In der 'reinen Lehre' bei Doppelmembrankondensatormikros und der Methode wie über deren Polarisierung die Richtcharakteristik erzeugt wird, gibts das natürlich nicht. In Kleinmembranmikros, bei denen die Dimensionen sehr festgelegt sind und weder das Prinzip noch die Geometrie viele Möglichkeiten für akustische Dämpfungen oder multiple Ports zulässt, gehört das auch nicht zum "Repertoire".
Aufgefallen ist mir jedoch in den Hersteller-Polardiagrammen einiger dynamischer Mikros, dass es Typen geben soll, deren seitliches Einsprechverhalten sich über einen weiten Frequenzbereich 'eng' wie eine Super- oder Hyperniere verhält, eine typische rückwärtige Aufnahme wie für Superniere oder Hyperniere üblich, bis auf den kleinen "Supernierenanteil" für hohe Frequenzen, wie er tendentiell bei allen Nieren vorhanden ist, fehlt.
Aufgefallen war mir das vor Jahren, als ich das Audix D3 zum ersten Mal für die Snare benutzt habe, wobei die Audix-Polardiagramme in den Datenblättern sicher Meisterwerke der Mittelungskunst sind ![]()
. Allerdings hatte ich bei diesem Mikro auch praktisch den Eindruck, dass es sehr wenig Umgebungssignal aufnimmt. Zum zweiten mal bin ich bei Sichtung des Polardiagramms meiner alten Shure 548 SD ( nachschauen unter discontinued products ) darüber gestolpert, die sich ebenfalls deutlich enger verhalten als beispielsweise ein SM57.
Ist da nun was dran oder bin ich Opfer einer zunächst optischen, dann aber auch psychoakustischen Täuschung und ist es technisch in einem dynamischen Mikro überhaupt machbar ?