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Welche Bass-Aufstellung bevorzugt ihr im Festzelt?

  • Blancblue
  • 22. Mai 2009 um 16:42
  • Blancblue
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    • 22. Mai 2009 um 16:42
    • #1

    1) Die Zeltsaison ist ja wieder in vollem Gange und ich habe dieses Jahr noch kein sinnvolles Bass-Setup sehen bzw. hören können. Zu 99% stehen die Bässe einfach links und rechts, d.h. am FOH schiebts gewaltig.

    Welches Set-up wählt ihr, sagen wir mal bei der durchschnittlichen Disco / Rock VA mit 800-1500 PAX?


    2) Welches Setup ist Eurer Meinung wann und für welche Situation am sinnvollsten anzuwenden? Vielleicht können wir hier ja ein Art Praxis-Leitfaden entwickeln mit folgenden Kriterien:

    Beispiel:

    A) Set-up:

    L/R

    B) Besonders geeignet für:

    - Veranstaltungen mit wenig Aufbauzeit
    - wenn Tops gestackt werden müssen
    - wenn "Bass-Beam" erwünscht ist
    - Wenig Bässe auf der Bühne erwünscht sind (und andere Setups nicht umsetzbar sind aus o.g. Gründen)


    C) Vorgehensweise:

    1) Bässe links und rechts neben die Bühne stapeln
    2) Trennfrequenz einstellen
    4) ggf. Delay an Tops anpassen

    ...

    D) Zeitaufwand:

    (x) gering ( ) mittel ( ) hoch

    (ca. 30 Minuten)

    E) benötigtes Know-how:

    (x) gering ( ) mittel ( ) hoch


    F) erforderliches Spezial-Equipment

    (keins)

    (z.B. Messgerät, Taschenrechner, Zollstock, o.ä.)

    ________________________________

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  • radartuete
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    • 22. Mai 2009 um 18:28
    • #2

    A) Set-up:

    L-Center-R

    B) Besonders geeignet für:

    - Veranstaltungen mit wenig Aufbauzeit
    - wenn Tops gestackt werden müssen
    - bessere Bassverteilung als L/R


    C) Vorgehensweise:

    1) Bässe links und rechts neben oder auf die Bühne stapeln
    2) Center Bässe vor oder unter die Bühne
    3) Delay anpassen


    D) Zeitaufwand:

    (x) gering ( ) mittel ( ) hoch


    E) benötigtes Know-how:

    (x) gering ( ) mittel ( ) hoch


    F) erforderliches Spezial-Equipment

    am besten mit digitalem Controller zur Delayanpassung der Bässe (macht sich am besten mit Fernsteuerung vom Laptop o.ä.), "Ohren" ;)

    Beste Grüße radartuete

    Nachtrag: im Vorfeld lassen sich Bassarrays am PC schon einmal durchspielen z.B. mit Crossmax (Dynacord), MAPP-online (Meyersound), ArrayCalc (d&b)

  • Jim
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    • 22. Mai 2009 um 21:39
    • #3
    Zitat von "Blancblue"

    Welches Set-up wählt ihr,

    Wir wählen das gleiche wie beim open Air

    so long Jim

  • bassking67
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    • 25. Mai 2009 um 10:56
    • #4

    Hallo zusammen,

    Stichwort Delay-Anpassung Bässe. Meint Ihr Anpassung zu den Topteilen? Oder meint Ihr Verzögerungen zwischen LR und C? Und falls letzteres, was bezweckt Ihr damit?

    viele Grüße

    C.

  • henningt-33
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    111
    • 25. Mai 2009 um 11:40
    • #5

    L,C,R ist sicher die optimale Lösung. Wir stellen allerdings nur C.,wenn die Bässe unter die Bühne passen,d.h.Füsse höher als 60 cm., was leider öfter nicht der Fall ist.Vor die Bühne fällt bei mir aus,da diese dann entweder als Podest oder Bar genutzt werden und bei welcher Zeltmugge steht schon ein Absperrzaun vor der Bühne!?

  • radartuete
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    1
    • 25. Mai 2009 um 15:38
    • #6
    Zitat von "henningt-33"

    Vor die Bühne fällt bei mir aus,da diese dann entweder als Podest oder Bar genutzt werden und bei welcher Zeltmugge steht schon ein Absperrzaun vor der Bühne!?


    Da hast du leider recht, aber was tut man nicht alles für den guten Ton ;)


    Zitat von "bassking67"

    Hallo zusammen, Oder meint Ihr Verzögerungen zwischen LR und C? Und falls letzteres, was bezweckt Ihr damit?


    Genau, das Delay zwischen C und L,R. Die Bassverteilung ist damit gleichmäßiger als mit L/R. Es gibt weniger "Basslöcher". Das Richtverhalten der Bässe ergibt dann mehr oder weniger eine Keule. Allerdings ist dabei auch an die rückwertige Abstrahlung der Bässe zu denken. Wie schon oben erwähnt, kann man mit "Freeware" z.B. Crossmax (Dynacord) die Bassverteilung vorab am PC simulieren.

    Gruß radartuete

  • bassking67
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    • 25. Mai 2009 um 15:58
    • #7

    Hallo,

    dass die Verteilung mit einen LR / C Aufstellung andres (und i.d.R. gleichmäßiger) ist als mit Bässen nur links oder rechts ist klar, aber in welche Richtung verschiebt Ihr die Laufzeiten gegeneinender? Man könnte z.B. durch Verzögerung der Center- Bässe die "Keule" mehr auf die Mittelachse fokussieren, aber bringt's das in einem Festzelt?

    viele Grüße

    C.

  • radartuete
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    1
    • 25. Mai 2009 um 18:03
    • #8
    Zitat von "bassking67"

    Hallo, dass die Verteilung mit einen LR / C Aufstellung andres (und i.d.R. gleichmäßiger) ist als mit Bässen nur links oder rechts ist klar, aber in welche Richtung verschiebt Ihr die Laufzeiten gegeneinender?

    Mal ein Beispiel: Angenommen Bässe L/R stehen an der Bühnenvorderkante und die Center Bässe vor der Bühne. Dann gebe ich ca. 1 ms Delay auf's Center - kommt natürlich auf die Abmaße (Tiefe) der Bässe an. Ich laufe den zu beschallenden Bereich ab, insbesondere den seitlichen Bereich, und optimiere den Pegel und die Delayzeit der Center-Bässe. Wunder sind allerdings nicht zu erwarten.

    Zitat von "bassking67"

    Man könnte z.B. durch Verzögerung der Center- Bässe die "Keule" mehr auf die Mittelachse fokussieren, aber bringt's das in einem Festzelt?


    Ja, die Bassenergie wird auf die Zuhörer fokussiert. Nicht nur am FOH sondern auch im Seitenbereich sind ja die "zahlenden Zuhörer" und haben ein Recht auf einen möglichst "linearen Bass" ohne "Basslöcher". Bei unfreiwilligen Zuhörern außerhalb des Festzeltes ist diese Anwendung durchaus beliebt ;)

    Gruß radartuete

  • Blancblue
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    • 25. Mai 2009 um 18:28
    • #9

    Erbarmt sich wer und fasst noch die Set-ups: Cardioid, Zahnlücke usw. zusammen?

    ________________________________

    Signatur?

  • bemi
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    1.755
    • 25. Mai 2009 um 19:27
    • #10

    Cardioid: Bildung von bewussten Ueberhoehungen und Ausloeschungen durch geschickte aufstellung der Baesse hintereinander mit passender Phasenlage der einzelnen Pappen. Problem: Abstand ist fest und Phasenlage bei festem Delay aendert sich frequenzabhaengig. Abhilfe: frequenzabhaengig verzoegern (ueber Allpassfilter).


    Zahnluecke: Ausnutzung eines der WST Kriterien von Heil; durch Aufstellung der Subs nebeneinander wirken diese als "grosser Sub", falls der Abstand kleiner ist als die halbe Wellenlaenge. Die kleinste Wellenlaenge hat die hoechste abzustrahlende Frequenz (also grob die Trennfrequenz). Nehmen wir mal an, du willst bis 170 Hz abstrahlen (Wellenlaenge 2m), dann duerfen deine Baesse max. 1m Abstand (Mitte-Mitte!) haben. Bei 85 Hz darfst du sie 2m auseinander stellen. Wenn die Baesse dann noch im Bogen aufgestellt werden, ergeben sich, wenn mans geschickt macht, nach hinten wieder Ausloeschungen und nach vorn Ueberhoehungen. Alternativ kann man die aeusseren Baesse verzoegern (was sie akustisch nach hinten stellt, also auch einen Bogen bildet - dies aber wieder frequenzabhaengig).

    Hier gabs mal ein Thema "Bassarrays" ueber mehrere Seiten wo auch massenweise Links zu Dissertationen zum Thema und Simulationssoftware enthalten waren. Interessant dazu ist eine Abhandlung von Dynacord, eine Software (online?) von HK, der Array Calculator von d&b (neuerdings auch fuer die Q-Subs, afaik) sowie MAPP von Meyer.


    VG bemi

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

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