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Jamo A300 brummt nur noch

  • ronny stritzke
  • 25. Dezember 2013 um 11:29
  • ronny stritzke
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    • 25. Dezember 2013 um 11:29
    • #1

    Hallo, habe hier eine Jamo A 300 die aus den Ausgängen nur noch ein brummen bringt, auf der rechten Seite nur ganz leicht die Eingangsquelle.
    2 große Elkos 10000µF 80V scheinen ausgelaufen zu sein, braune Masse ausserhalb der Kondensatoren. Wenn man mit dem Messgerät an diesen misst, steigt der Wert erst von Durchgang auf Unendlich an, egal ob links rum oder rechts rum gemessen.

    Kann das die Ursache hierfür sein? Gibt bei Conrad leider nur welche für 63V oder 100V, reichen da die 63V?

    Oder gibt es eine andere Idee an was das liegen kann?


    Mfg Ronny

  • Jürgen Klingel
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    • 25. Dezember 2013 um 13:19
    • #2

    Hallo,

    wenn 80V drauf stehen dann baue bitte nichts unter 80 Volt ein!

    ...und wenn da gleich zwei Elkos hochgegangen sind, tippe ich mal auf einen durchgebrannten Gleichrichter, den bitte auch mal checken (Diodentest am Messgerät)

    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • ronny stritzke
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    • 26. Dezember 2013 um 10:44
    • #3

    Ok dann werd ich mal nach den 100V ausschau halten, eigenartiger Weise ist ein Festspannungsregler auf der Platine komplett lose, Lötpunkte und Verbindungen sind aber noch da, Als Bezeichnung steht aber nur BD140 drauf, am besten diesen auch gleich wechseln.
    Anbei mal ein paar Fotos
    http://www.audiofotos.eu/display-i1461bv0xgh.html
    http://www.audiofotos.eu/display-i1462bx5nn0.html
    http://www.audiofotos.eu/display-i1463b0ckrk.html
    http://www.audiofotos.eu/display-i1464bkzva4.html
    http://www.audiofotos.eu/display-i1465baggkq.html
    http://www.audiofotos.eu/display-i1466bog7f5.html
    @ Jürgen Klingel, welchen Gleichrichter meinst du???


    mfg Ronny

    4 Mal editiert, zuletzt von Ronny Stritzke (26. Dezember 2013 um 15:40)

  • Matze_Müller
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    117
    • 26. Dezember 2013 um 13:09
    • #4

    Der BD140 ist aber kein Festspannungsregler sondern ein normaler PNP-Transistor. Nicht alles, was ein TO-220 bzw. wie hier ein TO-126 Gehäuse hat, ist ein Festspnnungsregler.

  • Jürgen Klingel
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    • 26. Dezember 2013 um 13:14
    • #5
    Zitat von "Ronny Stritzke"

    Ok dann werd ich mal nach den 100V ausschau halten, eigenartiger Weise ist ein Festspannungsregler auf der Platine komplett lose, Lötpunkte und Verbindungen sind aber noch da, Als Bezeichnung steht aber nur BD140 drauf, am besten diesen auch gleich wechseln.
    Anbei mal ein paar Fotos aber wie füge ich den die hier ein???Habe die auf dem Rechner und nicht im Netz

    @ Jürgen Klingel, welchen Gleichrichter meinst du???


    mfg Ronny

    Ronny, ohne Dir zu nahe treten zu wollen:
    Wieviele Elektronik-Kenntnisse hast Du - Deinen Fragen nach zu schließen, nur rudimentäre!?

    Per Suchmaschine wirst Du das Datenblatt des BD140 finden (Wald- und Wiesen- Leistungstransistor...) und auch einen Schaltplan der Endstufe zum Download.
    Es gibt nur zwei Brückengleichrichter hinter dem Trafo: Einen für die Plusminus-Spannung der die fetten Elkos versorgt und einen für die Steuerspannungen.

    Traust Du Dir wirklich zu, das Ding zu reparieren? Hast Du Messgeräte und kannst diese bedienen?

    Ach so, Bilderhoster...wäre zum Beispiel "audiofotos.eu"

    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • ronny stritzke
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    1
    • 26. Dezember 2013 um 15:23
    • #6

    mache schon ab und an diverse reparaturen von verstärkern wenn erkennbar ist das es die kondensatoren etc sind. Zur Verfügung steht mir nur ein normales Multimeter.
    Wie gesagt mache solche Reparaturen eigentlich ganz gern und das macht mir auch spass.


    mfg Ronny

  • Jürgen Klingel
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    • 26. Dezember 2013 um 18:46
    • #7

    Okay, die braune Flüssigkeit muss kein Elektrolyt sein, kann auch eine Art Kleber sein. Die Jamo hat ja fast schon Museums-Alter, da kann es grundsätzlich schon mal sein, dass Glätt-Elkos austrocknen und die Restwelligkeit entsprechenden Brumm nach sich zieht.

    Blöd ist natürlich, wenn der MOS-FET Verstärker kein Ausgangssignal mehr bringt. Messe zunächst mal die Betriebsspannungen an C201 und C202 (unstabilisierte plusminus 70V) gegen GND, sowie an C210 und C211 (stabilisierte plusminus 12 Volt - hier schaffen die BD139/BD140 sogar tatsächlich als "Längs-Spannungsregler"), dann gibts nochmal unstabilisierte 12 Volt an C203, ob die richtig vorhanden sind, weiterhin finde ich noch mit Z-Dioden stabilisierte plusminus 15 Volt an Z1 und Z2, kontrolliere auf defekte Sicherungen, durchgebrannte Emitter-, äh...ich meine Source-Widerstände und natürlich die MOS-FETs an sich.

    Leuchten irgendwelche LEDs am Amp (vorzugsweise "Protect" zum Beispiel)?

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • ronny stritzke
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    • 26. Dezember 2013 um 18:56
    • #8

    Danke für die Tipps, werd ich demnächst machen, melde mich sobald ich was weis, werd auch mal die Spannungen hinter den BD139 und BD140 messen, also die 12V und 70V.

  • ronny stritzke
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    • 29. Dezember 2013 um 08:49
    • #9

    Hallo, habe mal mit angeschlossenem CD Player gemessen, falls jmd den Schaltplan kennt hier mal ein paar Werte:

    Am Brückengleichrichter D202 der Kondensator C209 hat gegen Masse 0,7V anstatt 12V

    Der BD140 Q202 hat Richtung Z202 0,5V anstatt 13V; Richtung Ausgang -0,3V anstatt -12V; Richtung Widerstand R202 -71,5V

    Widerstand R202 gegen Masse -71,5V

    Der BD139 Q201 hat Richtung Z201 13,0V; Richtung Ausgang 12,6V; Richtung Widerstand R201 49,3V

    Widerstand R201 gegen Masse 71,5V


    Heisst das jetzt das der BD140, der Widerstand R202, der Brückengleichrichter D202 und der Kondensator C209 defekt sind und die beiden großen Kondensatoren C201 und C202 10000µF noch ok sind? Im Gerät selbst ist auch ein brummen zu hören...


    Mfg Ronny

  • Jürgen Klingel
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    • 29. Dezember 2013 um 14:43
    • #10

    Gut, wenn aus den Längsreglern nix rauskommt, gibt es wiederum ein paar Möglichkeiten:

    Wahrscheinliches Szenario:

    Leistungstransistor brennt durch, der 1 Watt-Widerstand schickt zuviel Strom auf die Z-Diode, die ebenfalls hopps geht, Widerstand brennt auch durch - Feierabend. Jetzt miss das Zeug halt mal durch.

    Noch wichtiger ist allerdings die Frage: Was ist Ursache, was Wirkung. Die Ursache liegt wohl eher im Bereich der Schaltung hintendran. Die Plusminus 12 Volt könntest Du auch mit einem stabilierten Netzteil zur Verfügung stellen und damit die Verstärkerelektronik messen. Läuft die Kiste dann, weißt Du, welche Bauteile zu ersetzen sind.

    Die Sache mit der Spannung an D202...kommt aus dem Trafo da noch Wechselspannung raus? Müssten ca. 9 Volt sein...ist die Sicherung in Ordnung?

    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • ronny stritzke
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    • 1. Januar 2014 um 17:52
    • #11

    Hallo und allen ein gesundes neues Jahr ;)

    Also es scheint wohl an den beiden Leistungstransistoren BD140 (Q202) und dem BD139 (Q201) liegen. Habe mal die losen Stellen mit Draht zu den anderen Lötpunkten hingezogen und dann ging das erstmal (BD140), wenn man allerdings am BD139 wackelt bricht das Ausgangssignal weg und es brummt wieder, wackelt man wieder geht es wieder.
    Außerdem werden die beiden auch sehr schnell verdammt heiß, haben auch einen aufgeschraubten Kühlkörper drann. Ist das so normal?, der BD139 sieht auch schon sehr verschmort am mittleren Fuß aus. Womöglich ist die Leitpaste nicht mehr die beste.

    Weiß jmd ob es einen Unterschied zwischen einem BD139 und BD139C gibt? Oder sind es beides die gleichen Typen?


    Mfg Ronny

  • Jürgen Klingel
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    • 1. Januar 2014 um 20:44
    • #12

    Es gibt die Transen mit unterschiedlichen Gleichstrom-Verstärkungsfaktoren "A" hat den kleinsten, "C" den größten...

    Für Deine Anwendung dürfte es ziemlich wurscht sein, im Zweifel den "C"-Typ, wenn er sich so schon halb ausgelötet hat, dann kannst den beiden Burschen ja einen größeren Kühlkörper spendieren und neue Wärmeleitpaste (oder Silikonpads, für weniger Sauerei) das schadet keinesfalls.

    Schön, wenn das der Fehler war, gerissene Lötstellen enstehen bei thermischer oder/und mechanischer Beanspruchung, kann bei so einer alten Kiste schon mal vorkommen...kannst bei der Gelegenheit nach ähnlichen Stellen suchen und diese nachlöten...

    Gruß, Jürgen :wink:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

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