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Nasse Mikrofone - wie trocknen?

  • freeze
  • 3. Juli 2009 um 23:42
  • freeze
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    1.266
    • 3. Juli 2009 um 23:42
    • #1

    Hallo,

    hatte vorher noch nie die Situation, dass Mikrofone wirklich richtig nass sind. Aussenrum gerne mal bei ein wenig Regen, aber so stark wie's heute war hatte ich auch noch nicht.

    Also, drei Fragen stellen sich:

    A) Was kann die komplette Wässerung Mikrofonen anhaben? Ich kann mir gut vorstellen, dass dynamische Mikrofone aufgrund ihrer einfacheren Konstruktion weniger anfällig sind als Kondensator-Mikros, die idR voll bestückte Platinen beherbergen.
    Doch wie schaut es mit den (Wechsel-)Kapseln aus?
    Wie empfindlich sind diese gegen Regen?

    B) Wie werden Mikrofone am Besten getrocknet?
    In Kleinteile zerlegen und an die Luft legen?
    Auf die Heizung?
    In einem Sack voll Reis?
    Garnicht? :wink:

    C) Sind nach der Trocknung trotz Funktion Folgeschäden (evtl auch erst nach einiger Zeit) zu befürchten, weswegen man lieber doch die Versicherung einschalten sollte?

    Wäre mal interessant einige Meinungen dazu zu hören.

    LG

  • guma
    Moderator
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    6
    • 4. Juli 2009 um 07:42
    • #2

    Wie so oft im Leben, gibt es hierauf keine Pauschalantwort. Kondensatormikrokapseln werden zwar durch Feuchtigkeit betriebsunfähig solange sie nass sind, wenn sie jedoch rückstandsfrei abtrocknen, sollten sie danach wieder normal funktionieren. Weiter hängt es davon ab, wie dicht das Impedanzwandlergehäuse ist und ob die Elektronik gut geschützt ist. Bei allen Mikros, auch bei dynamischen, hängt es davon ab, ob die verwendeten Materialien ( Klebstoffe, Metalle, Folien ) wasserbeständig und korrosionsfrei sind.

    Ich würde so vorgehen:

    Warmluft ja, aber nicht zu nah draufhalten und nicht grillen !!!

    dynamische mit Einsprechkorb - Korb abschrauben, bei der Gelegenheit reinigen und getrennt trocknen.

    KMs - Kapsel, wenn modular abschrauben und getrennt trocknen aber nicht zerlegen !!! eventuell einen Impedanzwandler zur Kontrolle öffnen aber obacht: wenns nicht einfach geht, nicht erzwingen !!! Bei manchen Herstellern braucht man Spezialwerkzeuge.

    GMs - zunächst nicht öffnen , um die Membran nicht zu weiter zu verunreinigen, sondern zuerst mit Warmluft vorsichtig trocknen. Dann eventuell Platine kontrollieren. Manche Hersteller machen das Öffnen sehr leicht ( Rode ) andere sind schwer zu öffnen. Bitte auch hier nicht erzwingen !!! Teure GMs einschicken.

  • Audiobuddy
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    • 4. Juli 2009 um 19:39
    • #3

    Ein Kollege hatte auf Tour für die Gesangsmikrofonkapseln der Sennheiser EW Serie Tupperdosen mit Reis, genau wie Du selbst vorgeschlagen hast. Das entzieht die Feuchtigkeit.
    Bei richtigem Wasserschaden in luftiger, trockener Umgebung zerlegt trocknen lassen. Oder Versicherung anrufen...

  • freeze
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    • 4. Juli 2009 um 23:50
    • #4

    Danke erstmal für die beiden Antworten.

    Mittlerweile scheint alles trocken, eine Kapsel eines AT4041 liegt mittlerweile in einer Reis-Tupperdose.
    Die Funktion habe ich noch nicht getestet.

    Die Frage wäre allerdings:
    Kann es Schäden an den Mikrofonen geben, die sich erst später bemerkbar machen, obwohl das Mikrofon bei erster Betrachtung (Funktions- und Klangtest) einwandfrei aussieht?
    Das wäre sehr ärgerlich...

    LG

  • Campfire
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    • 5. Juli 2009 um 11:14
    • #5

    also ich hatte mal einen Heftigen Gewitterguss bei ner unüberdachten Openair-Bühne, bei denVerwendeten Mikros (alles Dynamische) war im Nahhinein kein bleibender Schaden feststellbar, lediglich bei den als Vocalmikros verwendeten Beyer TGX 58 hatte ich danach 2 oder 3 Ausfälle, kann aber auch an der sonstigen Stabilität des Mikros liegen, habe auch von anderer Seite gehört dass die etwas anfällig für ausfälle sind.

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • wora
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    • 5. Juli 2009 um 19:31
    • #6

    ich hatte mal ein geduschtes e935, das auch nach dem trocknen recht seltsam klang. ich habe dann eine tauschkapsel bekommen (war ein endorsement-mikro) und die defekte zurückgesendet.
    eine beeinträchtigung ist also nicht immer auszuschliessen, weshalb ich bei regen möglichst sofort meine mikros sichere. aber in ausnahmefällen kann das natürlich trotzdem mal passieren..
    langzeitschäden sind ebenfalls nicht 100%ig auszuschliessen, je nach dem wie intensiv die dusche war kann auch feuchtigkeit ins innere des mikros gelangen und verursacht dort unter umständen korrosionsschäden an den kontakten.
    am besten so vorgehen wie guma empfohlen hatte, das halte ich auch für angemessen. und danach muss man die mikros einfach beobachten...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • illuminati235
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    • 20. Juli 2009 um 18:26
    • #7

    Ich hatte letztens ein Shure Beta87A auf SLX... Durch Regen und übelst sabbernden Sänger tropfte es nachher sehr stark aus der Kapsel.

    Getrocknet oder gereinigt habe ich nichts, bisher einwandfreie Funktion

    Gruß
    Noel
    ------------------------------------------------
    Nimmt der Pegel des Meeresrauschens mit 3 oder 6db pro Entfernungsverdopplung ab?
    Ab sofort neu in der Vermietung: 24x MLA Mini

  • linearray
    Gast
    • 20. Juli 2009 um 21:19
    • #8
    Zitat von "freeze"

    Wie werden Mikrofone am Besten getrocknet?

    Bei uns wandert alles kleinere was getrochnet werden soll für 12 - 24 Stunden in den Umluftbackofen bei 50°. Etwas effizienteres gibt es nicht um in allen noch so kleinen Ritzen sauber zu trocknen. Mit klein meine ich alles was gerade noch in den Backofen passt, das waren beispielsweise auch schon genässte 19" Geräte.... einfach vorher den Deckel entfernen...

    Das Wichtigste ist dass nasses Equipement keinesfalls zum Test in Betrieb genommen wird.

    Gruss, Andi

  • yamaha4711
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    • 20. Juli 2009 um 21:38
    • #9

    Für alle die auch ohne Wärmezufuhr trocknen wollen gibt es auch Trocknungsmittel wie z.B. SilicaGel (diese netten kleine weißchen Säckchen), welches in den meisten Verpackungen welche Elektronik beherbergt vorzufinden ist.
    Einfach einen Einmachtopf nehmen und da die Kleinteile samt ein paar Säckchen SilicaGel für 2-3 Tage reinlegen. Das schont das Material und hinterher ist es wirklich furztrocken (sorry).

    Das SilicaGel ist im übrigen im farblos, wird aber zumal eingefärbt. Ist es leicht pink, so ist es trocken und kann zum Trocknen verwendet werden. Wenn's blau ist einfach bei 140-160°C in den Ofen legen. Das macht dem Zeug's nix aus.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • wora
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    • 21. Juli 2009 um 01:01
    • #10
    Zitat von "linearray"

    ...
    Das Wichtigste ist dass nasses Equipement keinesfalls zum Test in Betrieb genommen wird.


    ooooch, lass uns doch den spass :shock: :D

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • linearray
    Gast
    • 21. Juli 2009 um 01:11
    • #11
    Zitat von "wora"

    ooooch, lass uns doch den spass :shock: :D

    OK komm schalt schnell ein... :D:D:D

  • tobias kammerer
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    • 10. August 2009 um 16:41
    • #12

    Generell will ich den Threadstarter nochmal beruhigen. Praktisch alle Mikros stecken das anstandslos weg. Feuchtigkeit gibt es auch oft ohne direkte Nässe. Das muß Dein Zeug sowieso aushalten. Wir haben schon viele Mikros geflutet. Bis jetzt haben das alle (ohne Klangänderung) überlebt.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • freeze
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    • 10. August 2009 um 16:43
    • #13

    Hi,

    danke nochmal für alle Antworten.
    Allen Mikros geht's gut.

    Eine Wechselkapsel hab ich mal vorsichtshalber in Reis gelegt, ein AB-Vergleich ergab keinen Unterschied.

    LG

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