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Sachkunde Laserschutzbeauftragter

  • constantin oberrath
  • 11. Juni 2009 um 11:32
  • constantin oberrath
    Beiträge
    909
    • 11. Juni 2009 um 11:32
    • #1

    Hallo zusammen, nachdem ich heute wieder eine Werbung für ein Seminar für Laserschutzbeauftragte gesehen habe , wo die gesamtzeit 6,5 Stunden inklusive Essen und Pausen betragen soll frage ich mich was dort überhaupt vermittelt wird oder ob das ganze nun nur zur "Gewinnmaximierung" einzelner Firmen dient.

    Wenn ich mir nun in der B2 den Anhang 3 Anschaue sollte allein das Thema Lasersicherheit min 4, möglichst 6 Einheiten a 45min umfassen. Und das Thema Lasersicherheit ist nur 1/3 des ganzen Kurses.


    Ich selber habe im jahr 2000 in hamburg meine ausbildung zur FfVT begonnen. Dort wurde das Thema Laser in der Berufsschule auch unterrichtet, und zwar ausführlicher und von der Zeit aufwendiger als bei z.B. oben genannten Seminar.

    Ist dies nun auch ausreichend um als Laserschutzbeautragter ernannt zu werden?
    Laut der B2 ist ja die Teilnahme an einem Seminar nur empfohlen und der Laserschutzbeauftragte gilt als Sachkundiger wenn er aufgrund seiner Ausbildung ausreichend Kenntnisse über die zum Einsatz kommenden Laser erworben hat.

    Mir geht das ganze jetzt nicht darum das ich selber "loslasern" möchte, ich habe andere Interessante Aufgabenfelder, sondern eher um das "grundsätzliche".

  • rayman
    Beiträge
    272
    • 17. Juni 2009 um 10:16
    • #2

    Ok. Da sich bisher hierzu niemand gemeldet hat, schreibe ich mal ein paar Worte dazu.

    Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass in so kurzer Zeit das Wissen vermittelt werden kann, um auch nur im Entferntesten die Sicherheit einer Laseranlage und erst recht nicht einer Lasershow beurteilen zu können. Besonders die Beurteilung von Shows setzt nämlich eine ganze Menge Sachkenntnis voraus. Und nicht zuletzt Erfahrung! Denn zur Berechnung (sehr kompliziert) bekommt man in der Praxis eigentlich nie alle relevanten Daten zusammen.

    In der BGV heißt es ja, dass der LSB Sachkenntnis haben muss. Die KANN man auch durch einen guten LSB Kurs erlangen. Ob man genug Sachkenntnis hat, um diese Verantwortung zu tragen muss letztendlich dann jeder selbst entscheiden, denn zum LSB wird man ja erst, wenn man sich durch den Betreiber einer Laseranlage dazu ernennen lässt. Man kann sich natürlich, wenn man selbst der Betreiber ist auch selbst ernennen.

    Ein Kumpel von mir war kürzlich auf einem solchen "kurz"-LSB Kurs von einem großen Billiglaserhersteller. Da wurde auf Nachfrage allen Ernstes erzählt, dass als Notaus eine schaltbare Steckdosenleiste ausreichend sei. Also bitte!!! Mir ist zwar tatsächlich keine Vorschrift bekannt, die genau regelt, wie der Notaus auszusehen hat, aber so was auf einem LSB Kurs zu erzählen grenzt ja schon an Anstiftung zur Körperverletzung. Auf andere Fragen wurde teilweise gar nicht eingegangen. Bei der an den Kurs anschließenden (Verkaufs-)Lasershow wurde dann auch gleich mit viel zu viel Leistung aus viel zu kurzer Entfernung in die Teilnehmer geballert. Vollstrahlen inklusiv.

  • constantin oberrath
    Beiträge
    909
    • 17. Juni 2009 um 12:39
    • #3

    Ich bin voll und ganz deiner Meinung das es nicht ausreicht einen solchen Kurs eines "Chinalaser" Importeur zu besuchen und sich dann als LSB zu ernennen oder ernennen zu lassen.

    Daher war die ganze formulierung meinerseits etwas "provokativ" gedacht.

    Leider liest man immer wieder in Foren, hie rzum glück meist etwas weniger sobald es um eine Laserfrage geht:
    " Ist gefährlich, du kannst die Risiken nicht abschätzen, du musst nen LSB-Kurs machen!"

    Nun macht der User einen solchen Kurs und ist hinterher immer noch nicht viel schlauer da das unter umständen nur eine gut geplante "Werbeveranstaltung" war!

  • partymucke
    Verifiziert
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    1.427
    Marktplatz Einträge
    1
    • 17. Juni 2009 um 13:03
    • #4

    Ich konnte den Veranstalter trotz Unterstützung der anderen Kursteilnehmer nicht dazu bewegen, einen der vorhandenen Laser zu berechnen.

    Grüße
    Matthias

    ***
    Meine Beiträge sind in der Regel freundlich, sachlich richtig, ernst gemeint und kompetent sowiso. Ausnahmen dienen zur Bestätigung der Regel.
    ***

  • Michael.dri
    Beiträge
    699
    • 17. Juni 2009 um 16:53
    • #5

    Hallo,

    ich besitze selber 2, für die meissten von Euch - Spielzeugleser - von Medialas

    2 x Modell Spider Geek 10mW grün

    die beiden haben eine Tüvabnahmebefreiung bei Einbehaltung bestimmter Auflagen.
    Ich wollte schon lange so ein Seminar,Kurs absolvieren, aber meist war nichts in der Nähe (Duisburg) oder mir
    zu teuer. Medialas sitzt ja leider zuweit weg.

    Jetzt hat Musikstore Köln ein Laserseminar im Angebot für August, für einen für mich - mehr Hobby Beschaller - günstigen
    Kurs. Habe mich sofort eingetragen.

    Aus meiner Sicht interessiert mich nur der Schein um meine Laser "Vorschriftsmässig zubetreiben".

    Über die Gefahren etc. habe ich mich, auch schon im eigenen Interesse, gut informiert. Besitze auch
    abschliessbaren Notausschalter, achte auf Mindesthöhe, sowie Abstand.

    Vielleicht sollte es hier für verschiedene Anwendungsfälle, unterschiedliche Kurs geben. Es ist immerhin noch ein Unterschied
    ob man per dmx aus 40 vorgefertigten Mustern auswählen kann, die alle berechnet sind, als 1 Watt Laser zubetreiben, deren Show mit ild Software selber geschrieben worden ist. Finde ich zumindest.

    Bei Motorrädern gibt es ja auch Führerscheine für unterschiedliche Klassen, angefangen von Mofa, 50er 80er etc.

    gruß Michael

  • julian-k
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    14
    • 21. Juni 2009 um 17:48
    • #6

    An der europäischen Medien und Eventakademie bad. bad. wird ab dem 2. lehrjahr ein zusatzquali Kurs angeboten.
    Darin ist unter anderem auch der LSB enthalten. Allerdings mit deutlich mehr als 6 Stunden.
    Kann mir nicht vorstellen, dass die gesamte Theorie in nur 6 Stunden verstanden werden kann.

    Was ist ist, was nicht ist ist möglich

    http://www.unicque.de - Unicque Lighting Augsburg

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