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Das liebe Geld ...

  • ukw
  • 3. Dezember 2008 um 10:58
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  • ukw
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    • 3. Dezember 2008 um 10:58
    • #1

    Bei einer Recherche in einem alten Thread gefunden...

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?p=295164#295164

    Fiat Money? Seit ein paar Monaten können sich die meisten von uns unter diesem Begriff etwas vorstellen...
    aber damals... Verfasst am: 06.02.2005
    haben wohl die meisten das Wellenfront Posting nicht verstanden.

    Erstaunlich, denn er wusste vor 3 1/2 Jahren* schon mehr als viele Finanzexperten heute zu glauben bereit sind.

    * Edit: Vor fast 4 Jahren ! :!:

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • Kracky
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    • 3. Dezember 2008 um 19:22
    • #2
    Zitat von "ukw"

    Bei einer Recherche in einem alten Thread gefunden...

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?p=295164#295164

    Fiat Money? Seit ein paar Monaten können sich die meisten von uns unter diesem Begriff etwas vorstellen...
    aber damals... Verfasst am: 06.02.2005
    haben wohl die meisten das Wellenfront Posting nicht verstanden.

    Erstaunlich, denn er wusste vor 3 1/2 Jahren* schon mehr als viele Finanzexperten heute zu glauben bereit sind.

    * Edit: Vor fast 4 Jahren ! :!:

    Das ist jetzt aber sehr spekulativ, hier von wissen zu reden. Klar kann jemand der gewisse Zusammenhänge kennt entsprechende Vermutungen anstellen, fragen können wir ja leider nimmer. Im Zusammenhang des Postings entkräftet sich das ganze schon wieder, zudem gewinnt der Dollar doch im Moment wieder an Kraft. Und bis zu den brennenden Mülltonnen in Deutschland lassen wir es doch am besten erstmal auf uns zukommen. Noch weiß keiner wirklich was genaues und vieles ist auch nur heiße Luft.
    Kleines Beispiel, ich kenne doch glatt jemanden der in dieser Zeit einen neune Mercedes kaufen wollte, man hört ja überall das die runterfahren usw. also sollte es ja kein Problem sein das einigermaßen schnell über die Bühne zu bekommen. Das war leider eine Fehlannahme, der Händler wollte Ihm zwar ein Auto verkaufen aber erst in einem halben Jahr, den im moment seinen die Kapazitäten ausgeschöpft, man produziere gerade nur Fahrzeuge für den Export!
    Tja, was sagt man dazu?!
    Ich jedenfalls glaube vieles erst dann wenn es auch entsprechend Belegt werden kann.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
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    78598 Königsheim

  • mringhoff
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    • 3. Dezember 2008 um 19:55
    • #3

    Grundsätzlich glaube ich auch, daß der Abschwung zum Teil auch herbeigredet wird.
    Überall liest man von Rezession, wirtschaftlicher Einbruch etc.
    Was machen dann die Firmen? Sie sind vorsichtiger und behalten mal vorsorglich ihr Geld. Investitionen werden hinausgezögert, man wartet ab.

    Mit wem ich auch immer spreche (Kollegen/Kunden/Bekannte), jeder erzählt mir, daß man zwar momentan noch keine Auswirkungen von der Krise spüre, aber man im kommenden Jahr schon mit Rückgängen rechnet.
    Bestes Beispiel: In einer Sitzung eines größeren Zeitungsverlags in München wird erklärt, das man erwarte, daß in Zukunft die Werbeeinnahmen fallen werden und man jetzt schon mit drastischen Einsparungen beginnen wird...

    Kein Wunder, daß es bald abwärts geht, wenn jeder so handelt.

    Wie heißt es so schön? self-fulfilling prophecy...

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  • Wulfson
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    • 3. Dezember 2008 um 20:08
    • #4

    hm...wenn ich autos bauen würde und im moment alle staaten mit geld für ihre jeweilige schlüsselwirtschaft um sich werfen, würde ich doch auch mal in den topf fassen. hier wird doch nur im ganz großen stil geld von unten nach oben verteilt. die zeche zahlt der steuerzahler... wer das ist, könnt ihr euch selbst ausdenken :?

  • oops
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    • 3. Dezember 2008 um 21:46
    • #5

    hach ja... rezession...

    zum glück haben die menschen die schöne angewohnheit, in sogenannten krisenzeiten, viel reden zu müssen - gern auch mal in grösserem kreise...

    da gibts auf einmal viel mehr pressekonferenzen, mitarbeitertagungen, demonstrationen usw...

    :twisted:

  • ukw
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    • 3. Dezember 2008 um 22:52
    • #6
    Zitat von "Kracky"

    ... zudem gewinnt der Dollar doch im Moment wieder an Kraft. Und bis zu den brennenden Mülltonnen in Deutschland lassen wir es doch am besten erstmal auf uns zukommen. Noch weiß keiner wirklich was genaues und vieles ist auch nur heiße Luft.
    Kleines Beispiel, ich kenne doch glatt jemanden der in dieser Zeit einen neune Mercedes kaufen wollte, man hört ja überall das die runterfahren usw. also sollte es ja kein Problem sein das einigermaßen schnell über die Bühne zu bekommen. Das war leider eine Fehlannahme, der Händler wollte Ihm zwar ein Auto verkaufen aber erst in einem halben Jahr, den im moment seinen die Kapazitäten ausgeschöpft, man produziere gerade nur Fahrzeuge für den Export!
    Tja, was sagt man dazu?!
    Ich jedenfalls glaube vieles erst dann wenn es auch entsprechend Belegt werden kann.

    :D Ich würde das Auto in etwa einem halben Jahr kaufen... aus der "Konkursmasse" (nennt man dann aber anders) - aber schlau ist das nicht. Schlau wäre, wenn man jetzt Aktien kaufen würde, da die Krise ja bald überwunden ist. Wenn erstmal die fehlenden 56 Billionen Dollars gedruckt sind ... :roll: und die Jungs an der Börse (die davon ja auch nichts verstehen) Ihren Mut und Ihren Glauben an das lustige Karussell wiedergefunden haben ... :roll: - dann steigen die Kurse wieder und Du kannst Dir vom Gewinn gleich 7 Benzen kaufen :D

    Zitat von "mringhoff"

    Grundsätzlich glaube ich auch, daß der Abschwung zum Teil auch herbeigredet wird.
    Überall liest man von Rezession, wirtschaftlicher Einbruch etc.
    ...
    Kein Wunder, daß es bald abwärts geht, wenn jeder so handelt.

    Wie heißt es so schön? self-fulfilling prophecy...

    ... wir haben vielleicht nur ein mathematisches Problem, welches derzeit mit den GoB* nicht zu lösen ist :lol:

    * GoB = Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

    Oder anders gesagt: Der freie Markt lebt von Angebot und Nachfrage - momentan gefragt sind Lösungsansätze, die auch ohne die Nachfrage funktionieren 8)

    ... for a few dB's more . . .

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  • oops
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    • 3. Dezember 2008 um 23:21
    • #7

    "Der freie Markt lebt von Angebot und Nachfrage - momentan gefragt sind Lösungsansätze, die auch ohne die Nachfrage funktionieren"

    genau !

    einfach machen... :lol:

  • tufkadib
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    • 4. Dezember 2008 um 09:58
    • #8
    Zitat von "oops"

    "Der freie Markt lebt von Angebot und Nachfrage - momentan gefragt sind Lösungsansätze, die auch ohne die Nachfrage funktionieren"

    Hierzu fällt mir doch spontan der vehemente Widerspruch ein, den ich hier im Forum vor einigen Jahren erntete für meinen Vorschlag, die Nachfrageseite zu stärken.
    Jetzt, da die rein angebotsorientierte Wirtschaftspolitik Schiffbruch erlitten hat (und zudem bald Wahl ist); hat auch für die reGIERenden Parteien (die sonst gern gegen Volkes Wille handeln), die Stärkung der Nachfrage einen gewissen Charme.
    Man hat reichlich spät entdeckt, daß der Tanz um das Goldene Kalb "Export" nicht ausreicht, sondern auch eine robuste Binnennachfrage (ein für Neoliberalisten ungeliebtes Wort) nötig ist.

    MfG

    DirkB

  • djobi
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    • 4. Dezember 2008 um 10:31
    • #9

    mehr als viele Finanzexperten ??
    nur weil mal jemand ein Fremdwort einstreut? Laß bitte die Kirche im Dorf ...

    Zitat von "http://de.wikipedia.org/wiki/Fiat_money"

    Die erste Fiat-Währung der Welt schuf die chinesische Yuan-Dynastie, als sie im 13. Jahrhundert die Golddeckung des aus der Song-Zeit übernommenen Papiergeldes abschaffte. Heute sind praktisch alle Währungen nicht oder nicht vollständig gedeckt und damit Fiat money

    Selbst die D-Mark war nicht komplett mit Gold gedeckt, der EUR erst recht nicht.

    Wellenfront ging es wohl mit dem Begriff "lediglich" um die amerikanischen Finanzinvestoren, verlg. "Heuschrecken" und "Cross-Border-Leasing" u.ä. tolle, sozial vorbildliche Geschäftsmodelle ...

    ein angehender Diplom-Wirtschaftsinformatiker ...

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
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  • skyworker
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    • 4. Dezember 2008 um 12:21
    • #10

    Mir sei am Rande eine kleine Anmerkung erlaubt: in der BRD gibt es - so wie in allen anderen Wirtschaftsräumen - keinen freien Markt im ursprünglichen Sinne... ich dachte, ich erwähne es mal.

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • test
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    • 4. Dezember 2008 um 12:50
    • #11

    wollen wir uns nicht beklagen, es kann sicher immer etwas verbessert werden, aber so schlecht ist es hier auch nicht. immerhin sind wir eine der wenigen gesellschaftsformen, die es sich leisten können, das die leute mit anfang 60 in rente gehen und auch noch 3mio zuhause sitzen und nichts tun. außerdem lebt es sich in wenigen gesellschaften so lange wie bei uns.

    ketzermodus an: wenn wir die lebenserwartung auf 65 senken, dann haben wir auch keine altersarmut und kein rentenproblem mehr.
    ketzermodus aus

    http://www.crystal-hannover.de
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  • djobi
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    • 4. Dezember 2008 um 13:33
    • #12
    Zitat

    in der BRD gibt es - .. - keinen freien Markt im ursprünglichen Sinne...

    es lebe Erhardt und die soziale Marktwirtschaft :wink:

    Zitat

    wenn wir die lebenserwartung auf 65 senken, dann haben wir auch keine altersarmut und kein rentenproblem mehr

    Man könnte bei einer momentan statistischen Lebenserwartung von knapp 77 Jahren bei Männern auch einfach den Renteneintritt auf 70 erhöhen ... immerhin war das wohl auch das Eintrittalter als Kaiser Wilhelm 1889 die Rente ins Leben rief - gleichwohl bei deutlich niedriger durchschnittlicher Lebenserwartung von gerade mal um die 40 Jahren !

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
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  • ukw
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    • 5. Dezember 2008 um 00:22
    • #13

    Sorry - mir ging es eigentlich darum, interessante alte Beiträge nochmal hervorzuholen.
    Ich wollte jetzt keinen Fred mit einer wirtschaftspolitischen Debatte starten - dafür gibt es tausende von anderen Foren und Threads.

    Imo hat Welle damals schon genau richtig gesehen, er hat die Vorgehensweise und die Auswirkungen der Hedefonds und der Dollarpolitik sehr früh erkannt und sehr treffend beschrieben.

    Leicht verständlich zusammengefasst auf 16 Seiten (lest bitte zumindest die ersten 3-4 Seiten) => http://www.new-sense.net/wirtschaft/son…oneyspecial.pdf

    @ djobi: Ich lass die Kirche im Dorf :D deshalb + nur für Dich: Durch Dauerberieselung der Medien haben wir uns wohl schon an die Krise gewöhnt. Da ich davon ausgehen kann, daß Du den Kern der Krise nicht erkannt hast, verrate ich Dir was: Das derzeitige Finanz- + Wirtschaftssystem funktioniert nicht. Die aktuellen Bemühungen (Konjunkturprogramme, Staatsgarantien usw.) verschieben den Zeitpunkt des Zusammenbruchs nur geringfügig. Die Schlauen haben so die nötige Zeit gewonnen, um ihre Vorbereitungen für den "Ground Zero" zu treffen. Die Dummen wiegen sich in Sicherheit und beschwichtigen. Aber der Zusammenbruch kommt. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche oder die Mathematik wird "Pisa-mäßig" neu definiert :D in 4 Jahren (also nach der "Währungsreform" ) sprechen wir uns wieder :wink:

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  • tufkadib
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    • 5. Dezember 2008 um 08:40
    • #14
    Zitat von "ukw"

    Das derzeitige Finanz- + Wirtschaftssystem funktioniert nicht. Die aktuellen Bemühungen (Konjunkturprogramme, Staatsgarantien usw.) verschieben den Zeitpunkt des Zusammenbruchs nur geringfügig. Die Schlauen haben so die nötige Zeit gewonnen, um ihre Vorbereitungen für den "Ground Zero" zu treffen. Die Dummen wiegen sich in Sicherheit und beschwichtigen. Aber der Zusammenbruch kommt. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche oder die Mathematik wird "Pisa-mäßig" neu definiert :D in 4 Jahren (also nach der "Währungsreform" ) sprechen wir uns wieder :wink:


    Tja, aber was wird kommen? Vermutlich wird der € um 50-75% abgewertet. Ein Großteil des Volkes wird sich das gefallen lassen, obwohl dieser Zusammenbruch DIE Chance wäre, alte Zöpfe (und ggf. auch Hälse :wink: :D ) abzuschneiden...

    MfG

    DirkB

  • djobi
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    • 5. Dezember 2008 um 08:54
    • #15
    Zitat von "ukw"

    Da ich davon ausgehen kann, daß Du den Kern der Krise nicht erkannt hast, ...


    Wenn du meinst ...

    Zitat

    nur für Dich: Durch Dauerberieselung der Medien haben wir uns wohl schon an die Krise gewöhnt.


    Gewöhnt? An was denn? Fakt ist das Otto-Normal-Bürger davon doch gar nichts spürt!
    Ein paar Banken verschieben Milliarden - und dem gemeinen Volk geht es doch nach wie vor gut!
    Ein paar wenige haben vll ein paar Euros in Island verloren, aber sonst?
    Erst wenn keiner mehr volltanken kann, 2 Brötchen ein Monatgehalt kosten und die Massen -wie in den 20er Jahren- mittags um ne heiße Suppe anstehen - dann hat es auch der letzte geschnallt.
    Aber soweit kommt es hoffentlich (!) nicht.

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
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  • Mechwerkandi
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    • 5. Dezember 2008 um 09:04
    • #16

    Hmmmm...

    Ich persönlich halte es für etwas unangebracht, anderen Personen pauschal Dummheit zu unterstellen, weil sich das meist in's Gegenteil verkehrt, siehe auch die Ansagen eines pseudo-Beschallers aus der Gegend von Osnabrück.

    IMHO hat das Ganze schon eher den Status der Prophezeihungen eines Nostradamus incl. der dazugehörigen Verschwörungstheorien.

    Zu der Aussage, das ein Markt nicht unendlich wachsen kann und sich ein vollkasko-Staatsgebilde irgendwann mal nicht mehr bezahlen lässt, gehört weder viel Mut noch eine ausgesprochene Weitsicht.
    Der Rest ist Spekulation...

  • mringhoff
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    • 5. Dezember 2008 um 09:59
    • #17
    Zitat von "DirkB"

    Vermutlich wird der € um 50-75% abgewertet.


    im Vergleich zu welcher Währung?
    Da es sich ja um eine Weltwirtschaftskrise handeln soll, wird das mit dem Dollar und dem Yen nicht anders sein. (Und auf- bzw. abgewertet werden diese Währungen schon länger nicht mehr...)

    Ich finde, daß diese Bereinigung im Finanzsektor längst überfällig war und im Grunde genommen nur gut ist.
    Man merkt ja schon jetzt, daß viel weniger spekuliert wird. Die Preise von Stahl, Öl usw. pendeln wieder zurück auf ein Normalmaß.
    Zocken ist uncool geworden, die Marktpreise werden langsam wieder mehr durch Angebot und Nachfrage geregelt und nicht mehr durch das Spielen mit Termingeschäften, Leerverkäufen und sonstigen Finanzkonstrukten.
    Was anfangs zur Absicherung von Kursschwankungen (Optionen) gedacht war, wurde in den Jahren mehr und mehr zum Geldverdienen ohne Bezug zur Sache selbst missbraucht.
    Das ganze System krankte in sich. Die Händler bekamen Provisionen, die Banken die Gewinne. Bei Verlusten bekamen die Händler halt keine Provisionen, durften aber ihre bisherigen natürlich behalten. Volkswirtschaftlich gesehen ist das ja reiner Humbug. Da wurde Geld in Umlauf gebracht, daß hinterher ja irgendwer bezahlen musste.
    Jetzt wissen wir, wer das bezahlt hat...

    Gesamtwirtschaftlich gesehen gleicht sich das derzeit einfach nur aus. Ein großes Katastrophenszenario würde ich da jedoch nicht sehen, wenngleich es für den ein oder anderen Betroffenen, der vielleicht seine Arbeitsstelle verloren hat anders aussehen mag...

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  • ukw
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    • 5. Dezember 2008 um 13:31
    • #18

    Es widerstrebt mir eigentlich, diesen wirtschaftspolitischen Thread weiterzuführen...
    Es gibt aber ständig neue Beiträge hier, die sich auf eben diese wirtschaftspolitische Frage beziehen.

    Zuersteinmal bitte ich djobi um Verzeihung wegen meiner Unterstellung... (Kern der Kriese nicht erkannt)
    ich nehme den Teil des Postings komplett zurück.


    Zitat von "mringhoff"


    Ich finde, daß diese Bereinigung im Finanzsektor längst überfällig war und im Grunde genommen nur gut ist.
    Man merkt ja schon jetzt, daß viel weniger spekuliert wird. Die Preise von Stahl, Öl usw. pendeln wieder zurück auf ein Normalmaß.
    Zocken ist uncool geworden, die Marktpreise werden langsam wieder mehr durch Angebot und Nachfrage geregelt und nicht mehr durch das Spielen mit Termingeschäften, Leerverkäufen und sonstigen Finanzkonstrukten.
    ...

    imo sind massive Drohungen und ein Verbot (von den Regierungen - an die Zocker) spekulativ in Finanz- oder Realwirtschaft einzugreifen der Grund dafür, daß sich die (Rohstoff)Preise der Realität nähern.

    Zur "Finanzmarktkrise" : Wie entsteht Geld? ursprünglich war die Geldmenge an eine Goldmenge gekoppelt. Es konnten nur Kredite vergeben werden, deren Wert in Gold real vorhanden war. Kredit gab es gegen Zins, dessen Gegenwert neu zu der ursprünglichen Gold / Geldmenge hinzukommen muss. Als wegen der begrenzten Goldmenge zu wenig Kredite vergeben werden konnten (wer schürft das "Zins" Gold??? ) einigte man sich darauf, dass eine hinterlegte Menge Gold mehrfach beliehen werden durfte. Schließlich fallen Kredite auch mal aus ;)
    Seit der Aufhebung der Bindung vom Dollar an die Goldvorräte der USA (geschehen 1973) ist die Geldmenge der in Umlauf befindlichen Dollars in nur 9 Jahren auf das 24fache angewachsen. Damals natürlich noch ganz ohne "Derivate" und ähnlich "innovative" Handelsobjekte der entfesselten Finanzmärkte. Das Geld wurde gebraucht, um die Kriege (Vietnam usw) zu "finanzieren".

    Also war die Geldmenge von 1973 bereits im Jahr 1982 auf das 24 fache angestiegen. :idea:

    Als die Finanzwaren (Derivate, Optionsscheine etc. ) immer virtueller wurden kamen noch zwei Dinge dazu: Bargeldloser Zahlungsverkehr und Computer. Man kam nämlich - bei der rasant anwachsenden Geldmenge - mit dem Drucken der Papierschnipsel nicht mehr hinterher. Per Computer mit Flieskomma bedarf es nur dem bedienen des Ziffernblocks und der [Enter] Taste der Tastatur und ... schon ist das Geld "da" :roll:

    Mittlerweile ist die Kredit/Geldmenge auf ein so aberwitzigen Faktor angestiegen, dass es absolut ausgeschlossen ist die benötigte Geldmenge jemals in echten Geld (Dollars) zu bekommen oder zu erwirtschaften. Die Bruttoinlandsprodukte (Wert aller erwirtschafteten Güter und Dienstleistungen) der Industrieländer (allen voran das BIP der USA) besteht zum großen Teil nur noch aus diesen "virtuellen Werten". Darum haben wir ein Buchhalterisches Problem. Diese Institute müssten "Wertberichtigungen" vornehmen, die zwangsläufig im Konkurs dieser Institute enden würden. Damit wäre aber auch unser aller Geld wertlos, da der Wert unseres Geldes an diese Institute gebunden ist. Ein Geldschein von einem Pleite Unternehmen kann nicht "werthaltig" sein.

    Da alle zur Zeit (öffentlich) besprochenen Lösungsansätze (Staatsbürgschaften, Konjunkturprogramme usw. ) die oben aufgezeigte Problematik nicht einmal ansatzweise lösen... :roll:

    Was ist Euer Vorschlag :?:

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  • mringhoff
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    • 5. Dezember 2008 um 14:19
    • #19
    Zitat von "ukw"

    ursprünglich war die Geldmenge an eine Goldmenge gekoppelt. Es konnten nur Kredite vergeben werden, deren Wert in Gold real vorhanden war.


    wozu aber? Gold ist ein (eigentlich) nicht nachwachsender Rohstoff, eine feste Größe. Unsere Wirtschaftsleistung ist es nicht.
    Die nächste Frage: warum nur Gold? warum nicht Silber, Platin, Diamanten...
    Die übernächste Frage: wenn Geld an Gold gekoppelt eine feste Menge darstellt, wie kann dann ein Wirtschaftswachstum entstehen? Wie soll dann gesteigerte Leistungen/Produktivität bezahlt werden?

    Nein, die Aufhebung der Goldpreisbindung ist für mich unbestreitbar notwendig gewesen.
    Auch die Aufhebung der "Notenbindung" wenn man so will an die Geldmenge...

    Geld ist eine theoretische Größe geworden, deren Wert sich immer wieder einpendeln wird. Ein Wertloswerden des Geldes gibt es ja nur wenn alles um uns herum wertlos geworden ist. Das geht also nicht.
    Es ist nur eine Frage der Wertentwicklung, Geld ist nur eine Art Übersetzung des Werts.

    Und eigentlich ist ja nur mal wieder eine Blase geplatzt. Ein unnatürlicher Anstieg von vermeintlicher Werthaltigkeit (wie z.B. amerikanischer Immobilien und handelbaren Zertifikaten) wurde einfach wieder auf ein Normalmaß zurückgestutzt. Daß jetzt viele darunter leiden, ist ja klar.
    Vor wenigen Jahren in der sog. New-Economy-Phase war das ja ähnlich, nur daß die Blase nicht so groß war.

    Im Prinzip geht es ja bald auch wieder aufwärts, es bleibt nur die Frage, wann das sein wird und wieviel wir bis dahin an Wertverlust hinnehmen müssen....

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  • mringhoff
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    • 5. Dezember 2008 um 14:34
    • #20
    Zitat von "ukw"

    Was ist Euer Vorschlag

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