Hallo,
jetzt finde ich endlich Zeit, einen Bericht zu tippen.
Zuerst einmal - es war weihnachtlich, es war kalt, es waren relativ wenig Leute da.
In die Liste der forumsbekannten Daheimgebliebenen könnte man, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, einreihen: Micha, Max, Julia, Toni, Alex, Christian, Paul, Marco, Gabor, Stefan, Peter, Götz.......
Davon unbeeindruckt folgen nun Fotos und völlig aus dem Zusammenhang gegriffene Beschreibungen der darauf zu sehenden Gegenstände und/ oder Personen. Wie immer: Wer sein Gesicht hier nicht sehen will --> PN an mich, dann verschwindet das betreffende Foto.
1.) Die Location
Alexander lud ein in die vierte Etage einer Industriehalle in Berlin-Tiergarten. Interessierte finden alle "Details" unter: http://fabriklounge.de/
Der Club befindet sich momentan im Ausbau, so dass einer der leerstehenden Räume zum Aufbau von PA- und Lichtspielereien genutzt werden konnte.
Einen Rundgang durch die Räumlichkeiten des zum Zeitpunkt unseres nachmittaglichen Eintreffens noch ungenutzten Clubs auf der bereits renovierten Seite der Halle ließen wir uns allerdings nicht nehmen - die Fotos beschreiben in etwa den Weg von vorne nach hinten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. In den "ganz dunklen" Ecken konnte ich leider nicht fotografieren
.
2.) Hell-Laut-Spielzeuge und der Spielplatz
Ohne den obligatorischen Lautsprecher-Check geht´s natürlich nicht. Den Weg nach Tiergarten fanden (siehe Foto von links nach rechts):
1.) RCF 4PRO8001-AS mit RCF ART300 (etwas ältere Version)
2.) Limmer P2 mit Visaton 15"-Basshörner (BMS-Bestückung)
3.) Jobst-Audio MT181
4.) HR-Systems MF801 (siehe auch meine Signatur)
Aber auch Lichtspielzeuge wurden aufgebaut und vorgestellt. Hier halte ich mich mal vornehm zurück, da ich kaum weiß, wo bei einer Grandma vorne und hinten ist...
Dank dennoch an Uli für´s Mitbringen und Vorführen der frisch programmierten Show.
Gegen Ende des Treffens wurde eindrucksvoll gezeigt, was man mit einem einfachen Beamer und entsprechender Steuerung angestellt werden kann. Minimaler Materialeinsatz - gute Ausbeute. Soweit ich das beurteilen kann, ähem.
3.) Das Bier
Dazu nur ein beschämender Satz: Es gab kein richtiges Pils. Allenfalls die übliche Berliner Sterbehilfe á la Schulte etc.. Ein deutlicher Minuspunkt
!
Als kleine Entschädigung dafür verteilte ich ein paar Probehefte der tools und auch der Hausherr lies sich nicht lumpen, so dass neben der einschlägigen Fachliteratur auch ein paar FSK18-DVD´s in den Kabelcases landeten
.
4.) Ausblick
Potential ist da, soviel hat das Treffen deutlich gemacht. Wir sollten die Berliner Kaffeeklatschrunde nach Möglichkeit zu einem festen (eventuell sommerlichen?) Termin institutionalisieren - so besteht beim nächsten Mal auch die Chance auf etwas höhere Beteiligung.
Anmerkung in eigener Sache: Ich war schon wieder der einzige mit Namensschildchen. Ts, ts....
...zu 2.) Messungen und Höreindrücke der Lautsprecher vor Ort
Zuerst muss ich sagen: Vielen Dank an diejenigen, die weite Strecken auf sich nahmen und/ oder das etwas größere Besteck anrücken ließen. Das hat mich persönlich wirklich gefreut.
Zum Raum selbst: Die schallharten Flächen ringsum und die niedrige Deckenhöhe sind akustisch natürlich nicht sonderlich vorteilhaft. Für Interessierte hier eine ETC-Darstellung...
...gemessen über die im Folgenden noch zu überfliegende Anlage.
1.) Die RCF-PA
Der aktive Sub bietet drei verschiedene Tiefpassvariationen, wobei die Trennfrequenzen bei 80; 100 oder 120Hz liegen. In Kombination mit dem RCF ART300-Topteil ist diese Anlage nicht unbedingt glücklich kombiniert gewesen. Warum, dass zeigen unter Anderem die Messungen.
Die per Beamer an die Wand geworfenen Kurven zeigen in diesem Fall eine deutliche Senke im "Nutzbass"-Bereich... (Messung bodennah mit einem freifeldentzerrten 1/2"-Mikrofon, daher der Hochtonabfall)
...die sich dadurch erklären, dass das Topteil eher "wirkungsgradorientiert" entwickelt wurde. Dies hat zur Folge, dass der Amplitudenverlauf der Box unterhalb 250...300Hz bereits deutlich abfällt.
Folgende (teils quasi-reflexionsfreie Messungen) zeigen dies:
Recht unschön ist darüber hinaus auch die starke, wenn auch recht schmalbandige Anhebung bei ~2,5kHz. Insgesamt eine gewöhnungsbedürftige Abstimmung, die vor allem in Kombination mit dem 18"-Aktivsubwoofer klanglich nicht so überzeugen konnte - viel "Booom" aus dem Sub, aber kaum Definition. Nicht so mein Fall.
2.) Die "Limmer + Visaton-PA"
Hier mal eben über die Schulter geblickt beim schnellen Parameter-Eintippen für die Trennung zwischen Subs und Top...
...wobei im Rack zwei LAB-Amps und ein LEM DX26 steckten.
Zuerst zu den Subs:
Ein klassisches Basshorn, wie es eventuell nicht jedermanns Geschmack ist - mir persönlich aber wirklich gut gefallen hat. Schnelle Messungen im Nahfeld und (wenn ich mich recht entsinne) mit Frequenzweiche im Signalweg:
Bei den Topteilen konnten wir eine Anomalie im Bereich um die 1,2kHz ausmachen, die sich bei Nahfeldmessung am (nicht im Originalbauschlag vorgesehenen) BMS 15"er wiederholte. Die Ursachen dafür können vielfältig sein... da müßte man mal genauer hinschauen und die Kiste auseinandernehmen.
Ansonsten klanglich eine sehr ansprechende PA, mit Defiziten in der Stimmwiedergabe, die mir bei mir bekannten Titeln auffielen.
3.) Jobst-Audio MT181
Die Box vom forumsbekannten Wastelkönig Jobsti wurde aus dem nicht allzu weit entfernten Elbflorenz nach Berlin mitgebracht.
Messtechnisch zeigte sich hier eine deutliche Überhöhung mit Resonanzneigung im Mitteltonbereich, die wir auch nach einigem Rumrechnen an den Gehäuseproportionen bzw. den Portabmessungen nicht eindeutig zuordnen konnten.
Hier die Messungen (gefenstert und ungefenstert) sowie das periodenbasierte Zerfallsspektrum und die Sprungantwort...
Der Überhöhung gingen wir mit einer Nahfeldmessung am Tieftöner auf die Spur, wobei sich diese auch hier fortsetzte. Der relativ gesunkene Pegel bei der im Screenshot markierten Frequenz erklärt aus der Nahfeldmessung selbst, wo der Pegel mit steigender Frequenz in Abhängigkeit vom Abstand zwischen Mikrofon und Lautsprecher sinkt - das augenscheinlich etwas bessere Verhältnis ist also kein Widerspruch zu den vorherigen Messungen.
In Folge dessen wurde ein Filter für diese Überhöhung gesetzt (f = 900Hz; n = 1; -3,5dB), was sich vergleichsweise so darstellte:
Der im Anschluss durchgeführte Hörvergleich zwischen der Jobst-Audio MT181 und der von mir mitgebrachten (und auch in letzter Sekunde vor dem Treffen noch irgendwie zusammengespaxten) MF801 bestätigte die messtechnisch schon angedeuteten Auffälligkeiten.
Messungen meiner MF801 in der Halle habe nicht gespeichert, sondern lediglich ein Foto der projezierten Messung (auch mit verpoltem Hochtöner) gemacht.
Da ich hier jedoch als "Hersteller" meiner eigenen Lautsprecher befangen bin, würde ich die beim Forumstreffen anwesenden Mitglieder doch um einen kurzen subjektiven Kommentar zu diesem Hörvergleich bitten. Danke!
So.... das war´s soweit. Ich hoffe, ich habe nichts wesentliches ausgelassen oder bedeutende Ereignisse unbeachtet gelassen.
Bis dahin, mit weihnachtlichen Grüßen!
Fabian ![]()