Hallo Leute,
irgendwie kam meine Antwort nicht rein. ich möchte auch nochmal festmachen, daß hier ein paar Irrtümer über Lautstärkeunterschiede rumschwirren.
1.: Man hört selbst minimale Änderungen. Die 6 dB Regel gilt nur, ab wann man einen grundlegenden Unterschied ohne Vergleich hört. Also z.B.: Gestern leise, heute lauter. Dann fällt das ab ca 6dB auf. Zum Vergleich. An einem Equalizer schraubt Ihr bei nur wenigen Frequenzen wenige dB hin und her und werdet hoffentlich hören, was Ihr da macht.
2.: Der Witz der dB Normierung ist ja, daß das alineare Verhalten des Ohres berücksichtigt wird. Deswegen empfindet man 4 dB bei 20 dB als genauso viel lauter wie 4 dB bei 120 dB. Klar, wenn endgültig die Hördynamik oder das Hörspektrum überschritten wird, hört man halt irgendwann garnix mehr Sinnvolles und somit auch keine Unterschiede.
3.: Der "Schutzmechanismus" des Ohres ist ein rein mechanischer Schutz des Trommelfelles und der Gehörknöchelchen durch einen "Bremsmuskel" (so heißt der natürlich nicht offiziell). Er hat GARKEINE Auswirkung auf die wahrgenommenen Lautstärkeunterschiede, da auch das für unser Ohr ganz normal ist und übrigens schon unter 100 dB einsetzt. Bei alten Menschen funktioniert das oft nicht mehr so toll (wie auch andere Muskeln), wehalb diesen Menschen tatsächlich schneller "die Ohren wehtun". Das bilden die sich nicht ein, sondern ist tatsächlich wahr.
Zu guter letzt. je nach Umgebungslärm können die 4 dB auch enstcheidend für das Sprachmaß sein. Das könnten auch schon 1 oder 2 dB. Je nachdem, wie hart man sich an Machbarkeitsgrenzen bewegt.
Viele Grüße
Tobias Kammerer