefgang. Ich bin
    überzeugt, dass das bei den 6010 auch so ist.

    Für ein bisschen Lala aus dem Radioabspielen am PC wird es sicherlich reichen. Aber dafür sehe ich diese Investition als
    unötig an. Außerdem würde ich auch hierfür auf ein kostengünstiges 2.1 System setzen.

    ciao
    sebastian

  • mike j.
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    • 13. Juli 2012 um 09:11
    • #4

    Hab hier die 1030A neben dem PC stehen - gefallen mir sehr gut. 1029 kenn ich auch, kann man bedenkenlos kaufen und die 6010 scheinen da der Nachfolger zu sein. Kannst du uneingeschränkt kaufen und wirst damit glücklich sein.

  • ewok
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    • 13. Juli 2012 um 11:50
    • #5

    Ein schönes Schreibtisch-System mit ernst zu nehmender Leistung ist das Syrincs M3-220. Finde ich eine gute Alternative zu Studio-Abhören - und macht trotzdem noch nen schlanken Fuß (Tops 12cm breit).

    Wenn ich bei den 6010 "Basslautsprecher 76 mm" lese, denke ich mir, dass "Spaß" irgendwie anders ist :grin:

    http://www.partyontour.de

  • sebastian
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    • 13. Juli 2012 um 19:01
    • #6
    Zitat von "ewok"

    Wenn ich bei den 6010 "Basslautsprecher 76 mm" lese, denke ich mir, dass "Spaß" irgendwie anders ist :grin:

    Zitat

    Übertragungsbereich 74 - 18000 Hz (± 2,5 dB)


    Ja gut äh ...
    Den Rest kann man sich ja denken.

  • Reinald Kirchner
    Beiträge
    126
    • 15. Juli 2012 um 00:05
    • #7

    Hallo Miteinander,

    ok, ich war mit meinen Angaben etwas sparsam:

    - nein, es geht nicht um Webadio und Hintergrund-Beschallung (dafür wäre es mir in der Tat zu teuer, dafür reicht auch ein Logitech Plaste-Würfel), sondern um eine Studio-Abhöre, für die Minimal-Konfiguration Laptop, Software, externe Soundkarte
    - Die Dinger sollen keinen "Spass" machen, sondern möglichst linear, neutral das wiedergeben was man reinsteckt
    - Das man von solchen kleinst-Kistchen wenig ernsthaften Bass erwarten kann, ist mir schon bewusst.

    Einen kleinen passenden Sub kann man ja kaufen/Ergänzen bei Gelegenheit.

    Danke schon mal für eure Anmerkungen bis hierhin,
    Reinald

  • Dosenfutter
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    1.387
    • 15. Juli 2012 um 02:48
    • #8

    Eine Studio-Abhöre sollte ganz sicher mehr Dynamik und Frequenzumfang (vor allem unten rum) mitbringen, auch, wenn das für mobil gedacht ist. Mit einem Sub ist das so eine Sache, ich würde davon sehr abraten, wenn Du damit was abmischen oder ernsthaft beurteilen willst, bei wechselnden Locations schadet das mehr als daß es nutzt, vor allem da der wichtige Baßbereich immer zweigeteilt ist und sehr von der Aufstellung abhängig ist (ein Sub verführt dazu, ihn sehr nachlässig aufzustellen). Ich würde auch noch empfehlen, die Lautsprecher nicht auf einem Tisch aufzubauen sondern immer auf einem kleinen Stativ auf Ohrhöhe zu bringen. Werden die Lautsprecher auf einer Tischfläche aufgebaut, bläht sich der Grundtonbereich auf, 20cm über der Tischfläche sieht das schon deutlich besser aus. Tu Dir einen Gefallen und nimm größere Monitore, mindestens 13er Bass-/Mitteltöner, die bis ~50 Hz runtergehen.

    Edit: 13er = 5"

    You probably have the right hammer, you've just got to stop hitting your thumb.

  • sebastian
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    • 15. Juli 2012 um 08:37
    • #9
    Zitat von "Reinald Kirchner"


    ...

    - nein, es geht nicht um Webadio und Hintergrund-Beschallung (dafür wäre es mir in der Tat zu teuer, dafür reicht auch ein Logitech Plaste-Würfel), sondern um eine Studio-Abhöre, für die Minimal-Konfiguration Laptop, Software, externe Soundkarte
    - Die Dinger sollen keinen "Spass" machen, sondern möglichst linear, neutral das wiedergeben was man reinsteckt
    - Das man von solchen kleinst-Kistchen wenig ernsthaften Bass erwarten kann, ist mir schon bewusst.

    Einen kleinen passenden Sub kann man ja kaufen/Ergänzen bei Gelegenheit.

    ...
    Reinald

    Hallo Reinald,
    ich glaube (auch) nicht, dass man generell mit solchen Boxen im Studio entspannt arbeiten kann. Boxen wie die NS10 von Yamaha hatten (haben) m.E. ihre Berechtigung darin, dass sie weit verbreitet waren und der Mix in verschiedenen Lokations zur Berurteilung immer gleich Klang. Dass man damit einen ganzen Tag lag entspannt für das Ohr arbeiten konnte, ist nicht meine Meinung. Diesen Status haben die Genelecs 6010 nicht.

    Einen Mix neutral wiedergeben können solche Boxen nicht (siehe auch die ganzen Anmerkungen zum Bassbereich).
    Spaß müssen die Boxen schon machen. Gerade, wenn man viel mit denen arbeitet.
    Einen zusätzlichen Sub dazu kaufen oder gleich größere Boxen, würde ich von deinem Selbstverständnis abhängig machen: Willst versuchen trotz geringer Mittel mit einem Paukenschlag eine Superproduktion zu schaffen, dann brauchst du auch eine vernünftige Abhöre. Willst du dich erstmal an das Thema rantasten, kann sogar der Weg über günstige 2.1 Anlagen eine sinnvolle Alternative darstellen. Ich kenne jedenfalls (gute) Elektroproduktionen, die mit geistigem Know How genauso entstanden sind.

    In der Tat wird der Bassbereich oft stiefmütterlich behandelt.

    ciao
    sebastian

  • Reinald Kirchner
    Beiträge
    126
    • 18. Juli 2012 um 20:11
    • #10

    Sali miteinander,

    da hilft wohl, wie immer, nur ausprobieren.

    Wenn ich so meine Erfahrungen Revue passieren lasse, mit der kleinen Intertechnik MS Micro habe ich eigentlich schon auch immer hinreichend Spass gehabt, der SEAS W111 geht glaube ich gerade mal als 4-Zöller durch. Wichtig für mich ist an der Stelle wirklich der kleine Footprint von weniger als 20cmx20cm, weil mein Schreibtisch wirklich KLEIN ist.

    An dieser Stelle geht es mir auch weniger um finale Produktion und Mischung, dafür habe ich andernorts andere Möglichkeiten mit größeren Monitoren, ein etwas schlankerer Bass ist also kein entscheidendes Hindernis. Wenn ich mal von der kleinsten Variante Genelec 6010 absehe, habe ich
    - KRK VXT4
    - Genelec 8020
    - Focal CMS 40

    im Auge. Gibt es da vielleicht mehr Erfahrungen hier?

    grüsse,
    Reinald

  • Reinald Kirchner
    Beiträge
    126
    • 22. September 2012 um 13:54
    • #11

    Hallo Zusammen:

    hier die Auflösung:

    Es ist ein Päärchen Genelec 8020 geworden, auch wenn das Investment damit höher ausgefallen ist als ich ursprünglich geplant habe :(

    Ausschlaggebend war, das Sie mir in der Testgruppe vom Klang am Besten gefallen haben, und dafür auch noch deutlich kompakter als die KRK VXT4 und die Focal waren.

    Ursprüngliche Befürchtungen, bei der Grösse könnte es am mangelnden Bass scheitern, waren übrigens völlig unbegründet, wie ich beim Probehören feststellen konnte. Der für mich relevante Bereich, der vielzietierte "Nutzbass" für E-Bass und Drums geht in der Grösse (4" Bass) eigentlich völlig problemlos. Sicher nicht für 50qm Party-Raum und Party-Lautstärke, aber im Nahfeld mit 50-75cm Hörabstand und Nachbarschaftsverträglichen Pegeln ist das überhaupt kein Ding mehr.

    Danke für die Meinungen und Denkanstösse,
    Reinald

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