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Generaldiskussion Lärm

  • toadie
  • 4. Juni 2010 um 13:37
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    • 12. Juni 2010 um 21:55
    • #41
    Zitat von "falcocgn"

    In der gesamten Diskussion wurde der Fehler gemacht, die drei verschiedenen Rechtsquellen für Lärm sauber zu trennen:

    TA Lärm für Anwohner
    DIN 15905-5 für Besucher
    LärmVibArbSchVO für Beschäftigte

    Ist das nun als gut getarnte Ironie zu verstehen, fehlt da ein "nicht", oder wo soll hier der Fehler liegen?

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Jueof
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    • 13. Juni 2010 um 15:10
    • #42

    Hi.
    Ich möchte da mal was einwerfen was mir kürzlich bei verschiedenen angeboten und anschließenden telefongesprächen aufgefallen ist. Diese lärm geschichte wird zunehmend von dienstleistern genutzt um sich wettbewerbsvorteile zu sichern. Als haupt argument kam immer wieder das thema line array ins spiel. Damit könne man schall gezielt projezieren und somit trotz partypegel bei den zuhörern die anwohner vor lärm schützen. Es wurden sogar computersimulationen beigfügt die belegen sollten warum fa. x besser als fa. y sei. Nachgefragt waren diese sogar davon überzeugt das dem so sei :roll: Unsere tatsächlichen erfahrungswerte sprechen da eine andere sprache. Diese augenwischerei wird dem sinnvollen umstand lärmschutz leider nicht gerecht.
    Lg

  • tufkaklto
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    • 13. Juni 2010 um 15:14
    • #43

    Es geht nicht nur um Line Arrrays sondern um sinnvolle Vorplanung, gerade auch mit Bässen.

    Und sowas kann man simulieren, sogar ganz gut und auch verkaufen ( natürlich nützt eine professionelle Firma das )

    Aber funktionieren sollte es klarerweise schon

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  • Jueof
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    • 13. Juni 2010 um 17:16
    • #44

    Hi klauston,
    und funktioniert hat es eben nicht. Zumindest nicht immer aber ohne la dafür auch. Was mich stört ist dieses blinde vertrauen in eine bestimmte technik deren funktionsweise noch nicht einmal richtig verstanden wird :? Ich rede hier ausdrücklich nicht von den großen der branche. Die verstehen ihr handwerk zumeist und benutzen auch material und mengen die den namen line array zu recht tragen. Viele kleine und mittlere verleihe hier in mitteldeutschland setzen mittlerweile diese 3-4 teiligen kleinst las ein und agieren derartig. Sicher ist die technik für bestimmte anwendungen von vorteil aber eben nicht ausschließlich und überall. Gerade im bass der ja meistens für beschwerden sorgt bringts gleich mal gar nichts ob die tops nun "gepusselt" sind oder nicht.
    Ich frage mich was die hersteller als nächsten hype indoktrinieren. Opprtunisten gibts allen anschein nach genug :roll:
    JG

  • tufkaklto
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    • 13. Juni 2010 um 18:05
    • #45

    Im besagten Fall ist aber nicht die Technik das Problem, sondern der User....

    Und das wird man nicht ändern können, dafür kann aber auch die Technik nichts, die ist prinzipiell gut.

    Man muß die Werkzeuge, mit denen man arbeitet, allerdings auch richtig anwenden, das gibt es aber überall.

    EINE Kelle macht auch noch keinen Maurer....

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  • toadie
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    • 13. Juni 2010 um 20:51
    • #46

    die altbekannte Diskussion "Das LA als allheilmittel"

    Das sehe ich ganz anders. Ein LA ist eine tolle Sache, aber nicht immer und überall sinnvoll...

    es geht auch nicht darum was für Material verbaut wird, sondern mehr um das benutzen bzw. verwenden des vorhandenen Materials.

    Wie hier vielleicht schon einige Wissen bin ich bekennender fan von "Oversizien" der Anlagen.
    Denn Headroom ist durch nichts zu ersetzen...
    Wenn ein Techniker einer Gastband dann aber der Meinung ist er muss Anlage n einem Club oder wo auch immer ausfahren, dann hau ich ihm auf die finger, weil das hat mit "Wohlfühlpegel" zu tun...

    Ich lege großen Wert auf einen Luftigen gut sortierten Sound und das geht, nach meiner Meinung, am einfachsten und am besten dadurch das man ausreichend Schallwandler und Endstufen bereitstellt. Denn nichts klingt grausamer als eine Anlage am Limit zu prügeln...

    Mein Wohlfühlpegel liegt im Rockbereich zwischen 100 und 110 db Peak, je nach Location und entfernung von der Bühne. Und ich brauch auch bei einem Event wie RaR oder RiP keine Ultimativen Schalldruckattacken auf meine Ohren. Druck ja, fühlbarer Bass sollte schon sein, denn Live bleibt nun mal Live...

    Ich bin der Meinung das der Techniker das Mass der Lautstärke bestimmen soll und muss. Leider gibts immer wieder Leute die der Meinung sind guter Sound ist mit Ohrenbetäubenden Lärm zu ersetzen, ich erinnere mich mit Grauen an ein AC/DC Konzert in der Kölnarena, wo ich trotz Gehörschutz ein deutliches Pfeifen in den Ohren hatte. Aber auch das war am nächsten Morgen wieder verschwunden und mein Gehör ist laut Ohrenarzt immer noch sehr gut.

    Unsere Gesetzgebung in Deutschland und unsere Vorschriften machen in dieser Hinsicht leider mehr kaputt als sie nützen. Das fängt schon bei der Materialplanung an - nach dem Motto, wir dürfen ja eh nicht so laut...
    Die Dynamik und die dafür benötigten Reserven werden dabei oft ignoriert. Der Preiskampf am Markt tut sein übliches dazu...

    Ich wohne in einer großer Siedlung und hier ist es oft so laut, als wenn in der Nähe ein Rockkonzert wäre und der Gesetzgeber und die dazugehörige Exekutive unternimmt nichts um hier für ein erträgliches Mass an Lärmbelästigung zu sorgen. Bei solchen Großevents wird dann oft mit Kanonen auf Spatzen geschossen und über die Verhältnismäßigkeit bewertet. Und die Rechtsprechung gibt dem Einzelnen vor dem Belangen der Mehrheit oder der Allgemeinheit oft recht... Gottseidank nicht immer.

    Es ist und bleibt unvermeindlich, dass man bei Großveranstaltungen dieses Kalibers in der Umgebung mitbekommt dass hier ein Konzert stattfindet. Ob man nun bei einem Dreitägigen Event von einer unzumutbaren Lärmbelästigung sprechen kann, sei dahin gestellt... Denn es wird immer einen geben der sich belästigt fühlt...

    Denn auch hier gilt: Musik wird oft als Lärm empfunden, da sie mit Geräusch verbunden...

    Ob es nun 99 oder 110 db Sind, es kommt beim Aussenstehenden an und wenn der sich dadurch gestört fühlt gibt es Beschwerden und Klagen...

    Gruß
    toadie

    Physik kann man nicht überlisten

  • Jueof
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    • 14. Juni 2010 um 00:14
    • #47

    Genau so sehe ich das auch nur die art und weise was da manche draus machen ist schon eine frechheit. Wie bereits erwähnt rede ich hier nur von den "kleinen" Den betroffenen und da meine ich zuhörer und wie anwohner ist es doch egal wie es gemacht wird hauptsache es funktioniert und das gelingt mit beidem oder eben nicht. Mich stört eben nur diese argumentation.. :roll:

  • falcocgn
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    • 14. Juni 2010 um 09:39
    • #48

    @ admin: Du hast recht: da sollte natürlich ein "nicht" (...für Lärm nicht sauber...) stehen.

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • tufkaklto
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    • 14. Juni 2010 um 11:07
    • #49

    toadie:

    Da geht es nicht darum, ob LA oder konventionell...

    Tops kann man gut richten, wenn man sich Gedanken macht, und Bässe kann man wirklich simulieren.
    Ich rate Euch mal, probiert das aus.

    Und wenn schon Lärm, man kann sich auch vorher Gedanken über die Ausrichtung der Bühne usw machen.
    Das alles hilft gut zusammen, um unangenehmen Lärm bei Anwohnern zu vermeiden.

    Ich war selbst schon dabei, als genau sowas in der Ausschreibung verlangt wurde, und es hat auch das vorgeschlagene Konzept funktioniert.
    Der Messtrupp war angenehm überrascht und alle waren glücklich.......

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    • 17. Juni 2010 um 15:54
    • #50
    Zitat von "toadie"

    Ob es nun 99 oder 110 db Sind, es kommt beim Aussenstehenden an und wenn der sich dadurch gestört fühlt gibt es Beschwerden und Klagen...

    Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen:

    Die 99 dB LAeq kommen aus dem Publikumsschutz und sind eigentlich kein großes Problem.

    Im Anwohnerschutz haben wir deutlich geringere Richtwerte und auch noch ein paar unschöne Zuschläge (Zuschlag auf den Messwert, nicht auf den Richtwert).


    Am Rande: Wer von "Wohlfühlpegel 100 bis 110 dB peak" spricht, dürfte von der DIN 15905-5 nicht ernsthaft beschränkt werden, denn der Richtwert dort ist 135 dB LCpeak.

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  • toadie
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    • 17. Juni 2010 um 17:45
    • #51
    Zitat von "ADMIN"

    Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen:

    Die 99 dB LAeq kommen aus dem Publikumsschutz und sind eigentlich kein großes Problem.

    Im Anwohnerschutz haben wir deutlich geringere Richtwerte und auch noch ein paar unschöne Zuschläge (Zuschlag auf den Messwert, nicht auf den Richtwert).

    Das mein ich doch, bei einem Konzertüblichen Pegel kommt es im Umfeld an, und es wird sich immer irgendjemand gestört fühlen...

    Gruß
    toadie

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  • simonstpauli
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    • 17. Juni 2010 um 18:07
    • #52
    Zitat von "ADMIN"

    Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen:

    Die 99 dB LAeq kommen aus dem Publikumsschutz und sind eigentlich kein großes Problem.

    Im Anwohnerschutz haben wir deutlich geringere Richtwerte und auch noch ein paar unschöne Zuschläge (Zuschlag auf den Messwert, nicht auf den Richtwert).


    Am Rande: Wer von "Wohlfühlpegel 100 bis 110 dB peak" spricht, dürfte von der DIN 15905-5 nicht ernsthaft beschränkt werden, denn der Richtwert dort ist 135 dB LCpeak.


    (TA Lärm)
    Ein Zuschlag auf den Richtwert wäre ja auch eher kontraproduktiv... Wie war das noch: Zuschläge für Informationsgehalt und Impulsgehalt? Wie wird das üblicherweise ausgelegt? Bei Musik habe ich oft die Anwendung beider Zuschläge erlebt, wenn es sich um "normale" Genres handelte.
    (DIN 15905-5)
    Die meisten Schätzeisen zeigen ja keinen wirklichen Peak-Pegel an, ich kenne "Wohlfühlpegel" als A-bewertete 1-s-gemittelte Werte auf dem vorangenannten Instrument, hier ca. 100dB(A) slow. Wobei der Schlagzeuger dann auch nicht die "falsche" Snare spielen darf...

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

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    • 18. Juni 2010 um 13:43
    • #53
    Zitat von "simonstpauli"

    (TA Lärm)
    Ein Zuschlag auf den Richtwert wäre ja auch eher kontraproduktiv... Wie war das noch: Zuschläge für Informationsgehalt und Impulsgehalt? Wie wird das üblicherweise ausgelegt? Bei Musik habe ich oft die Anwendung beider Zuschläge erlebt, wenn es sich um "normale" Genres handelte.

    Ausgelegt wird an dieser Stelle recht wenig:
    - Impulszuschlag wird gemessen und hält sich meist zwischen 5 und 10 dB.
    - Zuschlag für Tonhaltigkeit und Informationsgehalt wird fast immer pauschalisiert (0, 3 oder 6 dB - ehrlicherweise müsste man bei Musikbeschallung 6 dB ansetzen)
    - Und dann gibt es noch die Tageszeiten mit erhöhter Empfindlichkeit (für uns also 20:00 - 22:00 Uhr)

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