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Audioumfrage zu meiner Facharbeit

  • SebastianJaeger
  • 16. September 2009 um 10:34
  • audiobo
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    • 4. Oktober 2009 um 18:40
    • #21

    tja, das ist halt so eine Sache mit dem Zeitbezug - schlimm ist ja, dass man es eigentlich gar nie 100% richtig machen kann. Siehe auch der Thread mit den Delaylines.

    Ich sitze hier gerade im Dach einer lokal bekannteren Veranstaltungsstätte und zeichne eine VA mit Kammermusik auf. Da ich heute mal daran gedacht habe, habe ich zusätzlich zum Hauptmikro noch einen Druckempfänger für Atmo und Nachhall in die Decke (quasi "grenzflächig") gehangen - Wegunterschied zum Hauptmikro 9m, rein vertikal. Dadurch hat jedes Instrument (sowie Publikum) einen ganz individuellen Wegunterschied zu beiden Mikros. Aber über Kopfhörer klingt es mit einer Anpassung auf Dirigentenposition und bei -8dB gerade sehr schön und ausgewogen. Mal schauen was dabei herauskommt... erlaubt ist was gefällt :D

  • freeze
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    • 4. Oktober 2009 um 19:18
    • #22

    So, da wären wir jetzt also auch schon bei Raummics und dem Grund, warum man sie beim Drum-Recording einsetzt. :D

  • audiobo
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    • 4. Oktober 2009 um 19:54
    • #23

    naja, ein paar Instrumente (Violinen) strahlen schon recht direkt in das zusätzliche Mikro und die Zeitanpassung (27ms Verzögerung auf das Hauptmikrofon) führt schon zu merklich mehr Fülle und Klarheit, als es ohne der Fall ist. Allerdings wage ich keine abschliessende Beurteilung ohne es auf Lautsprechern gehört zu haben - da kann man sich gerade mit Pegel-/Laufzeitstereofonie und Räumlichkeit über Kopfhörer ganz schön vertun.

    Um nochmal auf die Schlagzeugnummer zu kommen: ich habe auch schon mehrfach solche Zeitanpassungen nach dem Durchhören wieder rausgenommen - weil es einfach für die Musik ungewohnt klang, bzw. nicht "dreckig" genug. Da spielt halt auch jahr(-zente)lange Hörerfahrung/-gewohnheit mit hinein.

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    SebastianJaeger
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    • 4. Oktober 2009 um 20:23
    • #24

    Hallo,

    ich habe die Geschichte mit der Laufzeitkorrektur bei Mehrspuraufnahmen ja auch nicht erfunden, sonder in letzter Zeit nur sehr viel davon gelesen und mich daher dazu entschlossen es einmal etwas näher zu untersuchen.
    Ich finde übrigens nicht, das die Laufzeitunterschiede die wir mit den Ohren hören denen einer Multimikrofonie entsprechen.
    Unsere Ohren können maximal den Overheads einer Schlagzeugmikrofonie entsprechen, mehr aber nicht. So hören wir immer das Set als ganzes.
    Kommen jetzt aber die diversen Closemiks dazu und werden mit den Overheads gemischt, sieht die ganze Geschichte doch gänzlich anders aus.
    Ich habe mich aus folgenden Gründen für die Snare als Referenzspur entschieden:

    Wie oft wird diese im Vergleich zum alignenden Rest des Drumsets gespielt?
    Welche Rolle spielt die Snare im Schlagzeug der Unterhaltungsmusik?

    Bei der Bassdrum fällt das Timealignment nicht ins Gewicht, die Toms werden sehr selten gespielt, bei einem gut mikrofonierten Set ist das HiHat-Mikrofon fast überflüssig.
    Die Becken haben ohnehin nur den Bezug zu den Overheads, also bleibt letztendlich nur die Snare, die eigentlich am prägnantesten ist vom Sound, am stärksten in die anderen Mikros überspricht und letztlich Soundtechnisch die wichtigste Rolle im Gesamtkontext spielt.
    Ich würde dieses Verfahren auch live nicht anwenden, ich habe mich mittlerweile mit mehreren Leuten unterhalten die diese Variante des Time und Phasealignments erfolgreich im Studio einsetzen und dadurch einen deutlich druckvolleren Sound mixen. Diese Erfahrung kann ich bis jetzt voll teilen. Ich werde mich allerdings auch noch weiter intensiv mit dem Thema auseinandersetzten und andere Varianten des Alignments versuchen.

    Gruß

    Sebastian

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  • guma
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    • 4. Oktober 2009 um 21:16
    • #25
    Zitat von "hunterstudios"

    Ich finde übrigens nicht, das die Laufzeitunterschiede die wir mit den Ohren hören denen einer Multimikrofonie entsprechen.
    Unsere Ohren können maximal den Overheads einer Schlagzeugmikrofonie entsprechen, mehr aber nicht. So hören wir immer das Set als ganzes.
    Kommen jetzt aber die diversen Closemiks dazu und werden mit den Overheads gemischt, sieht die ganze Geschichte doch gänzlich anders aus.

    @ hunterstudios
    Da haben wir vielleicht etwas aneinader vorbei geredet. Ganz unbestreitbar gibt es "in der Natur" prinzipiell unterschiedliche Laufzeiten zwischen einzelnen Bestandteilen eines Drumsets und dem Zuhörerohr. Das ist durch die Topik zwangsweise so. Ebenfalls unstrittig ändert sich das Verhältnis dieser Laufzeiten zueinander mit einer Änderung der Zuhörerposition. Sicher ist auch, dass diese Laufzeiten mit zunehmender Entfernung des Zuhörers vom Drumset immer unbedeutender für das Hörerlebnis werden.

    Subjektiv positiv bewertet, entspricht das zusammen mit den Reflektionen im Raum einer "natürlichen Raumantwort" eines Schlagzeugs. "Das ( Schlagzeug- ) Set als Ganzes hören" ist allerdings eine ganz und gar willkürliche Umschreibung für eine bestimmte gewohnte Hörsituation und hat nichts mit einer physikalischen Ganzheitlichkeit dieses Instruments zu tun. Will sagen: in meinem Verständnis dafür gibt es keine "richtige" Laufzeitsituation für die einzelnen Quellen des Schlagzeugs zueinander. ( Dann wäre ja auch ein Linkshänderaufbau "falsch" :D )

    Was es allerdings wirklich in der Natur nicht gibt, ist die "Doppelmikrofonie mit ähnlicher Lautstärke - Situation". Die oben beschriebene Vorgehensweise dient vor allem der Vermeidung störender Effekte derselben. Sind für Dich die Argumente für die OH-Mikrofonie als "Nullzeit" plausibel ?

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