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Aphex Aural Exciter 204

  • laolu
  • 30. Oktober 2009 um 04:48
  • discodude
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    • 1. Februar 2010 um 20:53
    • #21

    wow..........
    ist schon spannend.

    Im studio geben die leute viel geld für K2 und K3 harmonische aus röhrenschaltungen sowie transistor geräte ( z.B. Urei 1176 ) aus.
    Und hier mag das keiner haben. Warum das denn nicht??

    Hehe.


    Ich hab nen SPL vitalizer - so einer mit schwarzer front und gelber lackierung. Das ding muss hornbeinalt sein und treibt sich bei mir im aufnahme outboard rack rum.
    Es kommt auch nur selten zum einsatz , weils halt nicht immer passt.
    Solche diskussionen gibts ja auch immer wieder über mikrofone.

  • rockline
    Profi
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    • 1. Februar 2010 um 21:32
    • #22
    Zitat von "Joe_B"

    Der "Big Bottom" ist genausowenig ein EQ wie der Exiter. Im Prinzip macht er das gleiche nur nach unten, also Harmonische hinzufügen unterhalb der eigentlichen Eingangsfrequenz.

    Bei dieser Funktion bin ich mir im Moment nicht ganz sicher. Hier geistert noch ein alter dbx Subharmic-Generator herum - dessen Funktion ist tatsächlich die Erzeugung einer zusätzlichen Frequenz eine Oktave unter der eingestellte Wunschbassfrequenz. Die wird dann hinzugemischt, und dann wummert es schon sehr anständig.
    Der Aufwand ist relativ hoch, dh die Kiste aus den 80gern ist ziemlich voll mit Grundplatine und 3 Steckkarten.

    Bei den Behringer Exitern wurde das mit dem Bass aber anders gemacht. So ein Gerät habe ich sicherlich auch noch irgendwo. Bei Gelegenheit messe ich das mal aus.

  • kf audio
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    • 1. Februar 2010 um 22:40
    • #23

    Exiter und auch Vitalizer haben nicht das geringste mit einem EQ gemeinsam, aber das wurde zum Glück schon fachmännisch richtig gestellt. Die Dinger sind aber beide mit sehr viel Vorsicht zu genießen, nach dem Motto: Weniger ist mehr. Ein Exiter ist nur dann gut, wenn man merkt, dass man ihn ausgeschaltet hat und man den Effekt sonst gar nicht war nimmt. Man gewöhnt sich schnell an den Sound und will dann immer mehr ... das geht aber dann genau in die andere Richtung. Mit frischen Ohren klingt es dann .... anyway.
    Bei EQ´s bin ich alte Schule - raus, nicht rein, erst recht bei den Höhen, aber das muss jeder selbst entscheiden. Vor allem bei digitalen Pulten. Bei einem Massenburg EQ, der bis 40.000 Herz geht, ist das wieder etwas anderes. Man hört es selbst zwar oben nicht, aber die gegenseitige Beeinflussung der Obertöne macht spürbare Musik und bringt einen Sound auch nach vorn, aber wer hat so was schon LIve im Einsatz.

    Big Bottom ??? Das weiss ich nicht genau, wie er arbeitet, aber was ist den mit dem Waves L2? Ist da nicht auch der "Maxx Bass" drin? Diesen kenne ich als Software und das Ding arbeitet sehr Sauber. Hin zu kommen noch andere gute Tools wie Limiter und R- Compressor von Waves ...

    Aber es sind alles nur Tools, die uns etwas vortäuschen - geht nichts über ordentlich Leistungsreserven, richtig aufgebaute Marken PA mit Monosummierung in den Bässen, gutes Pult, gute Mikros und dann noch Musiker, die klingen ....... Was wäre das schön .... Musik zu Mischen und nicht Schadens Begrenzung machen zu müssen :D

    LG,

    Karsten

    Suche: suche einen "shit to gold converter" - zahle Höchstpreise

  • Jens Droessler
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    • 3. Februar 2010 um 00:50
    • #24

    Ich habe die Big Bottom Funktion nochnicht gemessen, aber zusätzliche Harmonische werden sicher nicht hinzugefügt. Ich nehme an, dass es ein Tiefpass mit Compressor dahinter ist. Wenn ich das Netzteil wiederfinde, mess ich das mal.

    MaxxBass aus dem Waves-Paket macht genau das Gegenteil eines Subharmonic-Synths (wie der von dbx oder dem Bassfex von Behringer): Er erzeugt zusätzliche Obertöne (k2 und k3), damit die Fundamentale durch unser Gehör auch auf Systemen wahrgenommen wird, die eigentlich nicht dazu in der Lage sind, sie wiederzugeben. Psychoakustik... Das funktioniert mit Bass (Synth, Bassgitarre, etc.) recht gut, aber mit perkussiven Signalen nicht allzugut. Ich denke, das liegt in der Natur der Sache, nicht am PlugIn/Gerät.

  • kf audio
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    • 3. Februar 2010 um 10:18
    • #25

    @ jens

    vielen Dank erst mal - ich vermute , dass es bei perkussiven Instrumenten, aufgrund der Geschwindigkeit wie sich der ton entwickelt, einfach nicht so gut klappt. gerade dabei entwickeln sich die Obertöne je nach Anschlag ja nun mal alles andere als linear und vielleicht ist der Sound dabei dann zu künstlich .....
    Ich habe mit dem Plug in vor Jahren mal experimentiert und auch bei BD, egal ob Natur oder Synthetisch keine befriedigenden Ergebnisse erreicht. Im Bass oder der Summe war das wieder etwas anderes. Nach einer Zeit fühlt man aber doch, dass man seine Ohren verarscht und dann nerven diese Zusätze einfach. Die ganze subtile Wahrnehmung wird dann regelrecht zu einer unterschwelligen Belastung und stört einfach nur.
    Wie schon erwähnt, komme ich da immer wieder zur alten Schule und wünsche mir: Leistung in der PA, einen guten Raum, gute Technik, .....
    Wenn ich in kürzeren Abständen mit Musik zu tun habe, bei der z.B. viele Psychoakustischen Effekte sein müssen (aufgrund des Sounddesigns), dann empfinde ich schon die Belastung der eigenen Nerven, genauso die Entspannung, wenn ein Auftrag in Folge mit sehr dynamischer Musik, wie Klassik oder Jazz ansteht.
    An der Stelle möchte ich dann gerne nochmal Werbung für http://www.PleasurizeMusic.com/ machen, für die, die es vielleicht noch nicht kennen. Es lohnt sich, die ganze Seite mal in Ruhe durch zu lesen und die Aktion so gut man kann, mit zu Unterstützen. Ich hoffe, dass ich jetzt niemandem zu weit vom Thema mit dem Exiter abgekommen bin.

    Karsten

    Suche: suche einen "shit to gold converter" - zahle Höchstpreise

  • Jens Droessler
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    • 3. Februar 2010 um 15:54
    • #26

    Ich denke eher, dass das Gehör zu träge ist, um bei perkussiven Signalen k2 und k3 wieder auf die Fundamentale zurückzuführen. Und ja, diese Art von Psychoakustik gilt durchaus als gehörermüdend. Das Gehirn muss eben ständig mitrechnen und ersetzen. Daher sind solche "Effekte" immer nur wohldosiert einzusetzen. Das hat im Übrigen aber nichts mit den psychoakustischen Tricks bei MP3s und dergleichen zu tun. Da wird nur weggelassen, was "vermutlich" eh nicht gehört wird, daher unbelastend, solange keine Artefakte hörbar werden.

  • 00Schneider
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    • 3. Februar 2010 um 20:58
    • #27

    Zu träge ist das Gehör weniger, es gibt bei perkussiven Signalen nur einfach keine reinen Töne, demzufolge keinen klaren Grundton und mehr ein Obertongewirr. Besonders bei doppelt-befellten Trommeln, da schwingt Schlagfell, Resonanzfell und Kessel, beeinflusst von Hardware und Montierung. Ein Schlagzeug hat kaum Sustain (Anhalten des Tones), Trommeln gehen häufig schnell ins Decay (Nachhall, Abklingen) über. Bei Trommeln mit nur einem Fell (z.B. Pauken) hört man je nachdem schon recht gut einen Ton, aber auch da schwingt das Fell nicht rein. Es schwingt ja nicht nur die 1,1 Mode merklich, sondern auch 1,2 1,3, 2,1 2,2 2,3 etc., kreuz und quer sozusagen.

    Und kurze Signale haben allgemein ein breites Spektrum. Einen Sinus nehme ich ja erst ab einer gewissen Dauer als Ton war, ist er zu kurz ist es ein Klick oder Plop. Spektral gesehen taucht bei einem kurzen Sinus nicht einfach nur eine Linie kurz auf, sondern die Faltung mit der Einhüllenden.

    Liegt in der Tat in der Natur der Sache, wenn kein klarer Grundton da ist können auch keine passenden Obertöne hinzugefügt werden.

    Lautsprecher verstärken die Stimme, aber nicht die Argumente.

  • Jens Droessler
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    • 3. Februar 2010 um 21:16
    • #28
    Zitat von "00Schneider"

    Einen Sinus nehme ich ja erst ab einer gewissen Dauer als Ton war, ist er zu kurz ist es ein Klick oder Plop.


    Das meinte ich ja. Selbst mit reinem Sinus und ohne "Schnitte" (also auf Nulldurchgang gestartet und gestoppt) wird ein kurzes Signal nur als Klick oder Plopp wahrgenommen. Die Frequenz ist dabei auch schwer bis garnicht bestimmbar für das Gehör, das habe ich unter Trägheit abgetan. Wenn die Frequenz für das Gehör nicht bestimmbar ist, kann ja auch schlecht aus zwei Obertönen die Fundamentale "errechnet" werden. Ich sehe das vllt. etwas vereinfacht...

  • toadie
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    1
    • 3. Februar 2010 um 21:20
    • #29

    Sicherlich sind diese Geräte kein Allheilmittel,

    Aber sie können dem menschlichen Ohr viel angenehmes bereiten wenn man Sie sinnvoll und wohldosiert einsetzt.

    Ob das Material nun geeignet ist oder nicht, überlass ich meinem Ohr :)
    Was allerdings gefährlich ist, ist der schon erwähnte gewöhungseffekt, wenn man ihn einmal eingestellt hat dann sollte man ihn nach 2 Stunden Programm nicht weiter aufreißen, wenn man nachregelt dann max. nach unten.

    Und sowohl der Big Bottom von Aphex als auch der Low Bereich des Vitalizers machen gerade am Drumset einen ziemlich guten Job...
    Wenns mal mit dem billigen Mikro oder mit der PA nicht wirklich schön klingen will, dann bieten diese Geräte eine schöne Option etwas mehr aus dem Setup heruaszuholen als eigentlich drin steckt...

    Sicher wäre es besser ein erstklassiges Setup zu haben, aber wer viel Kneipe, Karneval und Taschengeldnummern macht, weiß wovon ich spreche...

    Und dem Vitalizer ist es ziemlich egal mit welchem Material er gefüttert wird, vom gefühlten Hörerlebnis bringt er eigentlich immer eine verbesserung...
    Ich habe es jedenfalls noch nie bereut ihn eingesetzt zu haben.

    Mein Tip: - Nicht totreden, ausprobieren :)

    Gruß
    toadie

    Physik kann man nicht überlisten

  • 00Schneider
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    612
    • 3. Februar 2010 um 22:16
    • #30
    Zitat von "Jens Droessler"

    Das meinte ich ja. Selbst mit reinem Sinus und ohne "Schnitte" (also auf Nulldurchgang gestartet und gestoppt) wird ein kurzes Signal nur als Klick oder Plopp wahrgenommen. Die Frequenz ist dabei auch schwer bis garnicht bestimmbar für das Gehör, das habe ich unter Trägheit abgetan. Wenn die Frequenz für das Gehör nicht bestimmbar ist, kann ja auch schlecht aus zwei Obertönen die Fundamentale "errechnet" werden. Ich sehe das vllt. etwas vereinfacht...


    Du siehst das dann schon richtig, ist halt eine Frage der Begrifflichkeiten. ;)

    Der Witz auf den ich zusätzlich hinaus wollte ist, dass ein (sehr) kurzes Signal allgemein auch in Wirklichkeit ein breites Spektrum besitzt. Im Bereich bis 20 kHz sind gar keine schmalbandigen Frequenzspitzen da aus denen man groß Informationen ziehen kann. Da sind nicht nur die Eigenheiten des Gehörs schuld, auch die Signaltheorie sagt schon vorher dass es ein Geräusch ist.

    Lautsprecher verstärken die Stimme, aber nicht die Argumente.

  • Joe_B
    Verifiziert
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    141
    • 3. Februar 2010 um 23:42
    • #31
    Zitat von "toadie"

    Sicherlich sind diese Geräte kein Allheilmittel,

    Aber sie können dem menschlichen Ohr viel angenehmes bereiten wenn man Sie sinnvoll und wohldosiert einsetzt.

    Ob das Material nun geeignet ist oder nicht, überlass ich meinem Ohr :)
    Was allerdings gefährlich ist, ist der schon erwähnte gewöhungseffekt, wenn man ihn einmal eingestellt hat dann sollte man ihn nach 2 Stunden Programm nicht weiter aufreißen, wenn man nachregelt dann max. nach unten.

    Und sowohl der Big Bottom von Aphex als auch der Low Bereich des Vitalizers machen gerade am Drumset einen ziemlich guten Job...
    ......

    Und dem Vitalizer ist es ziemlich egal mit welchem Material er gefüttert wird, vom gefühlten Hörerlebnis bringt er eigentlich immer eine verbesserung...
    Ich habe es jedenfalls noch nie bereut ihn eingesetzt zu haben.

    Mein Tip: - Nicht totreden, ausprobieren :)

    Gruß
    toadie

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    Genau, habe auch (noch) einen Vitalizer im Siderack. Vorsichtig eingesetzt macht der aus nem guten Sound einen noch besseren.
    Aus ner schlechten Band macht er aber komischerweise keine gute -warum nur??

  • kf audio
    Verifiziert
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    64
    • 4. Februar 2010 um 00:29
    • #32

    Dann ist der Vitalizer also das Gerät, welches ich über meine Signatur unten Suche :lol:

    00Schneider - Respekt, geiler Beitrag über die Klangerzeugung bei Perkussiven Instrumenten. Das war echt Lehrreich.

    LG,

    Karsten

    Suche: suche einen "shit to gold converter" - zahle Höchstpreise

  • 00Schneider
    Beiträge
    612
    • 6. Februar 2010 um 15:21
    • #33

    Es gibt sogar schönes Anschauungsmaterial:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Moden

    Circular Membrane (drum head) Vibration

    Effect of a drumset in slow motion

    Bei 3:20 sieht man schön dass zahlreiche Moden auftreten. Und dasselbe nochmal beim Resofell, also ein schönes Durcheinander.

    Ein Schlagzeugfell ist recht dünn (0,17-0,34 mm) und nicht besonders steif. Im Gegensatz zur Lautsprechermembran treten da eben immer viele Partialschwingungen auf.

    Bei Congas oder Bongos z.B. ist es schon anders, deren Felle sind dicker und kleiner und es gibt nur ein Fell. Da treten weniger Moden in Erscheinung.

    Das ist der eine Grund warum es bei Schlaginstrumenten ein klarer Ton schwer hat, der andere ist dass wie schon erwähnt kaum Sustain da ist, die Schwingung klingt sofort ab.

    Lautsprecher verstärken die Stimme, aber nicht die Argumente.

  • kf audio
    Verifiziert
    Beiträge
    64
    • 7. Februar 2010 um 15:07
    • #34

    Super und vielen Dank für die Infos !!!

    Wenn wir hier bei eBay wären, hättest Du ne positive Bewertung mehr.

    LG,

    Karsten

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