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Subwoofer auf Stelzen?

  • databass.ch
  • 19. Juli 2009 um 22:18
  • matthias falke
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    • 21. Juli 2009 um 15:33
    • #21

    Ich mache öfters mal VAs in einem Saal der auf so eine Art Stelzen gebaut ist (Hochwasserschutz, das Nest heißt Ratzdorf und war beim Oderhochwasser in aller Munde). Also wie gesagt, der Saal hat unten einen Hohlraum, ansonsten besteht der Boden aus Holzdielen die ziemlich mitschwingen. Mit den Bass in diesem Raum ist das immer so eine Sache.Um da etwas Abhilfe zu schaffen, habe ich versucht die Woofer vom Boden zu entkoppeln (vier Schläuche von einem Schubkarrenrad, Holzplatte rau, und darauf die Woofer). Nicht nur nach meinem Empfinden war der Bass bedeutend besser. Ich will damit bloß sagen das manchmal auch seltsam anmutende Sache zu Verbesserungen führen, wer weiß vielleicht auch die Sache mit den Rohren.(Spikes helfen ja auch manchmal)
    Gruß Matthias

  • Jens Droessler
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    • 21. Juli 2009 um 17:16
    • #22

    Das nun wiederum ist aber ein Problem mit schwingendem Boden und absolut verständlich. Aber auf festen Betonboden ist es überflüssig.

  • Mechwerkandi
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    • 22. Juli 2009 um 08:17
    • #23
    Zitat von "Jens Droessler"


    Aber auf festen Betonboden ist es überflüssig.


    Janee, is klar. Was ist denn "fest"?

  • Sound-Klinik
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    • 22. Juli 2009 um 08:57
    • #24

    1. Da die Wände einer guten Box (... manche HiFi-Enthusiasten bauen z.B. Sandwichkisten mit Sand, Marmor etc. - im PA-Geschäft scheitern solche lobenswerten Ambitionen oft an der fehlenden Bereitschaft des Personals, tonnenschwere Kisten zu bewegen ...) ja im Idealfall NICHT mitschwingen (bzw. sollten :wink: ) und der Schall nur durch dafür vorgesehen Öffnungen (Vents, Hornöffnung, LS-Membran etc.) austritt, sollten "Stelzen" - noch dazu bei Wellenlängen von einigen Metern - wenig bringen. Aber vielleicht wird dadurch ja das "Chakra" verbessert. :D

    2. Ob durch "Stelzen" grundsätzlich eine bessere Schallverteilung erfolgt, bezweifel ich mal, weil die zusätzliche Bodenreflektion (vorher Halbraum !) eine weitere - von der Position im Raum abhängige - Frequenzabhängigkeit "ins Spiel" bringt (Interferenz Schallquelle <-> Bodenreflektion).

    Bei der Wahl einer anderen Position als am Boden sollte daher der gesamte Raum (Abstand zu Decken, Seitenwänden, Geometrie des Raumes etc.) und die in Frage kommenden Hörpositionen berücksichtigt werden ... aber vielleicht wurde ja auch mit einem Programm wie EASE schon ein wenig herumgespielt und bereits einige Teslaspulen im Betonboden vorgesehen. :)

    Zitat von &quot;databass.ch&quot;

    Man müsste ja auch einen A/B Vergleich machen und/oder das ordentlich Messtechnisch dokumentieren.


    Dann such dir schon mal die "richtige" Hörposition (wg. "wo-stelle-ich-das-Messmikro-beim-Messen-hin") aus. :D

  • tufkamar
    Gast
    • 22. Juli 2009 um 09:50
    • #25
    Zitat von &quot;Sound-Klinik&quot;

    Dann such dir schon mal die "richtige" Hörposition


    na, die richtige Positition ist - je nach Ziel des Messenden :) - die, an der:
    (a) der gewünschte Effekt eintritt oder
    (b) der gewünschte Effekt nicht eintritt

    Die Idee an sich klingt mir im PA-Bereich auch zu sehr nach Hifi-"Voodoo".

  • matthias falke
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    • 22. Juli 2009 um 09:57
    • #26
    Zitat von &quot;Sound-Klinik&quot;

    (... manche HiFi-Enthusiasten bauen z.B. Sandwichkisten mit Sand,


    Nu gut, nicht jeder scheut den Aufwand :wink:

    Das Teil hat auch zwei Sandkammern . Ob sich der Aufwand lohnt, keine Ahnung. Aber man hat halt ein gutes Gefühl.
    Vielleicht ist es mit den Rohren genauso.

  • wora
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    • 22. Juli 2009 um 10:13
    • #27
    Zitat von &quot;Mechwerkandi&quot;


    Janee, is klar. Was ist denn "fest"?


    weiter oben wurde von einer industriehalle mit festem betonboden gesprochen. da solche böden in der regel eine wesentlich höhere flächenbelastung aufweisen als z.b. in wohngebäuden üblich, kann man sicher davon ausgehen das sich dieser boden vernachlässigbar wenig zum mitschwingen anregen lässt, vor allem im vergleich zum von matthias falke erwähnten holzboden... :roll:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Sound-Klinik
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    • 22. Juli 2009 um 10:32
    • #28
    Zitat von &quot;matthias falke&quot;


    Nu gut, nicht jeder scheut den Aufwand :wink:
    ...
    Ob sich der Aufwand lohnt, keine Ahnung. Aber man hat halt ein gutes Gefühl.


    Ich hatte früher (als Student) mal große 3-Wege-HiFi-Trümmer (etwa Kühlschrankgröße), in denen ich als Wandmagterial Holz und (NICHT bitumierte ...) Weichfaserplatten "geschichtet" hatte. Die Dämmung war exzellent und trotzdem konnte ich die Kiste - noch - bewegen. :wink:

  • databass.ch
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    • 22. Juli 2009 um 19:43
    • #29

    Zu Thema Entkoppeln hab ich mir folgende Überlegung gemacht (Bitte widersprechen falls falsch):
    - Das Paradebeispiel eines entkoppelten Subs wäre, wenn er an (z.B.) Gummiseilen aufgehängt in der Luft schweben würde. Das resultierende Klangbild würde ich als eher drucklos und matschig erwarten. Da nur sein Eigengewicht ihn davon abhält bei jedem Ton unkontroliert hin und her zuschwingen.
    - Um das zu korrigieren müsste man den Sub schwerer machen um die Massenträgheit zu erhöhen (wieviel Gewicht brauch man da? 1Tonne? Kann das gar nicht abschätzen). Das Gehäuse schwingt jetzt so gut wie nicht mehr.
    - Jetzt könnte man den so beschwerten Sub aber genauso gut auf den Boden stellen, da er nicht mehr schwingt kann er auch die Bausubstantz nicht mehr anregen.

    Zitat von &quot;Sound-Klinik&quot;


    Dann such dir schon mal die "richtige" Hörposition (wg. "wo-stelle-ich-das-Messmikro-beim-Messen-hin") aus. :D

    Ich würde mind. 4 Messpunkte nehmen. Alles andere wäre nicht repräsentativ.

    Zitat von &quot;Sound-Klinik&quot;

    2. Ob durch "Stelzen" grundsätzlich eine bessere Schallverteilung erfolgt, bezweifel ich mal, weil die zusätzliche Bodenreflektion (vorher Halbraum !) eine weitere - von der Position im Raum abhängige - Frequenzabhängigkeit "ins Spiel" bringt (Interferenz Schallquelle <-> Bodenreflektion).

    Danke :D Das war auch eine meiner Überlegungen.

  • Sound-Klinik
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    • 22. Juli 2009 um 20:16
    • #30
    Zitat von &quot;databass.ch&quot;

    Zu Thema Entkoppeln hab ich mir folgende Überlegung gemacht (Bitte widersprechen falls falsch):
    - Das Paradebeispiel eines entkoppelten Subs wäre, wenn er an (z.B.) Gummiseilen aufgehängt in der Luft schweben würde.


    Mach mal ein Foto davon, wenn du sowas in die Tat umgesetzt hast. :D

    Zitat von &quot;databass.ch&quot;

    ...müsste man den Sub schwerer machen um die Massenträgheit zu erhöhen (wieviel Gewicht brauch man da? 1Tonne? Kann das gar nicht abschätzen). Das Gehäuse schwingt jetzt so gut wie nicht mehr.


    Einfach eine tonnenschwere Marmorplatte auf mehreren hundert Tennisbällen legen und Box draufstellen. :wink:

  • databass.ch
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    • 22. Juli 2009 um 20:43
    • #31
    Zitat von &quot;Sound-Klinik&quot;


    Mach mal ein Foto davon, wenn du sowas in die Tat umgesetzt hast. :D

    Och meno. Es geht mir doch nur um die Theorie! :wink: Mit dem Beispiel oben wollte ich verdeutlichen, dass die Entkopplung an sich auch negative Auswirkungen auf den Klang haben kann, und dass man (zumindest Theoretisch!) das Problem mit reinem Gewicht auch in den Griff kriegen könnte. Wie gesagt, das ist lediglich meine Überlegung (Bitte widerspricht mir, wenn ich falsch liege). Und für mich sind extrem Beispiele immer am wirkungsvollsten um etwas nachvollziehen zu können.

  • Jens Droessler
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    • 22. Juli 2009 um 20:58
    • #32

    Du befürchtest also, dass ein quasi freischwebender Sub das ganze Gehäuse hin und herbewegt? Das lässt sich durch passende Konstruktion ändern: Das Ganze wird impulskompensiert, z.B. auf zwei gegenüberliegenden Seiten je die gleiche Zahl von Lautsprechern montieren. So schwingen höchstens noch die Wände des Gehäuses in sich. Drucklos würde es ohne Pegelkompensation in jedem Fall klingen, allerdings nach Pegelanhebung sollte der Sub besser klingen, da weniger Raummoden angeregt werden (Es sei denn man hängt den/die Sub(s) genau vor eine Wand oder ähnlich).

  • databass.ch
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    • 22. Juli 2009 um 21:13
    • #33
    Zitat von &quot;Jens Droessler&quot;

    Das lässt sich durch passende Konstruktion ändern: Das Ganze wird impulskompensiert, z.B. auf zwei gegenüberliegenden Seiten je die gleiche Zahl von Lautsprechern montieren. So schwingen höchstens noch die Wände des Gehäuses in sich.

    Interessanter Ansatz. Du hast mich dabei noch auf eine ganz andere Überlegung gebracht. Die Bewegung eines Subs ist ja normalerweise lediglich vor/zurück ***. Um Vibrationen auf den Boden zu übertragen müsste die Bewegung aber auf/ab sein... Meinungen?

    Zitat

    Drucklos würde es ohne Pegelkompensation in jedem Fall klingen, allerdings nach Pegelanhebung sollte der Sub besser klingen, da weniger Raummoden angeregt werden (Es sei denn man hängt den/die Sub(s) genau vor eine Wand oder ähnlich).

    Warum regt ein fliegender Sub die Raummoden weniger an?

    *** Nachtrag: zumindest die des Gehäuses.
    Nachtrag zum Nachtrag: Ausser der Subboden würde sich durch die Schwingungen verformen. Dann wäre die Idee der HiFi-Freaks mit den Spikes aussen am Gehäuse gar nicht so verkehrt. Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass das ganze akustische Mikrochirurgie ist und mit den wahren, gravierenden Problemen nichts zu tun hat.

  • Jens Droessler
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    • 22. Juli 2009 um 22:03
    • #34

    Es hieß mal, je mehr reflektierende Flächen man in der Nähe hat, umso mehr Raummoden werden erregt. Eckaufstellung (möglicherweise noch mit einem raumhohen Sub :D ) regt so ziemlich alles im Raum an...

  • kristian w.
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    • 23. Juli 2009 um 08:43
    • #35

    Ich bin da eher der Meinung von Wora. Einen Sub auf dem Boden statt an der Bühnenkante (oder geflogen) bringt 3dB. Das sind 3dB, die ich nicht kaufen, schleppen und mit Strom versorgen muß. Noch besser ist die Aufstellung in der Raumecke, dann haben wir schon 6dB mehr, ohne mehr Leistung.

    Dj, Verleiher und manchmal auch Veranstalter.

    http://www.faxe.at

  • wora
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    • 23. Juli 2009 um 10:58
    • #36

    man gewinnt je reflektierender fläche 3dB.
    normal auf dem boden sind es also +3dB
    auf dem boden und an einer wand sind es +6dB
    in einer raumecke sind es dann theoretisch sogar +9dB
    der nachteil in ecken ist aber, das es dann eventuell schon anfangern kann zu dröhnen, denn die trennfrequenz wird dadurch ja leider auch nach oben verschoben...

    +3dB durch bodenkopplung bedeutet schon eine einsparung der verstärkerleistung um die hälfte!
    also statt 2 amps für xtausend EUR nur noch einer... ich denke, das ist ein gutes argument ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Loloverde
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    • 23. Juli 2009 um 11:44
    • #37

    Hi Wora

    Zitat von &quot;wora&quot;


    der nachteil in ecken ist aber, das es dann eventuell schon anfangern kann zu dröhnen, denn die trennfrequenz wird dadurch ja leider auch nach oben verschoben...

    Das kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Warum sollte sich die Trennfrequenz ändern?

    Gruß
    Rainer

    http://www.thewhitelodge.de

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 23. Juli 2009 um 11:58
    • #38
    Zitat von &quot;wora&quot;

    man gewinnt je reflektierender fläche 3dB.
    normal auf dem boden sind es also +3dB
    auf dem boden und an einer wand sind es +6dB
    in einer raumecke sind es dann theoretisch sogar +9dB

    ...bist du dir da _ganz_ sicher? :wink:

  • terrine
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    • 23. Juli 2009 um 12:21
    • #39
    Zitat von &quot;databass.ch&quot;

    Interessanter Ansatz. Du hast mich dabei noch auf eine ganz andere Überlegung gebracht. Die Bewegung eines Subs ist ja normalerweise lediglich vor/zurück ***. Um Vibrationen auf den Boden zu übertragen müsste die Bewegung aber auf/ab sein... Meinungen?

    Warum regt ein fliegender Sub die Raummoden weniger an?

    *** Nachtrag: zumindest die des Gehäuses.
    Nachtrag zum Nachtrag: Ausser der Subboden würde sich durch die Schwingungen verformen. Dann wäre die Idee der HiFi-Freaks mit den Spikes aussen am Gehäuse gar nicht so verkehrt. Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass das ganze akustische Mikrochirurgie ist und mit den wahren, gravierenden Problemen nichts zu tun hat.

    Double Bass Array (DBA)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Double_Bass_Array

  • Jens Droessler
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    • 23. Juli 2009 um 16:29
    • #40

    @ wora: Das Dröhnen kommt dann eher durch die Raummoden.

    @ Loloverde: Weil der Pegel der Subs zunimmt, verschiebt sich dessen Kurve nach oben. Mit steigender Frequenz fällt die zusätzliche Kopplung allerdings langsam weg. Würden nur die Subs in der Ecke stehen, wäre deren Pegel nun um die x dB lauter als die Tops, da die Abstimmung üblicherweise ja mit Subs auf dem Boden und Tops darauf oder geflogen stattfinden. Allerdings, wenn die Tops ebenfalls in der Ecke stehen, hat woras Theorie ein Loch, da die Tops bei der Übergangsfrequenz den selben "Kopplungsboost" erfahren. Dann verschiebt sich nichts, allerdings muss das ganze mittels EQ linearisiert werden, da der "Boost" wie gesagt frequenzabhängig ist.

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